Verfahren und Maschine zur Herstellung von Zigarren. Bei bisher bekannt gewordenen Verfahren zur Herstellung von Zigarren auf mechani schem Wege wird so verfahren, dass eine be stimmte Tabakmenge durch Wägung abge- sondert und zu einem Wickel gestaltet wird, der dann in einer ZVickelmaschine zur fer tigen Zigarre weiter verarbeitet wird.
Demgegenüber besteht das neue Ver fahren darin, dass auf eine von zugeschnit tenen Tabakblättern gebildete Unterlage der Einlagetabak in einer der Zigarrenstärke und Form entsprechenden Schicht aufgetragen und dann durch eine Decke, gebildet aus zu geschnittenen Tabakblättern, gedeckt wird. Auf diese Weise entsteht ein fortlaufendes, bandartiges Gebilde, von welchem Querstrei fen abgetrennt werden, welche die Länge wenigstens einer Zigarre aufweisen.
Die ab getrennten .Stücke werden nun in eine Wik- kelvorrichtung eingebracht, welche von be kannter Bauart sein kann und dort zu einem Wickel gestaltet, der an eine wandernde Form abgegeben wird, aus welcher er nach der zur Formbildung erforderlichen Zeit an die Ar beitsstelle abgegeben wird, wo die vorge formten Wickel mit durch endlose Bänder nach der Arbeitsstelle zugeführten Deck blättern vom Zigarrenmacher versehen wer den.
Bei diesem Verfahren wird also von einem fortlaufenden Tabakbandstreifen abgear beitet, wobei nur noch das Umlegen des Deck blattes durch einen Arbeiter besorgt zu wer den braucht, alle übrigen Verrichtungen aber auf mechanischem Wege vor sich gehen.
Dabei kann man dem Umstande Rechnung tragen, dass, entsprechend der bekannten Na tur der Deckblätter, die Zigarren das eine Mal von rechts und das andere Mal von links gewickelt werden, indem man die von der Bahn abgetrennten Streifenstücke abwech selnd je einer von zwei Wickelvorrichtungen zuführt, welche die Wickel an zwei Gruppen von Formen; abgeben, die je von gemeinsamen Fördermitteln getragen werden und so ge stellt sind, dass die von jeder Gruppe abge- gebenen geformten Wickel mit ihren Spitzen voneinander abgekehrt an zwei Arbeitsplätze für den Zigarrenmacher gelangen.
Zur näheren Erläuterung des Verfahrens dienen die Figuren auf der Zeichnung, wel che ein. Ausführungsbeispiel einer Maschine zur Ausführung des Verfahrens darstellt.
In Fig. 1 ist die Maschine in einer Seiten ansicht mit teilweisem senkrechten Längs schnitt dargestellt; Die Fig. 2 ist eine Ansicht von oben auf den (mit Bezug auf Fig. 1) rechten Teil der Maschine; die Fig. 3 ist eine Sonderdarstellung eines Wenders; die Fig. 4 zeigt in Seitenansicht Mittel zur Steuerung einer Förderschale, welche den Wickel nach der Wickelvorrichtung be fördert;
die Fig. 5 bis 7 zeigen Einzelheiten des Wen- ders, welcher dafür sorgt, dass die von dem fortlaufenden Bande abgetrennten Quer streifen der einen oder der andern von zwei Wickelvorrichtungen zugeführt werden; die Fig. 8 und 9 zeigen die Wickelvorrich tung in Seitenansicht in zwei verschiedenen Stellungen.
Hierzu sind die Fig. 10 und 11 Sonder darstellungen.
Die Fig. 12 zeigt eine dreiteilige Form im geöffneten Zustande; die Fig. 13 zeigt den mittleren Formteil mit den zugehörigen Steuermitteln im geöffneten Zustande; die Fig. 14 ist eine Sonderansicht in Rich tung des in Fig.12 eingezeichneten Pfeils auf den rechten Teil der Form;
die Fig. 15 zeigt eine Vorrichtung zum Auf tragen des Klebstoffes in Seitenansicht mit teilweisem Querschnitt; die Fig. 16 ist eine Oberansicht auf den Hauptteil der Klebstoffauftragevorrichtung: die Fig. 17 zeigt die Tüllenträgereinrichtung für die vom Roller fertiggestellten Zigarren im senkrechten Querschnitt nach der Linie 17-17 der Fig. 18;
die Fig. 18 ist eine Ansicht von oben auf die Tüllenträgervorrichtung; die Fig. 19-21 zeigen verschiedene Stellun gen der Mittel zum Abnehmen der Zigarren aus dem Tüllenträger.
Aus entsprechend vorbereiteten Tabak blättern werden Zuschnitte Z gefertigt, wel che rechteckige Gestalt besitzen und die Länge einer Zigarre aufweisen. Diese Zu schnitte werden auf das obere Trum eines endlosen Bandes 1 gelegt, welches über die Leitwalzen 2 bis 5 geleitet ist und in Pfeil richtung wandert. Das Anlegen der Tabak zuschnitte Z geschieht derart, dass die ein zelnen Zuschnitte sich schuppenartig über decken, indem sie sich mit ihren Längsrän dern übereinanderlegen, wie das in Fig. ja besonders dargestellt ist.
Über die Walze 5 ist ein zweites endloses Band 6 geleitet, welches im übrigen über die Leitwalzen 7 bis 9 läuft. Das endlose Band 6 nimmt mit :seinem obern Trum die Tabak zuschnitte 7. von dem endlosen Band 1 ab und gibt sie an ein weiteres endloses Band 10 ab, welches über die Walze 9 und die Walze 11 geleitet ist und sich in Pfeil richtung bewegt. Das obere Trum dieses Ban des, auf welchem die Tabakblattzuschnitte zu liegen kommen, läuft über die Tisch fläche 12 hinweg.
Auf diesem Band liegen also die Tabakblattzuschnitte derart schup penartig überdeckt, dass die in der Bewe- gungsrichtung des Bandes vorangehenden Enden w (vergleiche Fig.l) der einzelnen Tabakblattzuschnitte Z nach aussen von den rückwärtigen Enden der vorausgehenden Ta bakzuschnitte überdeckt werden.
Auf die so vorbereitete Tabakblattschicht wird mit Hilfe des Ausbreiters 13 (ver gleiche Fig. 1) eine gleichmässige Tabak schicht aufgebracht, welche ungefähr der Stärke einer Zigarre entspricht. Der Tabak ausbreiter kann eine beliebig bekannte Kon struktion aufweisen. Um eine möglichst gleichmässige Verteilung der Tabakschicht auf der Unterlage zu erzielen, ist in die Bahn des endlosen Bandes 10 ein schneepflug- artiger Verteiler 14 gestellt, der in Fig. 1b in einer Ansicht von oben gezeigt ist.
Dieser Verteiler gleicht etwaige Unregelmässigkeiten in der Stärke, der Tabakschicht aus, indem seine Unterkante mit entsprechendem Ab stande über dem obern Trum des endlosen Bandes 10 angeordnet ist und die schrägen Seitenflächen etwaigen überschüssigen Tabak durch seitliche Verdrängung verteilen.
Hinter dem Verteiler 14 sind mehrere Ver- dichtungs- und Ausglcichwalzen 15 vorge sehen, deren Achsen in Seitenwänden des 1Taschinengestelles l1 mittelst Gleitsteinen der Höhe nach verschiebbar gelagert sind, wobei Federn 16 das Bestreben haben, die CTleitla.ger ;der Walzenachsen ständig nach Oben zu drücken und die Einregelung der Ilöhenla.ge mittelst .Stellschrauben 17 ge schieht.
Die gegebenenfalls exzentrisch ge lagerten und durch I einen entsprechenden An trieb in Umdrehung versetzten Walzen ver dichten die auf dem endlosen Bande 10 ru hende Tabakschicht derart, dass sie überall eine gleichmässige Stärke aufweist.
Hinter diesen Walzen 15 wird eine Deck schicht aus Tabakblattzuschnitten aufge bracht. Die für diese Schicht bestimmten Ta- bakblattzuschnitte Z' werden auf dem obern Trum eines endlosen Bandes 18 angelegt, welches über die Walzen 19, 20 und 21 ge leitet ist und in Pfeilrichtung bewegt wird. Auch hier geschieht das Anlegen in der Weise, dass sich die Tabakblattzuschnitte in der au .s F'ig. <B>j</B>a ersichtlichen Weise mit ihren Längsrändern schuppenartig überdecken. Über die Walze 19 wird zugleich ein, wei teres endloses Band 22 geleitet unter Zu hilfenahme der Leitwalzen 23-25.
Die zwi- chen die Trume der endlosen Bänder 18 und 92 gelangenden, Tabakblattzuschnitte Z' werden auf die Tabakschicht aufgelegt, und zwar ebenfalls so, dass die in der Be wegungsrichtung der bandartigen Tabak- sehicht vorangehenden Enden der einzelnen Tabakblattzuschnitte nach aussen von den rückwärtigen Enden der voraufgehenden Ta- bakblattzuschnitte überdeckt werden.
Es ent steht demnach ein bandstreifenartiges Ge bilde, wie es in Fig. je schaubildlich darge- stellt ist. Der Tabak T befindet sich zwi schen zwei Tabakblattschichten, die je aus den Zuschnitten Z und Z' gebildet werden, wobei sich die einzelnen Zuschnitte schuppen artig derart überdecken, dass jedesmal die vordern Enden x der einzelnen Zuschnitte nach aussen von den voraufgehenden: Tabak blattzuschnitten überdeckt werden.
Das untere Trum des endlosen Bandes 18 wird über die Führungsflächen 26 und 27 geleitet, von denen die erste 26 schräg ge stellt ist, während die andere 27 parallel zum Tisch 12 verläuft. Es bilden demnach die beiden Bänder 18 und 10 einen Kanal, in welchem das Bandstreifen.gebilde nach Fig. <B>je</B> hineingelangt, und zwar unter Zusammen pressung, indem die schräge Führung 26 eine konische Eingangsöffnung für .den Kanal bildet, welche den Eintritt der Bandstreifen schicht erleichtert und zugleich deren. Zu sammenpressung ermöglicht.
Die so durch den Kanal 28 hindurchgeleitete Bandstreifen- schiebt gelangt hinter den sich gegenüber stehenden Führungswalzen 11 und 21 über die Brücken 29 und 30 nach einer Abtrenn- vorrichtung. Falls die Tabakblattzuschnitte Z und Z', welche die Bandstreifenschicht oben und unten bedecken, bei der Ableitung der endlosen Bänder 10 und 18 in den Spalt zwischen den Leitwalzen 11 bezw.21 und den Brücken 30 bezw. 29 gelangen,
ist durch die Art der schuppenartigen Überdeckung da für ,Sorge getragen, dass nur der erste Zu schnitt mitgerissen wird, während das. vor dere Ende des nachfolgenden Zuschnittes, weil es nach innen gerichtet ist, nicht mit in den Spalt hineingezogen wird, wie das in Fig. 1d besonders und in grösserem Ma.ss- stabe dargestellt ist.
Von dem Tabakstreifen wird durch das Obermesser 31 im Zusammenwirken mit dem Untermesser 32 ein Querstreifen abgetrennt, welcher die zu einem Zigarrenwickel erfor derliche Tabakmenge enthält. Ein solches ab getrenntes Streifenstück ist in Fig. je schau bildlich dargestellt und mit St bezeichnet.
Für das von dem Bandstreifen abgetrennte Streifenstück St ist eine Auffangschale 33 vorgesehen, die sich (wie aus Fig. 1 ersicht lich) in einer empfangsbereiten Stellung be findet. Es sind mehrere Auffangschalen am Umfange einer Trommel 34 angeordnet. Jede Schale ist mit einem Deckel 35 versehen, welcher Deckel scharniergelenkig mit der Schale verbunden ist und so gesteuert wird, dass er sich im geeigneten Augenblicke ver schliessend auf die .Schale aufsetzt, wobei dann ein geschlossener Behälter von kreis rundem Querschnitt entsteht.
Das Schliessen und Öffnen der Deckel 35 geschieht durch an sich bekannte, auf der Zeichnung der Deutlichkeit halber fortgelassene Mittel, der art, dass nach Einführung eines Tabakstrei fens St in die geöffnete Auffangschale 33 bei der Weiterdrehung der Trommel 34 der Deckel 35 in die Verschlussstellung überführt wird, wobei dann der vorher im Querschnitt rechteckige Streifen<I>St</I> durch Pressung in eine Form übergeführt wird, die einen kreis runden Querschnitt hat.
Der Deckel 33 bleibt bei der Weiterschaltung der Trommel 34 so lange geschlossen, bis die betreffende Vor form 3.3, 35 nach der Stelle gelangt, wo der vorgeformte Wickel abgegeben werden soll. Dabei ist bemerkenswert, dass nunmehr der geschnittene Tabak des Wickels von den Zu- schnittblättern Z und Z' vollkommen um geben ist und somit eine Schutzhülle gegen Verletzung des zarten Umblattes bezw. des zarten Deckblattes durch stachlig vorstehende Teile des geschnittenen Einlagetabakes bildet.
Die Öffnung der Vorform durch Auf klappen des Deckels '35 geschieht an der tief- sten;,Stelle der Trommel 34, die sich in Rich tung des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeils dreht. Der vorgeformte Wickel kann aus der Schale 33 nach unten gleiten, wobei gege benenfalls in an sich bekannter Weise noch Mittel vorgesehen sein können, welche den Wickel bei etwaigem Haftenbleiben aus der Schale ausstossen.
Der Wickel fällt in eine aus den beiden Teilen 36 und 37 bestehende Förderschale nieder (vergleiche insbesondere Fig.4). Diese Förderschale sitzt an dem Ende eines Schwinghebels 38, der um den Gestellbolzen 39 schwingt und jenseits dieses Bolzens einen Fortsatz 40 mit Längsschlitz 41 aufweist. In. den Längsschlitz greift ein mit einer Rolle 42 besetzter Kurbelzapfen 43 ein, der an der Kurbelscheibe 44 befestigt ist.
Bei der Drehung der Kurbelscheibe wird dementsprechend der Trägerhebel 38 zur Gus- schwingung gebracht, wobei er letzten Endes in die in Fig. 4 durch gestrichelte Linien an gedeutete Stellung gelangt.
Der Teil 36 der Förderschale ist fest am Schwinghebel 3-8 angeordnet, während der Teil 37 um den Bolzen 45 schwingbar am Hebel 38 gelagert ist und durch eine Feder %37' gegen den Teil 36 gedrückt wird. Im ge schlossenen, Zustande bilden die Teile 36 und 37 eine im Querschnitt dreieckige, oben of fene Tasche, wobei die Dreieckspitze nach unten weist.
Diese Gestaltung der Tasche ist (wie später noch näher erläutert wird) des halb vorgesehen, damit bei der Verschwen- kung des Hebels 38 nach unten die Dreieck spitze an das wagrecht liegende Wickeltuch trifft und in dem Wickeltuch -eine Schleife erzeugt, in welche der in der Tasche befind liche Wickel eingelegt wird. Das geschieht, indem die Schalentasche nach Bildung der Schleife geöffnet wird. Um :die Tasche zu öffnen, ist an der einen Stirnwand des fe dernden Teils 37 ein Anschlag 46 vorge sehen, mit welchem eine Rolle 47 im geeig neten Zeitpunkt zum Eingriff gelangt, die ,in der Flanke einer umlaufenden Scheibe 48 nahe deren Rand angeordnet ist.
Bei jeder Scheibendrehung kommt die Rolle 47 ein-- mal in die in Fig.4 gezeigte Lage, wo sie g o egen den Anschlag 46 trifft und dadurch den vierschwenkbaren Teil 37, entgegen dem Drucke der Feder 37' in die Öffnungsstel lung verschwenkt. Auf diese Weise wird also die Förderschale nach unten. geöffnet, so dass der in ihr befindliche Wickel in die Schleife des Wickeltuches eintreten kann.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind wegen eines links und eines rechts zu rollenden Wickels zwei Wickelvorrichtungen nebeneinander liegend vorgesehen, und dem entsprechend sind auch zwei Hebel 38 mit je einer Förderschale 36, 37 nebeneinander vorgesehen. Die Trommel 34 mit den Vor formen 33, 35 befindet sich jedoch nur im Bereiche der einen Förderschale, weshalb es erforderlich ist, jeden zweiten vorgeformten Wickel nach der benachbarten Förderschale zu bringen; während das geschieht, trägt die erste Förderschale den Wickel nach der be treffenden Wickelvorrichtung.
Um jeden zweiten Wickel nach der zwei ten Förderschale zu. befördern, ist die in den Fig. 3 und insbesondere in den Fig. 5 bis 7 dargestellte Einrichtung vorgesehen. Unter halb der Trommel 34 ist auf einer stehenden Achse 49 eine Scheibe 50 mit Auslader 51 befestigt. Auf der stehenden Achse ist unter halb -der Scheibe 50 ein Stirnrad 52 be festigt, welches im Eingriff mit einem Zahn sektor 53 steht, der von einem Schwinghebel 54 getragen wird.
Der Schwinghebel sitzt drehbar auf dem Gestellbolzen 55 und trägt an einem jenseits dieses Bolzens sich er streckenden Fortsatz eine Rolle 56, mit wel cher er in die Kurvennut einer nicht mit gezeichneten Kurvenscheibe eingreift. Diese Kurvennut steuert den Schwinghebel 54 der art, dass der Zahnsektor 53 eine Hin- und Herbewegung ausführt, welche durch Ver mittlung des Stirnrades 52 auf die Achse 49 übertragen wird. Demnach wird auch die Scheibe 50 mit Auslader 51 hin- und her gedreht, wobei die Verhältnisse so bemessen sind, dass eine Verdrehung um 180 statt findet.
Der Auslader 51 weist eine Aussparung 57 auf, deren Grösse so bemessen ist, -dass die Aussparung eine Tasche bildet, in welche ein von einem Vorformer 33, 35 abgegebener Wickel hineinpasst. Nachdem ein Wickel an die im Bereiche der Trommel 34 befindliche Förderschale 36, 37 abgegeben ist und diese Förderschale nach unten geht, tritt der Aus lader 51 mit seiner Tasche 57 an die Stelle der Förderschale, so @dass also der Wickel an die Tasche 57 .abgegeben wird.
Sobald das geschehen ist, findet die Verdrehung der Scheibe 50 mit Auslader 51 um 180 statt, um den aufgenommenen Wickel nach der zweiten Förderschale 36, 37 zu bringen, die sich im entsprechenden Abstande neben der ersten Förderschale befindet. Der Boden der Tasche 57 wird von einem Schieber 58 ge bildet. Dieser Schieber ist frei drehbar um die Achse 49 auf ihr so angeordnet, dass er sich unten gegen den Auslader 51 lebt.
Dabei ist an der Scheibe 50 ein Anschlag 59 vorge sehen, gegen welchen der Schieber durch eine Feder 60 gezogen wird, die einerseits an einem Knaggen 61 des Schiebers angreift und iirderseits an der Scheibe 50 befestigt ist. Die Feder 60 bewirkt, dass der Schieber 58 in die in Fig. 5 gezeigte Lage gezogen wird, wo er die Taschenaussparung 57 als Boden abdeckt. Wenn der Aus.lader 51 um 1.80 verdreht wird, dann trifft der Schieber ge gen einen am Gestell befestigten Anschlag 62, und zwar kurz bevor die Verdrehung des Ausladers 51 um<B>180'</B> vollendet ist.
Durch den Anschlag wird der Schieber zu rückgehalten, so dass er die volle Verdrehung nicht mitmachen kann (vergleiche die Stel lung in Fig. 6). Durch .die Zurückhaltung des Schiebers wird der Tasche 57 der Bo den entzogen, so dass nunmehr der Wickel aus ihr nach unten niederfallen kann. Bei diesem. Niederfallen gelangt er in die zweite Förderschale 36, 37 und wird von dieser Schale nach der zweiten Wickelvorrichtung gebracht, indem der -Hebel 38, welcher diese zweite Förderschale trägt, nach unten aus schwingt. Das geschieht während der Weiter schaltung .der Trommel 34 und während der Rückschwingung des ersten Förderschalen- trägerhebels 38.
Die beiden in gleicher Weise ausgebil deten und nebeneinanderliegenden Wickelvor richtungen sind in den Fig. 8 und 9 in grö sserem Massstabe dargestellt. Es ist ein fest stehender Wickeltisch 63 vorhanden, der mit- telst einer Schellenklemme 64 auf einer Ge- stellstange 65 befestigt ist.
An dem einen Ende dieses Wickeltisches ist bei 66 das Band des Wickeltuches 67 befestigt. Dieses Wik.- keltuch liegt auf dem Tisch 63 auf und ist weiterhin über die Wickelwalze 68 geleitet und geht von da über eine Leitwalze 69 nach dem Gestenbolzen<B>7</B>0, an welchem das andere Ende des Wickeltuches befestigt ist. Die La gerzapfen 71 der Wickelwalze 68 werden in seitlichen Schlitzführungen 72 gerade ge führt. Diese Schlitzführungen sind in He beln 73 vorgesehen, welche um den Gestell bolzen 74 schwingen können.
Die Hebel ha ben Auslader 75, an denen Rollen 76 ge lagert sind, die mit einer Hubscheibe 77 im Eingriff stehen. Durch an den Hebeln an greifende Federn 78 wird dieser Eingriff gesichert. An den seitlich aus den Schlitz führungen vorragenden Enden der Wickel walzenachsen 71 greifen Hubstangen 79 an, welche mit ihren andern Enden auf Kurbel zapfen 80 gesetzt sind, wobei diese Kurbel zapfen von den Hubscheiben 77 getragen werden.
Die Leitwalze 69, über welche das Wik- keltuch 67 läuft, wird von einer Achse 81 getragen, deren Enden in Längsschlitzen 82 von Trägerhebeln 83 verschiebbar und fest stellbar stecken. Die Hebel 83 sind auf Ach sen 84 befestigt. Auf diesen Achsen sind weitere Hebel 85 befestigt, deren freien Enden Rollen 86 tragen, welche sich gegen Hubscheiben 87 legen. Die Hubscheiben sind auf der Achse 88 der bereits erwähnten Hub scheiben 77 befestigt.
Der sichere Eingriff der Rollen 86 mit Hubscheiben 87 wird durch Federn 89 bewirkt, welche einerseits am Ma schinengestell befestigt sind und anderseits an den Hebeln 83 angreifen.
Jede Wickelvorrichtung arbeitet wie folgt: Bei Beginn der Wickelarbeit befinden sich alle Teile ungefähr in der aus Fig. 8 ersichtlichen Lage, jedoch ist das Wickeltuch 67 zwischen dem Ende 90 des Tisches 63 und der Wickelwalze 68 noch glatt gespannt. Nun kommt die Förderschale 36, 37 bei der Ausschwingung des Hebels 38 nach unten bei der Wichelvorrichtung an, und es trifft die Dreieckspitze der Förderschale auf das gespannte Wickeltuch zwischen dem Ende 90 des Tisches 63 und der Wickelwalze 68.
Beim weiteren Niedergehen drückt die För- derschale das Wickeltuch nach unten und bildet so zwischen Tischende 90 und #Viekel- walze 68 eine Schleife, wobei der Ilebe183 durch eine entsprechende Ausschwingung nach rechts im Sinne der Fig. 8 im Wickel tuch genügend Spielraum zur Schleifen bildung gibt. Ist die Schleife gebildet, dann öffnet sich die Förderschale 36 und 37 und gibt den Wickel an die Schleife ab, wie das in Fig. 8 dargestellt ist.
Nun wird unter gleichzeitiger weiterer Ausschwingung des Hebels 83 nach rechts die Schlitzführung 72 angehoben, damit die Wickelwalze 68 bis auf die Höhe -der Tischoberfläche 63 ange hoben wird, wonach die Hubstange 79 die Wickelwalze in der Schlitzführung 72 nach rechts befördert, so dass sie auf der Tisch fläche 63 läuft.
Dabei wird der in der Schleife befindliche Wickel in der aus Fig. 10 ersichtlichen Weise mitgenommen und geformt. .Schliesslich gelangt die Wickelwalze in die aus Fig. 11 ersichtliche Lage, wo das Wickeltuch 67 mit seinem Teil 67' gestrafft wird und der Wickel W nach unten, frei niederfallen kann. Ist das geschehen, dann gehen alle Teile in die Anfangsstellung ge mäss Fig. 8 zurück.
In üblicher Weise wird auf den Wickel tisch das Umblatt aufgelegt, und zwar der art, dass das Ende des Umblattes über das Tischende 90 bis zur Wickelwalze 68 vor steht und dementsprechend durch die Förder schale 36, 37 mit in die Schleife hinein gedrückt wird.
Die von den beiden Wickelvorrichtungen ausgestossenen fertigen Wickel W werden an eine Form abgegeben, welche in den Fig. 12 bis 14 in grösserem Massstabe -dargestellt ist. Diese Form besteht aus drei Teilen, wo bei zunächst der mittlere Teil den abgege benen Wickel in der Mitte erfasst. Der mitt lere Formteil besteht aus den beiden schar niergelenkig miteinander verbundenen Scha len 91 und 92. Diese .Schalen kommen im geöffneten Zustande (wie in Fig. 13 darge stellt, aber in umgekehrter Lage, also nach oben geöffnet) an, so dass der Wickel in die geöffnete Schale hineinfällt.
Der Schalen träger 93 mit seinem Scharniergelenk 94 ist, auf einer rechteckig profilierten Stange 95 befestigt. Die Enden dieser Stange sind, wie aus den Fig. 2 und 14 erkenntlich, an zwei parallelen Ketten 96 befestigt. Diese Ketten sind endlos ausgebildet und sehr lang ge halten. Sie werden in der aus Fig. 1 er sichtlichen Weise über die Kettenrollen 9 1 bis 104 geleitet.
Die in der Mitte der Stangen 95 befe- jt bg-ten Träger 93 der Schalenkörper 91, 92 weisen einen Fortsatz 105 auf, welcher eine U-förmige Gestalt besitzt. In Längsschlitzen der Schenkel des U-förmigen Fortsatzes 105 ist eine Querachse 106 verschiebbar ge führt, die an ihren beiden über die Schenkel vorragenden Enden Führungsrollen<B>107</B> trägt, die mit Führungsschienen 108, 109 (vergleiche Fig. 13) zum Eingriff gelangen können.
Diese Führungsschienen lassen zwi schen sich einen Kurvenschlitz frei, der so trestaltet ist, dass er im geeigneten Augen blick eine Verschiebung der Achse 106 be wirkt, um die Schalen 91, 92 zu öffnen oder zu schliessen. Zu diesem Zwecke sind zwi schen den Schenkeln des Stückes 105 auf der Achse 106 drehbare Scherenarme 110 und 111 gelagert, die mit ihren freien Enden bei 112 und 113 gelenkig an den Schalen 91 und 92 angreifen.
Sobald in die geöffneten Schalen 91, 99 der Wickel aus der Wickelvorrichtung ge fallen ist, bewirkt die Führungsnut der Schienen 108, 109 eine Verschiebung der Achse 106 in Richtung auf den Gelenk bolzen 94 und damit die Schliessung der Schalen 91, 92. Infolgedessen wird der Wickel in der aus Fig. 12 ersichtlichen Weise in der Mitte durch den von den Schalen 91, 92 gebildeten Teil der Form festgehalten..
Die beiden andern Formteile bilden Pen- nale, welche auf die vorstehenden Enden des Wickels aufgeschoben werden. Diese beiden Pennale sind mit 114 und 115 be zeichnet. Sie umfassen je die Stange 95 mit Gleitaugen 116 und 117. An den Gleitaugen sind Rollen 118 gelagert, die je mit einer kurvenförmigen Leitschiene 119 (vergl. auch Fig.2) zum Eingriff gelangen können. An jedem Gleitauge fasst eine Feder 120 an, deren anderes Ende an je einem Stift 120' befestigt ist, wobei die Stifte von dem Trä, ger 93 des mittleren Formteils getragen werden.
Die Federn 120 haben das Be streben, die Pennalteile 114, 115 ständig nach dem mittleren Formteil 91, 92 zu zie hen. Sobald aber die Rollen 118 die Leit schienen 119 anlaufen, werden die Pennal- teile auf der Stange 95 nach aussen zu unter Anspannung der Federn 120 verschoben, so dass sie in die in Fig. 12 gezeigte Lage ge langen. In dieser Stellung befinden sich die Pennalteile, wenn die Schalen 91, 92 den Wickel aufnehmen.
Ist das geschehen, dann gleiten die Rollen 118 von den Führungs schienen 119 ab, so dass nunmehr die Pen- nale 114, 115 dem Zuge der Federn 120 folgen können und sich auf die aus dem mittleren Formteil vorragenden Enden des Wickels aufschieben können. Auf diese Weise wird die Form geschlossen, indem sich die Pennalteile 114, 115 an den mitt leren Formteil anschliessen. der an seinen Enden bei 121 und 122 konisch gehalten ist, wobei die Bohrungen der Pennalteile dementsprechende Gegenkonusse 123 und 124 aufweisen.
Die Leitschienen 119 für die Steuerung der Pennalteile, ,sowie die Leitschienen 108 und 109 für die Steuerung der Greiferschalen. des mittleren Formteils sind bei der Aus führung nach Fig. 1 und 2 in dem Bereich der Stellen angebracht, wo die Formen wie der geöffnet werden, um die fertig geformten Wickel den Arbeitsstellen zuzuführen, wo sie mit dem Deckblatt von den Rollern versehen werden.
Man kann die Schienen bis zu der Stelle verlängern, wo die Formen im geöff neten Zustande in die Aufnahmestellung für einen frischen Wickel gelangen; so dass also die Formen von der Stelle aus, wo sie den fertigen Wickel an die Arbeitsplätze der Rol ler abgegeben haben, geöffnet bleiben, bis zu der Stelle, wo sie einen frischen Wickel aus der Wickelvorrichtung aufnehmen.
Man kann aber auch die Schienen 119 und die Sehrenen 108 und 109 sowohl an der Stelle anordnen, wo die Formen zwecks- Aufnahme eines fi#i- schen Wickels geöffnet werden sollen und zweitens an der Stelle, wo die geschlossenen Formen erneut geöffnet werden sollen, um den fertigen Wickel abzugeben (vergleiche Fig. 2).
Ebenfalls werden die Formen., nachdem sie den frischen Wickel aufgenommen haben und geschlossen worden sind, mit Hilfe der Kette 96 über einen langen Weg über -die Leitwalzen 99 bis 108 geleitet, so dass die in den Formen steckenden Wickel Zeit ge winnen, sich der Form richtig anzupassen und dementsprechend nach dem Öffnen der Form die ihnen gegebene Gestalt auch bei behalten.
Das Öffnen der Form geschieht an den aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Stellen, wobei die Formen in der aus den Fig. 12 und 13 ersichtlichen Weise nach unten gekehrt sind, so dass bei der Öffnung von 91 und 92 der fertig geformte Wickel frei nach unten nie derfällt. Dabei sind Leitkanäle 125 (ver gleiche Fig.1) vorgesehen, welche die auf genommenen Wickel nach der Seite hin ab führen, und zwar zu den Arbeitsstellen 126 der Roller, welche die Deckblätter um die Wickel rollen.
Wie aus Fig. 2 -ersichtlich, sind die Gleitbahnen 125 so eingerichtet, dass sie d ie _V #Tickel in einer bestimmten Schräg- lage auf die Arbeitstische 126 befördern. Diese Schräglage ist so bemessen, dass die Wickel bereits handgerecht für den Roller daliegen, so dass er sofort mit dem Umlegen des Deckblattes beginnen kann, unter der Voraussetzung,
dass auch dieses in der rich tigen Lage zugeführt wird. Die Zuführung der Deckblätter geschieht je durch ein end loses Band 127, welches je über die Leit- rollen 128 und 129 geleitet ist und in Rich tung des eingezeichneten Pfeils sich bewegt.
Die auf die endlosen Bänder 127 angelegten Deckblätter liegen auf den Bändern derart, da-ss -die Längsrichtung der Deckblätter mit der Längsrichtung der endlosen Bänder zu sammenfällt; anderseits sind die endlosen Bänder derart schräg zu der Arbeitsstelle der Roller bezw. zu dem abgelegten Wickel ge- stellt, dass die T)eckblätter bei dem Wickel in der richtigen Lage anlangen, welche es gestattet, ohne weitere Handgriffe sofort mit dem Umlegen des Deckblattes zu beginnen.
Um ein vorzeitiges Trocknen des Deckblattes zu verhüten, werden die endlosen Bänder 127 mittelst einer Düse<B>1927'</B> mit Wasser leicht angefeuchtet.
Die endlosen Bänder 127 werden natürlich absatzweise bewegt, und jedes Deckblatt wird unterwegs an seiner Spitze mit Klebstoff versehen. Die Klebstoffvorrichtung ist in den Fig. 15 und 1.6 in grösserem Massstabe dar gestellt.
Über -den Tisch 126 läuft -das endlose Band 127, und auf diesem Band ruht der Deckblattzuschnitt 1.30: Neben dem Tisch 126 ist ein Klebstoffbehälter 131 vorge sehen, in welchem die Klebstoffwalze 13\? eintaucht, gegen .die der bekannte Abstreifer 133 mittelst der Stellschraube 134 einge stellt werden kann.
An dem Klebstoffbehälter ist scharniergelenkig eine Klappe 135 ange bracht. Eine Feder 136 hat das Bestreben, die Klappe 135 ständig in der aus Fig.15 ersichtlichen Lage festzuhalten. In der Klappe befindet sich eine Aussparung<B>137,</B> deren Zuschnitt der Spitze 138 des Deckblatt- zuschnittes 130 angepasst ist.
Mit der Klebstoffwalze 132 arbeitet eine Klebstoffauftragwalze 139 zusammen., welche aus Gummi oder einem andern nachgiebigen, den Klebstoff annehmenden Stoff besteht. Diese Walze wird von einem Hebelarm 140 getragen, der um den Bolzen 141 schwingen kann. Dieser Bolzen ist an einer Schubstange 142 angeordnet, die an ihrem freien Ende eine Rolle 143 trägt. Diese Rolle läuft auf einer Führungsschiene 144. An der Schub stange 142 ist überdies ein Anschlag 145 vorgesehen.
Eine Feder 146, welche einer seits an dem Hebelarm 140 angreift und an derseits an der Schubstange 142 befestigt ist, hat das Bestreben, den Hebelarm ständig nach links (im Sinne der Fig. 15) zu verschwen- ken, wobei diesem Bestreben der Anschlag 145 ein Ziel setzt, gegen -den sich die Nase 147 anlegt, welche den Fortsatz des Schwing hebels 140 bildet.
Die Schubstange 142 wird durch den Doppelarmhebel 148 gesteuert, der um der. Bolzen 149 schwingt. Das eine Ende dieses Doppelarmhebels ist bei 150 an die Schub stange 142 aasgelenkt, und das andere Ende des Doppelarmhebels trät eine Rolle 151, die mit der Hubscheibe 152 auf der Achse 153 zusammenarbeitet, wobei eine an dem Hebel 148 angreifende Feder 154 für die ständige Aufrechterhaltung des Eingriffes zwischen Rolle 151. und Hubscheibe 152 ,orgt.
Bei der Stellung der geschilderten Teile, wie sie in Fig. 15 gezeigt ist, befindet sich die Klebstoffübertragungswalze 139 im Ein griff mit der Klebstoffwalze 132. Es wird also der Klebstoff an die Gbertragungs- walze 139 abgegeben, da. die Klebstoffwalze 132 umläuft. Später schwingt der Hebe1148 aus und gelangt dabei beispielsweise in die in Fig. 15 durch gestrichelte Linien gezeigte Lage.
Hier ist die Rolle 1d-3, mit welcher die Schubstange 142 auf der Führung 144 läuft, bereits gesenkt, und dementsprechend liat sich auch die Klebstoffübertragungs- walze 139 mit gesenkt, die inzwischen von der Klebstoffwalze 132 losgelöst ist.
Es hat ,ich die Nase 147 gegen den Anschlag 145 gelegt. Die Klebstoffwalze drückt nun auf dic Klappe 135, so dass dieselbe unter Über windung des Zuges der Feder 136 auf den Rollertisch 126 bezw. auf das über den Tisch ;;eführte endlose Band<B>127</B> niedergedrückt wird.
Dies geschieht während des Stillstandes des Bandes, wenn der Deckblattzuschnitt <B>130</B> in die aus Fig. 16 ersichtliche Lage gelangt ist, wo die Zuschnittspitze 138 sich mit der Aussparung<B>137</B> deckt.
Bei der weiteren Aus- des Steuerhebels 148 nach rechts wird die Walze 139 über die Oberfläche der Klappe 135 hinweggeführt, wobei sie den an ihr Haftenden Klebstoff durch den Aus schnitt 137 hindurch auf die Spitze 138 des Deckblattzuschnittes 130 überträgt. Ist das gesehehen, dann wandert die Walze zurück und alle Teile kehren in die aus Fig. 15 er- sichtliche Lage zurück.
Nun findet eine wei tere Bewegung des Bandes 127 statt, durch welche der an der Spitze mit Klebstoff ver sehene Deckblattzuschnitt an den Wickel yY herangeführt wird, so dass der Roller sofort mit dem Umlegen des Deckblattes beginnen kann.
Sobald der Roller,das Deckblatt umgelegt hat, steckt er die nunmehr fertige Zigarre in eine Tülle 155. Auf beiden Seiten der AA1a- schine sind an endlosen Bändern 156 in regel mässigen Abständen eine Anzahl solcher Tül len 155 angebracht. Die endlosen Bänder laufen über ,die Leitwalzen 157 und 158, deren Achsen senkrecht stehen in Richtung der in Fig. \2 eingezeichneten Pfeile, um.
Die mit der Spitze in die entsprechend gestalteten Tüllen gesteckten Zigarren ver bleiben in den Tüllen geraume Zeit, so dass eine Nachformung der Spitze stattfindet und die Zigarre genügend Zeit erhält, die ge wünschte Spitzenform anzunehmen und dauernd beizubehalten. Am Ende der Bahn, welche die Zigarren mit den Tüllen zurück legen, ist eine feste Anlauffläche 159 (ver gleiche insbesondere die Fig. 17 bis 21) vor gesehen.
Diese entsprechend schräggestellte Anlauffläche bietet der Zigarre an dem Teil, welcher aus der Tülle 155 vorragt, einWider- lager, an welchem die Zigarre entlangstreicht. Dabei ist gegenüber der Anlauffläche 159 eine schräggestellte Walze 160 vorgesehen, deren Achse zu der Längsachse der Zigarre in einem Winkel gestellt ist. Die zwischen die Walze 160 und die Anlauffläche 159 gelangende Zigarre wird ein wenig verdreht und angehoben, so dass die Spitze in der Tülle 155 gelüftet wird. Dies ist angezeigt, weil die mit Klebstoff versehene Spitze leicht in der Tülle durch Ankleben haften bleibt.
Nachdem die Zigarre in der Tülle mit der Spitze aasgelüftet ist, gelangt der aus der Tülle 155 vorstehende Teil der Zigarre zwischen zwei angetriebene Walzen 161 und 162, die in Richtung der in den Fig. 19 bis 21 angegebenen Pfeile umlaufen.. Diese Wal zen nehmen die Zigarre durch Reibung mit und befördern sie aus der Tülle heraus auf ein endloses Abbeförderungsband 163, wel ches über die Walzen 164 und 165 geführt ist.
Die Walzen 161 und 162, welche die Zigarre zwischen sich nehmen und auf (las endlose Band 163 befördern, werden zweck mässig gegeneinander beweglich angeordnet und so gesteuert, dass sie für gewöhnlich in einem weiteren Abstand voneinander ver harren als die Stärke einer Zigarre ausmacht, dass sie aber einander bis auf die Zigarren stärke angenähert werden, wenn eine Zigarre in den Bereich der beiden Walzen gelangt ist.
Das obere Trum des Abbeförderungs- bandes 163, welches so breit gehalten ist, dass es zwei Zigarren nebeneinanderliegend aufzunehmen vermag, die zweckmässig durch eine Scheidewand 166 voneinander getrennt werden, läuft über einen Tisch 167. Über diesem Tisch befindet sich eine Platte 168 in einem solchen Abstande, dass zwischen Tisch und Platte ein Spalt 169 verbleibt, durch welchen die Zigarren hindurchgeleitet werden. Um den Eintritt in diesen Spalt zu erleichtern, ist die Platte 168 an ihrem vor- dern Ende bei 170 abgeschrägt.
In den Spalt 169 findet eine Art von Gegenrollen statt, um den in der fertigen Zigarre befindlichen verschiedenartigen Tabaksorten ein gleich mässiges Aneinanderschmiegen zu ermög lichen.
Schliesslich werden die fertigen Zigarren von dem endlosen Band 163 je an eine För- dertrommel 171 abgegeben, welche Trommeln an ihrem Umfange mit Kammern 172 zur Aufnahme je einer Zigarre ausgerüstet sind. Diese Trommeln legen die fertigen Zigarren auf ein endloses Förderband 173 ab. Vorhe:
jedoch findet durch seitlich der Trommeln 171 angeordnete Kreismesser 174 das Be schneiden der den Spitzen abgekehrten Zi garrenenden statt. An der Beschneidungs- stelle werden die Zigarren in ihren Kammern durch die um die Trommeln gelegte Leit- fläche 175 festgehalten. Diese Leitfläche ver- hWert gleichzeitig das vorzeitige Heraus- fallen der Zigarren aus den Kammern der Trommeln 171.