DE457576C - Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhoehter Grenzfrequenz - Google Patents

Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhoehter Grenzfrequenz

Info

Publication number
DE457576C
DE457576C DEA48050D DEA0048050D DE457576C DE 457576 C DE457576 C DE 457576C DE A48050 D DEA48050 D DE A48050D DE A0048050 D DEA0048050 D DE A0048050D DE 457576 C DE457576 C DE 457576C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
lines
same
cut
cable system
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA48050D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Guenter Wuckel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA48050D priority Critical patent/DE457576C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE457576C publication Critical patent/DE457576C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/26Improving frequency characteristic by the use of loading coils

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhöhter Grenzfrequenz. Bekanntlich hat die Einführung der Verstärker für Kabelanlagen der Nachrichtenübermittlung auf große Entfernungen zu der Forderung geführt, daß die Anlage für den Verkehr auf verschiedene Entfernungen Leitungsgruppen enthalten muß, deren spezifische Dämpfungen in ganzzahligen Verhältnissen abgestuft sind. Verstärkerpunkte werden in gleichen Abständen. von etwa 7 5 km vorgesehen. Das Kabel enthält dann Gruppen, die entweder in jedem einzigen oder in jedem zweiten oder dritten Verstärkerpunkt verstärkt werden. Im folgenden wird die Gesamtheit der Leitungen gleicher Dämpfung mit Gruppe bezeichnet. Nach diesen Grundsätzen werden Fernkabel unter Verwendung von zwei verschiedenen Kabeltypen gebaut. Die Leitungsgruppen für die verschiedenen spezifischen Dämpfungen unterscheiden sich bei diesen beiden Kabelsystemen durch die Wahl der Leiterstärken.
  • Beim D.M.-Kabelsystem besteht eine solche Gruppe aus D.M.-Vierern gleicher Leiterstärken. jede Gruppe enthält jedoch zwei Gattungen von Leitungen, nämlich Stamm- und Viererkreise. Aus den durch die Verseilung bestimmten Verhältnissen. zwischen den Kapazitäten der Stamm- und Viererleitung ergibt sich, daß die Viererleitung bei gleicher Dämpfung eine höhere Eigenfrequenz erhält als die Stammleitungen. Bei Verwendung der Sternverseilung würde unter Voraussetzung der gleichen Stammleitungen wie beim D. M.-Kabel die Viererleitung bei gleicher Dämpfung eine unzulässig niedrige Eigenfrequenz ergeben. Wegen der sehr viel günstigeren Raumausnutzung kann jedoch bei Verwendung der Sternverseilung für Fernleitungen auf die Ausnutzung der Vierer verzichtet und für jeden verlangten Sprechkreis eine Stammleitung vorgesehen werden. Ein Nachteil dieses Fernkabelsystems, das verschiedene mit der Ausnutzung von Phantomkreisen verbundene Unzuträglichkeiten vermeidet, bestand bisher in folgendem. Es kann wünschenswert sein, neben normalen Leitungen einer Leitergruppe weitere Leitungen derselben Dämpfung, aber mit einer höheren Eigenfrequenz zu verwenden. Beim D. M.-Kabelsystem stehen in diesem Fall die Phantomleitun,gen zur Verfügung. Bein, Sternkabelgystem wären zu diesem Zweck Gruppen mit abweichendem Viererdurchmesser erforderlich. Eine solche Vermehrung der Vierer mit verschiedenem Durchmesser erschwert den Kabelaufbau und macht ihn unwirtschaftlich. Zu demselben Zweck könnte man auch Spulenabstände verändern oder auf die Einheitlichkeit der Dämpfung' swerte verzichten. Alle diese Mittel zur Erhöhung, der Eigenfrequenz sind aber unwirtschaftlich. Die Erfindung gibt nun ein neues Mittel an, auf welche Weise vorzugsweise meiner Sternkabelanlage der beschriebenen Art Beine beliebige vorgeschriebene Anzahl von Vierern einer Leitergruppe eine höhere Grenzfrequenz als die übrigen normalen Vierer dieser Leitergruppe erhalten können bei gleichen Spulen-und Verstärkerabständen (also gleicher Dämpfung) und gleichem Kabelaufbau. Zur näheren Erläuterung des Erfindungsgedankens wird zweckmäßigerweise auf die Dämpfungsformei. induktiv belasteter Leitungen zurückgegangen. Die Dämpflang ß ist gegeben durch Ro ist der Widerstand, C die Kapazität der Leitung, R1 der Widerstand, L die Induk-tivi.-tät der Spule und A .die Ableitung. Diese Formel kann auch geschrieben werden: wobei die Grenzfrequenz der Pupinleitung bedeutet, oder Der zweite Summand stellt im Vergleich zu dem ersten nur ein. Korrektionsgliied dar; und man erkennt hier, daß man für verschiedenartige Leitungen bei gleichen Spulenabständen stets dann die gleiche Dämpfung erhält, wenn die Produkte ROC@)o einander gleich sind.
  • Gemäß der Erfindung werden nun die Gruppen mit höherer Grenzfrequenz in der Weise gewonnen, daß man bei gleichbleibendem Viererdurchmesser an Tand einer empirisch gewonnenen Kurve diejenige Leiterstarke ermittelt, für die das zur höheren Grenzfrequenz v)ö gehörige Produkt RD'. C der Gleichung genügt (a) Mrenn. diese Forderung erfüllt ist, dann ist für die Leitungen mit der Gremfrequenzv)o und für die Leitungen der Grenzfrequenz c,30' Die beiden ersten Summanden stimmen gemäß Gleichung a genau überein, die -zweiten Summanden' spielen nur eine unerhebliche Rolle; falls sie jedoch in irgendeinem Falle einen schon merklichen Einfluß :gewinnen, so kann die erforderliche Korrektur bei der Spulenkonstruktion mit berücksichtigt werden. Man habe z. B.
    R, -= 57,$ 2/km (o,9 mm Leiterstärke),
    R1 - 9,0 Plkm,
    L o,= H>m,
    C = 0,0335 @t F/km,
    A - o,8 M. S/km,
    Wo - 17 300,
    s 2 km.
    Es ist also Rp . C = 1,935 2 IA F/km2. Für eine gewünschte Grenzfrequenz von 2-2 000, wie sie bei den Phantomleitungen eines D. M.-Vierers bei gleichen Eigenschaften der Stammleitung vorhanden sein würde, erhält trän also für den Sterri!vierer die Bedingung : - Dies entspricht bei.gleichem Viererdurchmesser nach der empirisch aufgestellten Kurve einem Leitungsdurchmesser von 1,3 mm (27 9/Inn) und einer Kapazität von etwa 0,055 &,F/km.
  • Die empirisch gewonnene Kurve zur Bestimmung der für die -höhere Grenzfrequenz erforderlichen Leiterstärken ist auf Grund von Erfahrungswerten. konstruiert und ist vollkommen verschieden je nach der gewählten Isolationsstärke der Adern. Aus diesem Grunde ist man zur Erzielung der hohen Grenzfrequenz auch-nicht an ein bestimmtes Produkt Ro'C' gebunden, sondern kann an Hand von probeweise hergestellten Adern die für den jeweils nötigen Viererdurchmesser fabrikationsmäßig günstigste Konstruktion auswählen. Auch braucht die Genauigkeit, mit der der Wert RO' C'erzielt wird, keine äußerst hohe zu sein, da nach der oben angeführten. Rechnung immer noch das korrekti:onsglied zur Verfügung steht und .eine etwa erforderliche Korrektur durch entsprechende Wahl der Größe bei der Spulenfabrikation möglich ist. Das Wesen der Erfindung beruht auf der Erkenntnis der .,grundsätzlichen Möglichkeit, bei Konstanthaltung des ursprünglichen Viererdurchmessers die höhere Grenzfrequenz durch zweckentsprechende Wahl der Größen Rö und C zu erreichen. Sollte eine so hohe Grenzfrequenz gefordert werden, daß sich die Bedingung b31 gleichbleibendem Viererdurchmesser praktisch nicht mehr .erfüllen läßt, so wird gemäß der weiteren Erfindung die Leiterstärke nach der Gleichung R, C' --- n . R, . C "-, bestimmt, u wobei n eine ganze Zahl ist, für die sich die Bedingung erfüllen läßt. In diesem Falle haben dann die Gruppen mit höherer Grenzfrequenz nicht die gleiche, sondern die n-fache Dämpfung der gleichartigen übrigen Leitungen. Die Verstärkerabstände für diesen Teil der Leitungen betragen dann den ti-ten Teil der entsprechenden anderen Verstärkerabstände, wie es z. B. für n = a für die Gruppen mit doppelter Grenzfrequenz beim deutschen Normalfernkabel der Fall ist, wo die Leitungseigenschaften ungeändert bleiben und zur Pupinisierung der vierte Teil der normalen Induktivität verwendet wird, so daß sich also die doppelte Dämpfung und halb so große Verstärkerabstände ergeben.
  • Gemäß der Erfindung bleibt der Kabelaufbau genau derselbe, wie wenn alle Gruppen die gleiche Grenzfrequenz haben. Gegenüber dem D. M.-System mit Ausnutzung der Phantome hat das neue Verfahren den großen Vorteil, daß jede beliebig gewünschte Anzahl von Sprechkreisen erhöhte Grenzfrequenz @erhalten kann, während bei dem D. M.-System stets 1/3 der Leitungen so beschaffen ist, ohne Rücksicht darauf, ob etwa ein geringerer oder größerer Prozentsatz mit diesen Eigenschaften erwünscht ist. Das System gemäß der Erfindung hat auch noch den weiteren Vorteil, daß die Vierer mit höherer Grenzfrequenz an beliebigen Stellen in den verschiedenen gleichartigen Lagen untergebracht werden können, derart, daß z. B. niemals zwei Vierer mit der höheren Grenzfrequenz nebeneinanderliegen, während beim D.M.-System in jedem Vierer ein Sprechkreis mit höherer Grenzfrequenz liegt. Dies ist von wesentlicher Bedeutung für die Vierdrahtstromkreise mit getrennter Hin- und Rückleitung, denn für solche mit Vierdrahtverstärkern ausgerüsteten Sprechkreise ist es bekanntlich mit Rücksicht auf die ausnutzbare Verstärkungsziffer erforderlich, daß die Hin- und Rückleitungen elektrisch getrennt sind, um jedes noch so geringe Übersprechen unmöglich zu machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhöhter Grenzfrequenz, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleichen Spulenabständen und gleichen Viererdurchmessern der Leitungen mit niederer und höherer Grenzfrequenz die Leitungen mit höherer Grenzfrequenz bezüglich ihrer Leiterstärke und Isolationsstärke so bemessen sind, daß das sich .ergebende Produkt aus Leitungswiderstand und Kapazität bei Pupinisierung auf die gleiche Dämpfung oder ein ganzzahliges Vielfaches davon nach der Gleichung aus den Konstanten der Leitungen mit niederer Grenzfrequenz bestimmt ist.
DEA48050D 1926-06-20 1926-06-20 Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhoehter Grenzfrequenz Expired DE457576C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA48050D DE457576C (de) 1926-06-20 1926-06-20 Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhoehter Grenzfrequenz

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA48050D DE457576C (de) 1926-06-20 1926-06-20 Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhoehter Grenzfrequenz

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE457576C true DE457576C (de) 1928-03-20

Family

ID=6936128

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA48050D Expired DE457576C (de) 1926-06-20 1926-06-20 Fernkabelanlage mit einzelnen Leitungen erhoehter Grenzfrequenz

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE457576C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE584463C (de) Spulenwicklung fuer Induktionsspulen, insbesondere Viereruebertrager
DE1439441A1 (de) Verlustarme Spulenwicklung fuer eine Induktivitaet
AT112552B (de) Fernkabelanlage mit Leitungen erhöhter Grenzfrequenz.
DE737752C (de) Fernmeldekabel
CH130246A (de) Fernkabelanlage mit Leitungen erhöhter Grenzfrequenz.
DE558301C (de) Fernmeldekabel
DE366163C (de) Kondensatoranordnung zum Ausgleich der Kapazitaetsunterschiede in Viererleitungen
AT98136B (de) Fernsprechkabel mit Luftisolation.
DE510467C (de) Verfahren zum Ausgleich der Kopplungen zwischen Viererleitungen und Stamm- oder Viererleitungen
DE682065C (de) Anordnung zur nachtraeglichen Erhoehung der Zahl der Sprechwege bei bereits im Gebrauch befindlichen Kabelanlagen
DE666795C (de) Verfahren zum Nebensprechausgleich von mit Traegerfrequenz betriebenen und auf dem gleichen Gestaenge angeordneten Fernmeldefreileitungen
DE487387C (de) Verfahren zum Ausgleich der Kopplungen zwischen den Sprechkreisen zweier benachbarter Vierereinheiten, insbesondere in Kabeln der Fernmeldetechnik
DE626276C (de) Verfahren zum Vermeiden von schaedlichen Nebensprechkopplungen durch Aderverlagerung in viererverseilten Fernsprechkabeln
DE665999C (de) Verfahren zur Beseitigung des Nebensprechens bzw. Gegennebensprechens zwischen Stamm- und Phantomkreis in phantomausgenutzten Fernmeldeleitungen
DE1589549B2 (de) Elektrischer wechselspannungs-kondensator mit kunststoffbaender enthaltendem dielktrium
DE466032C (de) Verfahren zur Verbindung zwischen den Vierern eines Fernkabels und den Spulensaetzen
DE398196C (de) Verfahren zur Verminderung des UEber- und Mitsprechens bei Fernsprechdoppelleitungen oder Doppelsprechkreisen
AT118019B (de) Fernmeldekabel.
DE695334C (de) Elektrisches Fernmeldekabel
DE502246C (de) Belastungsspule fuer Fernmeldeleitungen
DE301946C (de)
DE539342C (de) Verlaengerungskabel mit erhoehter Kapazitaet der einzelnen Sprechkreise zur Ergaenzung von pupinisierten Fernsprechleitungen
DE522036C (de) Verfahren zur Herstellung von Fernmeldekabeln mit vermindertem Nebensprechen
DE451974C (de) Verfahren zur Ausgleichung von Fernsprechdoppelkreisen zur Verminderung des Nebensprechens
DE615273C (de) Verfahren zum Kondensatorausgleich der kapazitiven Kopplungen innerhalb der Gruppen und zwischen den Gruppen von Fernmeldekabeln