CH128478A - Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Produktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Produktes.

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CH128478A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Produktes.    Es ist bekannt (vergleiche zum Beispiel  das schweizerische Patent     Nr.89060),    dass  man harzartige Produkte erhalten kann, wenn  man zyklische     Ketone    mit alkalischen, sau  ren oder neutralen Kondensationsmitteln be  handelt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man ein be  sonders wertvolles Kunstharz erhalten kann,  wenn man ein Gemisch aus     Zyklohexanon     und technisches     Methylzyklohexanon,    wel  ches ein     Gemisch    von o-, m- und     p-Methyl-          zyklohexanon    ist, mit einem Kondensations  mittel behandelt. Es sind hierfür sowohl al  kalische, als auch saure und neutrale Kon  densationsmittel geeignet. Das Verfahren bie  tet insbesondere auch den Vorteil, dass die  Kondensation des Gemisches wesentlich Leich  ter und in viel kürzerer Zeit eintritt, als bei  Anwendung der einzelnen in ihm enthal  tenen Bestandteile für sich.  



  Das für das vorliegende Verfahren be  nutzte Ausgangsgemisch kann auch andere  hydroaromatische Substanzen, die an der  Reaktion selbst nicht teilnehmen, enthalten.    Beispielsweise     können    in ihm grössere Mengen  zyklischer Alkohole enthalten sein, wie dies  zum Beispiel der Fall ist,     wenn    man als Aus  gangsprodukt das rohe     Dehydrierungspro.-          dukt,    welches man aus     Methylzyklohexanol     durch Überleiten seiner Dämpfe über Kupfer  erhält, ohne weiteres verwendet. Die letzt  erwähnte Arbeitsweise bedingt eine wesent  liche Vereinfachung der Darstellung des  Harzes.  



  Das nach dem vorliegenden Verfahren  erhältliche Harz hat wegen seiner hervor  ragenden Echtheitseigenschaften, seiner Be  ständigkeit gegen Alkalien und Säuren,  seiner nahezu völligen Farblosigkeit und  Lichtechtheit,     seiner    leichten Löslichkeit in  den für die     Lackbereitung        dienenden    Lö  sungsmitteln, insbesondere auch in Leinöl,  grosse technische     Bedeutung.     



  Die Anwendung von Druck ist bei dem       vorliegenden,        Verfahren,    zwar häufig vorteil  haft, aber nicht nötig, da die Kondensation  auch schon bei verhältnismässig milden Be  dingungen glatt gelingt. Als sehr vorteilhaft      hat es sich gezeigt, das Harz aus     Zyklo-          hexanon    und     Methylzyklohexanon    zusammen  mit natürlichen oder künstlichen Kautschuk  arten, zum Beispiel rohem oder gereinigtem       Naturkautschuk,    synthetischem Kautschuk,  oder deren     Umwandlungsprodukten    zu ver  arbeiten.

   Die hierbei entstehenden Produkte  eignen sich beispielsweise zur Herstellung  von Lacken, Kitten, Filmen, Kunstmassen       für    Isolierzwecke und Überzüge aller Art.  Sie zeichnen sich durch grosse Elastizität und  Widerstandsfähigkeit gegen     atmosphärische     und chemische Einflüsse und gegen Licht  aus.

   Ausser den     Kautschul@arten    können dem  neuen Harz auch noch andere Substanzen, wie  natürliche oder künstliche Harze, Zellulose  ester, zum Beispiel     Nitro-    oder     Acetylzellu-          losen    und dergleichen, eventuell auch     Zellu-          loseäther    und andere     Zellulosederivate,    gege  benenfalls auch Gelatinier- und     Weichma-          chungsmittel    einverleibt werden.

   Auch kön  nen die üblichen Füllmittel, wie Holzmehl,       Infusorienerde,    Asbest     etc.,    bei der Herstel  lung und Weiterverarbeitung der Produkte  zugesetzt werden.    <I>Beispiel 1:</I>    100 Teile     Zyklohexanon        \verden    mit 200  Teilen technisches     Methylzyklohexanon    ge  mischt und unter Zusatz von 100 Teilen  einer konzentrierten     methylalkoholischen        Ätz-          kalilösung    1:4 bis 20 Stunden: im     offenen     Kessel am     Rückflusskühler    zum Sieden er  hitzt.

   Alsdann wird bei einer     Badtemperatur     von zirka 120   der grösste Teil des über  schüssigen Methylalkohols     abdestilliert    und  der Rest durch Einleiten von Wasserdampf  entfernt. Man lässt die alkalische Lauge ab,  giesst das Harz in Wasser, pulverisiert nach  dem Erkalten, wäscht mit reinem Wasser  unter Zusatz von etwas Salzsäure das Alkali  vollkommen aus, schmilzt im Vakuum bei  etwa 160   Aussentemperatur und erhitzt bei  dieser Temperatur solange, bis keine nennens  werten Mengen 01 mehr übergehen. Man  giesst das fertige Harz auf Bleche und lässt       erkalten.    Das, so erhaltene Harz ist beispiels  weise leicht löslich in Leinöl,     Zyklohexanon,       Benzol, Alkohol (in letzterem eventuell un  ter Zusatz von andern Lösungsmitteln).

    



  Um dem so gewonnenen     Kunstharze     Kautschuk beizumischen, verknetet man in  einer Knetmaschine 1.50 Teile Harz mit 75  Teilen Kautschuk und 200 Teilen Benzol.  Nach dem     Abdestillieren    des Benzols hinter  bleibt eine klare, homogene Masse, die zum  Beispiel aus     benzolischer    Lösung in dünnen       Schichten    glatt auftrocknet und zähe     ela-          stischeÜberzüge    hinterlässt.  



  Auch für Klebezwecke ist diese kaut  schukhaltige Mischung vorzüglich brauch  bar. Beispielsweise kann man mit ihren Lö  sungen Gegenstände aus Kautschuk oder an  derem Material auf metallischen Unterlagen  festkleben.    <I>Beispiel 2:</I>    100 Teile rohes technisches     Methylzyklo-          hexanon,    welches durch Hydrierung von ge  reinigtem technischem K     resol    und     nacbfol-          gen.de        Dehydrierung    erhalten wurde, werden  mit 50 Teilen einer Mischung von zirka  70  /o     Zyklohexanon    und zirka.

   30 %     Zyklo-          hexanol    mit 67 Teilen einer konzen  trierten     methylalkoholischen        Ätzkalilösung     erhitzt, wie in Beispiel 1 beschrieben. Die  Aufarbeitung erfolgt in der in Beispiel 1 an  gegebenen Weise, wobei man beim     Abdestil-          lieren    mit Wasserdampf die Gemische der       Zyklohexanole    praktisch frei von     Ke-          tonen    gewinnt, also in sehr einfacher Weise  abtrennen kann. Man erhält hierbei im Rück  stand ein klares farbloses Harz von ähn  lichen Eigenschaften, wie das Harz des Bei  spiels 1.

   Ausser den als     Lösungs-    oder Ver  dünnungsmittel dienenden zyklischen Al  koholen kann man auch unter Zusatz anderer       Lösungs-    oder Verdünnungsmittel arbeiten.  Statt mit alkalischen     Kondensationsmitteln     die Kondensation auszuführen, kann man  auch saure und neutrale Kondensationsmittel  verwenden.  



  Um dem so gewonnenen Kunstharze noch  Kautschuk und Nitrozellulose beizumischen,  werden 100 Teile Nitrozellulose, 50 Teile  Kautschuk und 70 Teile Kunstharz in einer           Knetmaschine    mit 200     'feilen    eines Ge  misches aus Benzol und Alkohol     verknetet.     



  Die Masse wird in kurzer Zeit homogen  und kann durch Erwärmen von überschüs  sigem     Lösungsmittel    befreit werden. Man  erhält eine zähe elastische Masse, die sich in       Butylacetat    und vielen andern Lösungsmit  teln glatt löst. Die Lösungen sind für Lack  zwecke hervorragend geeignet und geben  festhaftende, zähe Überzüge von hervorragen  den Echtheitseigenschaften.  



  <I>Beispiel 3:</I>  In ein Gemisch von 1 Teil rohem tech  nischem     Zyklohexanon,    bestehend zum Bei  spiel aus 70 %     Zyklohexanon    und etwa 30       Zyklohexanol    und 2,5- Teilen rohem tech  nischem     Methylzyklohexanon,    bestehend zum  Beispiel aus etwa 66 %     Methylzyklohexanon     und etwa 34     %        Methylzyklohexanol,        wird    bei  Zimmertemperatur 24 Stunden lang ein lang  samer Strom von     Salzsäuregas    eingeleitet.  Das Reaktionsprodukt wird im Vakuum bis  auf etwa<B>260'</B> solange erhitzt, bis keine Öle  mehr übergehen.

   Als Rückstand     hinterbleibt     ein Weichharz, welches für verschiedene  technische     Zwecke    Verwendung finden kann.  Man kann die Kondensation auch in Gegen  wart eines indifferenten Lösungsmittels, zum  Beispiel von Benzol, vornehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜC*11 Verfahren zur Herstellung eines nahezu farblosen Kunstharzes, das hervorragende Echtheitseigenschaften, eine hohe Beständig keit gegen Alkalien und Säuren, eine vorzüg liche Lichtechtheit und leichte Löslichkeit in den für die Lackbereitung dienenden Lö sungsmitteln besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch aus Zyklohexanon und technisches Methylzyklohexanon, welches ein Gemisch von o-, m- und p-Methylzyklo- hexanon ist, mit einem Kondensationsmittel behandelt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart alkalischer Kondensationsmittel arbeitet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' man in Gegenwart neutraler Kondensationsmittel arbeitet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart saurer Kondensationsmittel arbeitet.
CH128478D 1925-10-21 1926-10-20 Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Produktes. CH128478A (de)

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