CH130440A - Verfahren und Einrichtung zum Beschicken von Kochbehältern mit feinem Kochgut. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Beschicken von Kochbehältern mit feinem Kochgut.

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CH130440A
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  Verfahren und Einrichtung zum Beschicken von Kochbehältern mit feinem Kochgut.    Es ist ein Verfahren zum Beschicken von       Zellulosekochern        bekannt,    gemäss welchem  das Kochgut von einem in den Kocher ein  gepressten Mittel, zweckmässig einem     Luft-          strome,    mitgerissen wird. Um dabei eine  gleichförmige Verteilung des Kochgutes über  die ganze     Kocherfläche    zu bewirken, hat es  sich als vorteilhaft erwiesen, das von dem  Luftstrome     mitgerissene    Kochgut in Dre  hung zu     versetzen.    Zu diesem Zwecke wur  den bisher rein mechanische Vorrichtungen  im Innern des Kochers     verwendet.     



  Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zum Beschicken von Kochbehältern  mit feinem Kochgut, bei welchen der Kocher  ebenfalls mittelst eines in den Kocher ein  gepressten und dabei das Kochgut mitreissen  den Fluidums beschickt wird. Zwecks guter  Verteilung des     Kochgutes        innerhalb    des  Kochers wird die Beschickung auch in Dre  hung versetzt. Dies geschieht gemäss der Er  findung durch die Einwirkung des Flui  dums, welches zu diesem Zweck so in den    Kocher eingeführt wird, dass es im Innern  desselben eine     Drehbewegung    ausführt.  



  Dieses Verfahren hat sich wirkungsvoll  gezeigt und bringt Vorteile in praktischer  Hinsicht mit sich. Das Zeug wird dadurch  sehr gleichförmig verteilt und dicht aufge  schichtet. Der Beschickungsvorgang findet  statt, ohne dass das Kochgut von irgendwel  chen in den Weg desselben gelangenden Or  ganen eines Bewegungsmechanismus in seiner  Bewegung gehindert wird, weshalb keine       Verminderung    der Eintrittsgeschwindigkeit  des Kochgutes eintreten kann.  



  Die Einrichtung zur Ausführung des  Verfahrens besitzt einen Kanal, durch wel  chen das Fluidum in den Behälter hinein  gepresst wird, und der das     Speiseorgan,    durch  welches das Kochgut zugeführt wird, spiral  förmig umgibt. Dieser spiralförmige Kanal  liegt so zur Austrittsöffnung des     Zufüh-          rungsorganes,    dass das Kochgut bei seinem  Austritt aus der     Auslassöffnung    vom Flui-           dum    gefasst und von dessen spiralförmigen  Bewegung mitgerissen wird.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt Ausfüh  rungsbeispiele von für die     Anwendung    des  Verfahrens geeigneten Beschickungseinrich  tungen.  



       Fig.    1 zeigt ein erstes Beispiel einer Ein  richtung in senkrechtem Schnitt nach der  Linie     a-b    in       Fig.2,    welch letztere Figur die Einrich  tung in Draufsicht und in     wagrechtein     Schnitt veranschaulicht;       Fig.    3 stellt eine Einzelheit in grösserem       Massstabe    dar;       Fig.    4 zeigt einen Schnitt durch die Be  schickungseinrichtung eines andern Ausfüh  rungsbeispiels mit einer     in    das Saugrohr ein  gebauten     Ümsehältvorrichtung.     



  Die Druckluft, die zweckmässig     mittelst     eines (in der Zeichnung nicht gezeigten)  Ventilators erzeugt wird, tritt durch die  Öffnung 1 hinein und strömt durch den Ka  nal 2 weiter     einwärts.    Dieser     Kanal    ist nach  aussen von der spiralförmigen Wand 3 und  nach innen von dem kegelförmigen Füll  trichter 4 begrenzt, an dessen Aussenseite die  Wand 3 sieh bei 5 anschliesst. Die durch  die Öffnung     eintretende    Druckluft strömt so  mit auf ihrem Weg nach innen. längs der  Wand 3 und wird von der letzteren derart  geführt, dass sie, wenn sie durch die eine  ringförmige Düse bildende Öffnung 6 wei  ter nach     unten        dringt,    eine kräftige Dreh  bewegung hat.

   Beim Passieren der Düse       streicht    die Luft an dem im Trichter 4 nach.  unten vorgeschobenen Kochgut, welchem da  bei unter der Einwirkung der Luft eine       kräftige,    schraubenförmige, nach unten ge  richtete Bewegung durch das Rohr 7 bei  gebracht wird.     Wenn    das     Kochgut    schliess  lich das Rohr     verlässt,    wird es sich infolge  der obengenannten schraubenförmigen Be  wegung gleichförmig auswärts über die ganze  Fläche des Kochers verteilen.

   Nachdem die  Luft diese Arbeit ausgeführt hat, kehrt die  selbe durch die ringförmige Öffnung 8 und  die     Luftverteilungskammer    9 nach dem Ven  tilator Zurück,     um    dann, solange die Vor-         richtung    in     Tätigkeit    ist, den eben beschrie  benen Kreislauf und die entsprechende Ar  beit neuerdings auszuführen.  



  Die Einrichtung kann für verschiedene       Luftströmungsgeschwindigkeiten        bezw.    für  verschiedene     Verteilungs-    und     Aufschich-          tungswirkung    eingestellt werden, und zwar  durch die folgende Anordnung. Der Quer  schnitt des Kanals 2, welcher seiner Grösse  nach in einem     bestimmten    Verhältnis zu der  Fläche der ringförmigen Düse 6 stehen muss,  ist dadurch regelbar, dass die Wand 3 ver  stellbar und zu diesem Zweck mit Winkel  schienen 10 versehen ist, welche mit festen  Schienen 1,1 zusammenwirken.

   Beide Arten  von Schienen sind mit     langgestrecktenSchlit-          zen    12     bezw.    13 versehen, durch welche  Schrauben 14     hindurchragen.    Wenn die  Schrauben gelöst werden, können die Schie  nen relativ zueinander verschoben werden,  je nach der     erwünschten    Einstellung der  Wand, und die gewünschte Wandstellung  wird durch Anziehen der Schrauben fest  gelegt. Die spiralförmige Wand 3 kann auch  zu demselben Zweck     wagrecht    in allen Rich  tungen     hin-'und        herbewegbar    sein, ohne dabei  ihre Form zu verändern.

   Der Trichter 4 kann  innerhalb gewisser Grenzen gehoben und  gesenkt werden und ist gegebenenfalls seit  lich verstellbar, um den Austrittsquerschnitt  der ringförmigen Düse 6     vergössern    oder ver  mindern zu können, oder um gegebenenfalls  dem Trichter eine exzentrische Lage zum  Rohre 7 geben zu können. Der Trichter  wird zu diesem Zwecke von Beschlägen 15  (vergleiche     Fig.    .3) getragen, welche mit  Schrauben 16 und 17 zusammenwirken, von  welchen     die    erstgenannte durch     langge-          streckte    Nuten 18 in der Wand des Trich  ters 4 und die letzteren desgleichen durch       langgestreckte    Nuten 19 in der festen Wand  20     hindurchragen.     



  Das Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.        .1     hat zum Zweck,     mittelst    des oben beschrie  benen Verfahrens auch den     obern        verjüngten     Teil des Kochers füllen zu können, so     da.ss     dessen Beschickung nicht mit der Hand aus  geführt zu werden braucht, wie dies     bisher         notwendig war.

   Das mit der Einrichtung  gemäss     Fig.4    angewandte Füllverfahren be  steht darin, dass der Kreislauf der     Gebläse-          luft    durch die Füllvorrichtung, den Kocher  und das Gebläse gegen Ende der Füllung  unterbrochen wird, derart, dass die Luft aus  dem Kocher ins Freie ausbläst. Es hat sich  nämlich gezeigt, dass dadurch das Kochgut  mehr nach den Wänden des Kochers geführt  wird, so dass die Oberfläche der Füllung  schliesslich einen mit der Spitze nach     unten     liegenden Kegelmantel bildet. Auf diese  Weise lässt sich die Kocherfüllung sehr voll  kommen gestalten, und es bleibt im wesent  lichen nach Beendigung der Füllung nur  noch der Raum übrig, den das Rohr ein  nimmt, durch das die Beschickung in den  Kocher geblasen wurde.

   Dieser Raum lässt  sich, falls es überhaupt     gewünscht    wird,  durch einfaches     Einlaufenlassen    einer ent  sprechenden Menge     Kochgut    in den Kocher  anstandslos nachfüllen. Um das mit dem  Luftstrom aus dem Kocher     herausgedrückte     Kochgut zu sammeln, ist über der     Ausblase-          öffnung    ein siebartiger Korb angebracht, der  jenes auffängt.  



  Bis gegen Ende der Füllung wird also  die Luft vom Ventilator durch das Rohr 1  nach dem Düsenraum 2 geführt und strömt  mit der Beschickung spiralförmig durch das  Rohr 7 in den Kocher 21. Aus dem Kocher  wird die Luft mittelst des Gebläses wieder  abgesaugt, das zu diesem Zwecke an den       Kocherhals    mittelst einer Leitung 22 ange  schlossen ist. Die Unterbrechung des Luft  stromkreises gegen Ende der Kocherfüllung  geschieht beispielsweise dadurch, dass mittelst  der beiden Handgriffe 23 und 24 die Rund  schieber 25 und 26 soweit gedreht     werden,     bis ihre Öffnungen sich mit denen des Roh  res decken. Zugleich wird in die dafür vor  gesehene Öffnung 27 des Flansches 28 eine  Absperrscheibe 29 eingeschoben.

   Durch diese  Vorrichtung wird die in dem Kocher durch  das Rohr 1 eingedrückte Luft nicht mehr  abgesaugt, sondern durch die Schlitze des  Rundschiebers 2.5 herausgedrückt,     während     der Ventilator nunmehr Luft durch die    Schlitze des Rundschiebers 26 aus dem  Aussenraum ansaugt. Damit das mit - dem  Luftstrom eventuell herausgedrückte Koch  gut gesammelt werden kann, ist über den  Schlitzen des Rundschiebers 25 eine Auf  fangvorrichtung, zum Beispiel ein runder  Siebrahmen 30 angebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Beschicken von Koch-. Behältern mit feinem Kochgut mittelst eines in den Kocher hineingepressten und das Kochgut mitreissenden Fluidums, da durch gekennzeichnet, dass zwecks guter Verteilung der Beschickung im Innern des Kochers die Beschickung in Drehung versetzt wird durch die Einwirkung des Fluidums, welches zu diesem Zweck so in den Kocher eingeführt wird, dass .es im Innern desselben eine Drehbewegung ausführt.
    II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentansprcuh I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kanal für die Einführung des Fluidums in den Koch behälter ein Speiseorgan zur Zuführung des Kochgutes spiralförmig umgibt, wo bei der spiralförmige Kanal so zur Aus trittsöffnung des Speiseorganes liegt, dass das Kochgut bei seinem Austritt aus dem .Speiseorgan vom Fluidum erfasst und von dessen spiralförmigen Bewegung mitgerissen wird. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das verwen dete Fluidum einen Kreislauf ausführt, indem es aus .dem Behälter durch einen Ventilator herausgezogen wird, um dann von demselben Ventilator wieder hinein getrieben zu werden. . Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass gegen das Ende der Füllperiode der Kreislauf des Fluidums unterbrochen und letzteres durch eine Umschaltvor- richtung hindurch aus dem Behälter ins Freie -herausgelassen wird.
    ä. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der spiral förmig verlaufende Zufuhrkanal für das Fluidum einen zur Einführung der- Be schickung vorgesehenen Trichter umgibt, dessen Wand die Innenwand des Kanals bildet, mit welcher Wand die äussere, spiralförmige Wand des. Kanals an einer Stelle zusammentrifft, welcher Kanal gegen den Behälter zu mit einer rin(y- förmigen, in der Nähe der Auslass- öffnung des Speisetrichters gelegenen Öffnung aufhört. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die spiralförmige Aussenwand _ des Zufuhrkanals für das Fluidum durch Veränderung ihrer Form in bezug auf die Wand des Speisetrichters verstellbar ist, so dass dadurch die Durchflussfläche des Kanals geregelt werden kann. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die spiralförmige Wand ohne Formveränderung wagrecht nach allen Richtungen verstellt werden kann. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass der Speisetrichter in senkrechter und wagrechter Richtung einstellbar ist, damit die Grösse und die Form der ring föTmigen Öffnung zwischen dem Zu führungskanal für das Fluidum und dem untern Teil des Speisetrichters geregelt werden kann. -
CH130440D 1926-12-21 1927-12-19 Verfahren und Einrichtung zum Beschicken von Kochbehältern mit feinem Kochgut. CH130440A (de)

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