Verfahren und Einrichtung zum Beschicken von Kochbehältern mit feinem Kochgut. Es ist ein Verfahren zum Beschicken von Zellulosekochern bekannt, gemäss welchem das Kochgut von einem in den Kocher ein gepressten Mittel, zweckmässig einem Luft- strome, mitgerissen wird. Um dabei eine gleichförmige Verteilung des Kochgutes über die ganze Kocherfläche zu bewirken, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das von dem Luftstrome mitgerissene Kochgut in Dre hung zu versetzen. Zu diesem Zwecke wur den bisher rein mechanische Vorrichtungen im Innern des Kochers verwendet.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zum Beschicken von Kochbehältern mit feinem Kochgut, bei welchen der Kocher ebenfalls mittelst eines in den Kocher ein gepressten und dabei das Kochgut mitreissen den Fluidums beschickt wird. Zwecks guter Verteilung des Kochgutes innerhalb des Kochers wird die Beschickung auch in Dre hung versetzt. Dies geschieht gemäss der Er findung durch die Einwirkung des Flui dums, welches zu diesem Zweck so in den Kocher eingeführt wird, dass es im Innern desselben eine Drehbewegung ausführt.
Dieses Verfahren hat sich wirkungsvoll gezeigt und bringt Vorteile in praktischer Hinsicht mit sich. Das Zeug wird dadurch sehr gleichförmig verteilt und dicht aufge schichtet. Der Beschickungsvorgang findet statt, ohne dass das Kochgut von irgendwel chen in den Weg desselben gelangenden Or ganen eines Bewegungsmechanismus in seiner Bewegung gehindert wird, weshalb keine Verminderung der Eintrittsgeschwindigkeit des Kochgutes eintreten kann.
Die Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens besitzt einen Kanal, durch wel chen das Fluidum in den Behälter hinein gepresst wird, und der das Speiseorgan, durch welches das Kochgut zugeführt wird, spiral förmig umgibt. Dieser spiralförmige Kanal liegt so zur Austrittsöffnung des Zufüh- rungsorganes, dass das Kochgut bei seinem Austritt aus der Auslassöffnung vom Flui- dum gefasst und von dessen spiralförmigen Bewegung mitgerissen wird.
Die beiliegende Zeichnung zeigt Ausfüh rungsbeispiele von für die Anwendung des Verfahrens geeigneten Beschickungseinrich tungen.
Fig. 1 zeigt ein erstes Beispiel einer Ein richtung in senkrechtem Schnitt nach der Linie a-b in Fig.2, welch letztere Figur die Einrich tung in Draufsicht und in wagrechtein Schnitt veranschaulicht; Fig. 3 stellt eine Einzelheit in grösserem Massstabe dar; Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Be schickungseinrichtung eines andern Ausfüh rungsbeispiels mit einer in das Saugrohr ein gebauten Ümsehältvorrichtung.
Die Druckluft, die zweckmässig mittelst eines (in der Zeichnung nicht gezeigten) Ventilators erzeugt wird, tritt durch die Öffnung 1 hinein und strömt durch den Ka nal 2 weiter einwärts. Dieser Kanal ist nach aussen von der spiralförmigen Wand 3 und nach innen von dem kegelförmigen Füll trichter 4 begrenzt, an dessen Aussenseite die Wand 3 sieh bei 5 anschliesst. Die durch die Öffnung eintretende Druckluft strömt so mit auf ihrem Weg nach innen. längs der Wand 3 und wird von der letzteren derart geführt, dass sie, wenn sie durch die eine ringförmige Düse bildende Öffnung 6 wei ter nach unten dringt, eine kräftige Dreh bewegung hat.
Beim Passieren der Düse streicht die Luft an dem im Trichter 4 nach. unten vorgeschobenen Kochgut, welchem da bei unter der Einwirkung der Luft eine kräftige, schraubenförmige, nach unten ge richtete Bewegung durch das Rohr 7 bei gebracht wird. Wenn das Kochgut schliess lich das Rohr verlässt, wird es sich infolge der obengenannten schraubenförmigen Be wegung gleichförmig auswärts über die ganze Fläche des Kochers verteilen.
Nachdem die Luft diese Arbeit ausgeführt hat, kehrt die selbe durch die ringförmige Öffnung 8 und die Luftverteilungskammer 9 nach dem Ven tilator Zurück, um dann, solange die Vor- richtung in Tätigkeit ist, den eben beschrie benen Kreislauf und die entsprechende Ar beit neuerdings auszuführen.
Die Einrichtung kann für verschiedene Luftströmungsgeschwindigkeiten bezw. für verschiedene Verteilungs- und Aufschich- tungswirkung eingestellt werden, und zwar durch die folgende Anordnung. Der Quer schnitt des Kanals 2, welcher seiner Grösse nach in einem bestimmten Verhältnis zu der Fläche der ringförmigen Düse 6 stehen muss, ist dadurch regelbar, dass die Wand 3 ver stellbar und zu diesem Zweck mit Winkel schienen 10 versehen ist, welche mit festen Schienen 1,1 zusammenwirken.
Beide Arten von Schienen sind mit langgestrecktenSchlit- zen 12 bezw. 13 versehen, durch welche Schrauben 14 hindurchragen. Wenn die Schrauben gelöst werden, können die Schie nen relativ zueinander verschoben werden, je nach der erwünschten Einstellung der Wand, und die gewünschte Wandstellung wird durch Anziehen der Schrauben fest gelegt. Die spiralförmige Wand 3 kann auch zu demselben Zweck wagrecht in allen Rich tungen hin-'und herbewegbar sein, ohne dabei ihre Form zu verändern.
Der Trichter 4 kann innerhalb gewisser Grenzen gehoben und gesenkt werden und ist gegebenenfalls seit lich verstellbar, um den Austrittsquerschnitt der ringförmigen Düse 6 vergössern oder ver mindern zu können, oder um gegebenenfalls dem Trichter eine exzentrische Lage zum Rohre 7 geben zu können. Der Trichter wird zu diesem Zwecke von Beschlägen 15 (vergleiche Fig. .3) getragen, welche mit Schrauben 16 und 17 zusammenwirken, von welchen die erstgenannte durch langge- streckte Nuten 18 in der Wand des Trich ters 4 und die letzteren desgleichen durch langgestreckte Nuten 19 in der festen Wand 20 hindurchragen.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. .1 hat zum Zweck, mittelst des oben beschrie benen Verfahrens auch den obern verjüngten Teil des Kochers füllen zu können, so da.ss dessen Beschickung nicht mit der Hand aus geführt zu werden braucht, wie dies bisher notwendig war.
Das mit der Einrichtung gemäss Fig.4 angewandte Füllverfahren be steht darin, dass der Kreislauf der Gebläse- luft durch die Füllvorrichtung, den Kocher und das Gebläse gegen Ende der Füllung unterbrochen wird, derart, dass die Luft aus dem Kocher ins Freie ausbläst. Es hat sich nämlich gezeigt, dass dadurch das Kochgut mehr nach den Wänden des Kochers geführt wird, so dass die Oberfläche der Füllung schliesslich einen mit der Spitze nach unten liegenden Kegelmantel bildet. Auf diese Weise lässt sich die Kocherfüllung sehr voll kommen gestalten, und es bleibt im wesent lichen nach Beendigung der Füllung nur noch der Raum übrig, den das Rohr ein nimmt, durch das die Beschickung in den Kocher geblasen wurde.
Dieser Raum lässt sich, falls es überhaupt gewünscht wird, durch einfaches Einlaufenlassen einer ent sprechenden Menge Kochgut in den Kocher anstandslos nachfüllen. Um das mit dem Luftstrom aus dem Kocher herausgedrückte Kochgut zu sammeln, ist über der Ausblase- öffnung ein siebartiger Korb angebracht, der jenes auffängt.
Bis gegen Ende der Füllung wird also die Luft vom Ventilator durch das Rohr 1 nach dem Düsenraum 2 geführt und strömt mit der Beschickung spiralförmig durch das Rohr 7 in den Kocher 21. Aus dem Kocher wird die Luft mittelst des Gebläses wieder abgesaugt, das zu diesem Zwecke an den Kocherhals mittelst einer Leitung 22 ange schlossen ist. Die Unterbrechung des Luft stromkreises gegen Ende der Kocherfüllung geschieht beispielsweise dadurch, dass mittelst der beiden Handgriffe 23 und 24 die Rund schieber 25 und 26 soweit gedreht werden, bis ihre Öffnungen sich mit denen des Roh res decken. Zugleich wird in die dafür vor gesehene Öffnung 27 des Flansches 28 eine Absperrscheibe 29 eingeschoben.
Durch diese Vorrichtung wird die in dem Kocher durch das Rohr 1 eingedrückte Luft nicht mehr abgesaugt, sondern durch die Schlitze des Rundschiebers 2.5 herausgedrückt, während der Ventilator nunmehr Luft durch die Schlitze des Rundschiebers 26 aus dem Aussenraum ansaugt. Damit das mit - dem Luftstrom eventuell herausgedrückte Koch gut gesammelt werden kann, ist über den Schlitzen des Rundschiebers 25 eine Auf fangvorrichtung, zum Beispiel ein runder Siebrahmen 30 angebracht.