Verfahren und Einrichtung für die Ausführung von Weberknoten. <B>in kn</B> Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung für die Ausführung von Weberknoten. Die Ein richtung ist sehr einfach, leieht und sparsam, und gestattet, den Weberknoten in sehr kur zer Zeit (ungefähr 5 Sekunden) zwischen zwei Fäden, die man aneinander knüpfen will, an- zubrincen.
Es bestehen bereits schon Apparate, die diesen Zweck erreichen wollen, aber dieselben sind kompliziert und schwerfällig, haben be wegliche Teile und sind deshalb leicht Stö rungen ausgesetzt und erreichen auch so hohe Preise, dass sie nicht allgemein in Gebrauch kommen können.
Die Einrichtung gemäss Erfindung besteht aus einem Knüpfapparat und einem Messer. Der Knüpfapparat weist vier Dornen auf, um welche die zu knüpfenden Enden zweier Fäden geschlungen werden, welche zu einem Weberknoten vereint werden sollen. Die Dornen sind auf einer Unterlage in Form eines an einer Stelle offen gelassenen Ringes angebracht, wobei es unwesentlich ist, wor- auf der Ring ruht oder befestigt ist, ebenso unwesentlich sind die dazu gehörigen Hilfs organe wie Faderikleiumfeder, Füsse und der gleichen.
Der Knüpfapparat kann an der<B>-</B> Hand auf der Brust des Arbeiters oder an der Maschine befestigt werden und jede beliebige Form annehmen, wesentlich bleibt nur die Anordnung von Dornen, welche auf richtige Weise von zwei Fadenenden umsehlungen,einen perfekten Weberknoten liefern.
Unbedingt ztig#-Iibi-ig zu. der Einrichtung'<B>-</B> ist ein speziel les Messer, welches so gebaut ist, dass die durch den Knüpfapparat bedingten ungleichen Enden des Knotens stets in genau derselben Längeabgeschnitten werden können, ein nicht zu unterschätzender Vorteil in der Weberei und Strumpffabrikation. Bei den von Hand gemachten Weberknoten ist es unmöglich, dieses Messer zu verwenden und musste es speziell für die vorliegende Einrichtung er dacht werden, von der es einen integralen Teil bildet (Fig. 4).
Die Einrichtung wird besonders da ange wandt, wo es sich um das Wiederanknüpfen von zerrissenen Fäden auf Doubliermaschinen, Zwirnerei-, Messerkontrollmaschinen, Gas- sengmaschinen, Haspeln, Spulmaschinen, Zet telmaschinen, Wirkstühlen und Maschinen für die Strumpffabrikation handelt.
Die beiliegende Zeichnung stellt zwei Aus führungsbeispiele der Einrichtung dar, und zwar: Fig. 1 zeigt einen Knüpfapparat für Be festigung auf einer Maschine; Fig. 2 einen Knüpfapparat, der an der Hand des Arbeiters zu befestigen ist; Fig. 3 zeigt in Vorder- und Seitenansicht das zur Einrichtung gehörende Messer, und Fig. 4 zeigt die Art und Weise, wie das Messer gehandhabt werden muss.
Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, besteht der Knüpfapparat aus einem offenen Ring 1, der auf einem Rohrstück 2 angebracht ist, das ebenfalls auf der Seite der Öffnung des Ringes 1 offen ist. Das Rohrötück ist nach Fig. 1 mit passenden Füsschen 3 für die Befestigung auf einer Maschine versehen, oder nach Fig. 2 mit Riemen 4-5 zur Befesti gung auf der Hand des Arbeiters.
Der unterbrochene Ring 1 zeigt vier Dor nen 6, 7, 8, 9. Beim Knüpfapparat nach der Fig. 1, der dazu bestimmt ist auf einer Ma schine angebracht zu werden, ist eine Vor richtung 10 vorgesehen, welche die Enden des einen Fadens eifasst und festhält, und welche aus einer Sprungfeder 11 mit engen Windungen besteht.
Das zur Einrichtung gehörende Messer besteht aus einem Stiel 12, der in zwei pa rallelen Vorsprüngen 13 endet, die von an gemessener Stärke sind und eine Stahlklinge 14 von der Art "Gillet" einschliessen.
Der Arbeitsgang ist der folgende: Der Faden 16 kommt aus der Spule 16, wird in die Feder 11 gedrückt und festge- klemnit, alsdarin wird das freie Ende des Fadens, das um den Dorn 6 herumgeschlun gen ist (im Innern von links nach rechts), von aussen her um die Dornen 7, 8, 9, 6 ge schlungen und endet wieder in der Feder 11, die bei Ausführung des Knüpfapparates nach Fig; 2 von dein Daumen des Arbeiters er- setzt wird. Der Faden 17 hingegen, der von dem Rocken 18 kommt, schlingt sich zuerst zwischen die Dornen 7-8, hierauf um den Dorn 6, wird dann unter den zwei Faden stücken 15 der Strecke 6-11 durehgezogen und dann über die beiden Fäden 15 und 17 in der Strecke 6-7 und endlich in der Strecke 8-9 unter dem Faden 15 hindurch geführt.
Mit der rechten Hand zieht man alsdann an den beiden Enden des Fadens 17 und mit der linken an den Enden des Fadens <B>15</B> und, indem man nun dieselben aus der) Dornen zieht, bildet sieh der Weberknoten <B>19</B> in vollkommenster Weise. Der ganze Ar beitsgang erfordert nicht mehr als<B>5</B> Sekunden. C Aus der Fig. 4 geht klar hervor, wie die freien Enden des so gebildeten Knotens abereschnitten werden. Man zieht an den bei den Enden der Fäden<B>15</B> und<B>17</B> und man lässt das platte Megser in der Richtung des Pfeils auf dem geknoteten Faden<B>16-19-18</B> gleiten.
Die beiden Enden werden so immer in der gleichen Länge abgeschnitten, die von der Stärke der Vorsprünge bestimmt wird, welche die Rasierklingen Gillet in sich schliessen.
Der Knüpfapparat kann aus jegliebem Alaterial und Dimensionen hergestellt werden, ohne ans dem Rahmen der vorliegenden<B>Er-</B> findung zu treten. Er wird jedoch vorzugs weise aus Metall in einem einzigen Stücke hergestellt werden.
Seine Anwendung ist für die verschie denen Arbeiten der Textilindustrie ange bracht, der Apparat kann zum Knüpfen von jedem Faden (Wolle, Baumwolle, Seide, Kunst seide) verwendet werden. Er ist jedoch spe ziell vorteilhaft für die Kunstseide, da der Knoten bei sehr dünnen Fälen mit der Hand sehr schwierig auszuführen ist.