Selbstverkäufer mit für Verbrauchsmittel. Es sind Einrichtungen vorgeschlagen, die bei Fälligkeit der Grundgebühr das Ver brauchsmittel unabhängig von der Stellung des Vorgabewerkes sperren, so dass der Ver braucher gezwungen wird, vor der weiteren rntnahme die Grundgebühr zu zahlen. Durch diese Einrichtung wird verhindert, dass der Verbraucher die Zahlung der Grundgebühr umgeht, wenn er zur Zeit der Fälligkeit noch so viel Vorratsmünzen im Apparat hat, dass er bis zum nächsten Fälligkeitstage da mit ausreicht.
In vielen Fällen, zum Beispiel bei Über verbrauchszählern mit Selbstverkäufern und Grundgebühreneinrichtung, ist es wesent lich, eine möglichst einfache Konstruktion zu verwenden, die nur wenige zusätzliche Teile zu den gewöhnlichen Selbstverkäufern benötigt, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Dies erreicht man gemäss der Er findung dadurch, dass mit einem von der Kassette selbsttätig gesteuerten Organ der Chbührenzahlung eine Einrichtung verbun- den ist, durch welche beim Herausnehmen der Kassette das Verbrauchsmittel unab hängig von dem jeweiligen Stande des Vor gabewerkes so lange gesperrt wird, bis nach Wiedereinsetzen der Kassette die neue Grundgebühr eingezahlt ist.
In den Zeichnungen sind Ausführungs beispiele dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Einrichtung, bei der von der Kassette ein in 'leihe mit dem Hauptschalter liegender Hilfsschalter ge steuert wird, der beim Herausnehmeu der Kassette geöffnet und nach Wiedereinsetzen der Kassette erst dann geschlossen wird, wenn die neue Grundgebühr eingezahlt ist, was nachstehend genauer beschrieben wird. Die Teile 26 und 27 sind für die Betrach tung der Fig. 1 zunächst ohne Belang.
1 ist der Schaltgriff, durch dessen Dre hung die Münze in den Apparat eingeführt wird. Dieser ist durch eine Kupplung 2 mit dem an der Achse 42 befestigten Son nenrad 3 des Planetenradgetriebes gekuppelt: Das lose auf der Achse 43 sitzende Sonnen rad 4 wird bei Elektrizitätsentnahme vom Zähler angetrieben. Die Achse 43, die .einer seits in einem besonderen Lager, anderseits in der Welle 42 drehbar gelagert ist, trägt die Achse 44 des Planetenrades 5: Der An trieb der nicht gezeichneten Vorgabewelle durch das Planetenrad 5 erfolgt über ein mit der Achse 43 verbundenes Zahnrad getriebe.
Der lose auf der Welle 10 sitzende He bel 8 wird von der Kassette 15 derart ge steuert, dass' er bei herausgezogener Kassette durch die Feder 9 um seine Drehachse 10 nach vorn bewegt wird und bei hinein geschobener Kassette die aus der Zeichnung ersichtliche Stellung einnimmt. Mit dem Hebel 8 ist vermittelst des Anschlages 12 der Winkelhebel 11 mit dem Stift 13 ver bunden.
Dieser Stift 13 greift in die Zähne des Zahnrades 14 derart ein, dass er in die tiefe Nut 16 einfällt, sobald das- Verbrauchs mittel entnommen werden kann. 17, 18 sind Räder zur Einstellung der Höhe der zu zah lenden Grundgebühr; 6 ist der Hauptschal ter eines zur Entnahme- von Elektrizität die nenden Selbstverkäufers, der in bekannter Weise von der Schaltwelle 1. und dem Vor gäbewerk 3 -gesteuert wird.. 7 ein mit ihm in Reihe liegender Hilfsschalter, der durch den auf der Scheibe 20 angeordneten Kon- takt 21 gesteuert wird.- Die Scheibe 20 und der Winkelhebel 11 sind mit der Welle 10 verbunden.
Beim Herausziehen der Kassette 15 zum Zwecke des Entleerens wird der lose auf der Achse 10 sitzende Hebel 8 durch den Zug der Feder 9 nach vorn gezogen. In folgedessen bewegt der Anschlagstift 12 des Hebels 8 den Winkelhebel 11, so dass der Stift 13 des Hebels 11 aus der Nut 16 des Rades 1.4 herausgehoben wird. Ferner wird auch, da der Hebel 11 fest auf der Achse 10 sitzt, die Scheibe 20 bewegt, so dass die Hilfsschalterkontakte 7 unterbrochen werden.
Ausserdem wird bei der Bewegung des He bels 11 das Gebühren.schaltwerk 14, 17 durch eine vorgespannte Feder in seine Anfangs- stellung gebracht und die Kupplung zwi schen Handknopf 1 und -Vorgabewerk auf gehoben. .
Beim Einsetzen der Kassette 15 wird der Hebel 8 wieder nach rückwärts gedrückt, wobei sich der Anschlag 12 von dem He bel 11 entfernt. Alle übrigen Teile behalten ihre Lage bei, da der Stift 13 des Winkel hebels 11 sich nunmehr gegen einen Zahn des Rades 14 legt und der Hebel 11 somit an einer Bewegung verhindert -ist.
Der Hilfsschalter 7 bleibt also bei nieht gezahlter Grundgebühr offen, und zwar so lange, bis nach Einwurf der neuen Grund gebührenmünzen der Stift 13 wieder in die tiefe Nut 16 des Zahnrades 14 einfällt, denn erst dann ist eine Bewegung des Gie bels 11 teils durch sein Eigengewicht, teils durch den Zug der Feder 19 möglich. Bei der Bewegung des Hebels 11 wird auch die Scheibe 20 bewegt, durch deren Kontakte 21 die Hilfsschalterkontakte 7 geschlossen wer den.
Ferner wird durch die Bewegung des Hebels 11 die Kupplung zwischen Knopf 1 und der nicht gezeichneten Vorgabewelle wieder hergestellt. Nach Ablauf der durch die Verbrauchsmünzen- vorher bezahlten Energie findet in bekannter Weise eine Unterbrechung des Hauptschalters 6 statt.
Man, kann auch den Schalter 7- und die Scheibe 20 durch eine Einrichtung ersetzen, die in den Fig. 2 bis 4 dargestellt ist. Ihre Verbindung mit den übrigen Teilen des Selbstverkäufers ist in Fig. 1 durch die auch in den Fig. 2 bis 4 sich wiederholenden Teile 26 und 27 kenntlich gemacht.
Bei der in Fig. 2 his 4 dargestellten Einrichtung besitzt das Vorgabewerk ausser der in bekannter Weise mit dem Planeten rad 5 des Differentialgetriebes 3, 4, :i über Zahnräder gekoppelten Vorgabewelle 22 noch ein zweites Organ (Hebel 23), durch welches beim Herausnehmen der Kassette das Verbrauchsmittel unabhängig von der Stellung der Vorgabewelle 22 so lange ge sperrt wird, bis nach'Wiedereinsetzen derKas- sette die neue Grundgebühr eingezahlt ist.
Die Sperrung des Verbrauchsmittels erfolgt dabei dadurch; dass der das Verbrauchsmittel sperrende Schalthebel 25 beim Herausneh men der Kassette freigegeben wird.
Die Fig. 2 gibt die -Stellung der ein zelnen Konstruktionsteile wieder, wenn in: Selbstverkäufer noch keine Verbrauchsmünze eingezahlt ist. Der Stift 28 des Hebels 23 wird hierbei durch die Feder 30 gegen den Ansatz 24 der Vorgabewelle 22 gedrückt. In dieser Stellung kann der Schalthebel 25 am Hebel 2'3 frei vorbeischwingen; da- dann der Schalter 6 von dem Schalthebel 25 nicht in der Schaltstellung gehalten wird, ist eine Stromentnahme nicht möglich.
Ist nun eine Verbrauchsmünze in den Kassierer eingewor fen, so wird beim Drehen des Schaltknopfes 1 die Vorgabewelle 22 durch das Sonnen rad 3 über das Planetenrad 5 bewegt und in die in Abb. 3 gezeichnete Stellung ge langen. In dieser ist der Stifte 28 des He bels 23 von dem Ansatz 24 abgeglitten. so dass der Hebel 23 nun durch die Feder 30 nach oben gedrückt werden kann.
Der Schalthebel 25, welcher während des Schalt vorganges nach dem Einwerfen der Münze um seinen Drehpunkt in Richtung des Pfeils herumgedreht wird, wird nunmehr durch der, Hebel 23 festgehalten, so dass der Schalter 6 in der Stromschlussstellung verbleibt.
Beim Herausziehen der Kassette 15 durch den Abnahmebeamten wird der lose auf der Welle 10 sitzende Hebel 8 durch den Zu;; der Feder 9 und damit auch durch den An schlag 12 des Hebels 8 der Winkelhebel 11. naeh vorn beweg-(. Dureh die hierdurch ein tretende Drehung der Welle 10 wird auch der an der 'Welle 10 befestigte Hebel 26 in eine Stellung verschwenkt, die in Fig. 4 dargestellt ist. Durch die Stange 27 wird ferner der Hebel 23 mitgenommen, so dass der Schalthebel 25 freigegeben wird. Der Schalter 6 kann daher so lange nicht ge schlossen werden, bis die neue Grundgebühr eingezahlt ist.
Ist dies der Fall, so wird dadurch, dass der Stift 13 des Hebels 11 in die tiefe Nut 16 einfällt, der Hebel 26 wieder die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Stellung einnehmen. so dass nunmehr, wenn Verbrauchsmünzen im Apparat vorhandeie sind; der Schalthebel 25 festgehalten wird.
In Fig. 5 ist. noch eine weitere Aus führungsform dargestellt, bei der die Vor gabewelle 22 mit dem Planetenrad 5 über eine Kupplung 31, 32, 33, 37, 38, 39 ver bunden ist, die beim Herausnehmen der Kas sette 15 durch den Winkelhebel 11 gelöst wird, wobei gleichzeitig die Vorgabewelk in die das Verbrauchsmittel sperrende Lage gebracht wird. Nach Zahlung der Grund gebühr wird die Kupplung wieder hergestellt und die Vorgabewelle in diejenige Stellung zurückgeführt, die der Anzahl der im Ap parat befindlichen Verbrauchsmünzen ent spricht.
Der übrige Aufbau des in Fig. 5 dargestellten Selbstverkäufers ist genau der gleiche wie in Fig. 1, nur die räumliche Lage ist etwas abgeändert, und es sind ausserdem noch der Schalthebel 25 und die 'Vorgabe welle 22 mit eingezeichnet.
Der Apparat ist in derjenigen Stellung dargestellt, die er einnimmt, wenn vom Ab nahmebeamten eben die Kassette 15 des Selbstverkäufers eingeschoben ist. Die Zahl der Vorratsmünzen beträgt drei, wie aus den Angaben der Rolle 40 zu ersehen ist. Der Schalter 6 ist offen, bis der Kunde die Grundgebühr eingezahlt hat.
Der Hebel 8 ist durch die eingeschobene' Kassette ent gegen der Feder 9 nach rückwärts gedreht, wobei der mit dem Hebel R durch die, Feder 41 verbundene Winkelhebel 11 diejenige Stel lung einnimmt, in der die Kupplung 9, zwi schen dein Schaltgriff 1 und dem Sonnei4- rad 3 gelöst ist. Bierbei legt sich der Stift 13 des 'Winkelhebels 11 gegen einen der Zähne des Rades 14, und zwar in die dritte Zahnlücke.
Durch die Spiralfeder 37 wird auch der den Stift 38 tragende Hebel 39 gegen den Stift 13 angedrückt, so dass die Vorgabewelle 22, -auf welche der Hebel 39 fest aufgekeilt ist, diejenige Stellung ein nimmt, in welcher der Sehalthebel 25 auf den Halbzylinder der Vorgabewelle 22 vor beigleiten kann. Lose auf der -Welle 22 sitzt das Zahnrad 31 und das Segmentstück 3\?. welches mit dem Zahnrad 31 fest verbunden, ist. Das Zahnrad 31 greift in das Zahnrad 33 ein, welches mit der Welle des Planeten rades 5 fest verbunden. ist.
Das Zahnrad 31 steht ferner mit einem auf der Rolle 40 be festigten Zahnrad in Eingriff.
Wird nun eine Gebührenmünze in den nicht dargestellten Schlitz des Apparates eingeführt und der .Schaltgriff 1 in bekann ter Weise herumgedreht, so werden, da die Kupplung 2 gelöst ist, die Räder 3, 4, 5 des Planetengetriebes und die Zahnräder 33, 31, 40 nicht mitgenommen. Es wird sich also an der Stellung der Vorgabewelle 22 nichts ändern, so dass der Schalthebel 25 von der Vorgabewelle nicht festgehalten und der Schalter 6 nicht geschlossen werden kann. Der Stift 13 wird jedoch durch das in Fig. 5 nicht dargestellte Gebührenzählwerk (ver gleiche Fig. 1) in den nächsten. Zahn des Zahnrades 14 gebracht.
Werden weitere Ge bührenmünzen gezahlt, so wird der Stift 13 immer um einen Zahn des Zahnrades 14 wei ter wandern, ohne dass an der Stellung der übrigen Teile irgend etwas geändert wird. Erst wenn die Grundgebühr vollständig ge zahlt ist, wird der Stift 13 in die tiefe Nut 16 des Zahnrades 14 einfallen.
I Yunmehr T kann der Winkelhebel 11 dem Zug der Feder 41 folgen. Hierdurch wird das gabelförmige Ende des Hebels 11 aus der Kupplung 2 entfernt, so dass die Kupp lung zwischen dem Handgriff 1 und dem Sonnenrade 3 wieder hergestellt wird. Das Zahnrad 14 ist so ausgebildet, dass gleich zeitig mit dem Einfallen des Stiftes 13 in die Nut 16 der Hebel 39 freigegeben wird.
Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass der letzte Zahn etwas höher ist, oder dass das Rad exzentrisch angeord net wird. Der Stift 13 wird also vor Ein fallen in die Nut 16 etwas höher angehoben und gibt dadurch den Hebel 39 frei. Dieser bewegt sich so weit nach vorne, bis er an das Segment 32 anschlägt. Da der Halb zylinder der Vorgabewelle mit dem Hebel 39 fest verbunden ist, wird er auf diese Weise entsprechend der noch im Kassierer befindlichen Vorratsmünzen, die ja. die Stel- lung des Rades 31 mit dem Segment 32 be stimmen, verstellt und sperrt den Schalt hebel 25. Der Schalter 6 kann dann in be kannter Weise eingeschaltet werden.
Nun mehr ist auch durch den Stift 38 die Kupp lung zwischen dem Rade 31 und der Vor gabewelle 22 hergestellt, so dass der Selbst verkäufer entsprechend dem Verbrauch durch das mit dem Zähler in Verbindung stehende Sonnenrad 4 zurückgedreht werden kann, bis sämtliche Vorratsmünzen verbraucht sind.
Wird die Kassette bei der nächsten Ab holung des einkassierten Geldbetrages her ausgezogen, so wird der Hebel 8 nach vorn schnellen. Dadurch wird die Kupplung zwi schen dem Rade 31 und der Welle 22 gelöst. Auch wird die Welle 22 durch den Stift 13 so weit zurückgedreht, dass der Schalthebel 25 den Schalter 6 öffnet, das Rad 31 aber die der gerade vorhandenen Zahl der Vor ratsmünzen entsprechende Stellung beibehält. Nach Einschieben der Kassette nehmen alle Teile dann wieder die gezeichnete Stellung ein.
Man kann naturgemäss den Hebel 8 der dargestellten Ausführungsbeispiele in ande rer Weise, zum Beispiel automatisch durch eine .Schaltuhr oder dergleichen. steuern.