CH130021A - Verfahren zur Extraktion des herzwirksamen Glykosids aus der Meerzwiebel. - Google Patents

Verfahren zur Extraktion des herzwirksamen Glykosids aus der Meerzwiebel.

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CH130021A
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J19/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 by a lactone ring
    • C07J19/005Glycosides

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Description


      Verfahren    zur Extraktion des     herzwirksamen        Glykosids    aus der     llleerzwiebel.            Bui    bisher bekannten Verfahren wurde  die wirksame Substanz aus der Meerzwiebel,  sei     e=    mit organischen oder mit wässerigen       Lösungsmitteln,    stets zusammen mit einer       "),rof)en    Menge von Ballaststoffen aus der       Dro"c    extrahiert.

       4Tehr    oder weniger um  ständliche, zum Teil verlustbringende, zum  Teil sogar schädigende Operationen waren not  wendig, um die     wirksamen        Stoffe    von dem  aktiven Prinzip abzutrennen, sei es beispiels  weise durch     Entmischungsverfahrenzwischen     wässerigen Lösungen     einerseits    und mit Wasser  nicht mischbaren Lösungsmitteln anderseits,  sei es durch Aufnahme des aktiven Prinzipe  mit     Adsorbentien    und     nachheriger        Elution     oder     dureh    andere Reinigungsoperationen  mehr.  



  Überraschenderweise wurde nun gefunden,  dass es unter Verwendung von mit Wasser  nicht mischbaren organischen Lösungsmit  teln, wie     Methyl-    oder     Äthylacetat,        Metliyl-          äthylketon,    Chloroform und andres mehr  gelingt, das herzwirksame     Glykosid    leicht  und beinahe frei von Ballaststoffen zu extra-    Nieren,     wenn    man dem feinen Brei aus fri  scher Meerzwiebel oder einem     Presssaft    oder  einem wässerigen Auszug lieht lösliche  Salze, wie     Ammonsulf        at,        Magnesiumsulf        at,

       primäres     Natriumphosphat    und anderes mehr  zusetzt. Die so erhaltenen     Extrakte    werden  hierauf im Vakuum bei niedriger Temperatur  zur Trockne eingeengt und die     Abdampfrück-          stände    zur Entfernung von Verunreinigungen  mit     Fettlösungsmitteln    gewaschen. Die ge  reinigten     Rückstände    werden hierauf in       wässerigen    organischen -Lösungsmitteln, zum  Beispiel 50% Alkohol gelöst und mit unlös  lichen     Gerbstoffällungsmitteln    behandelt.

    Durch vorsichtiges Abdampfen der vom       Gerbstoffällungsmit-.tel        abfiltrierten    Lösung  im Vakuum zur Trockne wird das     Glykosid     rein gewonnen.  



  Es hat sich gezeigt, dass man die Extrak  tion des wirksamen     Prinzipes,    also -den Über  gang desselben in das mit Wasser nicht  mischbare organische     Lösungsmittel    be  schleunigen kann, wenn man diesem einen       geringen    Bruchteil mit Wasser mischbaren      organischen Lösungsmittels, zum Beispiel  Methanol, Äthylalkohol oder Aceton zufügt.  



  Eine weitere     Beschleunigung    der Extrak  tion lässt sich durch Zusatz von     aromatischen          Karbonsäuren,    wie zum Beispiel     Benzoesäure     oder     Salicylsäure,    zum Extraktionsmittel er  reichen. Bei der     Abscheidung    des     Rohglyko-          sids,    zum Beispiel aus den bei niedriger Tem  peratur eingedampften Extrakten, beispiels  weise durch Fällen mit Äther,     bleiben    diese  Zusätze in Lösung und werden so vom     Gly-          kosid    wieder abgetrennt.  



  Während die oben erwähnten mit Wasser  nicht mischbaren organischen     Lösiuzgsmittel     ohne den Salzzusatz beispielsweise aus einem       Meerzwiebelbrei    keine praktisch nennens  werten Mengen der     wirksamen        Substanz    auf  nehmen, so gelingt es, nach Zusatz eines  leichtlöslichen Salzes mit     verhältnismässig     kleinen     Lösungsmittelmengen    das     Glykosid     beinahe quantitativ - und in hochprozentiger  Form aufzunehmen.

   So gewonnene Extrakte       ergeben    beispielsweise nach blossem Ein  dampfen bis fast zur Trockne, Ausfällen mit  Äther,     Absaugen    und Trocknen des Nieder  schlages ein Präparat, das bereits eine Wirk  samkeit von mehr als     1000    F. D. (Frosch  dosen nach der Methode von     Rougliton-          Straub)    je mg aufweist, also ein ganz uner  wartetes Resultat.  



  Zusätze von Salzen, zum Beispiel     Na-          trinmchlorid    zur wässerigen Phase und von  mit Wasser     mischbaren        organischen    Lösungs  mitteln, wie Methanol und Alkohol zu der  mit Wasser nicht mischbaren organischen       Ausschüttelungsflüssigkeit    zur Beschleuni  gung des     Überganges    des wirksamen     Prinzi-          pes    aus der wässerigen Phase in das orga  nische Lösungsmittel wurden bereits bei dem  Verfahren der Patentschrift Nr. 102,141 ge  macht.

   Bei diesem Verfahren hatte aber     vor-          gängig    bereits eine weitgehende Reinigung  des aktiven     Prinzipes,    auch schon die Be  handlung mit     gerbstoffällenden    Mitteln statt  gefunden, während bei dem vorliegenden       Verfahren    diese Zusätze bei der     Extraktion          aer    Droge oder zu dem     direkt    daraus gewon-         nenen    wässerigen Auszug gemacht werden,  das heisst so lange das     Glykosid    noch von der  grossen Menge natürlicher Ballaststoffe be  gleitet und an Gerbstoffe gebunden ist.

   Es  war nicht vorauszusehen, dass bei der völlig  verschiedenen Zusammensetzung des     Sub-          strates,    vor allem bei .der Anwesenheit grosser  Mengen von Pflanzenschleim, diese Zusätze  in gleichem Sinne wie bei dem früheren Ver  fahren wirken würden.  



  'Salz und Extraktionsmittel werden zur  Abkürzung der Arbeitsweise zweckmässig  schon während der Zerkleinerungsoperation  der Meerzwiebel zugesetzt, doch ist das nicht  absolut notwendig; man kann auch so vor  gehen, dass man aus frischer Meerzwiebel zu  erst einen     Presssaft    oder     einen    wässerigen  Auszug, in den die wirksame Substanz zu  sammen mit viel Begleitstoffen praktisch  vollständig übergeht, herstellt und     erst    die  wässerige Flüssigkeit mit einer hinreichen  den Menge Salz versetzt und mit einem ge  eigneten,     mit    Wasser nicht mischbaren orga  nischen Lösungsmittel auszieht.

   Bei der Ver  wendung von     getrockneter    Meerzwiebel als  Ausgangsmaterial genügt es,. die trockene  Droge mit Wasser anzufeuchten, und     dann     das Salz zuzusetzen, oder die Droge direkt  mit einer konzentrierten Salzlösung zu ver  mischen und die so erhaltene Masse der er  schöpfenden. Extraktion zu unterwerfen. Vor  aussetzung für ein gutes Ergebnis dieser Ar  beitsweise bleibt natürlich, dass die Trock  nung der Meerzwiebel so schonend     erfolgt,     dass das     Glykosid        resp.    sein     Tannoid    beim       Trocknungsprozess    nicht schon gelitten hat.  



  Zum Zwecke der     Haltbarmachung    des  Ausgangsmaterials kann auch so vorgegan  gen werden, dass man frische Meerzwiebel bei  Gegenwart einer hinreichenden Menge von       leichtlöslichen    Salzen zerkleinert, diese Masse  bei niedriger     Temperatur    schonend trocknet  und sie in diesem Zustand aufbewahrt, bis  man die Extraktion des mit Wasser wieder  angefeuchteten Pulvers mit dem mit Wasser  nicht     mischbaren    organischen Lösungsmittel  vornehmen kann.           Beispiel   <I>1:</I>  kg frische     Meerzwiebeln    werden in  dünne Scheiben geschnitten, im Vakuum oder  im schwach erwärmten     Lufttrockenschrank     getrocknet und unter Hinzufügen von etwa.

    der halben     Gewichtsmenti#        Ammonsulfat     staubfein gemahlen. Das so erhaltene Pulver  wird mit     '!i    Liter Wasser und 1/e Liter  Essigester angefeuchtet und im     Perkolator     mit Essigester, dem<B>1070</B>     Salicylsäure    zuge  setzt wurden, erschöpfend extrahiert.  



  Der Extrakt wird im Vakuum bei niedri  ger Temperatur bis zur Trockne eingedampft.  der Rückstand mit etwa     1/2    Liter trockenem  Äther aufgenommen, abgesaugt, mit Äther  die     :Salicylsäure    völlig ausgewaschen und  der     Rückstand    im Vakuum     getrocknet.     Das so erhaltene Produkt wird in 2 Liter  50%igem Alkohol (oder Methylalkohol) ge  löst und diese Lösung mit 60     gr        Bleihydro-          xyd    tüchtig geschüttelt, so vom Gerbstoff  befreit, nach 1 Stunde filtriert und mit  1 Liter 50%igen     Alkohols    nachgewaschen.

    Beim Einengen im Vakuum nicht über 30         hinterbleibt    das     Reinglykosid    der Meerzwie  bel frei von fremden Beimengungen.    <I>Beispiel 2:</I>    kg frische     Meerzwiebeln    werden mit  kg     Mono-Natriumphosphat    unter Hinzu  fügen von 2 Liter Essigester fein zerrieben,  die breiige Masse durch ein     Coliertuch    fil  triert, scharf     abgepresst    und der Rückstand  unter Fortsetzung des     Zerreibens    mit weite  ren Portionen von Essigester erschöpfend  ausgezogen.

   Die beim     Colieren    und Auspres  sen erhaltenen Flüssigkeiten werden im  Scheidetrichter voneinander     getrennt    und die  wässerige Schicht nochmals mit wenig     (etwa          1/2    Liter) Essigester     ausgeschüttelt.     



  Zur Gewinnung des     Reinglykosids    werden  die vereinigten     Essigesterextrakte    im Va  kuum bei niedriger Temperatur zur     Trockne     verdampft. Der Rückstand wird so lange mit  trockenem Äther behandelt, als dieser noch  Verunreinigungen aufnimmt:, abgesaugt, im  Vakuum getrocknet und nach Beispiel 1 auf       Reinglykosid    verarbeitet.         Beispiel   <I>3:</I>  2 kg frische Meerzwiebel werden mit  1,2 kg     Ma.gnesiumsulfat    fein zerrieben und  die Masse im     Vakuumtrockenschrank    unter  halb 35   getrocknet.

   Das getrocknete Mate  rial wird staubfein gemahlen, mit     1/4    Liter  Wasser und     1/2    Liter Chloroform angefeuch  tet und mit     5%-m-ethylalkoholhaltigem    Chlo  roform im     Perkolator    erschöpfend     extrahiert.     Der     Exrtakt    wird nach Beispiel 2 aufgear  beitet, wobei das     Glykositl    rein gewonnen  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Extraktion des herzwirk samen Glykosids der Meerzwiebel, dadurch gekennzeichnet, dass man dasselbe aus wässe riger Meerzwiebelsubstanz in Gegenwart von leichtlöslichen Salzen mit organischen mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln ex trahiert, die vorsichtig im Vakuum eingeeng ten Extrakte mit Fettlösungsmitteln aus wäscht, den Rückstand in einer Mischung von Wasser und einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel auflöst, die Lö sung mit unlöslichen Gerbstoffällungsmit- teln behandelt,
    vom Gerbstoffällungsmittel abfiltriert und das Glykosid durch vorsich tiges Eindampfen des Filtrates im Vakuum zur Trockne rein gewinnt. Das so gewonnene Glykosid besitzt die in der Patentschrift Nr. 102,141 beschriebenen Eigenschaften. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet. dass man zur Be schleunigung der Extraktion der wirk samen Substanz dem organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel einen kleinen Bruchteil eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels zusetzt. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Beschleunigung der Extrak tion dem organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel aromatische garbonsäuren zusetzt, 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, da_ss man frische Meerzwie beln bei Gegenwart von leichtlöslichen Salzen und einem mit ZVasser nicht misch baren organischen Lösungsmittel fein zer kleinert und das organische Lösungsmittel so -oft -ersetzt, bis es die wirksame Sub- stanz vollständig aufgenommen hat. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man einen wässerigen Aus zug aus der Meerzwiebel bei Gegenwart von leichtlöslichen Salzen mit einem orga nischen mit Wasser nicht mischbaren Lö sungsmittel erschöpfend extrahiert. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man getrocknete Meerzwie bel bei Gegenwart von Wasser und von leichtlöslichen Salzen mit einem mit Was ser nicht mischbaren organischen Lö sungsmittel erschöpfend extrahiert. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man frische Meerzwiebeln bei Gegenwart von leichtlöslichen Salzen fein zerkleinert, das Gemisch einer scho nenden Trocknung unterwirft und später das mit Wasser wieder angefeuchtete Pul ver mit einem mit Wasser nicht mischba ren organischen Lösungsmittel extrahiert
CH130021D 1927-05-23 1927-05-23 Verfahren zur Extraktion des herzwirksamen Glykosids aus der Meerzwiebel. CH130021A (de)

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