CH129647A - Gesinterte Hartmetallegierung. - Google Patents
Gesinterte Hartmetallegierung.Info
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Description
Gesinterte Hartmetallegiernug. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine gesinterte Hartmetallegierung, deren den Hauptbestandteil bildendes Schwermetallkar- bid vollkommen graphitfrei ist, und in zwei ter Linie ein Verfahren, das der Herstellung einer,[lerarti#,en Legierung dient.
Es hat sich <B>im</B> nämlich überrasehenderweise gezeigt, dass t' zum Beispiel Werkzeuge und Arbeitsgeräte aus gesinterten Hartmetallegierungen, die zum grössten Teil aus einem Schwermetall- (z. B. Wolfram-) karbid und einer Bei mischung von weicheren Metallen (z. B. Ei sen, Nichel oder Kobalt) bestehen, bei grösst möglicher Härte einen ganz besonders hohen Grad von Festigkeit und Zähigkeit besitzen, wenn sie vollkommen graphitfrei sind.
Bei Wolframkarbiden ist, es zur Erzielung einer grossen Härte und Zähigkeit erforderlich, dass der in gehundener Form vorhandene Kohlen stoffgehalt innerhalb der Grenzen von<B>5,2</B> '/o und,<B>6,2-</B> '/o liegt.
Soll zum Beispiel ein vollkommen gra- phitfreies Wolframkarbid mit einem zwischen <B>5,2</B> und<B>6,2</B> '/o liegenden Kohlenstoffgehalt erzeugt werden, so verfährt man zum Beispiel fol(Yendermassen:
Sehr fein gemalilenes Vv'ol- fra.mmetall und fein gepulverte, reine Kohle werden in einen Graphittiegel eingebracht und in einem mit Leuchtgas beheizten Ofen einerTemperatur ausgesetzt, bei derKohlen- stoff in idas Metallpulver hineinwandern kann; die eingebrachte Menge der Kohle ist in el dabei so bemessen, dass ein geringer Über- schuss an Kohle vorhanden ist.
Die Leucht gasflamme des Ofens ist so eingestellt, dass die im Ofen herrschende Gasatmosphäre oxy- dieren-d wirkt. Die oxydierende Atmosphäre des Ofens hat zur Folge, (lass ein geringer Teil der dem Wolframmetallpulver zuge mischten Kohle oxydiert und die ganze übrige Menge des Kohlenstoffes vom Wol fram in gebundener Form aufgenommen wird, während bei Anwendung einer redu zierenden Atmosphäxe der Kohlenstoff nur zum Teil in cebundener Form und zum Teil in Form von Graphit in das 'Wolframineta,11 einwandert.
Bei der auf diese Weise durch geführten Karhurierung erzielt man somit ein vollständig graphitfreies Wolframkarbid. Da,s in der angegebenen Weise gewonnene ,ö-raphitfreie Woliramkarbid wird unter Zu- "abe geeigneter Zuschläge von weicheren Metallen zur Herstellung von Werk-zeugeri el t> und Arbeitsgeräten durch Sinterun- verwen det.
Statt der an-eoebenen Karburierung ides Wolframmetallpulvers bei geringem Über- schuss von Kohle und oxydierender Atmo- sp'hä.Te kann die Karburierung auch im elek- irischen Ofen im sogenannten kontinuier- liehen Betriebe (Verwendung von Wander- schiffeUen)
in einer strömenden Wasserstof r- atmos-phäre durchgeführt werden. Hierbei wird die uesamte zugemischte Kohle, die in diesem Falle auf einen Kohlenstoffgehalt von 6,2-/o im fertigen Erzeugnis eingestellt isst, vom Wolframmetall in gebundener Form <U>aufgenommen,</U> so dass auch bei diesem Ver fahren die Erzeugung eines graphitfreien Wolframkarbides sichergestellt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Gesinterte Hartmetallegierung, dadurch gekennzeichnet, dass das den Hauptbestand teil der Legierung bildende Schwermetall- karbid vollkommen gra,-phitfrei ist.UNTERANSPRUCH: <B>1.</B> Gesinterte Hartmetallegierung nach Pa tentanspruch I, als Wolframlegierung, da durch gekennzeichnet, dass das den Haupt bestandteil der Legierung bildende Wol- framkarbid den gesamten Kohlenstoff von etwa<B>5,2</B> bis<B>6,2 %</B> in gebundener Form enthält.<B>PATENTANSPRUCH</B> II: Verfahren zur Herstellun- einer Leoie- runo, nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein feines Schwprmetall- pulver mit reiner Kohle vermengt unid einer Temperatur ausgesetzt wird, bei der der Koh lenstoff in das Metall hineinwandern kana unter Bildung eines Schwermetallkarbides, das dann unter Zugabe geeigneter Zuschläge von weicheren Metallen zu einer Legierung weiterverarbeitet wird.UNTERANSPRüCHE: 2. Verfahren nach Patentanspruell <B>11,</B> da,- durch gekennzeichnet, dass die Karburie- rung ides Sühwermetallpulvers bei gerin- g em Übe rschuss an Kohlenstoff im gas- beheizten <RTIID="0002.0076"> Graplüttiegel, bei oxydierender Atmosphä#re erfolgt-. <B>3.</B> Verfahren nach Patentansprueh II, da.- durch gekennzeichnet, dass die Karburie- rung des Schwermetallpulvers im elektri schen Ofen bei der auf den erwünschten Prozentgehalt an Kohlenstoff (zum Bei spiel<B>6,9,</B> '/o) genau eingestellten Kohlen menge in strömender Wasserstoffatmo sphäre erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129647X | 1926-10-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH129647A true CH129647A (de) | 1929-01-02 |
Family
ID=5663182
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH129647D CH129647A (de) | 1926-10-25 | 1927-10-12 | Gesinterte Hartmetallegierung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH129647A (de) |
-
1927
- 1927-10-12 CH CH129647D patent/CH129647A/de unknown
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