CH129098A - Sicherungsstöpsel mit auswechselbarer Schmelzsicherung. - Google Patents

Sicherungsstöpsel mit auswechselbarer Schmelzsicherung.

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CH129098A
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Carl Greter
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  Sicherungsstöpsel     mit    auswechselbarer     Schmelzsieherung.       Die Erfindung stellt eine Neuerung und  Verbesserung auf dem Gebiete der elektri  schen     Sicherungen    dar. Bereits seit Jahren  wird versucht, an Stelle der teueren .Siche  rungsstöpsel und Patronen einen billigeren  Ersatz zu schaffen. Die Lösung dieser  Frage brachte eine grosse Anzahl     regenerier-          bare    Sicherungsstöpsel der verschiedensten  Konstruktionen auf den Markt, die wohl  den Vorteil der billigen     Regenerierbarkeit     besitzen aber im höchsten Grade feuer  gefährlich sind.  



  Die Erfindung betrifft einen Siche  rungsstöpsel mit     auswechselbarer    Schmelz  sicherung, dessen Schmelzfaden in einer     un-          verbrennbaren,    durchsichtigen Hülle einge  schlossen ist und durch einen Deckel des  Stöpsels unmittelbar auf die in Nuten des       Stöpselkörpers    angeordneten     Kontaktbrük-          ken    gedrückt wird.  



  Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise  Ausführungsform des Erfindungsgegen  standes.     Fig.    1 zeigt den Sicherungsstöpsel  in der Mitte durchgeschnitten;         Fig.    2 zeigt eine Oberansicht des Stöpsels  nach Abnahme des Deckels;       Fig.    3 zeigt     einen    Schnitt nach der  Linie     A-B    in     Fig.    2.  



  Der Sicherungsstöpsel trägt auf seinem  runden Oberteil einen erhöhten Kranz c.  Auf der Aussenseite dieses     Kranzes    c befin  det sich das Gewinde zum Auf- und Ab  schrauben des Deckels     a.    Auf dem inner  halb des     Kranzes    liegenden Boden des  Sicherungsstöpsels b befinden sich zwei ge  genüberliegende Vertiefungen d und e. In  diesen Vertiefungen finden die zwei Kon  taktbrücken<I>f</I> und<I>g</I> Aufnahme. Die zwei  Vertiefungen d und e ragen in den Kranz c  hinein, und im     Kranze    c schliessen .sich die  gleich breiten Nuten     h    und<I>i an.</I>  



       In    den Nuten<I>h</I> und<I>i</I> findet ;der  Schmelzeinsatz     lc    Aufnahme und Führung.  Zum     Einlegen    eines Schmelzeinsatzes k muss  der Stöpsel b in horizontale Lage gehalten  werden. Hierauf wird der Deckel     a    auf den  Körper geschraubt. Auf der     Innenseite    be  sitzt der Deckel eine Verstärkung mit der  erhöhten Fläche 1.

   Beim Aufschrauben des      Deckels<I>a</I>     drückt    die Fläche     l    den .Schmelz  einsatz k fest gegen die zwei Kontakt  brücken f und     g.    Die Kontaktbrücken f und  y sind durch die angelöteten Kupferleitun  gen     n    und<I>m</I> mit der Metallverschraubung o  und dem Kontakthütchen p verbunden.  



  Die zwei Nuten     1a    und i dienen nicht nur  zur Führung des Schmelzeinsatzes k, son  dern sie verhindern ein Abgleiten der Kon  taktenden des Einsatzes k von den Kontakt  brücken<I>f</I> und     g    beim Festschrauben des  Deckels a.  



  Um das Einlegen eines Schmelzstreifens  k höherer     Amperezahl    in einen Sicherungs  stöpsel von niederer     Amperezahl    unmöglich  zu machen, erhalten in einem Satz solcher  Stöpsel die Nuten     lr,    und i verschiedene  Breiten und Abstände, welche mit den Brei  ten und Längen der Schmelzeinsätze     1o    je  weils korrespondieren. Da die Schmelzein  sätze mit steigender     Amperezahl    breiter  oder länger werden, so ist es unmöglich,  einen Schmelzstreifen höherer     Amperezahl    in  einen Sicherungsstöpsel niedriger Ampere  zahl einzufügen.  



  Die Schmelzeinsätze k haben eine     unver-          brennbare,    durchsichtige     Hülle,    zum Bei  spiel aus Glimmer oder Glas oder aus einem  diese ersetzenden Stoffe. Dadurch ist die  Prüfung des Schmelzeinsatzes     oder.Schmelz-          silberfadens    .ohne eine Schauöffnung in der  Umhüllung möglich, welche bei diesen  Schmelzeinsätzen mit Glas, Glimmer     etc.    in  Wegfall kommen kann. Die Anwendung       .Ton    Glimmer und Glas sind wegen ihrer  vollkommenen     Unbrennbarkeit    und grosser  Durchsichtigkeit zu     iSchmelzeinsatzumhül-          lungen    ganz besonders geeignet.

   Der     ab-          sThraubbare    Deckel drückt den Schmelz  faden selbst auf die Kontaktbrücken, indem  der.., Deckel mit seiner Verstärkung an seiner  Innenfläche sich auf den Schmelzfaden legt,  der in den Führungsnuten liegend an einer  Drehung gehindert wird. Die Verstärkung  legt sich dabei so auf die Hülle des  Schmelzfadens, dass ein Überspringen von  Funken verhindert ist. Das wird noch da  durch     begünstigt,        dass    die Kontaktbrücken    in einer vertieften Nut in der Oberfläche  des     Stöpselkörpers    liegen und federnd nach  oben ragen, so dass sie, durch den     De2kel-          ansatz    nach unten gedrückt, sich in die  Nut versenken können.

    



  Bei bisherigen     regenerierbaren    Siche  rungsstöpseln wird der zur     Regenerierung     nötige Schmelzeinsatz in die im Stöpsel be  findliche     Vorrichtung    eingefügt, und von ihr  festgehalten. Der Sicherungsstöpsel ist also  auch ohne Deckel verwendbar. Zum Er  neuern eines durchgebrannten .Schmelzein  satzes muss der Deckel stets     abgenommen     werden, wobei er vielfach zur Erde fällt  und zerbricht. Fast immer     wird    in solchen  Fällen der Sicherungsstöpsel ohne Deckel  weiter benützt, trotz der grossen Feuers  gefahr, welche eine solche Benützung in  sich trägt.

   Die bisher bekannten     regenerier-          baren        ,Sicherungsstöpsel    verwenden aus  nahmslos der Billigkeit halber Silberdraht  lamellen mit     Pressspanumhüllung.    Da diese  Umhüllung leicht entzündbar ist, gerät die  selbe bei einem Durchbrennen stets in  Brand. Bei fehlendem Deckel und der in  folgedessen ungehinderten     Sauerstoffzufuhr     wird diese Entzündbarkeit wesentlich geför  dert. Dass durch die brennenden     Pressspa.n-          stücke    dann sehr leicht ein Brand     entstehen     kann, liegt auf der Hand.  



  Der neue Sicherungsstöpsel mit dem dazu  gehörenden Schmelzeinsatz gewährt einen       regenerierbaren    Sicherungsstöpsel, welcher  denselben Schutz gegen Feuersgefahr bietet  wie die seit Jahrzehnten im Gebrauch be  findlichen gewöhnlichen Sicherungsstöpsel  und Patronen, wobei er aber gleichzeitig die  Vorteile der billigen     Regenerierbarkeit    be  sitzt.  



  Der zur Regenerierung nötige Schmelz  einsatz wird durch den abnehmbaren  Schraubdeckel I festgehalten. Im Gegensatz  zu den bisherigen Ausführungsformen     wird     der Schmelzeinsatz zur Schliessung des  Stromkreises nicht in zwei der üblichen, in  elektrischen Stromkreisen überall Anwen  dung findenden Metallfedern eingefügt, son-           dern,    wie oben gezeigt, von den Schraub  deckeln auf zwei metallische Kontakt  brücken     gedrückt:    und dadurch der Strom  kreis erst geschlossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherungsstöpsel mit auswechselbarer Schmelzsicherung, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzfaden in einer unverbrenn- baren, durchsichtigen Hülle eingeschlossen ist und durch einen Deckel des Stöpsels un mittelbar auf die in Nuten des Stöpselkör- pers angeordneten Kontaktbrücken gedrückt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Sicherungsstöpsel nach Patentanspruch, mit abschraubbarem, den Zugang zum Schmelzstreifen abschliessendem Deckel, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper des Sicherungsstöpsels auf dem grössten Teil seiner Oberfläche eine Vertiefung hat, in die eine entsprechende Verstär kung an der Innenfläche des abschraub- baren Deckels sich einlegen kann, wäh rend neben den Kontaktbrücken in dem verbleibenden Rand dieser Aussparung<B>je</B> eine Führuugsnut für den Schmelzstreifen vorgesehen ist, um diesen gegen ein Ver drehen während des Aufschraubens des Deckels zu sichern, der, sich mit seiner Verstärkung auf den Schmelzstreifen legend,
    diesen mit den Kontaktbrücken in enger Berührung hält. 2. Sicherungsstöpsel gemäss dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbrücken in einer Nut in der Oberfläche des Stöpselkörpersliegen und federnd nach oben ragen, derart, dass sie durch den innern Verstärkungsansatz des Deckels mit dem Schmelzstreifen nach unten gedrückt, sich in die Nut versen ken können und die unverbrennbare Hülle das Überspringen von Funken unmittel bar von einer Kontaktbrücke zur andern verhindert.
CH129098D 1927-02-22 1927-08-02 Sicherungsstöpsel mit auswechselbarer Schmelzsicherung. CH129098A (de)

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