DE614616C - Verfahren zur Herstellung von splittersicherem Glas - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von splittersicherem Glas

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DE614616C
DE614616C DEP65785D DEP0065785D DE614616C DE 614616 C DE614616 C DE 614616C DE P65785 D DEP65785 D DE P65785D DE P0065785 D DEP0065785 D DE P0065785D DE 614616 C DE614616 C DE 614616C
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PROTECTOGLASS Ltd
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Description

Splittersicheres Glas besteht aus einzelnen Glasplatten, zwischen die durchsichtige Schichten, die in der Hauptsache aus Cellulose bestehen, gebracht werden. Diese Schichten werden im allgemeinen auf die Glasplatten aufgegossen. Es ist bekannt, zu diesem Zweck Cellulosederivatlösungen zu benutzen und das Lösungsmittel durch Tauchen der gegossenen Schicht in bestimmte Flüssigkeiten,
ίο welche die Celluloseverbindungen nicht zu lösen vermögen, zu entziehen.
Als Tauschflüssigkeit kommt in der Hauptsache Rizinusöl in Betracht. Es können jedoch auch irgendwelche anderen Flüssigkeiten für diesen Zweck Verwendung finden. Es ist bekannt, bei der Herstellung von Filmbändern nach dem Gießverfahren die Cellulosederivatlösung vor dem Gießvorgang einer Vakuumbehandlung zu unterwerfen, um die in der Lösung befindliche Luft herauszubringen. Es ist ferner bekannt, den aus diester Lösung gegossenen Film an der freien Luft einem Trockenvorgang zu unterwerfen, so daß das Lösungsmittel verdampft. Trotz der Vakuumbehandlung der Cellulosederivatlösung ist es bisher jedoch nicht möglich gewesen, nach diesem bekannten Verfahren Filmbänder zu erhalten, die frei von Luftblasen waren, da nämlich die umgebende Luft wieder in die gegossene C&lulosederivatlösung eintritt und sich dann beim Trocknen die Blasen im Film bilden.
Es ist außerdem bekannt, Celluloseester, ζ. B. Celluloseacetat, das in einem Lösungsmittel, z. B. Aceton, gelöst ist, zwecks Erzeugung eines durchsichtigen Filmes unter Verwendung von Rizinusöl zu koagulieren. Blasenfreie Filme können auch, dann nicht erhalten werden, wie Versuche gezeigt haben, wenn der Film aus einer Cellulosederivatlösung, die einer Vakuumbehandlung unterworfen wurde, in eine Koagulationsflüssigkeit getaucht wird, um das Lösungsmittel aus dem Film herauszutreiben. Bei dem Tauchvorgang nimmt nämlich der Film sofort die in der Koagulationsflüssigkeit vorhandene Luft auf, welche dann nach dem endgültigen Trocknungsvorgang als Blasen im Film in Erscheinung tritt.
Bei dünnen Filmen tritt die Blasenbildung nicht in dem Maße wie bei dicken Filmen in Erscheinung, weil die Ansammlung der Luft in Form von sichtbaren Blasen infolge der geringen Schichtdicke nicht möglich ist. Bei der Herstellung von splittersicherem Glas dürfen aber die Celluloseschichten eine gewisse Stärke nicht unterschreiten, da sonst die Festigkeit dieser Schichten nicht genügt, um bei einer Zertrümmerung der Glasscheibe die Splitter festzuhalten.
Die Aufgabe, dicke Schichten aus Cellulose vollkommen blasenfrei herzustellen, wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß sowohl die Cellulosederivatlösung vor dem Gießen als auch, die Behandlungsflüssigkieit durch Evakuieren von vorhandenen Gasen befreit werden.
Eine Einrichtung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch in einem Schnitt dargestellt.
Mit Ii ist der Vorratsbehälter für die Cellulosederivatlösung bezeichnet. Dieser Behälter besitzt am Boden einen Auslaufschlitz 12, aus dem der Film 13 ausfließt. Die flüssige bzw. zähflüssige Schicht 13 sinkt durch eigene Schwerkraft nach unten und legt sich auf die durch das Walzenpaar 16, 17 langsam vorwärts bewegte Glasscheibe 15. Befindet sich die Glasscheibe nicht unterhalb des Ausao laufschlitzes 12, dann wird der ausfließende Film von einer drehbaren Walze 14 aufgenommen und die sich ansammelnde Cellulose durch eine Platte 20 abgestreift und aufgefangen, um wieder verwendet zu werden. Die im Behälter 11 befindliche Lösung ist vorher einer Vakuumbehandlung unterworfen worden und wird vorzugsweise besonders gekühlt, um eine Verdampfung des Lösungsmittels beim Austritt aus dem Schlitz 12 nach Möglichkeit zu verhindern.
Mit 19 ist das Koagulationsbad bezeichnet, welches vorzugsweise aus Rizinusöl besteht. Durch dieses Bad läuft ein Förderband 18, von dem die Glasplatten 15, nachdem sie unter dem Auslaufschlitz 12 hinweggegangen sind, aufgenommen und, wie die Zeichnung erkennen läßt, in das Koagulationsbad geführt werden. Bei diesem Tauchvorgang wird der auf der Glasplatte 15 abgelegten Schicht das Lösungsmittel entzogen. Die im Bad 19 befindliche Koagulationsflüssigkeit ist ebenfalls vor Gebrauch einer Vakuumbehandlung unterworfen worden, um alle in der Flüssigkeit vorhandenen Gase zu entfernen. Die Einrichtung kann so getroffen werden, daß die Flüssigkeit bei 23 und 24 aus dem Badbehälter abgesaugt wird und einem Vakuumbehälter zuströmt. Der verringerte Druck in dem Vakuumbehälter dient sowohl zur Verdampfung des in der Koagulationsflüssigkeit enthaltenen Lösungsmittels als auch zur Entfernung der Luft und anderer Gase. Die luftfreie und lösungsfreie Koagulationsflüssigkeit wird dann in geeigneter Weise in das Bad 19 zurückgeführt.
Die Koagulationsflüssigkeit kann auf etwa 350C erwärmt werden. Es ist dann möglich, die aus diesem Band herauskommenden Glasplatten einer Nachbehandlung in einem zweiten Koagulationsbad zu unterwerfen, bei welchem die Koagulationsflüssigkeit auf ungefähr 800C erwärmt ist, um die letzten Spuren der Lösung aus der Schicht herauszuziehen und die Schicht besonders zu härten. Die so behandelten Platten werden dann noch einem Trockenofen zugeführt und zwischen gummibedeckten Quetschwalzen behandelt, um die überschüssige Koagulationsflüssigkeit zu entfernen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Herstellung von splittersicherem Glas unter Verwendung von Cellulosederivatlösungen, deren Lösungsmittel durch Tauchen der gegossenen Schicht in Flüssigkeiten, die die Celluloseverbindungen nicht zu lösen vermögen, entzogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Cellulosederivatlösungen vor dem Gießen als auch die Behandlungsflüssigkeiten durch Evakuieren von vorhandenen Gasen befreit werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEP65785D 1931-08-13 1932-08-05 Verfahren zur Herstellung von splittersicherem Glas Expired DE614616C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB2292231A GB387721A (en) 1931-08-13 1931-08-13 Improvements in or relating to the manufacture of safety glass

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE614616C true DE614616C (de) 1935-06-15

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ID=10187226

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP65785D Expired DE614616C (de) 1931-08-13 1932-08-05 Verfahren zur Herstellung von splittersicherem Glas

Country Status (4)

Country Link
BE (1) BE390399A (de)
DE (1) DE614616C (de)
FR (1) FR744860A (de)
GB (1) GB387721A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2974077A (en) * 1957-06-21 1961-03-07 Pittsburgh Plate Glass Co Method and apparatus for preparing composite assembly
US2994629A (en) * 1958-12-19 1961-08-01 Pittsburgh Plate Glass Co Method and apparatus for bonding laminated glass

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2974077A (en) * 1957-06-21 1961-03-07 Pittsburgh Plate Glass Co Method and apparatus for preparing composite assembly
US2994629A (en) * 1958-12-19 1961-08-01 Pittsburgh Plate Glass Co Method and apparatus for bonding laminated glass

Also Published As

Publication number Publication date
FR744860A (de) 1933-04-27
BE390399A (de)
GB387721A (en) 1933-02-13

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