CH128082A - Verfahren zur Herstellung von selbstbackenden Elektroden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von selbstbackenden Elektroden.

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CH128082A
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Det Norske Aktieselsk Industri
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Norske Elektrokemisk Ind As
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  Verfahren zur Herstellung von selbstbackenden Elektroden.    Es gibt Elektroden, die während ihrer  Benützung im elektrischen Schmelzofen ge  backen werden,     sogenannte    selbstbackende  Elektroden. Mit diesen benutzt man für of  fene elektrische Ofen wassergekühlte     Elek-          trödenfassungen,    die gewöhnlich an der Elek  trode so nahe an der Beschickung, wie aus  praktischen Gründen ratsam ist, angebracht  werden. Das Backen der Elektrode findet  wesentlich mittelst     -#Värine    vom Ofenkrater  statt -und schreitet aufwärts in der Elektrode,  in dem Masse, wie diese durch die Fassung  gesenkt wird, um den     Elektrodenverbrauch     im Ofen zu ersetzen.  



  Um die     Elektrodenfassung    gegen die  starke Hitze, die über dem Ofen herrscht,  und gegen Stichflammen zu schützen, hat  man die Fassung im allgemeinen mit reich  licher Wasserkühlung versehen.  



  Die wassergekühlte Fassung zieht bedeu  tende Wärmemengen von der Elektrode weg,  und die Kühlwirkung der Fassung übt des  halb einen ganz bestimmten     Einfluss    auf das  Vorschreiten des     Backvorganges    aus. Die    bisher angewandten Fassungen haben Kon  taktstücke mit bedeutend grösseren Kontakt  flächen an, der Elektrode als für den Strom  übergang erforderlich ist, weil die Kontakte  gegen einen noch nicht gebackenen weichen  Teil der Elektrode drücken und so ihre gro  ssen Kontaktflächen eine zu weitgehende     De-          formierun-    des weichen Teils der Elektrode  vermeiden sollen.

   Bei den bisherigen     Aus-          führun-sformen    haben so etwa<B>85</B> bis<B>90</B>  der     Elektrodenoberfläche    im Fassungsgebiet  mit wassergekühltem Metall direkten Kon  takt gehabt. Die Folge davon ist,     dass    das  Fortschreiten des Backvorganges nach oben  am untern Ende der Fassung gehindert ist,  so     dass    die Fassung um einen Teil der Elek  trode greift, der noch nicht ausreichend ge  backen ist, um eine zuverlässige Aufhängung  ohne besondere Massregeln zu bewirken, und  auch nicht ausreichende     LeitfAigkeit    hat,  um den Strom von der Fassung bis an den  gebackenen, Teil der Elektrode in ökonomi  scher 'Weise leiten zu können.

   Besonders ist  dies der Fall nach jeder Verschiebung der      Elektrode in der Fassung,     da    verhältnismässig  wenig gebackene<B>Ei</B>     lektrodenmasse    unter die       Elektrodenklemmen    gelangt. Um eine zu  verlässigere     Aufhäugung    der Elektrode zu  erreichen, hat man einen metallischen     Elek-          trodenmantel    angeordnet, der mit radial     an-          crebrachten    Rippen versehen ist, die in die       Elektrodenmasse        hinein(rreifen    und an wel  chen die     Elektrodenmasse    so fest hält.

   Diese  Rippen spielen eine wesentliche Rolle sowohl  in mechanischer wie elektrischer Hinsicht  und müssen deshalb sorgfältig ausgeführt  werden. So     muss    man dafür sorgen,     dass    die  Rippen miteinander in guten elektrischen  und mechanischen Kontakt gebracht werden,  zum Beispiel durch Schweissen (siehe<B>D.</B>     R.    P.       Nr.   <B>407561).</B> Das bewirkt besondere Mehr  kosten bei der bisherigen Ausführungsform  von Elektroden für offene Ofen.  



  Es ist auch schon bekannt, Rippen zu  vermeiden (siehe     schweiz.    Patent     Nr.   <B>90017),</B>  indem man die Fassung an einem vollkommen  gebackenen Teil der Elektrode anbringt. Um  dies bei offenen Ofen durchzuführen,     muss     das     Vorsclireiten    durch die Fassung hinauf  gestattet werden. Bei -vielen Ausführungs  formen     muss    man dann eine Fassung anwen  den, die nicht gekühlt ist und deren. starkes  Warmwerden zulässig ist. Dies führt aber in  vielen Fällen ein Risiko herbei und bereitet  besonders wegen Luftzehrung der Elektrode  Schwierigkeiten.  



  Man könnte auch eine nicht gekühlte oder  warmwerdende Fassung in Verbindung mit  einer mit Mantel     verseheilen    Elektrode an  wenden und dadurch ähnliche Verhältnisse  erreichen wie mit der Fassung an gebrannter  Kohle. Man stösst aber auch hier auf     Sehwie-          rigkeiten,    die besondere Vorsichtsmassregeln  <B>n</B>  fördern, um sowohl Fassung als Elektrode zu       sehützen    und das Verfahren hat deshalb in  dieser Form auch keine allgemeine Anwen  dung gefunden.  



  Die vorliegende Erfindung will nun die  Vorzüge der bisherigen Verfahren beibehal  ten, ohne ihre Nachteile mit zu übernehmen.  Dies soll dadurch erzielt werden,     dass    die  Elektrode mit einer gekühlten Elektroden-'         fassung    versehen wird, welche das     Vorschrei-          teit    des     Backvorgan.-es    im Betrieb so -weit  nach oben im     gefassten    Teil der Elektrode     zu-          lässt,        dass    die Fassung alsdann um einen     ge-          bachenen    Teil der Elektrode greift.  



  Zur Erläuterung des Verfahrens dient die.  Zeichnung. Es zeigt     Fig.   <B>1</B> beispielsweise  eine Fassung, welche das Verfahren nach  vorliegender Erfindung ermöglicht in Seiten  ansicht,     Fig.    2 in Draufsicht,     Fig.   <B>3</B> eine Va  riante eines     Kontaktstückes    in Vorderansicht  und     Fig.    4 einen Schnitt nach der Linie       A-B    der F     ig.        3.     



  Es ist<B>1</B> die Elektrode und 2 sind     Kon-          taldstücke,    welche mit     Wasserkühlungs-          anschlüssen    2a versehen sind und die     riuasum     durch im Fassungsring 4 gehaltene Sehrau  ben<B>3</B> gegen die Elektrode     gepresst    werden.  Die Kontaktstücke verjüngen sich nun in der  Breite nach unten, so     dass    also die wasser  gekühlte Kontaktfläche am obern Teil der       Fassuno-        -,rösser    ist als am untern Teil.

   Da  durch wird erreicht,     dass    später, im Betrieb,  das Vorschreiten des Backvorganges von un  ten nach oben in der Elektrode beendet wird,  ehe er sich auf den von der Fassung     umfass-          ten    Teil ja der Elektrode bis oben ganz er  streckt hat und den über der Fassung liegen  den Teil     lb    backt. Das ist nämlich für die  Erreichung eines guten Kontaktes und eines  sicheren, gut kontrollierten     Gleitens    der  Elektrode in der Fassung während des     Sen-          hens    von Bedeutung.

   Eine vollständig     ge-          bachene    Elektrode wird oft schlecht und un  regelmässig gleiten und wird sich nicht wie  eine     ungebackene    Elektrode nach der Fas  sung formen, wie dies der Teil     lb    soll, wenn  die Elektrode nach Abnützung höher     gefasst     <B>en</B>  werden soll.  



  Bei Anwendung einer Fassung mit teils  verminderter Kühlwirkung auf die Elektrode  wie oben beschrieben, wird es möglich, dem  Bachvorgang so weit nach oben     vorzusehrei-          ten    zu erlauben,     dass    die Fassung um einen  wesentlich gebackenen Teil von ja der Elek  trode greift.

   Wenn man die Elektrode     jedes-          mal    kurze Strecken<B>(5</B> bis<B>15 CM)</B>     herablässt,     so 'kann die     Elektrodenfassung    Kontakt mit      dem     ",ebaelieneu.    Teil von Ja der Elektrode  n  bewahren und diese wird auch das Gleiten  vertragen, ohne     dass    man für die Aufhängung       l'i        ppl-:i    anzuordnen braucht; wenigstens kann  man die Rippenkonstruktion wesentlich ver  einfachen.  



  Es gibt eine gewisse Grenze dafür, wie  weit man unter gewöhnlichen Verhältnissen  bei offenen Ofen mit der     Kontaktreduktion          hen    kann, und diese Grenze wird teilweise  von den Temperaturverhältnissen im obern  Teil der Beschickung bestimmt, indem man  die Elektrode nicht so warm arbeiten lassen  darf,     dass    wesentliche Luftzehrung auftritt.  Anderseits kann man die     Konfaktfläehe    nicht  unterhalb eines gewissen Mindestmasses redu  zieren, ohne einen schlechten Kontakt zu be  wirken.  



  Man kann auch unter Verwendung von       Kontahtstücken    nach     F'ig.   <B>3</B> und 4, unter Bei  behaltung der vollen Wasserkühlung der  Fassung die Kühlwirkung auf die Elektrode  durch Verminderung der wassergekühlten       Kontaktfläclie    zwischen Fassung und Elek  trode reduzieren. Dadurch wird der     Back--          vorgang    weiter vorschreiten, ehe er von der  Fassung gehindert wird und diese wird dann  die     Kontaktstücke    direkt an den gebackenen  Teil     la    der Elektrode drücken.

   Durch Ver  suche hat man gefunden,     dass    eine     solcheVer-          minderung    der Kontaktfläche ausgeführt  werden kann ohne dauernde,     Deformieruna,     der Elektrode. Sie wird zwar während des       Tnbetriebsetzens    vorübergehend deformiert,  nimmt aber bald ihre normale Form wieder  an,<B>je</B> weiter der     Backvorgang    innerhalb der  Fassung vorschreitet und die Elektrode gegen  Druck: widerstandsfähig macht.

   Bei geeigne  ter Ausführung kann man deshalb ohne  Schwierigkeit die wassergekühlte Kontakt  fläche bis auf<B>50</B> bis<B>75 %</B> der     Elektroden-          oberflKche    im Fassungsgebiet oder noch     we-          ni-,er    reduzieren.  



  Durch Versuche fand man,     dass    es ge  wöhnlich vorteilhaft ist, die Kühlwirkung  mehr im untern als im obern Teil der Fas  sung zu beschränken. Der Vorteil dabei     is!     nämlich,     dass    die Elektrode von der Fassung    nicht in ungünstiger Weise deformiert wird  gleichzeitig wie das Brennen unter der Fas  sung gut nach aufwärts vorschreiten kann.

    Wie früher erwähnt, wünscht man gewöhn  lich nicht,     dass    das Brennen bis durch die  Fassung hindurch vorschreiten soll, da Er  fahrung gezeigt hat,     dass    man die günstig  sten Resultate erhält, -wenn die Elektrode  innerhalb des obersten Endes der Fassung  ungebrannt ist, so     dass    sie sich hier nach der       Fa        ssung    formen kann, während das untere  Ende der Fassung um gebrannte Kohle greift.  



  Die Ausführungsform kann natürlich in  vielen Weisen variiert werden. Gemeinsam  für sie alle ist es,     dass    man dadurch das Vor  schreiten des Backens in der Elektrode den  Verhältnissen     anpasst,    unter welchen die  Elektrode arbeitet,     dass    man eine     Elektrdden-          fassung    mit angemessener     Kühlwirkung    an  wendet, das heisst,     dass    diese, vorzugsweise im  untern Teil der Elektrode, im Verhältnis zu  den jetzt angewandten     Ausführungsformen     reduziert wird.

   Die hier beschriebene Fas  sung kann auch mit Vorteil in Verbindung  mit der     Elektrodenart    benutzt werden, die im  schweizerischen Patent     Nr.   <B>90017</B> beschrie  ben ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Elektro den, die während ihrer Benutzung im elektri schen Schmelzofen gebacken werden, dadurch 0.ehennzeic'hnet, dass bei der Herstellung der Elektrode dieselbe mit einer gekühlten Elek- trodenfassum, versehen wird, die das Vor schreiten des Backvorganges im Betriebe so weit nach oben im gefassten Teil der Elek trode zulässt, dass die Fassung alsdann um einen gebackenen Teil der Elektrode greift.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Palentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass durch die Elektroden- fassung deren Kühlwirkung an der Elek trode dem Vorschreiten des Backvorganges nach oben angepasst wird, so dass die Back- zone über dem untersten Ende der Fas sung stehen bleibt.
    <B>2.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass durch die Elektrodenfassung der Backvorgang in der Elektrode verhindert wird, über den obern Teil der Fassung hinauszugehen. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen <B>1</B> bis 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Elektrodenfassung maxi mal<B>75 %</B> der Blektrodenoberfläche im Fassungsgebiet wassergekühlter Kontakt gegeben wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>1</B> bis<B>8,</B> dadurch gekenn- zeichnet" dass die Elektrode im obern ge- fassten Teil kräftiger gekühlt wird als im untern gefassten Teil. <B><I>5.</I></B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen<B>1</B> bis 4# dadurch gekenn zeichnet, dass Kontaktstücke mit wasser gekühlten Berührungsflächen an die Elek trode angepresst werden, deren Kontakt flächen oben breiter sind als unten.
CH128082D 1926-09-04 1927-08-10 Verfahren zur Herstellung von selbstbackenden Elektroden. CH128082A (de)

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