DE552264C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff oder Thioharnstoff mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff oder Thioharnstoff mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd

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DE552264C
DE552264C DE1930I0028930 DEI0028930D DE552264C DE 552264 C DE552264 C DE 552264C DE 1930I0028930 DE1930I0028930 DE 1930I0028930 DE I0028930 D DEI0028930 D DE I0028930D DE 552264 C DE552264 C DE 552264C
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DE
Germany
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urea
aldehydes
thiourea
weight
parts
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Expired
Application number
DE1930I0028930
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Dr Karl Eisenmann
Dr Theodor Kollmann
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/10Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
    • C08G12/12Ureas; Thioureas

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff oder Thioharnstoff mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd Es ist aus der Patentschrift 490 or2 bekannt, Harnstoff und Formaldehyd in organischen Lösungsmitteln bei An- oder Abwesenheit besonderer Kondensationsmittel zu kondensieren. In der Patentschrift 495 790 ist eine Abänderung dieses Verfahrens beschrieben, bei der an Stelle von Formaldehyd und Harnstoff Dimethvlolharnstoff oder die aus diesem durch Wasserabspaltung entstehenden höhermolekularen Produkte verwendet werden.
  • Es wurde gefunden, daß man technisch wertvolle Kondensationsprodukte erhält, wenn man Harnstoff oder Thiobarnstoff und Aldehyde, insbesondere Formaldehvd, oder deren Polvmere oder die entsprechenden Dimethvlolverbindungen u. dgl. oder die daraus durch Wasserabspaltung erhältlichen höhermolekularen Produkte oder Gemische der genannten Stoffe in eine oder mehrere freie Hydrozylgruppen enthaltenden organischen Lösungsmitteln gelöst bzw. suspendiert unter Zusatz von wasserentziehenden Mitteln, z. B. von wasserfreiem Calciumchlorid oder -nitrat, wasserfreiem Zinkchlorid, Phosphorpentosyd, gebranntem Kalk usw., gegebenenfalls unter erhöhtem Druck, erhitzt. Sehr vorteilhaft ist die Verwendung von wasserfreiem Calciumchlorid bzw. anderen neutralen, wasserentziehenden Mitteln, da bei deren Verwendung die Reaktionen unter milden Bedingungen in neutralem Medium verläuft, wodurch es leicht möglich ist, einen gewünschten Kondensationsgrad einzuhalten.
  • Es ist bekannt, bei der Kondensation von Harnstoff mit Formaldehyd in wässeriger Lösung als Kondensationsmittel Calciumchlorid, Phosphorsäure oder Natriumacetat zuzusetzen, die jedoch, weil sie in wässeriger Lösung angewendet werden, keine wasserentziehende Wirkung entfalten können. Das neue Verfahren gestattet dagegen, das bei der Kondensation gebildete Wasser sofort während der Reaktion abzufangen, so daß augenblicklich eine wasserfreie Lösung entsteht, die im Gegensatz zu wasserhaltigen Lösungen des Kondensationsproduktes unbegrenzt lagerbeständig ist, ohne zu gelatinieren, und sich insbesondere zur direkten Weiterverarbeitung auf kombinierte Celluloseesterlacke, bei denen die Gegenwart geringer Mengen von Wasser oft stört, eignen. Es ist ferner ein Verfahren bekannt, Harnst off und Formaldehyd ini Schmelzfluß oder in Gegenwart ganz geringer Mengen von Lösungsmitteln mit wasserentziehenden Mitteln zu kondensieren. Die Ausführung dieses Verfahrens ist jedoch mit großen technischen Schwierigkeiten verknüpft, insbesondere ist es außerordentlich schwierig, gleichmäßige Resultate zu erzielen. Demgegenüber bietet das neue Verfahren den beträchtlichen Vorteil, daß durch Verwendung genügend großer Mengen organischer hydroxylhaltiger Lösungsmittel, die zudem teilweise an der Reaktion teilnehmen, eine solche Verteilung der wasserabspaltenden Mittel erzielt wird, daß gleichmäßige Kondensation und leichte Entfernung des abgespaltenen Wassers gewährleistet wird. Auch in größerem Maßstabe lassen sich nach dem neuen Verfahren in reproduzierbarer Weise gleichmäßige Produkte erhalten.
  • Beispiel i Zoo Gewichtsteile Dimethylolharnstoff und 3oo Gewichtsteile n-Butanol werden unter Zusatz von 3o Gewichtsteilen neutralem wasserfreiem Calciumchlorid bei io2° unter Rückfluß i1/2 Stunden lang gerührt. Im Verlauf von etwa 15 Minuten erfolgt völlige Lösung des Dimethylolharnsto-f-tes.
  • Nachdem das Chlorcalcium aus der Lösung entfernt ist, kann die Lösung ohne weiteres als Lack verwendet werden. Durch' Entfernung des Lösungsmittels mittels Wasserdampfdestillation oder durch Fällung, z. B. mit Äther, erhält man das Kondensationsprodukt in fester Form, das unter Hitze und Druck geformt oder auf Lacke verarbeitet werden kann.
  • Beispiel 2 6o Gewichtsteile Trioxymethylen werden unter Zusatz von 5 Gewichtsteilen alkoholischer Kalilauge in 30o Gewichtsteilen Isobuta?lol gelöst und danach mit alkoholischer Salzsäure neutralisiert. Zu der neutralen Lösung «.erden 3o Gewichtsteile Harnstoff und 3o Gewichtsteile wasserfreies Calciumchlorid gegeben. Hierauf wird das Gemisch i Stunde lang bei 1o5° gerührt. Die erhaltene Lösung kann nach Entfernung des Chlorcalciums entweder direkt als Lack verwendet oder, wie in Beispiel i beschrieben, auf festes Harz weiterverarbeitet werden.
  • Beispiel 3 i5o Gewichtsteile Dimethylolharnstoff und 5o Gewichtsteile, Dimethylolthioharnstoff werden in 25o Gewichtsteilen Benzylalkohol suspendiert. Das Reaktionsgemisch wird sodann unter Rühren auf iio° erhitzt und mit 36 g wasserfreiem Calciumnitrat versetzt, worauf die Temperatur 2 Stunden lang unter Rühren auf i io° gehalten wird. Nach Entfernen des Calciumnitrats erhält man eine klare Lösung, die sich zusammen mit Nitrocellulose zu einem Lack verarbeiten läßt, der beim Auftrocknen besonders hochglänzende Filme hinterläßt. An Stelle von Calciumnitrat kann man auch 2o Gewichtsteile wasserfreies Chlorzink verwenden.
  • Beispiel 4 25o Gewichtsteile Dimethylolthioharnstoff werden in 25o Gewichtsteilen Benzylalkohol suspendiert. Das Gemisch wird sodann unter Rühren auf io5° erhitzt und mit 3o Gewichtsteilen wasserfreiem Calciumchlorid versetzt. Die Temperatur wird unter Rühren 1;2 Stunde lang auf io5° gehalten, wobei derDimethylolthioharnstoff in Lösung geht. Nach Entfernen des Chlorcalciums erhält man eine klare Lösung, aus welcher das Kondensationsprodukt durch Verrühren .mit der fünffachen Volummenge Äthyläther ausgefällt wird. Das Kondensationsprodukt wird in Äthylenglykolmonomethyläther zu einer 40prozentigen Lösung aufgelöst, die zusammen mit Nitrocellulose zu Lacken verarbeitet werden kann, deren Aufstriche sehr hohen Glanz und hohe Elastizität besitzen.

Claims (1)

  1. PATPNTANSPRUCÜ: Weiterführung des Verfahrens der Pntente 490 o12 und 495 79o, dadurch gekennzeichnet, daß man Harnstoff oder Thioharnstoff und Aldehyde, insbesondere Formaldehyd, oder deren Polymere oder die entsprechenden Dimethylolverbindungen u. dgl. oder die daraus durch Wasserabspaltung erhältlichen höhermolekularen Produkte oder Gemische der genannten Verbindungen in Gegenwart von eine oder mehrere freie Hydroxylgruppen enthaltenden organischen Lösungsmitteln unter Zusatz wasserentziehender Mittel erhitzt.
DE1930I0028930 1925-10-22 1930-03-28 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff oder Thioharnstoff mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd Expired DE552264C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757520C (de) * 1938-04-14 1952-11-24 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Harnstoff und bzw. oder Thioharnstoff und Formaldehyd

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757520C (de) * 1938-04-14 1952-11-24 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Harnstoff und bzw. oder Thioharnstoff und Formaldehyd

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