Vorrichtung zur Geschwindigkeitsregelung von Flügelradturbinen. Bei allen bisher bekannt gewordenen Ge schwindigkeitsregelungen für Flügelradtur binen mit drehbaren Laufradschaufeln mit, zwei Regelungssystemen, von denen das eine die Verstellung der Leitschaufeln, das andere die der Laufradschaufeln bewirkt, sind die beiden Regelungssysteme in mehrf aeher Weise miteinander verbunden.
Bei diesen Anordnungen fallen bei irgend einer Störung an einem Regelungssystem beide Regelungssysteme aus und die Tur bine muss zum Schutz vor Durchgehen ab gestellt werden, sei es durch einen besonderen Eingriff des Personals, sei es automatisch durch einen Sicherheitsabsteller. Erst wenn die Störung beseitigt ist, kann die Turbine wieder in Betrieb gesetzt werden.
Dem gegenüber betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Regelung von Flügel radturbinen mit drehbaren Laufradschaufeln in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, bei der zwei Regelungssysteme vorhandeit sind und von denen das eine die Leitrad- schaufeln, das andere die Laufradschaufeln verstellt, die in solcher Weise voneinander unabhängig ausgebildet sind, dass jedes Sy- stem bei Störungen im andern in Betrieb bleibt und die Geschwindigkeitsregelung allein übernimmt.
Die beanspruchte Vorrichtung kann ver schieden ausgestaltet sein,<B>je</B> nachdem, bis zu welchem Grad man mit Rücksicht auf die besonderen Betriebsverbältnisse die Tren nung der beiden Regelungssysteme durch führen will oder muss. Dabei kann die Vor richtung derart ausgebildet sein, dass die zur Erreichung des jeweils besten Wirkungs grades notwendige Abhängigkeit. der Stel lungen der. Leitrad- und Laufradschaufeln voneinander beibehalten ist, ohne dass damit die Unabhängigkeit der Arbeitsfähigkeit der beiden Regelungssysteme gestört wird, durch die ein Schutz gegen.
Durchgehen der Tur bine geschaffen ist und die Möglichkeit be steht, die Turbine bei Störungen an dem einen Regelungssystem mit dem andern im Betrieb zu halten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt. Es bedeutet<B>1</B> das Lauf rad, 2 die Laufradschaufeln, die durch auf ihren Stielen sitzende Hebel<B>3</B> verstellt wer- den. Zu diesem Zweck, greifen an die Hebel na Lenker 4 an, die die Hebel mit dem Kreuz<B>5</B> verbinden, das am Ende der Regelstange<B>6</B> sitzt. Die Stange 6 ist fest mit dem Kolben 7 des Servomotors<B>8</B> verbunden, dem durch die ineinander liegenden Rohre 9 und 10 das Druchöl zugeführt wird, und zwar durch Rohr<B>9</B> auf die Unterseite des Kolbens, durch Rohr 10 auf seine Oberseite.
Die Verteilung des Öls besorgt das Regelventil 11, aus dem das Drucköl je nach der Sellung des Ventils in einen der beiden Räume des Ölverteilungs- bockes 12 strömt. Der Druck wird durch eine mit nicht gezeichnetem elektrischen An trieb versehene Pumpe 13 erzeugt, die das Ö1 aus dem Vorratsbehälter 14 saugt und durch den Zwischenbehälter 15 in den Windkessel 16 drückt, von wo es durch die Leitung 17 dem Regelventil 11 zufliesst. Zur Einstellung des Regelventils 11 dient der Steuerregler 18, dessen Fliehkraftpendel 19 mittelst Riemens 20 und Riemenscheibe 21 von der Turbinen-Generatorwelle aus an getrieben wird. Der Steuerregler 18 wirkt nicht unmittelbar auf das Regelventil 11 ein, sondern erst durch Vermittlung eines Vor steuerservomotors 22.
Dessen Steuerventil 23 wird durch das Verbindungsgestänge 24 von der vom Fliehkraftpendel 19 bewegten Muffe 25 verstellt, wobei die mit i6 bezeichnete Verbindung zwischen dem Kolben hs Vor steuerservomotors 22 und dem Gestänge 24 als Rückführung dient, die bei Bewegungen des Servomotorholbens den Steuerstift 23 in die Mittellage zurüekführt. Der Vorsteuer motor 22 erhält das Öl durch eine von der Druckleitung 17 abzweigende Leitung 27. Mit dem Kolben des Vorsteuerservomotors 22 ist durch das Gestänge<B>28</B> der Steuerstift des Regelventils 11 verbunden und wird von ihm verstellt. Die ihn in seine Mittellage zurückbringende Rückführung besteht aus der Verbindung 29, die das am Kolben 7 be festigte Ölrohr 9 mit dem Steuerstift des Re gelventils 11 verbindet.
Die Leitradschaufeln 29 stehen durch den Regelring 30 mittelst des Lenkers 31 und der Hebels 32 mit -der Regelwelle 33 in Ver- bindung, die durch den Hebel 34 vorn Kol ben 35 des Servomotors 36 bewegt wird Dieser Servomotor erhält sein Drucköl durch Vermittlung des Steuerventils<B>37</B> mittelst der Leitung 38 aus der Ölpumpeneinheit 39, 40, 41, 42, in der 39 einen Ölbehälter, 40 die Ölpumpe, die in nieht gezeichneter Weise von der Turbinenwelle aus angetrieben wird, 41 einen Zwischenbehälter und 42 einen Windkessel bedeutet. Zur Steuerung des Ventils<B>37</B> ist wiederum ein Steuerregler 43 vorhanden, dessen Fliehikraftpendel 44 mit- telst Riemens 45 und Riemenscheibe 46 von der Turbinen-Generatorwelle aus angetrieben wird.
Muffe 47, Vorsteuerservomotor 48 mit Steuerventil 49, Verbindungsgestänge 50 zur Muffe 47, Rückführunog 51 und Druck- ölabzweigleitung 52 entsprechen den glei chen Vorrichtungen beim Steuerregler 18 des Laufradregelungssystems. Die Verbin dung zwischen dem Kolben des Vorsteuer servomotors 48 und dem Steuerstift des Re gelventils 37 stellt das Gestänge 53 her.
Zur Einhaltung der geforderten Bezie hung zwischen den Stellungen der Leitrad- und Laufradschaufeln dient das Gestänge 54,<B>55</B> mit der Kurvenbahn<B>56,</B> die durch <B>57</B> mit dem Servomotorkolben <B>35</B> verbunden ist.
Durch das Ende der Stange<B>55</B> wird die Muffe<B>25</B> des Laufrad-Steuerreglers be- einflusst; sie wird also in ihrer Bewegung m Richtung der Of <B>f</B> nung der Laufradschau- feln beorenz-t-.pi,e Stellung der Stange<B>55</B> wird durch die Kur-venbahn <B>56</B> bestimmt, die sich mit dem Servomotorkolben <B>35</B> hin- und herbewe#:
"t. Das Ganze kann dera.r1. aus gebildet sein, dass sich die Muffe<B>25</B> bei nor maler und niedrigerer Drehzahl der Turbine im Offnungssinne nicht frei bewegen kann, so dass in diesen Betriebszuständen die Ge schwindigkeitsregelung von dem Leitrad- regelungssystem allein übernommen wird.
Nach der Seite des Schliessens der Lauf- radschaufeln kann sich die Muffe<B>25</B> frei bewegen. Versagt das Leitradregelungs- system und steigt die Turbinendrehzahl um wenige Prozent, dann hebt sieh die Muffe 25 und das Laufradregelungssystem übernimmt die Die weitere Vorrichtung Geseliwindigkeitsregelung, zur Geschwindigkeits- Die Vorrichtung zur Geschwindigkeits regelung kann zum Beispiel auch derart aus gebildet sein, dass dieselbe nur zwei ge trennte Druekölsysteme aufweist, oder es kön nen auch zwei getrennte Fliehkraftpendel allein vorgesehen sein.