CH127634A - Dauersicherung für elektrische Leitungen. - Google Patents

Dauersicherung für elektrische Leitungen.

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CH127634A
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Albert Schuhan
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  Dauersicherung für elektrische Leitungen.    Die     Erfindung    besteht in einer neuen  Ausführung der Kontakte bei solchen Dauer  sicherungen für elektrische Leitungen, bei  welchen bei eintretendem Überstrom oder  Kurzschluss mindestens ein Kontakt geöff  net wird. Durch die Erfindung soll erreicht  werden, dass durch Verhinderung des bisher  unvermeidlichen     Verschmelzens    und     Ver-          schmorens    der metallenen     Kontaktflächen,    die  gute     Stromdurchführung    dauernd gesichert  ist.

   Der Erfindungszweck ist dadurch er  reicht, dass die beiden Kontaktteile des     Kon-          taldes    je     einen    Metallteil besitzen, der     vou.     einem stromleitenden, hitzebeständigen Ma  terial so umfasst ist; dass beim stromunter  brechenden Trennen der beiden Kontaktteile  durch Verschieben derselben zueinander die  letzte Berührung der Kontaktteile zwischen  den Umfassungen der Metallteile     stattfindet.     Das Unterbrechen des Stromes findet also  nicht an den Metallteilen, sondern an den  Umfassungen der letzteren statt, welche der  beim     Stromunterbrechen    entstehenden starken  Hitzewirkung standhalten.

   Zugleich werden  durch die seitliche Umfassung die Metall-    teile auch quer zur Bewegungsrichtung des  betreffenden     Kontaktteils    gegen den Ab  reissfunken     geschützt,    der insbesondere bei  Kurzschlüssen sehr zerstörend     wirkt.     



  Auf der die Erfindung in beispielsweiser       Ausführung    darstellenden Zeichnung ist die  Dauersicherung in     Fig.    1 in einer Ansicht  und in     Fig.    2 in einem teilweisen Längs  schnitt (um 90   versetzt zu     Fig.    1) darge  stellt;     Fig.3    ist ein     Querschnitt    nach der  Schnittlinie     I-I    in     Fig.    1;     Fig.    4 ist eine  Seitenansicht des die Kontakte tragenden  Teils der Dauersicherung;     Fig.    5, 6 und 7  zeigen in grösserem     Massstabe    eine besondere  Ausführung eines Kontaktes der Dauer  sicherung.  



  Bei der dargestellten Dauersicherung sind  die beweglichen     Kontaktteile    der beiden Kon  takte an zwei in bekannter Weise drehbaren  Scheiben angebracht, von denen die eine bei  Überstrom oder Kurzschluss den Strom unter  brechend bewegt wird. Die Sicherung ist ohne  das sie umschliessende Gehäuse dargestellt.  



  Das zwischen den fest im Sicherungs  gehäuse angeordneten Klötzen a und     b    aus           stromnichtleitendem        Material    befindliche So  lenoid c ist dauernd in den zu sichernden Ver  brauchsstrom eingeschaltet. 'Der     Solenoid-          anker    d befindet sich     undrehbar    in einer Aus  höhlung des Klotzes     b    und wird durch eine  Schraubenfeder e aus dem     Solenoid    c heraus  gedrückt, wobei er durch die Bodenfläche der  Aushöhlung des Klotzes b gestützt wird.  In letzterem ist an seiner     Aussenstirnfläche          achsial    eine Achse f befestigt.

   Auf letzterer  sitzen übereinander zwei drehbare Scheiben  <I>g</I> und     h    aus     stromnichtleitendem,    hitzewider  stehendem Material, die an den einander zu  gekehrten Flächen mit metallenen, flachen,       konzentrischen    Schleifringen     g1,   <I>1t1</I> versehen  sind, welche aufeinander liegen. Durch eine  Schraubenfeder i wird das feste     Aneinander-          liegen    der beiden Scheiben     bezw.    ihrer  Schleifringe     g1,        1a1    gesichert.  



       .rede    Scheibe g,     la    besitzt an ihrer Um  fläche einen oder mehrere Kontaktteile; diese  beiden     Kontaktteile    gehören je einer zu den  Kontaktteilen     zweier    federnder Arme     7",    11,  welche diametral sich gegenüberstehend an  dem Klotz a. befestigt sind. Die Kontaktteile  der Scheiben g,     7a    und der Arme     k,        1c1    be  stehen beim Ausführungsbeispiel aus je  einem     napfförmigen    zweiteiligen     Kohlestück     m und je einem den Hohlraum des letzteren  ausfüllenden zweiteiligen Metallstück n.

    Letzteres durchdringt mit einem Schrauben  bolzenansatz o den Boden des     Kohlestückes.     Bei den Kontaktteilen für die Scheiben<I>g, lt</I>  ist in die Umfläche der letzteren das Kohle  stück<I>in</I> so eingelassen, dass sein Rand und  die Aussenfläche des Metallstückes     n    bündig  in der Umfläche liegen. Der Schrauben  bolzenansatz o ist in einen     Lappenansatz    des  Schleifringes     g1        bezw.        1a1    eingeschraubt.

   Bei  den Kontaktteilen der Arme     7s,        k1    ist der       Schraubenbolzenansatz    o in eine dicke Me  tallscheibe p eingeschraubt, und er trägt eine       Schraubenmutter        rI,    um einen Leitungsdraht  anschliessen zu können. Die Metallscheibe p  besitzt an ihrer Umfläche sich gegenüber  stehend zwei     :Stifte    r. Die freien Enden der  Arme     7c,   <I>1c1</I> sind gegabelt und jedes Gabel  ende besitzt eine Kerbe.

   In diesen Kerben    ruhen die Stifte     r,    so     da.ss    jeder der Arme     k,          1c1    einen     Kontalztteil    an die Umfläche der  Scheibe g     bezw.        7a        anpresst        (Fig.1).    Wenn  dabei die Kontaktteile der Arme     1e,        k1    auf  die Kontaktteile der Scheiben g und     lt    tref  fen, berühren sich die     Kohlestücke   <I>na</I> und die       Metallstücke        n    zugleich.

   Beim Durchfliessen  des Stromes durch die     Solenoidspule    c und  die Schleifringe     g1,    1t1 besteht zwischen den  Kontaktteilen der beiden Kontakte eine me  tallische Verbindung ausser der Verbindung  durch die     Kohlestücke    m.

   Wenn aber die  Scheiben g,     lt    gegeneinander verdreht werden,  findet die letzte Berührung der Kontaktteile  zwischen dem Randteile der     Kohlestücke    in,  statt; die Stromunterbrechung erfolgt also  ohne Verbrennung zwischen den     Kohle-          stücken        7n..    Dabei verhindert die seitliche Be  deckung der Metallstücke n durch die hier  umfassenden     Kohlestücke        ut,    dass die Metall  stücke an beiden Seiten von dem     Abreiss-          funken    beschädigt werden.  



  Die Scheibe g steht in bekannter Weise  unter dem Einfluss einer Drehfeder s. Wenn  die Scheibe g so gedreht ist,     da.ss    ihr Kontakt  teil mit dem Kontaktteil des Armes     1c1    in  Berührung ist, ist die Drehfeder s gespannt,  und in dieser Stellung wird die Scheibe g  durch eine     Auslöseklinke    j gehalten, die in  einen Ausschnitt     g2    an der dem     Solenoid    c       zugewendeten    Seite der Scheibe g eingreift  und in bekannter Weise mit dem     Solenoid-          anker    d verbunden ist.

   Sobald infolge Über  stromes oder Kurzschlusses der     Solenoid-          anker    angezogen wird, wird die Scheibe g  von der     Auslöseklinke    j freigegeben und durch  die Drehfeder s gedreht.  



  Damit die Auslösung der Scheibe g zu  verlässig und schnell erfolgt, ist die Aus  löseklinke j mit Rädchen t versehen, welche  an der Seitenwand des Ausschnittes der  Scheibe g und     der    gegenüberliegenden Sei  tenwand im Ausschnitt     b=    des Klotzes     b    an  liegen und bei der     Auslösebewegung    die     ge-          ringstmögliche    Reibung verursachen     (Fig.    4).  



  In     bekanPter    Weise ist die Scheibe g mit  einer halbkreisförmigen, konzentrischen Nut  <B>9</B>     a    und die Scheibe     lt    mit einem in     fliese    Nut      eingreifenden Stift     h3    versehen.

   Die Scheibe       h    ist ausserdem an der Aussenstirnseite mit  einer radialen Nut     -u    versehen, in welche ein  an der Innenseite des um die Achse f dreh  baren Gehäusedeckels befindlicher Ansatz  oder Stift     einfasst.    Durch     Drehen    des Deckels  wird demnach unter Vermittlung der Scheibe       h    die Scheibe     g    so gedreht, dass die Klinke j  in den Ausschnitt     g2    der Scheibe     g    hinein  treten kann und dann die letztere unter Span  nung der Drehfeder s festhält, wobei ihr  Kontaktteil mit dem Kontaktteil des Armes       les    in Berührung ist.

   Durch Zurückdrehen  des Deckels wird die     .Scheibe        h    soweit zurück  gedreht, bis ein an ihrer Umfläche befind  licher Stift<I>v</I> gegen einen an dem Klotz<I>b</I>  befestigten Anschlag w trifft. Dann ist ihr  Kontaktteil mit dem Kontaktteil des Armes     F-          in    Berührung gebracht. Die Sicherung ist nun  für den normalen     Stromdurchfluss    herge  richtet.  



  Der     kontaktgebende    runde oder     mehrkan.          tige    Metallteil der Kontakte ist ringsum von  dem     Kohleteil    umfasst. Es ist jedoch auch  angängig,     da:

  ss        beispielsweise    an der Seite des  Metallstückes     n.    der Scheibe     g,    welche bei der  Drehung der     letzteren    vorangeht, und an der  Seite des Metallteils n, des Armes     k',    welche  der der Drehrichtung der Scheibe g entgegen  -esetzten     R.iehtung    zugewendet ist, die Um  fassung durch das     Kohlestück        in    fehlt.

   Die  Erfindung ist also in ihrem Zweck und in  ihrer     Wirkung    schon ausgeführt, wenn nur  ein Umschliessen oder Umfassen des Metall  stückes durch das     Kohlestüch    quer zur     Be-          wegungsrichtung,    und an der     zurückliegenden     Seite des bewegten, und an der der     Dreh-          riehtung    zugewendeten Seite des stillstehen  den Metallteils vorgesehen ist.  



  Es können     weitere    Anordnungen bei     die-          sen        Kontakten        vorgesehen    sein, durch welche       clie    zerstörende Wirkung der besonders bei       Kurzsehluss    entstehenden, sehr starken Ab  reissfunken verhindert wird.

   Dabei sind     fol-          @ende    Umstände berücksichtigt: Der He  tallteil muss an der Seite, an welcher an der       Kohleumfassung    die Stromunterbrechung    stattfindet, gegen die starke Erhitzung ge  schützt werden, welche hier die     Kohleum-          fassung    durch den     Abreissfunken    erleidet.

   Es  muss der     Kurzschluss-Abreissfunke        bezw.    des  sen Hitze so schnell     bezw.,    so leicht wie mög  lich zwischen den Kontaktteilen     herausge-          langen    können, weil sonst ein Voneinander  treiben der Kontaktteile erfolgen     kann.    Die  Stärke des     Abreissfunkens    ist abhängig von  der Schnelligkeit der Unterbrechung und  diese von der Länge der kontaktbildenden  Flächen. Diese Umstände berücksichtigende  Anordnungen sind in beispielsweiser Ausfüh  rung bei dem in     Fig.    5 bis 7 dargestellten  Kontakt vorgesehen.  



       Fig.    5 zeigt die beiden Kontaktteile  eines Kontaktes, und zwar ist der durch Aus  lösen bewegbare Kontaktteil mit I und der  ruhende Kontaktteil mit     1I    bezeichnet. Die  metallenen Kontaktstücke 1 und 2 sind von  einem     Kohlering    3     bezw.    4 so     umfasst,    dass  sowohl die Metallteile 1, 2, als auch die Kohle  ringe 3, 4 stromschliessend einander berühren.  Der Kontaktteil I bewegt sich bei seiner Aus  lösung in der Pfeilrichtung, und die Strom  unterbrechung findet zwischen dem links vom  Metallteil 1 befindlichen Teil des     Kohleringes     3 und dem rechts vom Metallteil 2 befind  lichen Teil des     Kohleringes    4 statt.

   Bei der  Stromunterbrechung entsteht nun eine starke  Erhitzung     bezw.    eine starke Hitzeausstrah  lung an dem erwähnten Teil der beiden       Kohleringe    3, 4, welche die beiden Metall  teile 1, 2 sehr beschädigen können. Um das  zu verhindern, sind die beiden Metallteile ne  ben diesen, die letzte Berührung zwischen bei  den Kontaktteilen I und     II    ergebenden Teilen  der     Kohleringe    3, 4 ausgespart. Diese Aus  sparung kann, wie in     Fig.    5 dargestellt, durch  eine     Abschrägung    5 gebildet sein, welche  innen neben dem     Kohlering    einen leeren  Raum ergibt.

   Die Aussparung kann aber  auch durch eine auf die ganze Höhe des Kon  taktteils sieh erstreckende     Abfräsung    an der  Seite des Metallteils 1 hergestellt sein, wie  es die punktierte Linie in dem Metallteil 1  andeutet. Da scharfe Kanten an den Metall-      teilen besonders leicht von der Hitze ange  griffen werden, sind die beiden Ecken, welche  die schräge oder rechtwinklige Aussparung  mit der Aussen-     bezw.    Umfläche des Metall  teils bilden, abgerundet. Diese Abrundungen  sind in     Fig.    6 zu erkennen, welche eine  Draufsicht auf die Kontaktseite des Kontakt  teils     1I    ist.  



  Der     Kohlerin-    4 des ruhenden Kontakt  teils     II    ist quer zur Bewegungsrichtung des  Kontaktteils I gegen die Kontaktfläche hin  abgeschrägt, so dass,     wie    aus     Fig.    7 ersicht  lich, die     Kohleumfassung    4 an diesen beiden  Stellen in der Kontaktfläche nur schmal ist.

    Trotzdem schützt die schmale     Kohleumfas-          sung    den Metallteil     2gegen    den Angriff des       Abreissfunkens,    sie ermöglicht aber, dass der       Kurzsehluss-Abreissfunke    und die starke Hitze  möglichst leicht und schnell frei werden       bezw.    nach aussen gelangen können. Dadurch  wird die schädliche Einwirkung des     Abreiss-          funkens    auf die Kontaktteile weiter verhin  dert, besonders aber auch verhindert, dass der  Druck des     Abreissfunkens    und der Hitze die  Kontaktteile voneinander treiben.  



  Auch bei dem Kontaktteil I kann der       Kohlering    3 quer zur     Bewegungsrichtung    ab  meschrägt sein, wobei dann der scheiben  förmige Träger dieses Kontaktteils eine ent  sprechende Aussparung besitzen würde.  



       Statt    der     Abschrägung    an diesen beiden  Seiten des,     Kohleringes    kann letzterer an die  sen beiden Stellen schmäler     bezw.    dünner aus  geführt sein.  



  Der     Kohlering    3 ist an der Seite, welche  der     Öffnungsbewegungsrichtung    des Kon  taktteils I zugewendet ist. schmäler ausge  führt, wie in     Fig.    5 und A erkennbar. Ebenso  ist der     Kohlering    4 an derjenigen Seite dün  ner als an den andern Seiten, welche der       Öffnungsbewegungsrichtung    des Kontakt  teils I     abgewendet    ist. Da die     Kohleringe    mit  diesen beiden Stellen an der Unterbrechung  des Stromes unbeteiligt sind, ist hier der  Schutz der Metallteile     I,    2 durch die Kohle  ringe 3,4 weniger nötig, letztere können hier  also schwächer sein.

   Die Verschmälerung der       Kohleringei    hat aber eine Verkürzung der    kontaktbildenden Fläche in der Bewegungs  richtung des Kontaktteils I zur Folge, und da  durch wird eine schnelle Unterbrechung des  Kontaktes erzielt und damit nach Möglich  keit das Entstehen übermässig starker     Abreiss-          funken    vermieden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Dauersicherung für elektrische Leitungen, bei welcher bei eintretendem Überstrom oder Kurzschluss mindestens ein Kontakt geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktteile des Kontaktes je einen Metall teil besitzen, der von einem stromleitenden und hitzebeständigen. Material so umfasst ist, dass beim stromunterbrechenden Trennen der beiden Kontaktteile durch Verschieben der selben zueinander die letzte Berührung der Kontaktteile zwischen den Umfassungen der Metallteile stattfindet. UNTERAIN SPRt"CHE 1.
    Dauersicherung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei beiden Kon taktteilen des Kontaktes die Metallteile neben den beim Stromunterbrechen die letzte Berührung miteinander ergebenden Stellen der Umfassungen eine Aussparung aufweisen. 2. Dauersicherung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfassung wenigstens des einen Metallteils beidseitig quer zur Bewegungs richtung des bei der Stromunterbrechung bewegten Kontaktteils gegen die Kontakt fläche hin abgeschrägt ist. 3. Dauersicherung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umfassung wenigstens des einen Metallteils beidseitig quer zur Bewegungsrichtung des bei der Stromunterbrechung bewegten Kontakt teils dünner ist, als am übrigen Teil des Umfanges.
    4. Dauersicherung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umfassung des bei der Stromunterbrechung bewegten Kontaktteils an der der Richtung der Off- nungsbewegung des letzteren zugewendeten Seite und die Umfassung des feststehenden Metallteils an der Seite, welche der Rich tung der Öffnungsbewegung abgewendet ist, dünner ausgeführt sind als am übrigen '.Geil des Umfanges.
CH127634D 1927-02-18 1927-07-21 Dauersicherung für elektrische Leitungen. CH127634A (de)

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