CH129404A - Verfahren zur Herstellung eines Materials für magnetische Kerne. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Materials für magnetische Kerne.

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CH129404A
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Co Bell Telephon Manufacturing
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Bell Telephone Mfg
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  Verfahren zur Herstellung eines     Naterials    für magnetische Kerne.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung eines Materials für  magnetische Kerne, insbesondere, jedoch  nicht ausschliesslich     für    die magnetischen  Kerne von     Belastungsspulen    für Fernmelde  stromkreise und ähnliche Vorrichtungen, und  auf ein nach diesem Verfahren hergestelltes  Material.  



  Bei der Fabrikation magnetischer Kerne        < ius    mit einer isolierenden Substanz ver  mischten, fein unterteilten magnetischen       Partikelchen    war es schon bisher üblich, den       zusammengepressten    Kern Einer Wärmebe  handlung zu     unterwerfen,    um auf diese  Weise gleichmässige. möglichst hohe und  über einen     möglichst    grossen Induktions  bereich konstante Werte der     Permeabilität     zu erzielen.  



  Diese     Wärmebehandlung    wurde gewöhn  lich bei der verhältnismässig niedrigen Tem  peratur von ungefähr 93   bis 110   C  durchgeführt und erstreckte Sieh über die  verhältnismässig lange Zeitdauer von etwa  12     Stünden.    Wird für die Kerne ein mag  netisches Material mit hoher     Permeabilität,       beispielsweise eine     Nickel-Eisen-Legierung     mit hoher     Anfangspermeabilität    verwendet,  so erhält man einen Kern, dessen elektrische  und magnetische Eigenschaften bedeutend  weniger befriedigen, als man aus den Eigen  schaften des Ausgangsmaterials schliessen  könnte.

   Diese nachteilige Wirkung, welche  :ich zum Beispiel in einer Herabsetzung der       Permeabilität    und einer Erhöhung des       Hvsteresisverlustes    äusserte, muss dem     Press-          vorgang,    bei unzureichender Wirkung der  darauf folgenden Wärmebehandlung zuge  schrieben werden.  



  Gemäss dem vorliegenden Verfahren zur  Herstellung eines Materials für magnetische  Kerne wird ebenfalls eine gepulverte     Nickel-          Eisen-Legierung    mit isolierendem Material       (yemischt;    letzteres ist ,jedoch derart be  schaffen, dass dessen isolierende Eigen  schaften bei Temperaturen zwischen 450    und 800   C nicht zerstört werden, und die       zusammengepresste    Mischung wird einer       Wärmebehandlung    mit einer zwischen den  genannten Grenzen liegenden Temperatur       nntenvorfen.         gerne, die aus dem gemäss vorliegender  Erfindung hergestellten Material bestehen,

    können zugleich sehr niedrige     Wirbelstrom-          verluste,    eine verhältnismässig hohe     Permea-          bilität    und eine beträchtliche Stabilität auf  weisen, welche Eigenschaften besonders bei  Kernen     für    Belastungsspulen und ähnliche  Vorrichtungen erwünscht sind. Wird ein sol  cher Kern während oder nach dem     Press-          vorgang    einer Wärmebehandlung mit hoher  Temperatur unterworfen, so kann der Ver  lust der magnetischen Eigenschaften wäh  rend des     Pressvorganges    verhütet oder     wieder     zurückgewonnen werden.  



  Ein gemäss dem Verfahren hergestellte,  in erster Linie in Betracht kommendes Ma  terial ist dadurch gekennzeichnet, dass das  genannte Isolationsmaterial Kaolin und ein       Flussmittel    enthält.  



  In den nachstehend beschriebenen Aus  führungsbeispielen des Verfahrens kommt  ein solches Isoliermaterial zur Anwendung,  doch soll dadurch nicht gesagt sein, dass nicht  auch andere hitzebeständige, isolierende  Stoffe mit Erfolg benützt werden könnten.  



  Nachstehend wird das Verfahren der  vorliegenden Erfindung anhand einiger Aus  führungsbeispiele beschrieben.  



  In einer Ausführungsform werden die  metallischen     Partikelchen    mit einer Mi  schung aus einem     Flussmittel,    beispielsweise  Borsäure, und Kaolin in kolloidaler Suspen  sion behandelt, wobei die einzelnen     Legie-          rungspartikelchen    isoliert werden, worauf sie  durch Pressen zu Kernen von gewünschter  Gestalt und Grösse geformt weiden.

   Hierauf  werden die gerne mit einer     Zinkhydroxyd-          lösung        imprägniert    und zum Austreiben der  Feuchtigkeit erwärmt und schliesslich auf  die für die bestimmte Legierung die besten  Ergebnisse bewirkende Temperatur erwärmt,  um den Isolator zu festigen und in den, meist  ringförmigen, Kernen die     verlangte        Permea-          bilität,    niedrige     Hysteresisverluste    und hohen  spezifischen Widerstand und damit niedrige       Wirbelstromverluste    zu erhalten.  



  Bei der Durchführung des vorliegenden  Verfahrens wird das     magnetische    Material    auf folgende Weise vorbereitet: Das anzu  wendende magnetische Material wird vor  zugsweise aus einer gewöhnlich unter dem  Namen     "Permalloy"    bekannten     Nickel-Eisen-          Legierung    zubereitet, wobei diese Legierung  in geeigneter Weise gepulvert wird.

   Die  Erfahrung zeigte, dass in denjenigen Fällen,  in welchen niedrige     Wirbelstromverluste    ge  wünscht werden, die     Partikelchen    sehr klein  und von solcher Grösse sein müssen, dass  sämtliche leicht durch ein sogenanntes     "120-          maschiges    Sieb" und ein grosser Prozentsatz  durch ein     "200-maschiges    Sieb" hindurch  gehen. Für eines der Ausführungsbeispiele  der Erfindung wird die Legierung derart  zubereitet, dass ungefähr     78i%    Teile. Nickel  und     211/2    Teile Eisen in einer oxydierenden  Atmosphäre miteinander geschmolzen wer  den, worauf die so gewonnene Legierung in  eine Form gegossen wird.

   Die durch dieses  Verfahren zubereitete Legierung ist ausser  ordentlich brüchig und kann deshalb leicht  zu kleinen     Partikelchen,        bezw.    Pulver redu  ziert werden, aus welchem dann die Kerne  geformt werden.  



  Das Zerkleinern der Legierung kann  dabei in irgend einer geeigneten     Weise     durchgeführt werden. Bevor das isolierende  Material hinzugefügt wird, werden die fein  unterteilten Panikelchen der     Nickel-Eisen-          Legierung    in einem abgeschlossenen Behälter  bei einer Temperatur von ungefähr<B>750'</B> C  bis<B>980'</B> C ausgeglüht, wobei eine Tempe  ratur von 925   C besonders gute Ergebnisse  zeitigte. Hierauf muss die ausgeglühte Le  gierung, deren Teilchen beim Ausglühen  zusammenbacken, neuerdings zerkleinert wer  den. Hierauf wird sie mit dem Isolator ge  mischt.  



  Gemäss einer besonderen     Ausführungs-          form    der Erfindung wird der Isolator für  die     Pulverpartikelchen    durch Mischen der  Bestandteile auf folgende Art hergestellt:  Ein Teil Kaolin wird in drei Gewichtsteilen       Wasser    durch Erwärmen auf ungefähr 95   C  vollständig aufgelöst und durchgeschüttelt,  bis es eine dünne, gleichmässige kolloidale  Masse bildet. Hierauf wird dieser Masse      ein     Flussmittel,    beispielsweise Borsäure, in  einer Menge, welche gleich vier Gewichts  prozenten des     Kaolins    ist, beigegeben, um- die  Schmelztemperatur zu erniedrigen und die  Adhäsionsfähigkeit des Kaolins zu ver  grössern.

   Die Borsäure wird vorzugsweise  im heissen destillierten Wasser, vor dem Bei  fügen des     Kaolins    gelöst. Hierauf wird das  gepulverte     Permalloy    zu dieser Mischung  hinzugefügt. Die Pulvermenge richtet sich  nach der gewünschten     Permeabilität    und  dem bestimmten Verwendungszweck des fer  tigen Kernes. Das Pulver wird mit der       Kaolinlösung    durch starkes Schütteln von  Hand oder durch Wälzen in einer rotieren  den Trommel gemischt, wobei die Tempe  ratur dieser Mischung ungefähr 100   C sein  soll, solange, bis alles mechanisch zurück  gehaltene Wasser ausgetrieben ist.

   Die ge  trockneten isolierten     Pulverpartikelchen    wer  den hierauf in eine für das Pressen der  Kerne geeignete Form gebracht und mit  einem Druck von ungefähr 14000 Kilogramm  pro     cm'    geformt. Der hohe Druck beim  Formen der Ringe wird deshalb angewendet,  da es sich herausgestellt hat, dass, wenn die  Dichte des Kernes,     bezw.    des Ringes erhöht  wird, seine     Permeabilität    ebenfalls zunimmt.  



  Die     gepressten    Kerne, welche wie bereits  erwähnt worden ist, die Form von Ringen  besitzen mögen, werden hierauf in einer Lö  sung von     Zinkhydroxyd,    welche einen Über  schuss an Ammoniak besitzt, je nach der  Grösse des Kernes während der Dauer von  zwei bis sechs Minuten imprägniert, um  dieser Lösung zu gestatten, sich ebenfalls um  die einzelnen     Pulverpartikelchen    zu verteilen.

    Das dabei hinzugefügte     Zinkhydrogyd    zer  fällt bei der hohen Temperatur des nach  folgenden     Ausglühprozesses    und bildet auf  den     Partikelchen    eine     Oxydschicht.    Die  Ringe werden hierauf bei 100   C während  mehreren Stunden im Ofen getrocknet, um  das hygroskopisch zurückgehaltene Wasser  und Ammoniak zu entfernen, worauf sie in  einen Ofen gestellt und während mehreren  Stunden bei ungefähr<B>260'</B> C     erwärmt    wer  den, um den Gehalt an chemisch gebun-         denem    Wasser zu reduzieren.

   Nachdem die  Ringe getrocknet sind, werden sie vorzugs  weise in geschlossenen Töpfen auf die in  diesem Falle geeignete     Ausglühtemperatur     von ungefähr 675   C     (bezw.    auf eine zwi  schen 450 und<B>800'</B> C liegende)     Temperatur     erhitzt, um das Kaolin teilweise zu schmel  zen und den Ringen die     grösstmögliche    Per  meabilität zusammen mit niedrigen Kern  verlusten zu geben. Man kann dabei zu  nächst eine kleine Anzahl     R.rüfringe    aus dem  nach obigem Verfahren isolierten Pulver her  stellen und ihre     Permeabilität    messen.

   Sollte  diese zu niedrig sein, so kann sie dadurch  erhöht werden, dass vor dem Pressen der zur  Verwendung gelangenden Ringe, zu dem  nach dem Verfahren     isolierten        Perma.Jloy-          pulver,    eine geeignete Menge von nicht oder  nur wenig isoliertem Pulver     hinzugefügt     wird.  



  Die Wärmebehandlung kann so durch  geführt werden,     dass    entweder das geformte  Material gerade vor dem Zusammenpressen  auf die gewünschte Temperatur gebracht  wird und heiss gepresst wird. worauf dann  die heissen Kerne in geeignete Ofen oder  Kühlkammern gebracht werden, in welchen  sie innerhalb der richtigen Zeit auf Zimmer  temperatur abgekühlt werden, oder indem  die fertigen Kerne zu irgend einer Zeit nach  Durchführung des mechanischen Prozesses  einer geeigneten     Wärmebehandlung    unter  worfen werden.  



  Durch Anwendung verschiedener Wärme  behandlungen nach dem     Zusammenpressen     können die magnetischen und elektrischen  Eigenschaften verbessert werden und ferner  können die     Permeabilität    und die     Hysteresis-          verluste    verbessert und kontrolliert werden.  



  Die magnetischen     Partikelchen    werden  vor dem Pressen isoliert, um dadurch den  elektrischen Widerstand der Kerne erheb  lich zu vergrössern und die     Wirbelstromver-          luste    zu     -vermindern,    wenn der Kern einem  wechselnden magnetischen Feld unterworfen  wird. Der beim Pressen zum Verdichten  des Materials angewendete Druck genügt, um  seine. Dichte derjenigen des     Metalles,_    aus      welchem die     Partikelchen    bestehen, zu nä  hern, und leere Räume zwischen den     Par-          tikelchen    zu beseitigen, so dass der gepresste  Kern praktisch eine feste gleichartige Masse  bildet.

   Es hat sich herausgestellt, dass der       Pressprozess    die Isolation verletzen oder ab  reiben kann,     -wodurch    der elektrische Wider  stand der geformten Masse verkleinert wird.  Dies kann dadurch vermieden werden, dass  man vor dem     Pressprozess    die isolierten Mag  netpartikelchen durch Beifügen einer kleinen  Menge eines Schmiermittels, beispielsweise       Paraffinöl,    mit dem Schmiermittel umgibt.  Bei richtiger Anwendung eines dazu geeig  neten     Schmiermittels    lässt sich die Festig  keit des Kernes bei gleichzeitig höherem  elektrischen Widerstand aufrechterhalten.  



  Zur Bildung eines Kernes werden eine An  zahl der nach dem beschriebenen Verfahren  hergestellten Ringe gleichachsig aufgestapelt  und darauf die     torroidförmigen    Wicklungen  angebracht. Die Zahl der Ringe ist dabei  von den gegebenen     elektrischen    Eigenschaf  ten des     Fdinmeldestromkreises,    in den die  Belastungsspulen eingeschaltet werden, ab  h     ängig.     



  Es ist klar, dass, obschon in der obigen  Beschreibung für die Mittel, womit die       Permalloypartikelchen    isoliert werden, be  stimmte Bestandteile und bestimmte Pro  portionen dieser Bestandteile genannt wur  den, andere Proportionen oder Bestand  teile dafür gewählt werden können. Ebenso  ist die Anwendung des genannten     Fluss-          inittels    nicht unerlässlich, sondern es können  zwecks Herabsetzung der Schmelztemperatur  des     Kaolins    andere     Fluss'mittel,    wie zum  Beispiel Borax, gewöhnliches Salz oder Mag  nesiumsulfat an Stelle der     Borsäure    ange  wendet werden.  



  Durch Anwendung derartiger Kerne       bezw.    Ringe     können        Induktanzeinheiten    ge  bildet werden, deren     Kernpermeabilität    hö  her und deren     Hysteresis-    und Wirbelstrom  verluste gleich oder kleiner sind, als bei       Kernen,    die nach irgend einem der bekann  ten Verfahren hergestellt wurden; mit sol  chen Kernen gebildete     Tnduhtionseinheiten       erfordern auch, dementsprechend, ein gerin  geres Volumen für den Kern und die Wick  lung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines Mate rials für magnetische Kerne, welches eine mit einem isolierenden Material gemischte, gepulverte Nickel-Eisen-Legierung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungs- pa-rtikelchen mit einer isolierenden Substanz gemischt werden, deren isolierende Eigen schaften bei Temperaturen zwischen 450' C und<B>800'</B> C nicht zerstört werden, und die zusammeiigepresste Mischung mit einer zwi schen den genannten Grenzen liegenden Temperatur wärmebehandelt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das die Par- tikelchen umhüllende, isolierende Material mit einem Schmiermittel vermischt wird. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Legierungs- partikelchen mit einer Zinkhydroxyd- Lösung behandelt werden, um die Par- tikelchen vor dem Vermischen mit dem isolierenden Material mit einer Oxyd schicht zu umgeben.
    PATENTANSPRUCH II Magnetisches Material, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, mit isolierten Partikelchen aus einer Nickel Eisen-Legierung, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte isolierende Substanz Kaolin und ein Flussmittel enthält. UNTERANSPRUCH: 3. Magnetisches Material nach Patentan spruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte isolierende Substanz 1 Teil Kaolin und 4%,a" Teile Borsäure enthält.
CH129404D 1926-04-17 1927-04-07 Verfahren zur Herstellung eines Materials für magnetische Kerne. CH129404A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968608C (de) * 1940-09-19 1958-03-13 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung ferromagnetischer Massekerne aus Eisenpulver fuer Induktivitaeten mit einem nahezu linearen Temperaturgang

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE968608C (de) * 1940-09-19 1958-03-13 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung ferromagnetischer Massekerne aus Eisenpulver fuer Induktivitaeten mit einem nahezu linearen Temperaturgang

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