CH129593A - Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten.Info
- Publication number
- CH129593A CH129593A CH129593DA CH129593A CH 129593 A CH129593 A CH 129593A CH 129593D A CH129593D A CH 129593DA CH 129593 A CH129593 A CH 129593A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- casting
- production
- films
- foils
- solutions
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 20
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 title claims description 14
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 title claims description 14
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 6
- 239000011888 foil Substances 0.000 title claims description 4
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 21
- 239000000758 substrate Substances 0.000 claims description 12
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims description 8
- 230000015271 coagulation Effects 0.000 claims description 5
- 238000005345 coagulation Methods 0.000 claims description 5
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 1
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 230000003204 osmotic effect Effects 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000009736 wetting Methods 0.000 description 2
- 229920000297 Rayon Polymers 0.000 description 1
- 239000004902 Softening Agent Substances 0.000 description 1
- 230000002378 acidificating effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000000356 contaminant Substances 0.000 description 1
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 1
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 239000004519 grease Substances 0.000 description 1
- 230000001788 irregular Effects 0.000 description 1
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000001376 precipitating effect Effects 0.000 description 1
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Moulding By Coating Moulds (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten. Zur Herstellung von Zellulosefolien aus Zelluloselösungen kommen heute zwei prin zipiell verschiedene Verfahren in Frage Das eine dieser Verfahren ist geschützt durch die D. R. P. Nr. 287152, 249256 und 257227.
besteht darin, dass man die Zellulose lösungen aus einer breiten, trichterförmigen Düse in die F'ä,llflüssigkeit eintreten lässt. Die Zelluloselösung, welche in der Fällflüs- sigkeit gerinnt, ist gegen mechanische Ein flüsse zuerst noch sehr -empfindlich, wes halb es erforderlich ist, die Durchführung durch die weiteren Hä.rtungsbäder mit Hilfe von sehr vielen eng aneinanderliegenden Walzen vorzunehmen.
Hierbei. bietet die La gcruna der zahlreichen Walzen, welche zum Teil innerhalb von sauren Flüssigkeiten ge schehen muss, äusserst grosse Schwierigkeiten. Ausserdem weisen die nach diesem Verfah ren hergestellten Zellulosefolien infolge un regelmässiger Schrumpfung beim Koagulie ren starke Schlieren auf, was verschiedene Nachteile, zum Beispiel optische und mecha nische Inhomogenität zur Folge hat.
Die andern Verfahren unterscheiden sich von dem ersten prinzipiell dadurch, daB mit Hilfe einer Giessunterlage gearbeitet wird. Han erhält damit im Gegensatz zum vorher beschriebenen Verfahren einen glänzenden und recht homogenen Film. Diese Verfah ren mit Giessunterlage hatten jedoch den Nachteil, dass die technische Durchführung äusserst schwierig war. Zu leicht bleiben von dem zu fällenden Material Reste, welche nicht vollkommen bis zu Ende durchgefällt sind, auf der Giessunterlage haften.
Man hat deshalb versucht, alle möglichen Reinigungs vorrichtungen an der Giessunterlage anzu bringen, wie dies zum Beispiel im amerikani schen Patent Nr. 798061 beschrieben ist. Das britische Patent Nr. 28588/08 und das D. R. P. Nr. 218010 verwenden zum Reini gen Schaber und Bürste. Ebenso benutzt das amerikanische Patent Nr. 1187929 eine sehr komplizierte Kratzreinigungsv orrichtung. Ein weiteres amerikanisches Verfahren will ein Haftenbleiben von Verunreinigungen dadurch vermeiden. dass die' Giessunterlage vor dem Aufbringen der Zelluloselösung mit Fett eingerieben wird (amerikanisches Patent Nr.
634.57l). Diese Reinigungsvorrichtungen erschweren natürlich das Arbeiten ganz er heblich und bringen niemals einen vollen Erfolg, da schon ganz geringe Reste von zum Beispiel ha.lbdurchgefälltenm Material oder stellenweise durehdiffundiertes Fällbad geniigen, um den ganzen Arbeitsprozess zu stören.
Der Nachteil des Haftenbleibens soll nun nach D. R,. P. Nr. 421383 dadurch vermieden werden, da.ss die Giessunterla.-2 vor dem Auf bringen der Zelluloselösung gleichmässig mit FPIlmittel benetzt wird, so dass -beim Auf- brino,en der Zelluloselösung gleich eine Fäl lung von unten her eintritt, was ein Anhaf ten an der Giessunterlage vermeiden soll.
In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass es besonders bei höheren Arbeitsgeschwindig keiten nicht ganz leicht ist, die Benetzung der Giessunterlage mit Fällmittel so gering und gleichmässig zu gestalten, dass der Pro zess immer gleichförmig und normal verläuft. Insbesondere muss verhindert werden, dass nicht durch die Benetzung unter dem Giess trichter eine so starke Fällung eintritt, dass die Düse des Trichters sich verstopft.
Eine grosse Reihe langwieriger und kost spieliger Versuche haben nun zudem folgen den beschriebenen einfachen Verfahren ge führt, welches auch mit Giessunterlage ar beitet und keinen der beschriebenen Hängel erkennen lässt. Es stellt deshalb ein äusserst einfaches und technisch leicht durchführ bares Verfahren dar.
Es wurde nämlich beobachtet, dass bei der Bildung des Filmes nach der vollständigen Durchkoagulierung eine Zeitspanne vorhan den ist, in der die Giessunterlage trotz dieser Durchkoagulierung der Folie und des gleich zeitigen Vordringens des Fällmittels bis zur Giessunterlage vollkommen trocken ist. Diese Erscheinung beruht offenbar darauf, dass durch die osmotische Druckdifferenz zwi schen Füllbad und Viskose anfänglich eine Entwässerung des sich bildenden Crels statt findet, wodurch ein Ausscheiden von Fäll mitteln auf der Giessunterlage vermieden wird.
Da aber gleichzeitig in die koagulierte Schicht auch Fällmittel hineindiffundiert, ist die Gelschicht bald so mit Fällmitteln ge füllt, dass keine osmotische Druckdifferenz vorhanden ist. Dann wird Fällmittel auf die Giessunterlage vordringen.
Dieser osmotische Druckausgleich unl damit das Hindurchdiffundieren von Fäll- mitteln'durch die Gelschicht nach der Giess unterlage geht in verhältnismässig kurzer Zeit vor sich. Daher bleibt die Giessunter lage nach der Durchkoagulierung der Folie nur während einer kurzen Zeitspanne trocken. Gerade. diese Zeitspanne wird erfindungs gemäss ausgenutzt, um die Folie von der Un terlage abzunehmen.
Wie sich nämlich gezeigt hat, löst sich die Folie in diesem Zeitintervall leicht und ohne Hilfsmittel von der Giessunterlage ab.
Bei Überschreitung dieses Zeitintervalles dringt bald soviel Fällmittel auf die Giess unterlage, dass eine: Neubenutzung der Unter lage ohne vorherige Reinigung ausgeschlos sen ist. Bei rechtzeitiger Abnahme im Sinne der Erfindung dagegen bleibt keinerlei Ver unreinigung auf der ga.üz trockenen Giess unterlage zurück, die daher ohne jede Reini gung von neuem mit Zelluloselösung be schickt werden kann. Da.ss dieses so geführte Verfahren zur Herstellung endloser Folien sich bedeutend einfacher gestaltet, als die bisherigen.
Arbeitsweisen, dürfte ohne weite res einleuchten.
Im einzelnen sind für das Auftreten die ses Zeitintervalles die für die Folienherstel- lung massgebenden Faktoren, wie die Bewe gungsgeschwindigkeit der Giessunterlage, Zu sammensetzung und Temperatur des Fäll bades, Zusammensetzung und Reifegrad der Zelluloselösung bestimmend. Durch geeig nete Wahl und zweckmässige gegenseitige Abstimmung dieser Faktoren hat man es in der Hand, den Prozess so zu leiten, dass bei gegebener Apparatur die Filmabnahme von der Giessunterlage innerhalb des erwähnten Zeitintervalles erfolgt.
Die Folie wird dann weiter durch die be kannten Reinigungs- und Waschbäder ge führt, von wo aus sie über Trockenkalander läuft; im Bedarfsfalle kann vor der Trock nung noch ein Bad mit Weichmachungsmit- tel eingeschaltet werden.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von Folien, Filmes, Bändern usw. aus einer Lösung eines Zellulosederivates mit Hilfe einer in das Füllbad eintauchenden Giessunterlage, da durch gekennzeichnet, dass man die sich bil dende Schicht nach der Koagulierung von der Giessunterlage in dem Zeitintervall, wäh rend dessen die Unterlage trotz dieser Koa- (ulierung des Gebildes vollkommen trocken ist, abnimmt und frei durch die weiteren Bä der führt. UNTERAN SPRü CHE L.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass auf die trockene Un terlage nach der Abnahme des Gebildes ohne weitere Reinigung neue Lösung eines Zellulosederivates aufgebracht und so das Verfahren; kontinuierlich gestaltet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man unter solchen Bedingungen ar beitet, dass das Gebilde im Moment seiner Abnahme durchkoaguliert und zugleich die Giessunterlage trocken ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129593X | 1926-09-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH129593A true CH129593A (de) | 1929-01-02 |
Family
ID=5663159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH129593D CH129593A (de) | 1926-09-13 | 1927-08-04 | Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH129593A (de) |
-
1927
- 1927-08-04 CH CH129593D patent/CH129593A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2301487A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum beschichten von textilstoffen mit polymerisathaltigen fluessigkeiten | |
| DE3447245C2 (de) | ||
| CH129593A (de) | Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern usw. aus Lösungen von Zellulosederivaten. | |
| AT110549B (de) | Verfahren zur Herstellung von Folien, Films, Bändern u. dgl. aus Viskose und ähnlichen Zelluloselösungen. | |
| DE1546775B1 (de) | Verfahren zur Herstellung der Oberflaechenschicht eines Wischzylinders in Ein- oder Mehrfarbenstahlstich-Druckmaschinen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE479004C (de) | Verfahren zur Herstellung von Folien und aehnlichen Gebilden aus Viskose und aehnlichen Celluloseloesungen | |
| DE321857C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Textilgebilden aus Loesungen von Zellulose oder anderen plastischen Massen | |
| DE585903C (de) | Verfahren zur Herstellung von Folien | |
| DE614616C (de) | Verfahren zur Herstellung von splittersicherem Glas | |
| DE552821C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Folien aus viskosen Loesungen | |
| DE929391C (de) | Verfahren zur Herstellung textilaehnlicher Materialien aus organischen hochpolymerenSubstanzen | |
| DE604112C (de) | Verfahren zum Herstellen von Glanzfolien aus plastischen Massen, insbesondere Viskose | |
| DE569524C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenstaenden durch Koagulation von Kautschukmilch | |
| DE660713C (de) | Verfahren zum Herstellen von durchlochten glatten oder mit durchlochten oder undurchlochten Vorspruengen versehenen Kautschukplatten aus Kautschukdispersionen | |
| DE892377C (de) | Verfahren zum Herstellen von Kautschukfaeden | |
| DE1546800C3 (de) | Vorrichtung zum Aufbringen von fotografischen Schichten auf Schichtträger nach dem Uberlaufprinzip | |
| AT102935B (de) | Verfahren zur Herstellung von Lederersatz, Wachstuchen u. dgl. | |
| DE632027C (de) | Verfahren zur Herstellung von durchlochten Kautschukwaren | |
| AT149999B (de) | Verfahren zur Herstellung von durchlochten oder mit Ausladungen versehenen Filmen oder Platten aus Kautschuk od. dgl. | |
| DE619590C (de) | Verfahren zum Herstellen von Tauchformen fuer nahtlose Kautschukgegenstaende, insbesondere AErztehandschuhe, aus waesserigen Dispersionen von Kautschuk o. dgl. | |
| DE578297C (de) | Verfahren zur Herstellung von Folien | |
| AT166048B (de) | Verfahren zur Herstellung von Viskosekunstseidefäden | |
| DE599524C (de) | Verfahren zur Herstellung unregelmaessiger wellenfoermiger Musterungen auf Oberflaechen von Gegenstaenden oder Stoffen | |
| DE959432C (de) | Verfahren zum Anbringen von Titeln, Texten u. dgl. auf fertigen Positivfilmen | |
| DE566548C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Filmen |