CH129170A - Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumehlorid. Im Hauptpatent 121106 ist ein Verfah ren zur Gewinnung von wasserfreiem Chlor magnesium aus oxydischen Magnesiumver- bindungen beschrieben, nach welchem oxydi- sche Magnesiumverbindungen in stückige Form gebracht werden unter Zumischung solcher Stoffe, die im Verlauf der Erhitzung Poren erzeugen, derart,
da.ss bei der durch die Mischung gegebenen Verteilung die oxy- dischen Verbindungen durch die Poren hin reichend freien Raum für den Gasdurchgang und für die Volumen-Vergrösserung beim Übergang in das feste Chlormagnesium er halten.
Es hat sich nun in weiterer Bearbeitung der Erfindung gezeigt, dass die hier geschil derte Arbeitsweise auch auf oxydische Ver bindungen des Aluminiums übertragen wer den kann.
Obwohl bekanntlich diese Überführung der oxydischen Aluminiumverbindungen in die entsprechenden Chloride in Anwesenheit von Kohle als Reduktionsmittel exotherm verläuft, ist es doch bisher in technischem Massstab trotz mancher Versuche nicht ge lungen, diese Überführung mit jedem belie bigen natürlichen Ausgangsstoff lediglich unter Ausnützung der Reaktionswärme fort laufend zu gestalten. Für die Ursache dieses Misserfolges gilt der gleiche Grund, der im Hauptpatent 121106 für die unvollständige Überführung von Magnesia in festes Magne- siumchlorid aufgeführt worden ist.
Die Be hinderung des raschen Fortschreitens der Reaktion vom Äussern ins Innere der stücki- gen Reaktionsmasse liegt in den räumlichen Verhältnissen; die oxydischen Verbindungen benötigen für die Umwandlung in Chloride einen bedeutend grösseren als den von ihnen eingenommenen Raum; so bedarf zum Bei spiel 1 Mol. A103 etwa das Vierfache seines eigenen Volumens, um in 2 Mol. AICh über gehen zu können. Solange dieser Raum nicht zur Verfügung ist, steht der Umwandlung das Endprodukt selbst im Wege und es kommt nur zu Teilumsetzungen.
Es hat sich nun gezeigt, dass man den gewünschten Erfolg erzielt, wenn man nach den Grundsätzen des Hauptpatentes oxydische Aluminiumverbindungen in stük- kige Form bringt unter Zumischung solcher Stoffe, die im Verlauf der Erhitzung Poren erzeugen, derart, dass bei der durch die Mi schung gegebenen Verteilung die oxydischen Verbindungen durch die Poren hinreichend freien. Raum für den Gasdurchgang und für die Volumenvergrösserung beim Übergang in das Aluminiumchlorid erhalten.
Man kann zum Beispiel so verfahren, dass man aus oxy- dischen Aluminiumverbindungen Formlinge, wie zum Beispiel Kugeln, Stangen und der gleichen, herstellt, indem man sie mit einer zur Reduktion mindestens ausreichenden Menge eines viel Raum beanspruchenden kohlenstoffhaltigen Stoffes, wie Torf, Säge mehl oder dergleichen, als Reduktionsmittel mischt und die Formlinge bei einer entspre chenden Temperatur trocknet und verkokt.
Werden derart hergestellte hochporöse Form linge (deren Einzelgewicht nach Belieben eingestellt sein kann) auf etwa 100-200' vorgewärmt und in einem Schacht einem Chlorstrom ausgesetzt, so ist dem Chlor die grösste Angriffsfläche geboten, und es kann gleichzeitig aussen und im Innern des Form lings die Reaktion einsetzen. Die Wärmeent wicklung der exothermen Reaktion erhöht die Temperatur des Formlings, wodurch wieder die Reaktionsgeschwindigkeit sich steigert, jedoch .soll die Schmelztemperatur nicht erreicht werden.
Die Reaktionsfähig keit der so hergestellten Formlinge ist so gross, dass das Chlor begierig absorbiert wird. Die Chlorierung kann nun fortlaufend und schnell durchgeführt werden, und zwar im Gleich- und Gegenstrom, ohne dass Chlor mit den, Abgasen verloren geht.
Der technische Fortschritt dieses Verfah rens liegt darin, dass die Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid nun in gro ssen Schachtöfen mit wärmeisolierender Aus mauerung ohne jede Aussenheizung, anstatt in den wenig leistungsfähigen, kostspieligen Retorten, bei grosser Geschwindigkeit der Chlorzufuhr und unter restloser Ausnutzung der Ausgangsstoffe durchgeführt werden kann. Entsteht infolge Anwendung gewisser Ausgangsmaterialien, wie zum Beispiel Ton oder Beryllerde bei der Chlorierung ein Ge misch von Chloriden,
so kann das Alumi niumchlorid aus dem in Dampfform den Ofen verlassenden Gemisch in an sich be kannter Weise auf Grund der verschiedenen Sublimations- beziehungsweise Siedepunkte von den anderen Chloriden getrennt nieder geschlagen werden, gegebenenfalls unter Mitwirkung der bekannten Verfahren zur elektrischen Entstaubung. <I>Beispiel:</I> 100 Teile Ton und 50 Teile Torfmull werden mit Wasser angefeuchtet, innig ver mischt, getrocknet und verkokt und noch warm in einen Schachtofen eingebracht. Die Chlorierung setzt sofort ein. Aluminium-, Eisen- und Titanchlorid sublimieren und werden in getrennten Kammern niederge schlagen.
Die Chlorierung kann in Gleich- oder Gegenstrom fortlaufend erfolgen. Po röse Kieselsäure verbleibt als Rückstand der Formlinge, der aus dem Schachtofen von Zeit zu Zeit oder fortlaufend ausgetragen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wasser freiem Aluminiumchlorid durch Einwirkung von Chlor auf in stückige Form gebrachte oxydische Aluminiumverbindungen bei Ge genwart eines Reduktionsmittels und bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes des Aluminiumchlorids, dadurch gekenn zeichnet, dass oxydische Aluminiumverbin dungen in stückige Form gebracht werden, unter Zumischung solcher Stoffe, die im Verlauf der Erhitzung Poren erzeugen, der art,dass bei der durch die Mischung gegebe nen Verteilung die oxydischen Verbindun gen durch die Poren hinreichend freien Raum für den Gasdurchgang und für die Volumenvergrösserung beim Übergang in das Aluminiumchlorid erhalten.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Chlor auf Form- linge einwirken lässt, die durch Mischen von oxydischen Aluminiumverbindungen mit einer für die Reduktionswirkung mindestens ausreichenden Menge verkokungsfähiger,viel Raum beanspruchender und Porosität erzeu gender Stoffe und nachherige Verkokung er halten werden.
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