CH130245A - Verfahren zur Herstellung von Vierpolen zur Nachbildung eines gegebenen Leitungsabschnittes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vierpolen zur Nachbildung eines gegebenen Leitungsabschnittes.

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CH130245A
CH130245A CH130245DA CH130245A CH 130245 A CH130245 A CH 130245A CH 130245D A CH130245D A CH 130245DA CH 130245 A CH130245 A CH 130245A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Verfuhren zur Herstellung von Vierpolen zur Nachbildung eines gegebenen       Leitungsabschnittes.       Ein Stück einer homogenen oder auch       inhumogenen    Doppelleitung kann in ihrer  Wirkung auf die angeschlossenen Apparate,  zum Beispiel Mikrophon, Telephon, Verstärker,  vollständig durch eine geeignete     Vierpol-          Schaltung    ersetzt werden, bei welcher vier,  den vier Klemmen des Leitungsstückes ent  sprechende Pole durch ein Netz konzentrierter       ohmscher    Widerstände, Kapazitäten, Selbst  induktionen und gegenseitiger Induktionen  verbunden sind.

   Die letztgenannte Kunst  leitung wird die natürliche Leitung ersetzen,  wenn die charakteristischen Konstanten der  beiden Arten von Vierpolen über das ganze  in Betracht kommende     Freguenzgebiet    mit  einander übereinstimmen. Derartige Kunst  leitungen werden als Verlängerungsleitungen  gebraucht, wenn, etwa aus     geographischen     Gründen, der Abstand zweier Verstärker  ämter nicht den normalen Wert erreicht.

   Ist  die Doppelleitung wie meistens bezüglich  einer von den beiden Eingangsklemmen und    den beiden Ausgangsklemmen gleich weit       entfernten.    Ebene symmetrisch, so ist sie be  züglich ihrer     Wirkung    nach aussen durch  zwei komplexe Konstanten, den Wellenwider  stand     ,3    und das Fortpflanzungsmass       rl=iad+ssl     gekennzeichnet.  



  Die Ströme am Anfang und am Ende der  Leitung     J8    und Je und die entsprechenden  Spannungen     23"    und     2e    sind durch     s,3    und       r        l    mittelst der folgenden Gleichungen ver  bunden:

    
EMI0001.0018     
    Als Ersatz einer derartigen Doppelleitung  kann jedes vierpolige Netz aus den oben ge  nannten     punktförmigen    Schaltungselementen  dienen, dessen Anfangs- und     Endströme    und       Anfangs-    und     Endspannungen        miteinander         durch ein System von Gleichungen der  Form (1) und (2) verbunden sind, sofern nur  die komplexen Konstanten des vierpoligen  Netzes die gleiche     Frequenzabhängigkeit    be  sitzen wie die der nachzubildenden, natür  lichen Leitung.  



  Jedes vierpolige Netz, auch wenn seine  Verzweigung eine noch so komplizierte ist,  lässt sich stets in eine Anzahl von Teillei  tungen mit nur zwei offenen Enden (Zwei  polen) auflösen. Dabei braucht ein solcher  Zweipol durchaus nicht aus einer blossen  Reihenschaltung zu bestehen, sondern kann  in sich in der     vielfältigsten    Weise verzweigt  sein. Das einfachste Beispiel eines verzweig  ten Zweipols ist der bekannte, aus einer  Parallelschaltung von Kapazität und Selbst  induktion bestehende Schwingungskreis.  



  Wie das gesamte Verhalten des symme  trischen Vierpols nach aussen durch Fort  pflanzungsmass und Wellenwiderstand als  Funktion der Frequenz, so ist allgemein das  Verhalten eines Zweipols nach aussen durch  die Abhängigkeit einer einzelnen komplexen  Konstanten, ihres Scheinwiderstandes, von  der Frequenz bestimmt. Zweipole, die im  übrigen noch so verschieden voneinander sein  können, werden nach aussen hin als Teil  einer Schaltung durchaus gleichartig wirken,  wenn sie nur über das ganze in Betracht kom  mende     Frequenzgebiet    hin den gleichen  Scheinwiderstand besitzen.

   Infolgedessen  lassen sich in jedem     Vierpolnetz    von bestimm  ter Art der Verzweigung, das überhaupt  durch einen Wellenwiderstand und ein Fort  pflanzungsmass gekennzeichnet ist, diese beiden  Grössen als Funktionen der Scheinwiderstände  der den Vierpol bildenden Zweipole darstellen.  Umgekehrt liefern die Konstanten des Vier  pols in ihrer durch das nachzubildende Lei  tungsstück vorgeschriebenen     Frequenzabhän-          gigkeit    Bedingungen für die Scheinwider  stände der Zweipole in ihrer     Frequenzab-          hängigkeit,    die diese mehr oder weniger fest  legen.  



  Zweck der Erfindung ist es, künstliche       Vierpolleitungen    von vorgeschriebener Fre-         quenzabhängigkeit    der charakteristischen Kon  stanten, insbesondere des     Fortpflanzungsmasses     und des Wellenwiderstandes dadurch beizu  stellen, dass diese     Vorschriften    auf solche be  treffend die     Frequenzabhängigkeit    von Schein  widerständen von Zweipolen, die den frag  lichen Vierpol aufbauen, zurückgeführt wer  den, und dass Zweipole von der so ermittelten       Frequenzabhängigkeit    des Scheinwiderstandes  aus     ohmschen    Widerständen, Kapazitäten,

    Selbstinduktionen und gegenseitigen Induk  tionen aufgebaut und zu dem Vierpol zu  sammengesetzt werden.    In den praktisch wichtigsten Fällen der  Nachbildung von symmetrischen Vierpolen  ist meist nur die     Frequenzabhängigkeit    von     ,8     und des reellen Teils von Y Z, das heisst  der Dämpfung     P    1, vorgeschrieben, während  die     Frequenzabhängigkeit    des Winkelmasses  <I>a</I>     l    willkürlich bleibt. Die freie Verfügung  über die     Frequenzabhängigkeit    von<I>a</I>     l    wird  die     Herstellung    der künstlichen Leitungen  im allgemeinen erleichtern.  



  In solchen Fällen gelingt die Nachbil  dung eines symmetrischen Stückes einer       Pupinleitung    durch eine symmetrische       7c-Schaltung    in dem gesamten Gebiet der  Sprechfrequenzen folgendermassen  Der Vierpol der symmetrischen     -r-Schal-          tung    (Fix. 1) lässt sich auf die drei verzweigten  Zweipole<I>AB,<B>10,</B></I>     BD    zurückführen. AB  sei durch den Scheinwiderstand     Uli,        A0    und       BD    seien durch die wegen der geforderten  Symmetrie des Vierpols untereinander glei  chen Scheinwiderstände     9i-.    gekennzeich  net.  



  Das     Fortplanzungsmass   <I>g =</I>     ca   <I>i</I>     +   <I>b</I> und  der Wellenwiderstand     ,s3'    eines derartigen  Vierpols lässt sich aus den Scheinwiderständen  911 und     N.-    bekanntlich nach den folgenden  Formeln ermitteln (vergleiche zum Beispiel       Breisig        "Theoretische    Telegraphie", 2.

   Auf  lage, Seite 377):  
EMI0002.0040     
    
EMI0003.0001     
    Die     Bedingungen,    die man den Schein  widerständen     911    und     N2    auferlegen muss, damit  die     7r-Schalturig    die vorgelegte     Pupinleitung       bezüglich Dämpfung und Wellenwiderstand  nachbildet, erhält man, indem man die Glei  chungen (4) und (5) bezüglich     011    und     Ülz     auflöst und darin<I>b =</I>     ss   <I>1,</I>     -,ss'   <I>=</I>     ,8    setzt,  während a von<I>a 1</I> verschieden bleiben kann.

    Aus (4) und (5) ergibt sich auf diese Weise  
EMI0003.0012     
         ,s3    und     ,Pl    sind als gegebene Funktionen von     m     anzusehen. Es handelt sich 'nun darum, für  die Zweipole AB und     A0        beziehungsweise          BD    solche Schaltungen aus     ohmschen    Wider  ständen, Kapazitäten, Selbstinduktionen und  gegenseitigen Induktionen oder andern kon  zentrierten, komplexen Scheinwiderständen  zu finden, dass ihre Scheinwiderstände gleich  den durch die rechten Seiten von (6) und (7)  dargestellten komplexen Funktionen der Fre  quenz werden.  



  Die freie Verfügung über a wollen wir  dazu benutzen, um     (11)r,    den reellen Teil  von     gr,        fr#equenzunabhängig    zu machen. Dann  wird sich     (911)r    experimentell durch eineu  einfachen     ohmschen    Widerstand     R    wieder  geben lassen, mit dem ein i     (Ni)i,    den imaginären  Teil von     911,    darstellendes Gebilde in Reihe  zu schalten ist.

   Aus dieser Festsetzung er  gibt sich  
EMI0003.0028     
    Setzen wir, wie zulässig, für     sin   <I>a</I> das posi  tive Vorzeichen an, so liegt nunmehr beim  Einsetzen dieses Wertes von a in     (9i1);,    sowie  in     (92)r    und     (92);,    den reellen und imaginären  Teil von     92,    die     Frequenzabhängigkeit    der  beiden komplexen Scheinwiderstände 911 und       912    bis auf eine noch zu bestimmende Kon  stante R fest.  



  Trägt man     (Jil);    als Funktion von     c)    in  Form einer Kurvenschar mit R als Parameter  auf, so erkennt man, dass sich dieser imagi  näre     Scheinwiderstandanteil    bei geeigneter  Wahl von R durch einen einfachen Schwin-         gungskreis    mit parallel geschalteter Kapa  zität C und Selbstinduktion L realisieren  lässt.  



  Indessen darf bei einer Verlängerungslei  tung der     ohmsche    Widerstand der Spule der  Längsschaltung nicht vernachlässigt werden,  weil man auf beliebige Spulen mit verhältnis  mässig grossem Verlustmass, kleiner Zeitkon  stante, angewiesen ist. Da nämlich die Zu  schaltung von Verlängerungsleitungen für  jeden einzelnen Stromkreis nötig wird, so  spielen die Kosten der Schaltung eine weit  erheblichere Rolle als etwa bei Apparaten  für     DIesszwecke.    Aus demselben Grunde wird  man     zusehen,    mit möglichst wenigen Selbst  induktionsspulen auszukommen. Es gelingt  in der Tat bei dem Verfahren, sich auf eine  Selbstinduktionsspule zu beschränken.  



  Die Selbstinduktionsspule mit kleiner Zeit  konstante entspricht daher einer Serienschal  tung einer widerstandsfreien Selbstinduktion       L.    und eines     ohrnschen    Widerstandes     R'.     (vergleiche     Fig.        1#).    Da jetzt     ohmscher    Wi  derstand nicht allein vor dem     Stromresonanz-          kreis    liegt, sondern auch in ihm selbst, so  ist der reelle Teil des Scheinwiderstandes  der Längsschaltung     (NI),    nicht mehr wie im  früheren Falle von der Frequenz unabhängig,  sondern steigt mit ihr ein wenig an.

   Der  jetzt vor dem     Stromresonanzkreis    zu legende       ohrnsche    Widerstand     R.    ist gegenüber dem  früher in Betracht gezogenen     ohmschen    Wi  derstand R um     R'.    zu verkleinern, da, für       co    = 0,     R',    einfach additiv zu dein vor dem       Stromresonanzkreis    liegenden     ohmschen    Wi  derstand hinzutritt.

   Bei der wirklichen Durch-           rechnung    setzt man mit dem imaginären  Scheinwiderstand<I>i</I>     co        L.    der Spule in Reihe  einen reellen Scheinwiderstand     R'o    an, der  grösser oder gleich dem     ohmschen    Eigenwider  stand der Spule ist und der nur so weit als  besonderer Widerstand in Serie zur Spule  zu realisieren ist, als er nicht schon durch  die Spule selbst verwirklicht wird.

   Man kann  das bis zu einem gewissen Grade willkürliche       R'.    neben den Werten     R",        L,,    Co der Nach  bildung la zur besseren Anpassung der Längs  schaltung an ihren Sollwert     mitbenutzen,    wo  mit sich das Gebiet der realisierbaren     ss   <I>L</I> und       ,8-Werte    wesentlich erweitern lässt.  



  Auch der Kondensator Co besitzt einen  reellen     Scheinwiderstandsanteil,    der allerdings  nicht von der Frequenz unabhängig ist. Ob  gleich dieser keine so grosse Rolle spielt wie  der reelle     Scheinwiderstandsanteil    der Spule,  so ist er bei einer genauen     Durchrechnung     der Längsschaltung doch mit zu berücksich  tigen.  



  Die Form der Längsschaltung gemäss       Fig.        111    eignet sich zur Nachbildung ganz  beliebiger     Dämpfungs-    und Wellenwiderstands  werte von symmetrischen     Pupinleitungen,    die  mit einem halben     Spulenabstand    beginnen und  endigen, wobei die Grössenordnung der     (3l     keine Rolle spielt. Diese Art der Längsschal  tung ist deshalb sehr weitgehender Anwen  dungen fähig.  



  Da sie einen positiven Wert von     sin    a  zur Voraussetzung hat, so liefert sie gemäss  Gleichung (7) für die Querschaltung einen  negativ imaginären Scheinwiderstand, das  heisst einen solchen von     kapazitivem        Cbarak-          ter.    Dies bietet den Vorteil, dass sich die  Querschaltung in erster Näherung stets durch  Kondensatoren und     ohmsche    Widerstände ver  wirklichen lässt, während die Hinzufügung  von Selbstinduktionsspulen nur nötig wird,  wenn es, wie bei     Messschaltungen    auf einen  sehr hohen Grad von Genauigkeit ankommt.  



  Bezüglich der Verwendung von Selbstin  duktionsspulen in der Querschaltung spielt  auch der     Absolutwert    von<I>ss</I>     l    eine gewisse  Rolle. Dies hängt damit zusammen, dass die  Schaltelemente der Nachbildung im allge-    meinen zugleich den reellen und imaginären  Teil des Scheinwiderstandes der Querschal  tung     beeinflussen.    Je nach dem Werte von       ss    l hat aber der reelle     Scheinwiderstandsan-          teil,    der zugleich mit dem imaginären berück  sichtigt werden muss, einen durchaus verschie  denen Charakter.

   Der reelle verhält sich näm  lich zum imaginären Anteil gemäss Gleichung  (7) wie litt     (ss        l)    zu     sin        a;    es ist also für  grosse ss     l    der reelle Teil von einer wesentlich  höheren     Grössenordnung    als der imaginäre,  während für     kleine        ss    L beide von der gleichen       Grössenordnung    sind.

   Weiterhin steigt bei  grossen     ss    l     (R2)"    das     in    diesem Falle merk  lich gleich     ,ss    -     \;'g        (ss        L)    ist, mit     c    an, wäh  rend für kleine     ssl,    die Abnahme von     dos   <I>a</I>  im Nenner von     (N2),    einen so starken Ein  $uss ausübt, dar     (R2)"    statt wie früher an  zusteigen, mit wachsendem     c)    abfällt.  



  In dem uns jetzt beschäftigenden Falle,  wo wir es mit relativ kleinen     ss        l    zu tun  haben und wo anderseits für die Zwecke der  Verlängerungsleitung keine so grosse Genauig  keit erforderlich ist, wie bei einer     Messschal-          tung,    kommen wir also in der Querschaltung  ausschliesslich mit     ohmschen    Widerständen  und Kondensatoren ohne jede Selbstinduk  tionsspule aus. Wir können uns sogar mei  stens als Querschaltung auf eine einfache  Parallelschaltung eines einzigen     Kondensators     und eines einzigen     ohmschen    Widerstandes  beschränken (vergleiche     Fig.        1b).     



  Eine derartige Parallelschaltung aus einem       ohinschen        Widerstande        Ri    und einer Kapa  zität     Ci    hat, wenn wir  <B>zu</B><I>=</I><B>Co</B>     Bi        ei   <I>(9)</I>  einführen, den Scheinwiderstand  
EMI0004.0070     
    Trägt man den reellen Teil und den Absolut  betrag des imaginären Teils der Funktion  von to gemäss Gleichung (10) auf, so zeigen  beide Kurven einen Schnittpunkt bei       ?U    =     ic>'    = 1,  der zugleich einem Grenzwert des imaginären  Teils entspricht. Ein derartiger Verlauf ist           auch    typisch für sehr viele Querschaltungen  vor.

   Verlängerungsleitungen der hier in Rede  stehenden Art, wie     Fig.    2 zeigt.  



  Bei diesen ergibt die Ordinate im Schnitt  punkt gemäss Gleichung (10)
EMI0005.0003  
   und ge  mäss Gleichung (9) wird, wenn m' die Fre  quenz im Schnittpunkt,     2v'   <I>=</I>     c)'        R,        Ci   <I>= 1</I>  beziehungsweise  
EMI0005.0008     
         Fig.    1,     1a,    1b zeigen also einen zur Her  stellung einer     Verlängerungsleilung    geeigneten  Schaltungstypus. Zur Erhöhung der Symme  trie kann man natürlich auch die Längs  schaltung auf Hin- und Rückleitung verteilen;  wobei sich dann die Selbstinduktionen und       ohmschen    Widerstände halbieren, die Kapa  zitäten dagegen verdoppeln.  



  Auch kann man die     7r-Schaltung    nach  bekannten Methoden auf andere Schaltungs  typen umrechnen, zum Beispiel auf die soge  nannte     T-Schaltung,    die     H-Schaltung    (sym  metrische     T-Schaltung)    oder die Brücken  schaltung (Kreuzschaltung).  



  Wenn wir bisher insbesondere für die       Frequenzäbhängigkeit    von     ,q    die Einschrän  kung gemacht haben, dass es sich um die  Nachbildung eines mit einem halben Spulen  abstand beginnenden und endigenden Stückes  einer     Pupinleitung    handelt, so lässt sich doch  unsere Schaltung durch ganz geringfügige       Modifikationen    von dieser Einschränkung be  freien.

   Da man die zwischen den Spulen  liegenden Stücke einer     Pupinleitung    mit  grosser Annäherung durch     Querkondensatoren     und in Reihe liegende     ohmsche    Widerstände  ersetzen kann, so lassen sich auch symme  trische, nicht mit dem halben     Spulenabstand     beginnende und endigende oder unsymmetri  sche Stücke von     Pupinleitungen    stets durch  einfache Zu- oder Abschaltung von Konden  satoren und     ohmschen        Widerständen    zu oder  von obiger Schaltung verwirklichen.

       Zuschal-          tung    gilt für den Fall, dass der nachzubil  dende Leitungsabschnitt mit einem Bruchteil    x >     1/Q    eines     Spulenabschnittes    beginnt     uncä     endigt, Abschaltung für den Fall, dass x     C        1/z     ist. Vielfach erreicht man die gewünschten  Änderungen bereits durch anderweitige Be  messungen der Kondensatoren in den Quer  balken der     Fig.    1.  



  In Fällen, in denen die durch die ein  fache Parallelschaltung von     ohmschem-Wider-          stand    und Kapazität gemäss     Fig.    1b erreich  bare Genauigkeit nicht genügt, ist die Quer  schaltung in komplizierterer Weise aus     ohm-          schen    Widerständen, Kondensatoren und er  forderlichenfalls auch Selbstinduktionsspulen       aufzubauen.     



  Um ein Bild von der sehr erheblichen,  mit diesen einfachen Mitteln erreichbaren  Genauigkeit für die Nachbildung der elek  trischen Eigenschaften eines vorgeschriebenen  Kabelstückes zu geben, haben wir die Be  rechnung einer Verlängerungsleitung in einem  besonderen Falle zahlenmässig durchgeführt,  sowie die berechnete Schaltung aufgebaut  und durchgemessen.  



  Es handle sich dabei um die normale       Pupin-Stammleitung    der deutschen Reichspost  von 0,9 mm Durchmesser. Es wurde ange  nommen, dass etwa aus geographischen. Grün  den die Entfernung zwischen zwei Verstärker  ämtern nicht 150 km, sondern so viel weniger  beträgt, dass an der Gesamtdämpfung der  Leitung     (ss        l   <I>=</I> 2,72 bei      < o    - 5000) ein Be  trag von 0,3 beim = 5000 fehlt:

   Es ist also  ein Vierpol herzustellen, dessen     ss        l-Werte     über das ganze in Betracht kommende     Fre-          quenzgebiet    von     c)    = 3000 bis     m    = 14000  sich zu den     ss        l-    Werten der genannten Stamm  leitung wie 0,3 : 2.72 verhalten. Die hiernach  zu realisierenden     ss        l-    Werte sind durch die  gestrichelte Kurve der     Fig.    3 wiedergegeben.  Den geforderten reellen     .q-Werten    entspricht  die gestrichelte Kurve der     Fig.    4.  



  Die Schaltelemente der Nachbildungen       1a    und<B>11'</B> erhalten in diesem Falle die fol  genden Zahlenwerte:  für die Längsschaltung  
EMI0005.0060     
  
    Ra <SEP> =454 <SEP> S2
<tb>  Co <SEP> = <SEP> 0,0158 <SEP> ss <SEP> F
<tb>  <I>R'o <SEP> -#- <SEP> L" <SEP> = <SEP> 45 <SEP> dl</I> <SEP> -f- <SEP> 0,1254 <SEP> <I>H;</I>         für die Querschaltung  
EMI0006.0001     
  
    <B>R1</B> <SEP> = <SEP> <B>11100 <SEP> Q</B>
<tb>  <B>ei</B> <SEP> = <SEP> 0,0213 <SEP> ss <SEP> F.       Man findet dabei mit einer billigen Spule  von einem Verlustmass von etwa 360     Q   <I>H</I>  sein Auslangen; man kann auch, wenn man  will, mit einer Spule von noch erheblich  grösserem Verlustmass auskommen.  



       Fig.    3 stellt, wie bereits erwähnt, in der  gestrichelten Kurve die     ss1-Werte    dar, wel  che durch die Schaltung verwirklicht werden  sollen. Die angekreuzten Punkte zeigen die  aus     Kurzschluss.    und     Leerlaufmessungen    am  Vierpol experimentell     bestimmten    Werte. Die  erreichte     Übereinstimmung    ist angesichts der  Einfachheit der benutzten Schaltung über  raschend gross.  



  In     Fig.    4 stellt, wie bereits erwähnt, die  gestrichelte Kurve die zu realisierenden, rein  reellen     ,-Werte    dar, an die sich die wieder  aus Kurzschluss und Leerlauf bestimmten  Werte von<B>(8),</B> sehr gut anschliessen. Auf  dem untern Teil der     Fig.    4 sind die ebenso  gemessenen Werte von     (sB)i    eingetragen. Man  sieht, dass diese in dem Bereich der     Sprach-          frequetizen    keine irgendwie in Betracht kom  mende Grösse erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zurHerstellung von Vierpolen zur Nachbildung eines gegebenen Leitungsab schnittes, welcher Leitungsabschnitt durch zwei komplexe .Konstanten, insbesondere Wellenwiderstand und Fortpflanzungs mass, charakterisiert ist, dadurch gekenn zeichnet, dass der Vierpol aus einer Anzahl von Zweipolen so aufgebaut wird, dass die charakteristischen, komplexen Konstanten der Zweipole den aus der vor geschriebenen Frequenzabhängigkeit der Konstanten des Vierpols sich ergebenden Frequenzabhängigkeitsbedingungen genü gen.
    fI. Vierpol, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus einer Anzahl von Zweipolen solcher Beschaffenheit besteht, dass die charakteristischen, komplexen Konstanten der Zweipole den aus der vorgeschriebenen Frequenzabhängigkeit der Konstanten des Vierpols sich ergebenden Frequenzabhängigkeitsbedingungen genü gen. UNTERANSPRVCHE 1.
    Vierpol nach Patentanspruch II mit vor geschriebener Frequenzabhängigkeit der Dämpfung und des Wellenwiderstandes, dadurch gekennzeichnet, dass der Vierpol zur Nachbildung eines mit einem halben Spulenabstand beginnenden und endigenden Stückes einer Pupinleitung als ;
    r-Schaltung ausgebildet ist, die einen Längsbalken, be stehend (gemäss Fig. 1a) aus einem Strom resonanzkreis in Serie mit einem ohmschen Widerstand, aufweist, wobei in Reihe mit der Selbstinduktionsspule des Stromreso- nanzkreises ein weiterer ohmscher Wider stand liegt. 2.
    Vierpol nach Patentanspruch II, als 7r- Schaltung ausgebildet, dadurch gekenn zeichnet, dass er unter sich gleichartige Querbalken, bestehend (gemäss Fig. 1b) aus je einer Parallelschaltung eines ohm- schen Widerstandes und eines Kondensa- tors, aufweist. 3.
    Vierpol nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er zwischen zwei Quer balken einen in zwei gleiche Teilbalken zerlegten Längsbalken aufweist, wobei der eine Teilbalken in der Hinleitung, der an dere in der Rückleitung liegt und die Zahlenwerte der ohmscben Widerstände und Selbstinduktionen jedes der Teilbalken halb so gross, ihre Kapazitäten doppelt so gross sind wie bei ungeteiltem, in nur einer Leitung liegendem Längsbalken. 4.
    Vierpol nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er ein mit einem be liebigen Bruchteil x eines Spulenabstandes beginnendes und endigendes Stück einer Pupinleitung nachbildet, wobei er für EMI0006.0050 Querkondensatoren und Längs widerstände zu der Schaltung für EMI0006.0051 zugeschaltet enthält, während dagegen für EMI0007.0001 Querkondensatoren und Längs widerstände von der Schaltung für abgeschaltet sind. EMI0007.0003 6. Vierpol nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er als .z-Schaltung ausgebildet ist. 6.
    Vierpol nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er als T-Schaltung ausgebildet ist. 7. Vierpol nach Pätentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass er als -H-Schaltung ausgebildet ist. B. Vierpol nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er als Kreuzschaltung ausgebildet ist.
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