Relais für Regelungsvorrichtungen. Es sind Steuerungsvorrichtungen bekannt, die ein bewegliches, eine oder mehrere<B>Öff-</B> nungen für den Durühlass eines Strahls auf- weisen-des Element und ein zweites, festste hendes Element aufweisen. Letzteres ist mit einer oder mehreren Öffnungen, die,den Off- nungen im beweglichen Element entsprechen, versehen.
Die Lage des beweglichen Elernen- tes und somit die Auftref fstelle Jes aus seiner Öffnung austretenden Strahls bezw. der aus tretenden Stralilen an den entsprechenden t' 1.egenüberliegenden, feststehenden Öffnungen ist dabei in Abhängigkeit von einer züi regelnden Grösse gebracht.
Je nach der Stel lung des beweglichen Elementes wird der FlüssiWkeitsstrahlmehr oderwenigerverscho- ben und trif ft,dementsprechend ganz, teilweise oder gar nicht auf die feststehende Öffnung auf. Damit ist der Druck in der feststehen den Öffnung in Abhängigkeit zur Stellung des beweglichen Elementes und folglich von -der zu regelnden Grösse gebracht. Der in der feststehenden Öffnung durch den Strahl er zeugte Staudruck dient dann zur Betätigung eines die zu regelnde Grösse beherrschenden Servomotors oder eines Vorsteuerorganes zu diesem Servomotor.
Da die Speiseleitung, welche dem beweglichen Element die zur Bil dung des Strahls benötigte Flüssigkeit zu führt, feststeht, muss eine Dichtungsstelle zwischen dem beweglichen Element und der feststehenden Speiseleitung vorgesehen wer den. Eine solche Dichtung verursacht jedoch Verluste an Flüssigkeit und gibt Anlass zur Erzeugung einer zusätzlichen Reibung. Fer ner ist bei diesen bekannten Steuerungsvor richtungen eine genaue Montage der ver schiedenen Teile erforderlich, und deren Wir kungsweise kann durch in der Steuerflüssig keit mitgeführte Schmutzkörner leicht tge- stört werden.
Zweck der Erfindung ist, ein Relais für Regelungsvorrichtungen zu schaffen, beidem die erwähnten Übelstände vermieden und die zu bewegenden Massen bei einfacher bau licher Ausgestaltung auf ein Minimum zu rückgeführt sind. Zu diesem Behufe taucht erfind-ungsgemäss zwecks Ablenkung ein von der zu regelnden Grösse beeinflusster,
beweg- lieli angeordneter Ablenkkörper mehr oder weniger in mindestens einen von einer festste- hen-den Auslassdüse nach einer<B>f</B> eststehenden Empfängerdüse gerichteten Flüssigkeits- strafil ein, wodurch in der Empfängerdüse ein auf die Regelungsvorrichtung einwirkender Druck in Abhängigkeit von der zu regelnden Grösse gebracht ist.
Auf -der beiliegenden Zeichnung sind meh rere Ausführungen der Erfindung beispiels weise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> schematisch eine Anordnung, bei der das Relais auf ein Druckregulierventil einwirkt; ferner zeigt Fig. 2 schaubildlich eine Einzelheit die ser Anordnung in grösserem Massstab;
Fig. <B>3</B> und 4 zeigen eine schaubildliche Ansicht bezw. einen Grundriss eines als Pris ma ausgebildeten Ablenkkörpers, während Fig. <B>5</B> schematisch ein Relais zeigt, bei dem der Ablenkkörper als eine Scheibe ausge bildet ist und<B>je</B> zwei feststehende Auslass- und Empfängerdüsen vorgesehen sind.
Inder Fig. <B>1</B> bezeichnet<B>1</B> einen auf einer feststehenden Schneide<B>3</B> drehbar gelagerten Steuerhebel. Auf diesen Hebel<B>1</B> wirkt eine Schneide<B>7</B> ein, welche fest mit dem Boden einer Membrane<B>8</B> verbunden ist. Auf- die Membrane<B>8</B> wirkt der in einer Kammer<B>18,</B> in einer Verbindungsleitung 14 und in einer Hauptleitung<B>13</B> herrschen-de, konstant zu haltende Druck ein. Es wirkt somit die zu regelnde Grösse, in vorliegendem Falle ein Druck, auf den einen Arm des zweiarmigen Steuerhebels<B>1</B> ein.
Auf den zweiten Arm die ses Hebels<B>1</B> wirkt eine von einer Feder '-) herrührende Gegenkraft ein; die Spannung der Feder 2 kann mittelst Mutter<B>17</B> und Schraubenbolzen <B>16</B> verändert werden. Mit dem Hebel<B>1</B> ist ein mes#serförmig ausgebilde ter Ablenkkörper <B>6</B> starr verbunden. 4 und <B>5</B> sind zwei feststehende Düsen, dieeinander in gleicher Achse gegenüberliegen.
Die Düse 4 ist hier durehwegs Auslassdüse und die Düse<B>5</B> Empfängerdüse genannt.<B>9</B> bezeich net eine zum Fördern einer Hilfsflüssigkeit, beispielsweise<B>01,</B> dienende Pumpe, welche diese Flüssigkeit durch die Düse 4 drückt, aus der sie in Form eines Strahls '20 austritt.
Der Ablenkkörper <B>6</B> ist so am Hebel<B>1.</B> ange bracht, dass seine ebene Vorderfläche, von geriii,-"en Winkeländerungen beim Au#;- schwingen des Hebels abgesehen, im wesent- liehen senkrecht zu einer Ebene steht, in der die gemeinsame Achse der Düsen 4,<B>5,</B> sowie die Drebachse des Steuerhebels<B>1</B> liegen.
Das hat zur Folge, dass der gegen den Körper<B>6</B> n LI auftreffende Strahlteil mit Bezug auf diesen Körper praktisch nur eine Stosskraft -erzeugt, deren Resultierende durch die Drehachse des Hebels<B>1</B> geht, während keine, den Hebel-<B>1</B> zu drehen trachtende Momente ent stehen.
Der hinter der Empfängerdüse<B>5</B> herrschende, von der Menge -der in dieselbe eintretenden Strahlflüssigkeit abhängige Staudruck wirkt über eine Leitung<B>15</B> auf die,eine Seite eines Kolbens<B>10</B> ein, auf des sen andere Seite eine Feder<B>19</B> ein-wirkt und mit welchem ein Regulierventil<B>11</B> starr ver bunden ist. Vonder Lage dieses in einem Ge häuse 12 an("eordneten Ventils<B>11</B> hängt der Druck in der Hauptleitung<B>13</B> ab, der seiner seits über die Leitung 14 auf die Membrane <B>8</B> einwirkt.
Letztere bewirkt nun zusammen mit dem Hebel<B>1 je</B> nach dem im Raume<B>18</B> herrschenden Druck, also<B>je</B> nach der Grösse des zu regelnden Druckes, ein mehr oder we niger starkes Eintauchen des Ablenkkörpers <B>6</B> in den aus der Düse 4 austretenden Strahl 20, wodurch mehr oder weniger Flüssigkeit von der Empfängerdüse<B>5</B> abgelenkt wird (siehe insbesondere Fig. 2).
Da der hinter der Empfängerdüse<B>5</B> herrschende Staudruck von der Menge der in dieselbe eintretenden Strahl- flüssigkeit abhängt, ist somit der auf das Ventil<B>11,</B> das heisst die Regelungsvorrich tung einwirkende Druck durch Vermittlung des Ablenkhörpers <B>6</B> in Abhängigkeit von dem zu regelnden, in der Leitung<B>13</B> h#err- sehenden Druck gebracht.
Bei dem beschriebenen Relais werden keine Dichtungen für bewegliche Teile, des Ste.,iierhebels <B>1</B> benötigt; ferner ist der Hebel <B>1</B> nur auf Schneiden gelagert, und die zubp- wegen-de Masse ist äusserst klein.<B>All</B> das er möglicht, mit einem solchen Relais einen äusserst genauen, betriebssicheren Regulier vorgang zu erreichen.
Der Staukörper<B>6</B> kann auch eine andere Form als die in Fig. <B>1</B> und 2 dargestellte haben; so kann er zum Beispiel in der in Fig. <B>3</B> und 4 veranschaulichten Weise als Prisma ausgebildet sein. Die Kanten dieses Prismas stehen in allen Regulierlagen des Hebels<B>1</B> im wesentlichen senkrecht zu einer Ebene, in der die gemeinsame Achse der Auslass- und Empfängerdüse 4,<B>5,</B> sowie die Drehachse des Steuerheb,els liegen.
Bei der in Fig. <B>5</B> darge stellten Ausführung ist dagegen der Ablenk- hörper <B>6</B> als eine senkrecht zu zwei Flüssig keitsstrahlen 20 angeordnete Scheibe ausgebil- clet. In diesem Falle sind zwei feststehende Ausla.ssdüsen 41, 42 und zwei feststehende Empfängerdüsen <B>51, 52</B> vorgesehen. Die<B>Dü-</B> sen 41,<B>51</B> liegen einander gegenüber, wiedies auch mit Bezug auf -die Düsen 42,<B>52</B> der Fall ist. Bei dieser Ausführung lenkt die Scheibe <B>6</B> beim stärkeren Eintauchen in den einen Strahl<B>20</B> den andern weniger stark ab.
Die hinter den Düsen<B>51, 52</B> herrschenden Stau drücke werden zur Einwirkung auf die zwei Seiten des Kolbens<B>10</B> gebracht, & r sich hier somit unterdem Einflusse der Schwankungen zweier Staudrücke bewegt. Gewünschfenfalls kann auch bei einer solchen Ausführung die Anordnung so getroffen sein, dass eine den Düsen 41,<B>51</B> bezw. eine den Düsen 42,<B>52</B> ge meinsame Achse mit der Drehachse des Steuerhebels<B>1. je</B> in eine Ebene zu liegen kom men, auf welchen zugleich die Fläche der eintauchenden Scheibe praktisch senkrecht steht.
Anstatt den hinter der Empfängerdüse<B>5</B> herrschenden Druch unmittelbar auf einen mit dem Regulierorgan<B>11</B> verbundenen Kol ben<B>10</B> einwirken zu lassen, kann man ihn auch auf den einen solchen Kolben belterr- s e 'henc len Steuersehieber einwirken lassen.
<B>An</B> Stelle der eine Gegenkraft auf den Hebel<B>1</B> ausübenden Feder 2 kann auch ein Gewieht, ein magnetischer Zug, oder #derglei- chen vorgesehen werden.
Die Vorrichtung 'kann zur Regelung irgend einer Grösse benutzt werden, deren Veränderung in irgend einer Weise eine Ver stellung des Hebels<B>1</B> hervorrufen kann.