CH129319A - Verfahren und Giesswerk zum Herstellen von angusslosen Stereotypplatten. - Google Patents
Verfahren und Giesswerk zum Herstellen von angusslosen Stereotypplatten.Info
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Description
Verfahren und Giesswerk zum Herstellen von angusslosen Stereotypplatten. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren und ein Giesswerk zum Her stellen von angusslosen Stereotypplatten, und zwar gehört ersteres zu denjenigen Verfah ren, bei denen das flüssige Metall durch eine Verbindungsleitung vom Schmelzkessel aus der Giessform zugeführt und das in dieser befindliche Metall nach Füllung der Form durch ein Abschlussorgan von dem in der Leitung befindlichen Metall getrennt wird.
Gemäss der Erfindung wird das Metall durch eine im Schmelzkessel angeordnete Förder- vorrichtung in ständigem Umlauf gehalten, derart, dass das Metall nach dem Füllen der Giessform einen über diesen angeordneten Giesstrichter durchströmt, von dem aus es durch einen Überlauf in den Schmelzkessel zurückfällt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs beispiel eines zur Durchführung des Ver fahrens dienlichen Giesswerkes in Abb. 1 im Schnitt; Abb. 2 zeigt eine Einzelheit in anderer Ausführung, gleichfalls im Schnitt. In dem Schmelzkessel a arbeitet eine Schleudergruppe b, die das flüssige Metall ständig durch die Verbindungsleitung c dem Giessmund o zuführt und das Metall, soweit es nicht in die Giessform e einläuft, durch den Giesstrichter f und von da durch den Überlauf g in den Schmelzkessel zurückbe fördert. Der Giesstrichter f ist in bekannter Weise oben offen, so dass die Luftblasen durch ihn entweichen können.
Der Metallzulauf zur Giessform kann auf beliebiger Weise geöffnet und geschlossen werden, beispielsweise durch einen Dreh schieber h, der um den Drehpunkt i ge schwenkt wird. Das in der Giessform e be findliche Metall wird in bekannter Weise derart von dem in der Verbindungsleitung c befindlichen abgetrennt, dass die fertige Platte der Giessform ohne A bguss entnommen werden kann.
Das Öffnen der Form und das Abschwenken des Giessmantels k und des Kernes l können in bekannter Weise vorge nommen werden. Die beschriebene Einrichtung zei=t den Vorteil der reit flüssigem Aufguss arbeiten den Giesswerke, bei denen Luftblasen durch den Giesstrichter zu entweichen vermö;en. in erhöhtem Masse. Das Entweichen der Luft blasen wird dadurch energisch gefördert, dass das Giessmetall sich in dem Giesstrichter nach aufwärts, also in Richtung der Ent- weiehung der Luftblasen bewegt.
Diese wer den durch das strömende Metall mit nach aufwärts gerissen und entweichen durch das obere Ende des Giesstrichters. Es lässt sich daher, wie auch durch Versuche bestätigt wurde, auf diesem 'Fege eine Platte von sehr dichtem Gefüge giessen. Ausserdem er hält man dauernd eine kräftige Mischung der einzelnen Bestandteile des Bades, was für die Qualität der gegossenen Platten be- kanntlich gleichfalls von grossem Vorteil ist.
Abb. 2 zeigt eine andere Ausgestaltung des Absperrorganes. Der Zufluss des Metalles zur Giessform e wird hier durch einen Drei wegliahnen iit, abgeschlossen und freigegeben, der an einer Seite mit ,der Verbindungsleitung e, an der zweiten Seite mit der Giessform c, an der dritten .Seite mit dem Giesstrichter f verbunden werden kann.
Bei den bekannten Ausführungen derartiger Drehschieber bildet sich im Kükenkanal ein Angussstück; bei der Vorrichtung nach Fig. 2 ist dies nicht mög lich,weil sich das Metall im Kükenkanal n. in ständiger Bewegung befindet.
In .den vorstehenden Ausführungen ist. die Giessanlage bei oben geöffnetem Trich ter betrachtet. Verschliesst man den Trichter zum Beispiel durch ein Ventil q, so saut das vom Giesstrichter f nach dein Fallrohr g fliessende Metall die Luft aus dem Raum r in der Art einer Strahlpumpe heraus. Durch die Luftverdünnung bei r wird also die Lei tung<I>f, r,</I> g zu einer Heberleitung.
Unter der Annahme, dass sämtliche Luft aus r entfernt ist, besteht in der Heberlei- tung, soweit sie sich über dem Metallspiegel des Kessels befindet, also von o über r bis p ein Unterdruck, wobei der Giessmund o höher liegt als der Metallspiegel des @c@imc@z- kessels.
Öffnet man nun nach dem Anfahren der Giessform den Drehschieber h., so wird die Luft aus der Giessform herausgesaugt.
Die angestellten Versuche haben ergeben, dass die gegossenen Platten ausserordentlich dicht werden, wenn das Metall unter Druclz in die Form gebracht wird. Zur Herbeifüh- rung des Druckes gibt es zwei Möglichkei ten 1. Durch Offnen des Ventils q. Dadurch erhält man am Formeinlauf eine statische Druel@liöhe von der Höhe s.
?. Man kann die Leitung<I>o,</I> r, p hinter dem Metalleinlauf in die Form drosseln. Am einfachsten geschieht das Drosseln durch das Verschlussorgan am Formeinlauf selbst, zum Beispiel indem man es nach dem -Offnen des Einlaufes in die Form langsam weiter dreht, bis es die Leitung f teilweise absperrt.
Bevor die Giessform abgeschwenkt wird, wird das Absperrorgan -ni in die in Abb. 2 strichelt gezeichnete Lage gebraeht, damit das in der Leitung f befindliehe Metall nicht erstarrt.
Durch die Beseitibunu des vorher herr schenden Unterdruckes und die Erzeugung eines Überdruckes wird verhütet, dass sich die Matrize unter der Wirkung dieses Unter druckes nach innen einbiegt. Ein solches Einbiegen der Matrize würde ein Einfallen der Platte auf der Schriftseite zur Folge haben.
Claims (1)
- PATENTANSPRtrCHE I. Verfahren zum Herstellen von anguss- losen Stereotypplatten, bei dem das Me tall vom Schmelzkessel der Giessform durch eine Verbindungsleitung zuge führt und das in der Giessform befind liche Metall nach dem Füllen der Form durch ein Abschlussorgan von dem in der Verbindungsleitung befindlichen ge trennt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall durch eine im Schmelz kessel angeordnete Fördervorrichtung in ständigem Umlauf gehalten wird, derart, dass das Metall nach dem Füllen der Giessform einen über dieser angeordneten Giesstrichter durchströmt,von dem aus es durch einen Überlauf in den Schmelz kessel zurückfällt. 1I. Giesswerk zur Durchführung des Verfah rens gemäss Patentaiispnich I, bei dem ein Organ zum Abschliessen der Giess form nach Füllung der Form vorgesehen und bei dem die Giessform ,durch eine Leitung mit dem Schmelzkessel verbun den ist, der das flüssige Metall durch eine im Schmelzkessel angeordnete För- dervorrichtung zugeführt wird, dadurch ,gekennzeichnet, dass am Ende der Ver- bindungsleitung oberhalb der Giessform ein mit einem Überlauf versehener Giess trichter in solcher Weise angeordnet ist,dass das vom Kessel herkommende flüs sige Metall zunächst in die Giessform einläuft und nach deren Füllung in dem Giesstrichter aufsteigt, aus dem das Me tall durch den Überlauf in den Schmelz kessel zurückfallen kann. UNI TERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet. dass das flüssige Metall durch eine im Schmelzkessel angeordnete Schleuderpumpe in ununterbrochenem Unilauf gehalten wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass beim Füllen der Giessform ein Überdruck auf das in der Giessform befindliche Metall ausgeübt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Erzeugung eines Überdruckes auf das in der Giessform be findliche flüssige Metall ein in der Ver bindungsleitung angeordnetes Absperr organ so gedreht wird, dass die Verbin dung zwischen Kessel und Giesstrichter teilweise abgesperrt wird. Giesswerk nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass der Giesstrich ter an seinem obern Ende von der Verbin dung mit der Aussenluft abgeschlossen ist, so dass das vom Giesstrichter in den Kessel zurückströmende Metall die im Giess trichter befindliche Luft absaugt. 5.Giesswerk nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass im Giesstrich ter ein Ventil vorgesehen ist, das gestattet, das Innere des Giesstrichters nach Belie ben mit der Aussenluft zu verbinden oder von ihr abzusperren.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129319X | 1926-08-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH129319A true CH129319A (de) | 1928-12-17 |
Family
ID=5663029
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH129319D CH129319A (de) | 1926-08-16 | 1927-08-09 | Verfahren und Giesswerk zum Herstellen von angusslosen Stereotypplatten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH129319A (de) |
-
1927
- 1927-08-09 CH CH129319D patent/CH129319A/de unknown
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