CH128308A - Automatische Anlassvorrichtung für Induktionsmotoren. - Google Patents

Automatische Anlassvorrichtung für Induktionsmotoren.

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CH128308A
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Josef Sousedik
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Josef Sousedik
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  Automatische     Anlassvorriclitung    für Induktionsmotoren.    Vorliegende Erfindung betrifft eine Vor  richtung zur automatischen Regulierung des  Anlaufes von     Drehstrom-Elektromotoren,     welche die derzeit am häufigsten verwende  ten     Ohmschen        Anlasswiderstände    ersetzt und  das Anlassen des Motors durch veränder  liche induktive Widerstände, die zwischen  dem Rotor und dem Nullpunkt eingeschaltet  sind, bewirkt.  



  Es sind Ausführungen bekannt, welche  ebenfalls Induktionsspulen als     Anlass-Dros-          selspulen    verwenden. Diese     Konstruktionen     haben jedoch viele Nachteile und sind  <I>nicht</I>     automatisch.    Eine dieser Ausführungen  besitzt beispielsweise     Radialspulen,    welche  in     magnetisierbarer    Masse gelagert sind und  beim Anlassen den induktiven Widerstand  leisten. Durch Handverstellung dieser Spu  len gegen die gleichliegenden Kurzschluss  spulen erfolgt das Kurzschliessen der Rotor  wicklung und Ausschalten des induktiven  Widerstandes.

   Dieses Anlassen kann nur  mit der Hand geschehen, da die .Spulen axial  verschoben werden, und aus diesem Grunde       iraendwelehe    automatische Anlassvorrichtun-    gen zu kompliziert wären. Eine andere Kon  struktion nützt wieder nicht die ganze Masse  des Anlassers aus, welcher sehr massiv ist  und daher schwer ausfällt.

   Eine weitere,  mit der     Rotorwicklung    in Serie geschaltete,       Spulen    aufweisende Ausführung hat gleich  falls die Handverschiebung der Spulen, wo  bei zwei     Spulenarten    vorhanden sind, und  die eine in das Innere der andern verscho  ben wird, wodurch die elektromagnetischen  Felder beider Spulen gegenseitig aufgehoben  werden, der induktive Widerstand in der  Hauptsache aufhört und nur der     Ohmsche     Widerstand zur     Geltung    kommt. Die Spulen  sind jedoch frei und können leicht     deformiert     werden; infolgedessen verblieb es bei der  theoretischen Lösung.  



  Die vorliegende Erfindung dagegen stellt  die einfachste Lösung des automatischen An  lassens eines     Mehrphasen-Elektromotors,    be  sonders     Drehstrommotors,    dar, wobei die  ganze Masse des Anlassers     aktiv    wirkt.  Die     Vorrichtung    nach der Erfindung hat  den praktischen Vorteil, dass die     Zentxifugal-          kraft    das Anlassen des Motors reguliert, das      heisst, dass sie eine allmähliche und konti  nuierliche Ausschaltung des induktiven Wi  derstandes     bewirbt,    welcher nach vollende  tem Anlauf, das heisst beim Vollauf,     pral-          tisch    verschwindet.

   Der Kurzschluss des Mo  tors wird daher nach dem Anlauf automa  tisch und nur     elektrisch,    das heisst nicht auf  mechanischem Wege, durchgeführt. Der  weitere, wichtige     Vorteil    dieser durch Zen  trifugalkraft     betätigbaren        Vorrichtung    be  steht in der     selbsttätigen    Sicherung des Mo  tors, da bei Überlastungen und infolgedessen  sinkenden Drehzahlen die Zentrifugalkraft ab  nimmt und der     induktive    Widerstand wieder  geltend gemacht wird, so dass, wenn der Motor  gefährlich überlastet wird, er vollkommen  automatisch stehen bleibt, und wieder an  läuft, wenn die Überlastung nachlässt.  



       Eine    beispielsweise     Ausführungsform     eines solchen, automatischen, durch Zentri  fugalkraft     betätigbaren    und ohne Kontakte  arbeitenden induktiven Anlassers ist in den       Fig.    1 bis 3 der Zeichnung dargestellt.  



       Fig.    1 ist ein     A@.ialschnitt    und     Fig.    2  ein     Querschnitt    nach     II-II    der     Fig.    1,  wobei die obern     Figurenhälften    die     Ein-          richtung    in Ruhe darstellen, wogegen die  untern Hälften den Zustand beim Gang  (Vollauf) des Motors veranschaulichen;       Fig.    3 stellt das Schaltungsschema der Vor  richtung in Verbindung mit den Rotor  spulen der nicht gezeichneten Induktions  maschine dar, wobei für das gewählte Aus  führungsbeispiel ein Rotor mit. Zweiphasen  wicklung vorausgesetzt ist.  



  Auf der     Rotorwelle    10 sitzt     ein    zwei  teiliges, aus     magnetisierbarem    Metall, zum  Beispiel aus Weicheisen, bestehendes Ge  häuse 11, 12 fest. Dieses Gehäuse trägt zwei  ringförmige Selbstinduktionsspulen.     (Reak-          tanzspulen)    13, 14, sowie eine     ringförmige          Kurzschlussspule    15, deren Achsen mit der  Motorachse zusammenfallen. Zwischen den  Spulen 13, 14 und am Umfange der Spule  15, sind mehrere, gleichfalls aus     magnetisier-          barem    Material hergestellte Ringsegmente       (Schlusskörper)    16 beweglich gelagert.

   Diese  Segmente 16 besitzen eine Führung     mittelst       Nut und Feder 17, so dass sie sich von der  Wellenachse 10     bezw.    von der Kurzschluss  spule 15 entfernen oder zu ihr nähern kön  nen. Die Segmente werden     mittelst    Schrau  benfedern 18 gegen die Wellenachse ge  drückt; falls sich jedoch der Motor mit der  Welle 10 dreht,     entfernen    sie sich von ihr in  folge der     Zentrifugalwirkung    entgegen der  Kraft der Federn 18.

      <I>Wirkungsweise:</I> Wenn der Ständer in  den     Stromkreis    eingeschaltet wird, so wird  in der     Rotorwicklung        P        ein    Strom induziert,  der aber keine gefährliche Stärke erreichen  kann, da der induktive Widerstand der  Spulen 13, 14 in bekannter Weise zur Wir  kung kommt.

   Die Kraftlinien des von den       Spulen    13, 14 hervorgerufenen     magnetischen     Feldes schliessen sich über die Segmente       (Schlusskörper)    16 und verlaufen im Prin  zip so, wie in der     obern    Figurenhälfte der       Fig.    1 durch     strichlierte        Linien    19, 20 dar  gestellt. Die     Kurzschluss'spule    15 kommt da  bei nicht zur Geltung, das heisst, es wird  in ihr praktisch kein elektrischer     Strom    in  duziert.  



  Der Motor läuft nun an und die Seg  mente 16     entfernen    sich infolge der     Zentri-          fugalwirkung    von der     Kurzschlussspule    15  entgegen dem Druck der Federn 18, bis sie  beim Vollauf des Motors die äusserste, aus  den untern Hälften der     Fig.    1 und 2 sicht  bare Lage erreichen.     Hier    schliessen sich  zwar die     Kraftlinien    wieder über die Seg  mente 16, jedoch     derart,    dass selbst die Kurz  schlussspule 15 in ihrem     Kreise    liegt (strich  lierte     Linie    21).

   Nun wirkt die Gesamtheit  der Spulen 13, 14, 15 als kurzgeschlossener  Transformator, der induktive Widerstand  der Spulen 13, 14 hört im Prinzip auf, so  dass die Maschine beim Vollauf wie ein be  kannter kurzgeschlossener Motor     wirkt.     



  Der beschriebene Anlasser     ändert    daher  durch Änderung der magnetischen Ver  kettung, welche infolge der     Zentrifugalwir-          kung        autömatisch    geschieht, die induktiven  Widerstände der Spulen 13, 14 vom Maxi  mum bis Null oder     umgekehrt    und dient  aus diesem     Grunde    nicht nur zum     Anlassen,              sondern.    auch als     selbsttätige    Sicherung ge  gen gefährliche Überlastungen der Maschine,  wie bereits oben beschrieben     wurde.-          Es    ist selbstverständlich klar, dass an  Stelle zweier Spulen 13,

   14 auch mehrere  solche Spulen angeordnet werden können;  das gleiche gilt von der Spule 15. Die Wahl  der Zahl dieser Spulen     hängt    zum Beispiel  davon ab,     wieviel    Phasen die     Rotorwicklung     besitzt.  



  Das Gehäuse 11, 12 enthält mit Vorteil  01, welches kühlt, die Spulen 13, 14 isoliert  und die Reibung bei Bewegung der     Schluss-          körper    16 herabsetzt. 22 ist ein Verschluss,  der die Füllöffnung absperrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Vorrichtung zum Anlassen von Induktionsmotoren, bei der die Grösse von mit dem Rotor umlaufender induktiver Widerstände durch Änderung der magneti schen Verkettung zwischen den induktiven Widerständen und Kurzschlussspulen bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Ände rung der magnetischen Verkettung durch die unter dem Einfluss der Fliehkraft erfolgende Lageveränderung von magnetischen Schluss- Urpern erfolgt,
    die bei ruhendem Rotor die magnetischen Kraftlinien der induktiven Widerstände ohne Verkettung mit der Kurz- schlussspule schliessen,' während nach .erfolg tem Anlauf diese magnetischen Kraftlinien auch die Kurzschlussspule durchsetzen. UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das die induk tiven Widerstände,. die Kurzschlusssp=ale und die @Schlusskörper enthaltende Gehäuse aus magnetisierbarem Material mit 0l gefüllt ist.
CH128308D 1926-09-06 1927-08-10 Automatische Anlassvorrichtung für Induktionsmotoren. CH128308A (de)

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