CH128438A - Verfahren, um schwerlösliche Körper in Wasser fein zu verteilen. - Google Patents
Verfahren, um schwerlösliche Körper in Wasser fein zu verteilen.Info
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Verfahren, um sehwerlösliehe Körper in Wasser fein zu verteilen. Es wurde gefunden, dass man Körper, die in Wasser unlöslich oder schwer löslich, da gegen in organischen Lösungsmitteln löslich oder fein verteilbar sind, wie Harze, Kunst..
harze, Farbstoffe, insbesondere Küpenfarb- stoffe, Pigmentfarbstoffe, Farblacke, Zellu- loseester, Kautschuk usw., in Wasser äusserst fein verteilen kann, wenn man die Körper zu nächst in organischen Flüssigkeiten fein ver teilt und die Flüssigkeiten mit Wasser und Sulfosäuren organischer Verbindungen, zum Beispiel von aromatischen oder aliphatischen Verbindungen, insbesondere solchen, die ein hohes Netzvermögen besitzen, oder Salzen von solchen Sulfosäuren, vermischt. Die feine Verteilung in den organischen Flüssigkeiten kann sowohl durch Lösen, als auch durch Dis pergieren erfolgen.
Besonders gut geeignet sind die Sulfosäuren oder sulfosauren Salze von aromatischen Kohlenwasserstoffen oder deren durch eine oder mehrere Halogenatome, Hydroxyl-, Nitro-, Carboxyl- oder Amino- gruppen substituierten Derivaten, die eine oder mehrere Alkyl-, Aralkyl- oder Aryl- gruppen oder hydroaromatische Reste, sei es im Kern, in den Substituenten oder in beiden, enthalten.
Die Alkylgruppen etc. können auch mehrere Kohlenwasserstoffreste brückenartig miteinander verbinden. Es sind zum Beispiel hervorragend geeignet die durch Einwirkung von Isopropyl- oder normal- oder Isobutyl- alkohol oder Cyclohexanol oder andern Alko holen auf Naphtalinsulfosäuren entstehenden Produkte oder deren Salze bezw. deren Alde- hydkondensationsprodukte, ferner Diamyl- naphtylaminsulfosäure,
Benzylsulfanilsäure, Butylsulfanilsäure, Butylaminonaphtalinsul- fosäure, Diäthylmetanilsäure, die durch Ein wirkung von Alkyl- oder Aralkylchlorid, z. B.
Benzylchlorid, auf Naphtoläther, zum Bei spiel ss-Naphtolpropyl-, -butyl- oder -amyl- äther und nachfolgende Sulfierung ent stehenden Produkte, ferner Sulfosäuren von aliphatischen Verbindungen, zum Beispiel aliphatischen Teerölen, Mineralölen, Fettsäure- aryliden, wie stearinsäureanilidsulfosaures Natrium üsw., oder deren Salze.
Durch Zu satz von Schutzkolloiden, zum Beispiel Leim, Gelatine, Gummiarabieum oder andern Kör pern, die dispergierend wirken, wie Sulfitzel- luloseablauge, Seife, Türkischrotöle und an deres, kann die Wirkung noch verstärkt werden.
Es gelingt, auf die angegebene Weise zum Beispiel Harz natürlicher oder künstlicher Herkunft, gefärbte.oder ungefärbte Lacke aller Art, Küpenfarbstoffe, Pigmente, Zellu- loseäther oder -ester, aromatische Amine und dergleichen in äusserst feine Verteilung in Wasser bezw. sogar in -v##ässerige Lösung zu bringen, so dass sie technisch ganz anders als bisher verwendet werden können. Die Bestän digkeit solcher Lösungen und Suspensionen gegen Säuren, Alkalien und Salze ist je nach Wahl der angewandten Zusatzstoffe verschieden und oft auffallend hoch.
Die auf die beschriebene Weise hergestell ten wässerigen Lösungen und Suspensionen sind geeignet, zur Veredelung von Werk stoffen natürlicher und künstlicher Herkunft aller Art. Sie können zum Beispiel zum Fär ben und Appretieren von Wolle, Seide, Baum wolle, Kunstseide, Papier, Leder, Holz als Druck- und Anstrichfarben, Spritzfarben usw. dienen.
Es gelingt nach dem vorliegenden Verfah ren, zum Beispiel Farbstoffe oder Farblacke, die ihrer Unlöslichkeit wegen nur für gewisse Zwecke und nach bestimmten Methoden ver wendet werden konnten, in einen solchen Verteilungsgrad überzuführen, dass sie ohne weiteres für alle Fasern und Materialien ver wendet werden können. Beispielsweise kann man mit so hergestellten Lösungen bezw. Suspensionen von Schwefelfarbstoffen, In danthienfarbstoffen, Indigo und andern Küpenfarbstoffen, sowie verlackten Farbstof fen, Farbbasen etc. ohne weiteres echte Fär bungen auf beliebigen Fasern, zum Beispiel Wolle, Baumwolle, Seide, Kunstfasern usw. erzeugen.
Beispiel <I>1:</I> I. kg Kolophonium wird in 1 lig Schwer benzin gelöst. Diese Lösung -wird durch Ein- rühren in eine Lösung des Natriumsalzes der isopropylierten Naphta.linsulfosäure, der mau noch Leim zugesetzt hat, in eine salbenartige Masse verwandelt und hierauf mit Wasser verdünnt. Man erhält so eine sehr beständige Emulsion des Harzes, die zum Appretieren hervorragend geeignet ist.
Beispiel. <I>2:</I> Ein Teil eines mit einem wasserunlös lichen Farbstoff gefärbten Lackes (Spritlack, Zaponlack, Kopallack und andere) wird mit der wässerigen Lösung eines Gemisches aus dem N atriumsalz der butylierten Ni aphtalin- sulfosäure und Leim vermischt. Man erhält so eine gefärbte beständige Emulsion des Lak- kes, die sowohl zum Färben, als auch zum Appretieren geeignet ist.
Beispiel <I>3:</I> Zwei Teile eines Lackes, in dem ein wasserunlöslicher organischer Farbstoff, zum Beispiel Indanthrenbrillantviolett RK, in kolloider Verteilung enthalten ist, werden mit S Teilen einer 40%igen Lösung von dibutyl- sulfanilsaurem Natrium vermischt und mit Nasser verdünnt. Aus der so hergestellten Farbflotte, aus der sich der Farbstoff nicht absetzt, zieht der Indanthrenfarbstoff bei Gegenwart von Säure walkecht auf Wolle, Baumwolle, Seide, Kunstseide etc. auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren, um seliwerlösliche Körper in Wasser fein zu verteilen, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Körper in organischen Flüssigkeiten fein verteilt und die Flüssig keiten mit Wasser und Sulfosäuren organi scher Verbindungen, oder deren Salzen, ver mischt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Körper in den organischen Flüssigkeiten löst.'3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Körper in den organischen Flüssigkeiten disper- giert. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine ein hohes Netzvermögen besitzende Sulfosäure einer organischen Verbindung oder ein Salz derselben verwendet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Sulfosäure einer aroma- tischen Verbindung oder ein Salz dersel ben verwendet. 5.Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Sulfosäure einer aliphati- schen Verbindung oder ein Salz derselben verwendet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE128438X | 1926-01-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH128438A true CH128438A (de) | 1928-11-01 |
Family
ID=5662547
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH128438D CH128438A (de) | 1926-01-20 | 1927-01-19 | Verfahren, um schwerlösliche Körper in Wasser fein zu verteilen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH128438A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1142580B (de) * | 1952-02-15 | 1963-01-24 | Ciba Geigy | Verfahren zum Faerben von textilen Faserstoffen mit waesserigen Pigmentsuspensionen |
-
1927
- 1927-01-19 CH CH128438D patent/CH128438A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1142580B (de) * | 1952-02-15 | 1963-01-24 | Ciba Geigy | Verfahren zum Faerben von textilen Faserstoffen mit waesserigen Pigmentsuspensionen |
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