CH130242A - Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes von Wechselstrom veränderlicher Frequenz führenden Wicklungen, insbesondere bei Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen. - Google Patents

Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes von Wechselstrom veränderlicher Frequenz führenden Wicklungen, insbesondere bei Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen.

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CH130242A
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machine
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machines
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes von Wechselstrom veränderlicher  Frequenz führenden Wicklungen, insbesondere bei Kommutatorhintermaschinen  von Asynchronmaschinen.    Die Erfindung betrifft eine Anordnung  zur Kompensation des Blindwiderstandes von  Wicklungen, die von Strömen veränderlicher  Frequenz durchflossen werden. Die Erfindung  bezieht sich insbesondere auf in den Sekun  därstromkreis von Asynchronmaschinen ein  geschaltete Kommutatorhintermaschinen, die  im Ständer eine Schlupffrequenz führende  Erregerwicklung besitzen, an der der induk  tive Widerstand kompensiert werden soll.  



  Um die Leistung der Asynchronmaschine  in ihren beiden Komponenten von Wirk- und  Blindleistung zu regeln, müssen der Erreger  wicklung im Ständer der Kommutatorhinter  maschine Ströme entsprechender Grösse, Phase  und Frequenz zugeführt werden, die von ge  wissen Stromquellen herrühren, von welchen  im folgenden nicht weiter die Rede ist. Die  genannten Erregerströme haben im allgemeinen  nur dann die gewünschte Grösse und Phase,    wenn der induktive Widerstand der Erreger  wicklung der Kommutatorhintermaschine be  ziehungsweise der induktive Widerstand des  gesamten Erregerstromkreises bei jeder in  Frage kommenden Schlupfperiodenzahl klein  gegenüber dem ohm'schen Widerstand ist.  Dies liesse sich durch die Einschaltung eines  induktionslosen Widerstandes passender Grösse  in den Stromkreis der Erregerwicklung er  reichen.

   Diese Methode hat aber den Nachteil  grosser Verluste.  



  Bei der Schaltanordnung nach der Erfin  dung wird der Blindwiderstand einer Wech  selstrom veränderlicher Frequenz führenden  Wicklung dadurch kompensiert, dass in dem  Stromkreis der Wicklung einerseits eine mit  konstanter oder annähernd konstanter Dreh  zahl laufende Kommutatörhilfsmaschine ein  geschaltet ist, anderseits die Primärwicklung  eines annähernd rückwirkungslosen Transfor-      mators, insbesondere eines Drehtransformators.  Die Sekundärspannung dieses Transformators  wird zur Erregung der genannten Kommuta  torhilfsmaschine derart herangezogen, dass in  letzterer eine den Spannungsabfall im Blind  widerstand kompensieren de Spannung induziert  wird.  



  Die Erfindung ist in folgendem anhand  der Fig. 1 bis 5 der Zeichnung erläutert.  Fig. 1 stellt eine erste Ausführungsform der  Erfindung dar; Fig. 2 zeigt die Schaltung  der Wicklungen des Transformators D der  Fig. 1; die Fig. 3, 4 und 5 zeigen andere  Ausführungsformen der Erfindung.  



  In Fig. 1 ist A eine in der Drehzahl oder  in der Phasenkompensierung zu regelnde  Asynchronmaschine, in deren Sekundärstrom  kreis eine Kommutatorhintermaschine B ein  geschaltet ist. Die Kommutatorhintermaschine  ist mit der Asynchronmaschine mechanisch  gekuppelt; sie besitzt im Ständer ausser der  Kompensationswicklung eine Erregerwicklung  Be. Die Erregerwicklung Be wird bei E von  einer nicht näher geschilderten Stromquelle  mit Schlupffrequenz gespeist. In den Strom  kreis der Erregerwicklung werden der Anker  und die Kompensationswicklung einer Kom  mutatorhilfsmaschine C und die Primärwick  lung eines Drehtransformators oder eines  statischen Transformators oder kurz eines  Transformators D eingeschaltet. Die Erreger  wicklung Ce dieser zweiten Kommutator  maschine wird von der Sekundärwicklung  des Transformators D gespeist.

   Um den  Blindwiderstand dieses zweiten Erregerstrom  kreises bei allen in Betracht kommenden  Periodenzahlen klein gegenüber dem Ohm  schen zu halten, ist in Fig. 1 ein Widerstand  R passender Grösse vorgesehen. Dies kann  ohne wesentlichen Nachteil geschehen, weil  die in diesem Widerstand verloren gehende  Leistung sehr viel kleiner als bei der be  kannten Schaltung ist. Die Abmessungen des  Transformators D sind so zu wählen, dass die  Rückwirkung der Sekundärströme auf die  Primärwicklung vernachlässigbar ist, was  durch künstliche Vergrösserung des magneti  schen Widerstandes (zum Beispiel durch Ein-    schaltung einer Luftstrecke) erreicht werden  kann. Dadurch wird die sekundäre Spannung  des Transformators proportional dem Primär  strom und dessen Periodenzahl.  



  Wird ein Drehtransformator verwendet,  so kann man die gewünschte Phase des Er  regerstromes in Ce und demnach auch der  Spannung der Hintermaschine C durch Ver  drehen des Ständers gegen den Läufer er  reichen. Es ist also möglich, in der Hinter  maschine C eine Spannung zu erzeugen, die  dem Erregerstrom in der Erregerwicklung Be  um 90  vorauseilt, also der Selbstinduktions  spannung in Be entgegengesetzt gerichtet ist.  



  Wird dagegen ein statischer Transforma  tor verwendet, so ist eine genaue Einstellung  der gewünschten Phase des Erregerstromes  in Ce nicht ohne weiteres möglich. Weil aber  die Phase des gewonnenen Erregerstromes  auch ohne künstliche Massnahmen annähernd  richtig ist, so ist es leicht, durch künstliche  Mittel, zum Beispiel durch eine gemischte  Sterndreieckschaltung der Sekundärwicklung  des Transformators D gemäss Fig. 2 die ge  wünschte Phase genau einzustellen.  



  Der Drehtransformator fällt bei der An  ordnung der Fig. 1 verhältnismässig gross aus.  Eine bedeutende Verkleinerung des Dreh  transformators lässt sich nach Fig. 3 durch  Anordnung einer dritten kompensierten Ma  schine F erreichen. Diese hat die Aufgabe,  über einen Widerstand R1, der gegenüber  dem induktiven Widerstand in seinem Strom  kreise gross ist, die Erregerwicklung Ce zu  speisen. Die Sekundärspannung des Dreh  reglers speist dann die Erregerwicklung Fe  über einen Widerstand R2. Da die Erreger  wicklung Fe eine 10-20 mal kleinere Blind  leistung als die Erregerwicklung Ce zu ihrer  Erregung benötigt, so fällt auch der Dreh  regler 10-20 mal kleiner als bei der Schal  tung nach     Fig.    2 aus.  



  Es ist selbstverständlich, dass durch die  Anordnung einer vierten     Kommutatormaschine,     die die Erregerwicklung Z zu speisen hätte  und deren Erregerwicklung mit der sekun  dären Wicklung des Drehreglers zu verbinden      wäre, die Grösse des Drehreglers noch weiter  herabgesetzt werden könnte.  



  Die Grösse des Drehreglers lässt sich auch  dadurch verkleinern, dass man im Erreger  stromkreis Ce der Fig. 1 den Blindwiderstand  kompensiert. Dies kann auf verschiedene  Weise geschehen. Man kann zum Beispiel  die Kompensierung des Blindwiderstandes der  Erregerwicklung Ce in derselben Weise vor  nehmen wie bei der Erregerwicklung Be, also  durch Anordnung einer zweiten Kommutator  maschine F und eines zweiten Transformators  G, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Man kann  aber auch irgend eine andere Kompensations  schaltung wählen, zum Beispiel einen Phasen  kompensator, der mit einer Drehzahl, die der  Schlupfperiodenzahl proportional ist, läuft.  



  In den Fig. 1, 3 und 4 ist angenommen  worden, dass die Hintermaschinen auf dersel  ben Welle wie die Hauptmaschine sitzen.  Dies ist indessen für die Wirkung der An  ordnung ohne Belang. Die genannten Hinter  maschinen können auch ganz oder teilweise  getrennt angetrieben werden.  



  Bei Anwendung eines Drehtransformators  kann, wie gesagt, die gewünschte Phase des  Phasenkompensators C (vergleiche Fig. 1 und  3) durch Verstellung des Läufers des Dreh  transformators gewonnen werden. Die einge  stellte Stellung bleibt dann im Untersynchro  nismus unverändert. Im übersynchronen Gang  muss aber der Läufer des Drehtransformators  in eine andere Stellung gebracht werden.  Dies kann automatisch durch das vom Dreh  transformator entwickelte Moment geschehen,  das ja beim Übergang durch den Synchronis  mus seine Richtung ändert. Um die Beweg  lichkeit des Drehtransformators zu erhöhen,  wird man dabei diesen mit Kugellagern ver  sehen. Sollte das Moment des Drehtransfor  mators nicht ausreichen, um die genannte  Verstellung durchzuführen, so könnte man  durch einen kleinen Drehstrommotor das  Moment des Drehtransformators unterstützen.

    Dieser hätte in direkter Kupplung oder über  ein Zahnradvorgelege den Drehtransformator  in gewünschtem Sinne zu verstellen. Der  Motor müsste dabei von einer Spannung der    Schlupfperiodenzahl gespeist werden, also  wohl am besten von der Schleifringspannung  der Hauptmaschine. Durch passend ange  brachte Anschläge am Drehtransformator oder  am genannten kleinen Hilfsmotor liessen sich  dann die gewünschten Stellungen für     Unter-          bezw.    Übersynchronismus festlegen.  



  Verwendet man an Stelle eines Dreh  transformators einen statischen Transforma  tor, so muss man beim Übergang durch den  Synchronismus eine Umschaltung vornehmen,  was als ein gewisser Nachteil des statischen  Transformators gegenüber dem Drehtransfor  mator anzusehen ist.  



  In den bisher gebrachten Beispielen war  die Erregerspannung stets der Erregerwick  lung Be der Schlupfleistungsmaschine zuge  führt gedacht. Dies braucht indessen nicht  der Fall zu sein; man kann nämlich die  Erregerspannung auch in den Stromkreisen  der Erregerwicklung irgend einer der Hinter  maschinen einführen, zum Beispiel im Falle  der Fig. 1 in den Erregerstromkreis der  Wicklung Ce und in den Fällen der Fig. 3  und 4 in den Erregerstromkreis der Wick  lung Ce oder Fe. In Fig. 5 ist beispielsweise  die Erregerspannung in den Stromkreis der  Wicklung Ce eingeführt. Die Maschine C  dient dann nicht nur zur Kompensation des  Blindwiderstandes von Be, sondern auch als  Erregermaschine. Durch diese Massnahme wird  die erforderliche Erregerleistung sehr stark  verkleinert und mit dieser auch die Leistung  der Maschinen, die die Erregerspannung zu  erzeugen haben.  



  Schliesslich ist zu erwähnen, dass manch  mal die verschiedenen Komponenten der Er  regerspannung (sofern diese verschiedene  Komponenten besitzt) in die Stromkreise ver  schiedener Kommutatormaschinen mit Vorteil  eingeführt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Kompensierung des Blind widerstandes von Wechselstrom veränderlicher Frequenz führenden Wicklungen, insbesondere bei Kommutatorhintermaschinen von Asyn- chronniaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass im Stromkreis der genannten Wicklungen eine mit konstanter oder nicht stark verän derlicher Drehzahl angetriebene Kommutator hilfsmaschine und die Primärwicklung eines annähernd rückwirkungslosen Transformators eingeschaltet sind, dessen Sekundärspannung zur Erregung der genannten Kommutator hilfsmaschine derart herangezogen wird, dass in letzterer eine den Spannungsabfall im Blindwiderstand kompensierende Spannung induziert wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärspannung des Transformators die Erregerwicklung der Kommutatorhilfsmaschine speist. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregerwicklung der genannten Kommutatorhilfsmaschine von einer zweiten Kommutatormaschine gespeist wird, während die Erregerwick lung dieser zweiten Maschine mit der Sekundärwicklung des Transformators in Reihe geschaltet ist. 3. Anordnung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregerwicklung der ersten Kom mutatorhilfsmaschine in derselben Weise kompensiert wird, wie jene der Kommu tatorhauptmaschine. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Erregerspannung der Kommutatorhauptmaschine in den Erreger stromkreis einer Kommutatorhilfsmaschine eingeführt wird. 5. Anordnung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die verschiedenen Kompo nenten der Erregerspannung der Kommu tatorhauptmaschine in die Erregerstrom kreise verschiedener Kommutatormaschinen eingeführt werden.
CH130242D 1926-12-15 1927-12-05 Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes von Wechselstrom veränderlicher Frequenz führenden Wicklungen, insbesondere bei Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen. CH130242A (de)

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CH130242D CH130242A (de) 1926-12-15 1927-12-05 Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes von Wechselstrom veränderlicher Frequenz führenden Wicklungen, insbesondere bei Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen.

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