CH127949A - Verfahren zur Herstellung eines Farblackes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Farblackes.

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CH127949A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung eines Farblackes.    Es ist bekannt, dass man Farblacke von  vorzüglichen Eigenschaften erhält, wenn  man basische Teerfarbstoffe, die auch saure  Gruppen     enthalten    können, mit komplexen       Wolframsäuren,    wie     Phosphorwolfram.säure,          Silicowolframsäure    und dergleichen oder  deren Salzen behandelt.

   Man hat ferner auch  bereits derartige Farblacke hergestellt, in  dem man den Farbstoff statt mit den fer  tigen komplexen     Wolframsäuren    mit zur  Bildung der komplexen     Wolframsäuren    be  fähigten Stoffen, zum Beispiel Natrium  phosphat und     Natritimwolframat,    gleichzei  tig oder nacheinander in Gegenwart von  Essigsäure behandelte. Die auf diese Weise  erzeugten Farblacke zeigen jedoch im all  gemeinen keine     guten    Echtheitseigenschaften.  



  Im     Hauptpatent    ist ein Verfahren zur  Darstellung eines Farblackes durch Umset  zung von zur Bildung komplexer Wolfram  verbindungen befähigten     Stoffen    und     Me-          thylviolett    in Gegenwart sauer wirkender  Verbindungen beschrieben, bei dem man die  zur Bildung komplexer Wolframverbin-         dungen    befähigten Stoffe und     Methylviolett     in     Gegenwart    von solchen sauer wirkenden  Verbindungen aufeinander einwirken lässt,  deren     Dissoziationsgrad    grösser als der der  Weinsäure ist.  



  Es wurde     nun    gefunden, dass! man in  völlig analoger Weise bei der Behandlung  von     Diamantgrün        (vergl.    G.     ,Schultz,        Farb-          stofftabellen,    6.     Aufl.,    Band 1, Nr.

   499),  welches ein Sulfat des     Tetraäthyl-di-p-amido.          triphenylcarbinols    ist, mit Verbindungen,  die zur Bildung komplexer     Wolframverbin-          dungen    befähigt sind, in Gegenwart von  sauer wirkenden Verbindungen, deren     Disso-          ziationsgrad    grösser als der der Weinsäure  ist, einen Farblack enthält, der eine grüne  Nuance von grosser Brillanz und vorzügliche  Echtheit besitzt.

   Hierfür geeignete Staren  sind zum Beispiel Salzsäure, Schwefelsäure,  auch in Form ihrer sauren Salze, Salpeter  säure und organische Säuren, deren     Disso-          ziationsgrad    grösser als der der Weinsäure ist,  wie     Oxalsäure,        Trichloressigsäure,    Ameisen  sKure usw. Auch Gemische     dieses    Säuren  
EMI0001.0036     
      miteinander oder mit andern Säuren oder  Stoffen sind für die vorliegenden Zwecke  gut geeignet.  



  Man kann die genannten Verbindungen  und Säuren in beliebiger Reihenfolge nach  einander der Lösung des Farbstoffes zuset  zen; auch kann     man    sie vorher mischen und  dann mit dieser Mischung die Fällung des  Lackes bewirken. Die Mengen der Bildungs  komponenten der komplexen     Wolframverbin-          dungen    und der Säuren können in weiten  Grenzen variiert werden. Die Bildung des       Farblackes    kann auch in Gegenwart der in  der     Farblackindustrie    üblichen Substrate er  folgen. Ferner ist es oftmals von Vorteil, bei  erhöhter     Temperatur    zu     arbeiten.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung bie  tet den Vorteil, dass man in besonders ein  facher und wirtschaftlicher Weise unter Er  sparung der Isolierung komplexer Wolfram  verbindungen einen Farblack erhält, der  eine sehr hohe Echtheit und Brillanz besitzt.       Beispiel:     20 Gewichtsteile Schwerspat werden mit  10 Gewichtsteilen entwässertem Natrium  sulfat, gelöst in 100     Volumteilen    Wasser,       angeteigt    und hierauf mit 17 Gewichtsteilen  kristallisiertem     Chlorbarium,    die in 170       Volumteilen    Wasser gelöst sind, versetzt.  Das so erhaltene Substrat aus Schwerspat  und     Blancfix    wird durch mehrmaliges Auf  füllen mit Wasser ausgewaschen.  



  Zu diesem Substrat     fügt    man nachein  ander die Lösungen von 0,5 Gewichtsteilen       Diaman        bgrün    G (Sulfat des     TetraMhyl-di-          p-amidotriphenylcarbinols),    50     Volumteilen     Wasser, 1 Gewichtsteil     Natriumwolframat     in 10     Volumteilen    Wasser, 0,25 Gewichts  teilen     Natriumphosphat    in 2,

  5     Volumteilen     Wasser und zum Schluss 5     Volumteile        n-          Salzsäure    zu-und erwärmt auf zirka<B>80'.</B>    Der Farblack wird hierauf in der üblichen  Weise fertiggestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Farb- lackes durch Umsetzung von zur Bildung komplexer Wolframverbindungen befähigten Stoffen und dem Sulfat des Tetraäthyl- di-p-amidotriphenylearbinols in Gegenwart sauer wirkender Verbindungen, dadurch ge kennzeichnet, dass man die zur Bildung komplexer Wolframverbindungen befähigten Stoffe und das Sulfat des Tetraäthyl-di-p- amidotriphenylcarbinols in Gegenwart von solchen sauer wirkenden Verbindungen auf einander einwirken lässt,
    deren Dissoziations- grad grösser als der der Weinsäure ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von Salzsäure erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch _ gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von Schwefelsäure erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von sauren Salzen der Schwe felsäure erfolgt;. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von Salpetersäure erfolgt. 5.
    Verfahren. nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von organischen Säuren er folgt, deren Dissoziationsgrad grösser als der der Weinsäure ist. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die Umsetzung in Gegenwart von Ameisensäure erfolgt.
CH127949D 1925-04-11 1926-03-30 Verfahren zur Herstellung eines Farblackes. CH127949A (de)

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