CH130344A - Einrichtung zur Unterdrückung des quasistationären Erdschlussstromes an Wechselstromnetzen. - Google Patents

Einrichtung zur Unterdrückung des quasistationären Erdschlussstromes an Wechselstromnetzen.

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CH130344A
CH130344A CH130344DA CH130344A CH 130344 A CH130344 A CH 130344A CH 130344D A CH130344D A CH 130344DA CH 130344 A CH130344 A CH 130344A
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Alektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Einrichtung zur Unterdrückung des     quasistationären        Erdschlussstromes    an  Wechselstromnetzen.    In     Fig.    2 und 3 nebst Formeln (2) und (3)  der Patentschrift des Hauptpatentes wurden  von einer Einrichtung zur Unterdrückung des       quasistationären        Erdschlussstromes    an Wech  selstromnetzen     Ausführungsformen    angegeben,  durch welche bereits im ungestörten Betrieb  die Ladeströme der Netzkapazitäten gegen  Erde kompensiert wurden; im Fall von     Fig.    3  trat sogar Überkompensation auf, indem das  Verhältnis von a     j'.    zu     j"    grösser als 1 ausfiel.  



  Dass nach     Fig.    2 jene Kompensation ge  nau war (a     =    1), wurde im vierten Ab  satz von Seite 3 angedeutet.  



  Dass nach     Fig.    3 die Kompensation mit  
EMI0001.0013  
   eintrat, sieht man ein, wenn  man gemerkt oder durch eine mathematische  Analyse bewiesen hat, dass in diesem Fall  die Drosselspule L stromlos blieb; das Ver  hältnis -a von -     i'"    zu     j"    war dann gleich  dem Verhältnis der     Admittanz   
EMI0001.0017  
      zur     Admittanz   
EMI0001.0019  
   Dass a grösser  als 1 ausfiel, ergibt sich daraus,     dassFormel    (3)       für        L"    einen kleineren Wert lieferte, als  Formel (2).  



  Im erwähnten Absatz wurde nun hervor  gehoben, dass die Spannung einer Drossel  spule     Ln    von     Fig.    2 bei     Erdschluss    höher  sein konnte, als im ungestörten Betriebe;  dies gilt auch für die Spulen     L"    von     Fig.    3,  obwohl in (infolge Vorhandensein der Spule L)  geringerem Masse.

   Waren daher die Drossel  spulen     L"    von     Fig.    2 und 3 so berechnet,  dass sie bei der erhöhten Spannung normal  beansprucht wurden, sowohl in bezug auf  Isolation als in bezug auf Amplitude der  magnetischen Intensität, wobei diese Ampli  tude der maximalen     Permeabilität    entsprechen  mochte; so fielen sie grösser aus als gewöhn  liche Drosselspulen, welche nur zur besagten  Kompensation dienen sollen und daher nur  für die niedrige Spannung berechnet wer  den.

        Zwecks Vermeidung dieses Nachteils ist  der Gegenstand vorliegenden     Zusatzpatent-          gesuches    eine Einrichtung nach Unteran  spruch 3 des Hauptpatentes, bei welcher  die p zwischen den einzelnen Phasen und  einem Nullpunkt liegenden Drosselspulen im  ungestörten Betrieb die Ladeströme der Netz  kapazitäten gegen Erde mindestens teil  weise kompensieren und die Primärwick  lungen von p Transformatoren bilden; deren  Sekundärwicklungen durch eine gut leitende       Polygonverbindung    elektrisch verkettet sind,  derart, dass letztere im ungestörten Betrieb  stromlos bleibt und bei     Erdschluss    einen Kurz  schlusseffekt ausübt, welcher einem     .Anwachsen     der Spannungen jener p Drosselspulen ent  gegenwirkt.

   Hierbei kann sein a      <     1 (teil  weise Kompensation), a = 1 (genaue Kom  pensation) oder a > 2 (Überkompensation).  



       Fig.    1 beiliegender Zeichnung betrifft ein  Ausführungsbeispiel der zusätzlichen Erfin  dung und unterscheidet sich von     Fig.    3 der       Hauptpatentschrift    dadurch, dass die Drossel  spulen<I>L"</I> die Primärwicklungen<I>b"</I> von     p     Transformatoren bilden, deren Sekundärwick  lungen c" durch die gut leitende Polygon  verbindung     vr   <I>. . . .</I>     vp    elektrisch . verkettet  sind.  



  Die Linienleiter sind mit     l"    bezeichnet,  die Wicklungen der Stromquelle, d. h. die  Sitze der elektromotorischen Kräfte e" mit a",  der Nullpunkt der Stromquelle mit 0. Zähl  pfeile sind noch für die durch a" fliessenden  Teile i" der Ladeströme j", sowie für den  Strom<I>j"</I> in der     Polygonverbindung        vi   <B>....</B>     vr,     eingetragen.  



  Die     Induktivität    L der mit gleichem Buch  staben bezeichneten Drosselspule L und  die     Selbstinduktivitäten    L" der Primärwick  lungen b" seien nicht nach Formel (3)  der     Hauptpatentschrift    berechnet, sondern  einfacher nach  
EMI0002.0020     
    in Verallgemeinerung der Formeln (1) und (2)  der     Hauptpatentschrift.    Die     Gegenindaktivi-          äten        M"    der Transformatoren     b",   <I>c"</I> seien    einander gleich.

   Der     ohmsche    Widerstand  der Sekundärwicklungen     c"    und der Polygon  verbindung     vi   <I>. . . .</I>     vp    sei     vernachlässigbar.     In den Transformatoren seien überhaupt       ohmsche    Widerstände, Eisenverluste und  Streuungen     vernachlässigbar.    Unter diesen  Umständen lässt sich das Verhalten des Gan  zen folgendermassen beschreiben  Im ungestörten Betrieb ist der Nullpunkt 0'  spannungslos und die Drosselspule L strom  los;

   es gilt daher 1 j" =<I>0 =</I>     -y   <I>j'";</I> folglich  verschwindet auch die Summe
EMI0002.0034  
    der in den Sekundärwicklungen c" von den  Primärströmen     j',    induzierten Spannungen;  in den Wicklungen     c"    und in der Polygon  verbindung     vi   <B>....</B>     v.        fliesst    somit kein Strom;

    die Stromverteilung ist also wie nach     Fig.    3  der     Hauptpatentschrift;    es gilt     j'n   <I>= a j",</I>  (1 - a) j", mit
EMI0002.0043  
   hierbei  nimmt das Potential des Leiters     1p    einen  bestimmten Wert     c    an (die Rechnung er  gäbe
EMI0002.0046  
    Bei     Erdschluss    im Leiter     lp    wird, dem so  eben geschilderten Strom- und Spannungs  zustand der Einrichtung ohne     Erdschluss    ein  zusätzlicher, und zwar einphasiger,     Strom-          und    Spannungszustand dieser Einrichtung  ohne     Erdschluss    überlagert,

   welcher dadurch  definiert ist,- dass in jede der Wicklungen a"  eine zusätzliche elektromotorische Kraft ein  geführt wird, welche das Potential des Lei  ters<I>l"</I> auf dein zusätzlichen Wert     -u    erhält;  diese elektromotorischen Kräfte treiben durch  jede der Kapazitäten     .Kn    einen zusätzlichen  Strom vom     vektoriellen    Betrag -
EMI0002.0056  
    die Summe
EMI0002.0057  
   dieser  Ströme ist nun gleich dem Strom  
EMI0002.0058     
    durch die Drosselspule L, und zwar infolge  der Beziehung (1'), sowie des glücklichen  Umstandes, dass auch der Nullpunkt 0' das  zusätzliche Potential -U annimmt;

   letzteres  kommt . daher, dass sich die     verlust-    und      streuungsfrei angenommenen Transformatoren       b",    en praktisch im     Kurzachlusszustand    be  finden und daher keine merklichen zusätz  lichen Spannungen an ihren Primärwick  lungen b" entstehen, trotzdem dem gemein  samen Sekundärstrom     j"    zusätzliche Primär  ströme entsprechen;

   aus der Überlagerung  des erst geschilderten und des zusätzlichen  Strom- und Spannungszustandes ergibt sich  ein resultierender Zustand, in welchem sowohl  der Strom     jp    als das Potential des Leiters     lp     Null werden und welcher ausserhalb der  Stromquelle 0     ai,        a2   <I>. . . .</I>     a.    (deren Null  punkt das Potential     -ep    bekommt) identisch  mit dem tatsächlich bei Kurzschluss der Ka  pazität     KP    eintretenden Strom- und Span  nungszustand ist;

   verschwindet     jp,    so muss       j.    gleich der Summe der Kapazitätsströme     j.     der     p-1    andern Phasen sein, und zwar gilt  dies, ohne dass die Spannungen der Wick  lungen b" durch den eingetretenen     Erdschluss     merklich erhöht werden.  



  Wäre die Bedingung (d') nicht erfüllt, so  würde die benützte Überlagerung unzulässig;  die Beziehung     J1'    =     J"    würde ja nicht be  stehen (in Wirklichkeit wäre dann bei     Erd-          schluss        Jp    =     Ja    -     J'').     



  Im Sonderfall, wo alle     Kapazitäten        Kn     gleich gross sind, ergibt sich die Vereinfachung,  dass auch das Potential des Nullpunktes 0  der Stromquelle im ungestörten     Betriebe    Null  wird; die Spannung der Wicklung b" wird  dadurch gleich der Phasenspannung e".  



  Um im allgemeinen Fall, wo die Kapazi  täten     .g"    ungleich sind, die Einstellung der       Induktivitäten    L" ohne Änderung der gemein  samen     Gegeninduktivität        M    zu erleichtern,  kann man zum Beispiel gemäss     Fig.    2 bei  liegender Zeichnung jede Sekundärwicklung c"  für sich über eine zugehörige regelbare Drossel  spule<I>d"</I> schliessen.

   Die Spulen<I>b"</I> seien iden  tisch, ebenso die Spulen     r",.    Im ungestörten  Betrieb existieren dann Sekundärströme durch  die Spulen c" und d", während die Leitungs-         stücke        vi,        v2    . . . .     VP    stromlos bleiben; in  Formel (2') ist dann links
EMI0003.0036  
   zu setzen,  wo     S    die gemeinsame     Selbstinduktivität    der  Spulen     bn    und     ,S"    die Summe der Selbst  induktivitäten der beiden Spulen c" und d"  bedeutet.

   Bei     Erdschluss    tritt wieder der oben  beschriebene     Kurzschlusseffekt    über<B>ei,</B>     vi,        c2,          z#2    . . . .     c."        vp    ein.  



  Die<I>p</I> Transformatoren<I>b", c"</I> können  p Eisenkerne aufweisen, welche durch einen  gemeinsamen magnetischen Rückschluss in  einen gemeinsamen     mehrphasigen    Eisenkern  zusammengefasst sind. Hierdurch kann an  Platz und Gewicht gespart werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Unterdrückung des gua- sistationären Erdschlussstromes in Wechsel stromnetzen nach Unteranspruch 3 des Haupt patentes Nr. 92812, bei welcher die p zwi schen den einzelnen Phasen und einem Null punkt liegenden Drosselspulen im ungestörten Betrieb die Ladeströme der Netzkapazitäten gegen Erde mindestens teisweise kompen sieren;
    dadurch gekennzeichnet, dass diese Drosselspulen die Primärwicklungen von p Transformatoren bilden, deren Sekundärwick lungen durch eine gut leitende Polygoiiver- bindung elektrisch verkettet sind, derart, dass letztere im ungestörten Betrieb stromlos bleibt und bei Erdschluss einen Kurzschluss- effekt ausübt, welcher einem Anwachsen der Spannungen jener p Drosselspulen entgegen wirkt. UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die p Transformatoren p Eisenkerne aufweisen, welche durch einen gemeinsamen magnetischen Rückschluss in einen mehrphasigen Eisenkern zusammenge fasst sind.
CH130344D 1917-01-23 1926-11-01 Einrichtung zur Unterdrückung des quasistationären Erdschlussstromes an Wechselstromnetzen. CH130344A (de)

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