CH130246A - Fernkabelanlage mit Leitungen erhöhter Grenzfrequenz. - Google Patents

Fernkabelanlage mit Leitungen erhöhter Grenzfrequenz.

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CH130246A
CH130246A CH130246DA CH130246A CH 130246 A CH130246 A CH 130246A CH 130246D A CH130246D A CH 130246DA CH 130246 A CH130246 A CH 130246A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

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      Fernkabelanlage    mit Zeitungen erhöhter     Grenzfrequenz:       Bekanntlich hat die Einführung der Ver  stärker für Kabelanlagen der Nachrichten  übermittlung auf grosse Entfernungen zu der  Forderung geführt, dass die Anlage für den  Verkehr auf verschiedene Entfernungen Lei  tungsgruppen enthalten muss, deren spezifische  Dämpfungen in     ganzzahligen    Verhältnissen  abgestuft sind.     Verstärkerpunkte    werden in  gleichen Abständen von etwa 75 km vor  gesehen. Das Kabel enthält dann Gruppen,  die entweder in jedem oder in jedem zweiten  oder dritten     Verstärkerpunkt    verstärkt werden.  Im folgenden wird die Gesamtheit der Lei  tungen gleicher Dämpfung mit Gruppe be  zeichnet.

   Nach diesen Grundsätzen werden  Fernkabel unter Verwendung von zwei ver  schiedenen Kabeltypen gebaut. Die Leitungs  gruppen für die verschiedenen spezifischen  Dämpfungen unterscheiden sich bei diesen  beiden Kabelsystemen durch die Wahl der  Leiterstärken.  



  Beim     D.-H.-Kabel-System    besteht eine  solche Gruppe aus     D.-M.-Vierern    gleicher    Leitungsstärken. Jede Gruppe enthält jedoch  zwei Gattungen von Leitungen, nämlich  Stamm- und Viererkreise. Aus den durch die       Verseilung    bestimmten Verhältnissen zwischen  den Kapazitäten der Stamm. und Vierer  leitung ergibt sich, dass die Viererleitung bei  gleicher Dämpfung eine höhere Eigenfrequenz  erhält als die Stammleitungen.  



  Bei Verwendung der     Sternverseilung    würde  unter Voraussetzung der gleichen Stamm  leitungen wie beim     D.-M.-Kabel    die Vierer  leitung bei gleicher Dämpfung eine unzuläs  sig niedrige Eigenfrequenz ergeben. Wegen  der sehr viel günstigeren Raumausnutzung  kann jedoch bei Verwendung der     Sternver-          seilung    für Fernleitungen auf die Ausnutzung  der Vierer verzichtet und für jeden verlang  ten Sprechkreis eine Stammleitung vorgesehen  werden.

   Ein Nachteil dieses     Fernkabelsystems,     das verschiedene mit der Ausnutzung von       Phantomkreisen    verbundene Unzuträglich  keiten     vermeidet,\bestand    bisher im folgenden  Es kann wünschenswert sein, neben normalen      Leitungen einer Leitergruppe weitere Lei  tungen derselben Dämpfung, aber mit einer  höheren Eigenfrequenz zu verwenden. Beim       D.-M.-Kabelsystem    stehen in diesem Falle  die     Phantomleitungen    zur Verfügung. Beim       Sternkabelsystem    wären zu diesem Zweck  Gruppen mit abweichendem Viererdurchmesser  erforderlich. Eine solche Vermehrung der  Vierer mit verschiedenem Durchmesser er  schwert den Kabelaufbau und macht ihn un  wirtschaftlich.

   Zu demselben Zweck könnte  man auch     Spulenabstände    verändern oder auf  die Einheitlichkeit der     Dämpfungswerte    ver  zichten. Alle diese Mittel zur Erhöhung der  Eigenfrequenz sind aber unwirtschaftlich.  



  Vorliegende Erfindung gibt nun ein neues  Mittel an, auf welche Weise zum Beispiel  in einer     Sternkabelanlage    der beschriebenen  Art eine beliebige vorgeschriebene Anzahl  von Vierern einer Leitergruppe eine höhere  Grenzfrequenz als die übrigen normalen Vierer  dieser Leitergruppe erhalten können bei glei  chen Spulen- und     Verstärkerabständen    (also  gleicher Dämpfung) und gleichem Kabelauf  bau. Zur näheren Erläuterung des Erfindungs  gedankens wird     zweckmässigerweise    auf die       Dämpfungsformel    induktiv belasteter Lei  tungen mit kleinen Verlusten zurückgegangen.  
EMI0002.0010     
         R,    ist der Leitungswiderstand,     R,    der Wider  stand der Spule.

   Diese Formel kann auch  geschrieben werden  
EMI0002.0013     
    wobei
EMI0002.0014  
   und s der     Spulenab-          stand    ist, oder  
EMI0002.0017     
    Der zweite Summand stellt im Vergleich zu  dem ersten nur ein     Korrektionsglied    dar, und  man erkennt hier, dass man für verschieden  artige     Leitungen    bei gleichen Spulenabstän-    den stets dann die gleiche Dämpfung erhält,  wenn die Produkte.     R,   <I>C</I>     co.    einander gleich  sind.  



  Sind demnach in einem Kabel Leitungen  mit den Konstanten     R"    (Widerstand) und C  (Kapazität) und der     Grenzfrequenz        co"    vor  handen, so folgt hieraus; dass zwischen diesen  Konstanten und den Konstanten     R',    C' für  die Leitungen einer gewünschten     Grenzfre-          quenz    to'. die Bedingung erfüllt sein muss:

      <I>a)</I>     Ro#C#mo=R'o#C'#Wo.       Für die Leitungen mit dieser     Grenzfre-          quenz        co'"    kann man also aus den Konstan  ten     Ra    und C der Leitung mit niederer     Grenz-          frequenz    sofort das erforderliche Produkt       R'.        #    C' nach Gleichung a) ermitteln. Dass  obige Bedingung erfüllbar ist, geht aus der  Erkenntnis hervor, dass es bei gleichbleiben  dem Viererdurchmesser möglich ist, je nach  Wahl der Leiterstärke verschiedene Produkte       R.        #    C zu erhalten.

   Zur Ausführung ist es  zweckmässig, den Zusammenhang zwischen  dem Produkt     R"        #    C und dem Leiterdurch  messer bei konstantem Viererdurchmesser  durch Versuche in empirisch gewonnenen  Kurven festzulegen. Anhand dieser Kurven  lässt sich dann jeweils diejenige Leiterstärke  ermitteln, für die das zur höheren     Grenz-          frequenz        co'.    gehörige Produkt     R'.        #    C' der  vorstehend genannten Gleichung a) genügt.  Wenn diese Forderung erfüllt ist, dann ist  für die Leitungen mit der Grenzfrequenz     co,)     
EMI0002.0047     
    und für die Leitungen der Grenzfrequenz o).

    
EMI0002.0048     
    Die beiden ersten Summanden stimmen gemäss       Caleichung        a)    genau überein, die zweiten  Summanden spielen nur eine unerhebliche  Rolle; falls sie jedoch in irgend einem Falle  einen schon merklichen     Einfiuss    gewinnen,  so kann die erforderliche Korrektur bei der       Spulenkonstruktion    mit
EMI0002.0053  
   berücksichtigt  werden.

        Man habe zum Beispiel:       R,        =_57,8        D/krn          Bi        --    9     12/km     L = 0,1     H/km     C =     0,0335        Im        F/km     A = 0,8     ss        S/km          cm    = 17,300       s    = 2 km    Es ist also         R.        #    C =     1.,

  935        dd        li        Z/km2       Für eine gewünschte Grenzfrequenz von  22000, wie sie bei den     Phantomleitungen     eines     D.-M.-Vierers    .bei gleichen     Eigensehaf-          ten    der- Stammleitungen sein würde, erhält  man also die Bedingung:  
EMI0003.0025     
    Dies entspricht bei gleichem Viererdurch  messer nach der empirisch aufgestellten       .Kurve    einem Leitungsdurchmesser von 1,3 mm  (27     l/km)    und einer Kapazität von zirka  0,055     ,u        F/km.     



  Die empirisch gewonnene Kurve zur Be  stimmung der für die höhere     Grenzfrequenz     erforderlichen Leiterstärken ist auf Grund  von Erfahrungswerten konstruiert und ist  vollkommen verschieden je nach der gewähl  ten Isolierung der Adern. Aus diesem Grunde  ist man zur Erzielung der hohen Grenzfre  quenz auch nicht an ein bestimmtes Produkt       R'o    C' gebunden, sondern kann anhand von  probeweise hergestellten Adern die für den  jeweils nötigen Viererdurchmesser fabrikations  mässig günstigste Konstruktion auswählen.

    Auch braucht die Genauigkeit, mit der der  Wert     R',    C' erzielt wird, keine extrem hohe  zu sein, da uns nach der oben angeführten  Rechnung immer noch das     Korrektionsglied     zur Verfügung steht und eine etwa erforder  liche Korrektur durch entsprechende Wahl  der Grösse
EMI0003.0034  
   bei der     Spulenfabrikation     möglich ist. Es ist also möglich, bei     Kon-          stanthaltung    des ursprünglichen Viererdurch  messers die höhere Grenzfrequenz durch    zweckentsprechende Wahl der Grössen     R'o     und C' zu erreichen.

   Sollte eine so hohe  Grenzfrequenz gefordert werden, dass sich die  Bedingung  
EMI0003.0039     
    bei gleichbleibendem Viererdurchmesser prak  tisch nicht mehr erfüllen lässt, so wird die  Leiterstärke nach der Gleichung  
EMI0003.0040     
    bestimmt, wobei n eine ganze, von 1 ver  schiedene Zahl ist, für die sich die Bedingung  erfüllen lässt. In diesem Falle haben dann  die Gruppen mit höherer Grenzfrequenz nicht  die gleiche, sondern die n-fache Dämpfung  der gleichartigen übrigen Leitungen.

   Die     Ver-          stärkerabstände    für diesen Teil der Leitungen  betragen dann den     nten    Teil der entsprechen  den andern     Verstärkerabstände,    wie es zum  Beispiel für n = 2 für die Gruppen mit dop  pelter     Grenzfrequenz    beim deutschen Normal  fernkabel der Fall ist, wo die Leitungseigen  schaften     ungeändert    bleiben und zur     Pupini-          sierung    der vierte Teil der normalen     Induk-          tivität    verwendet wird,

   so dass sich also die  doppelte Dämpfung und halb so grosse     Ver-          stärkerabstände    ergeben.  



  Gemäss dem Vorangehenden bleibt der  Kabelaufbau genau derselbe, wie wenn alle  Gruppen die gleiche     Grenzfrequenz    haben.  Gegenüber dem     D,-M.-System    mit     Ausnutzung     der Phantome hat das beschriebene System  den grossen Vorteil, dass jede beliebige ge  wünschte Anzahl von Sprechkreisen erhöhte  Grenzfrequenz erhalten kann, während bei  dem     D.-M.-System    stets ein Drittel der Lei  tungen so beschaffen ist, ohne Rücksicht  darauf, ob etwa ein geringerer oder grösserer  Prozentsatz mit diesen Eigenschaften erwünscht  ist.

   Das beschriebene System hat auch noch  den weiteren Vorteil, dass die Vierer mit  höherer     Grenzfrequenz    an beliebigen Stellen  in den verschiedenen gleichartigen Lagen  untergebracht werden können, derart, dass  zum Beispiel niemals zwei Vierer mit der  höheren Grenzfrequenz nebeneinander liegen,  während beim     D.-M.-System    in jedem Vierer      ein Sprechkreis mit höherer Grenzfrequenz  liegt.

   Dies ist von wesentlicher Bedeutung  für die     Vierdrahtstromkreise    mit getrennter  Hin- und Rückleitung; denn für solche mit       Vierdrahtverstärkern    ausgerüsteten Sprech  kreise ist es bekanntlich mit Rücksicht auf  die     ausnutzbare    Verstärkungsziffer erforder  lich, dass die Hin- und Rückleitungen elek  trisch getrennt sind, um jedes noch so geringe  Übersprechen unmöglich zu machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhöhter Grenzfrequenz, dadurch gekennzeich net, dass bei gleichen Spulenabständen und gleichen Viererdurchmessern für die Leitungen mit niederer und höherer Grenzfrequenz die Leitungen mit höherer Grenzfrequenz bezüg lich ihrer Leiterstärke und Isolationsstärke so dimensioniert sind, dass das sich ergebende Produkt aus Leitungswiderstand und Kapa zität bei Pupinisierung auf die n-fache Dämpfung, wobei n eine ganze Zahl mit Einschluss der 1 ist, nach Gleichung EMI0004.0009 aus den Konstanten der Leitungen mit nie derer Grenzfrequenz bestimmt ist.
CH130246D 1926-06-19 1927-06-08 Fernkabelanlage mit Leitungen erhöhter Grenzfrequenz. CH130246A (de)

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