CH130897A - Elektrolytische Zelle mit Quecksilberkathode für die Chloralkalizersetzung. - Google Patents
Elektrolytische Zelle mit Quecksilberkathode für die Chloralkalizersetzung.Info
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Description
Elektrolytische Zelle mit quecksilberkathode für die Chloralkalizersetzung. Im Patent Nr.<B>116812</B> ist ein Verfahren zur Elektrolyse von Chloralkalien in Queck silberzellen beschrieben, bei welchem die Förderung des Quecksilbers vom Amalgam zersetzungsraum auf das höhere Niveau des Amalgambildungsraumes durch eine mecha nische Fördereinrichtung bei Gegenwart einer geeigneten Deckflüssigkeit, wie Wasser, verdünnte= Alkalilauge oder Alkalichloi-id- lösung bezv_ von inerten Gasen erfolgt.
Da durch wird die sonst auftretende lästige Ver- mulmung des Quecksilbers, die bei Berüh rung des noch Amalgamreste enthaltenden Metalles mit Luft entsteht, mit Sicherheit vermieden.
Die Quecksilberzelle, welche den Gegen stand der Erfindung bildet, stellt eine be sonders geeignete Ausführungsform einer diesem Verfahren dienenden Zelle vor, wel.- ehe hohe Produktion mit günstigem Wir kungsgrad und grosser Betriebssicherheit ver einigt.
Um in einer Quecksilberzelle von ge gebener Grundfläche möglichst hohe Pro- duktion zu erzielen, ist es nötig, die Strom dichte durch gesteigerte Belastung zu er höhen; es ist bekannt, dass die Zellen mit hoher Belastung betrieben werden können, ohne dass die Betriebsspannung über ein wirt schaftlich unzulässiges Mass ansteigt, wenn man den Elektrodenabstand möglichst weit gehend verringert. Der Verringerung des Elektrodenabstandes ist jedoch dadurch eine Grenze gesetzt,
dass ein gurzschluss durch Berührung des zirkulierenden Quecksilbers mit dem Anodenmaterial vermieden werden muss. Diese Kurzschluss'gefahr wird um so geringer, je gleichmässiger die Förderung des Quecksilbers erfolgt. Bei den bisherigen, mit mechanischen Fördermitteln ausgestat teten . Quecksilberzellen wird dieser Forde rung nicht in vollem Masse entsprochen, weil einerseits Unebenheiten der Zellenauskleidung und anderseits Stosswirkungen der mechani schen Fördereinrichtungen die Möglichkeit eines Kurzschlusses schon bei relativ grösse ren Elektrodenabständen ergeben.
Diese Nachteile werden bei der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Zelle wirk sam vermieden, so dass der Elektroden abstand sehr gering, beispielsweise nur auf 5 mm gehalten werden kann. Der Vorteil dieser Zelle besteht also darin, dass die Ver- lnulmung des Quecksilbers mit Sicherheit ausgeschlossen wird und gleichzeitig der Elektrodenabstand auf ein Mindestmass herabgesetzt und dadurch die Produktion pro m2 Quecksilberfläche erheblich gestei gert werden kann.
Die neue Zelle besitzt einen Amalgam- .zersetzungsraum und einen im Niveau höher gelegenen Ama.lgambildungsraum, welche Räume gegebenenfalls in einem einzigen Trog vereinigt sein können. Charakteristisch für den. Bildungsraum ist, dass er mit ge schliffenem Steinmaterial ausgekleidet ist und seine Bodenfläche, auf welcher die Quecksilberkathode fliesst, eine vollkommene Ebene bildet. Man. kann hierfür beispiels weise eine Granitauskleidung wählen, die sorgfältig eben poliert wird.
Der Amalga.m- zersetzungsraum, bei welchem das Erforder nis vollkommener Gleichmässigkeit der Aus kleidungsflächen nicht in gleichem Masse besteht, kann wie üblich ausgestattet sein; in manchen Fällen kann man Jedoch auch zweckmässig die ganze Zellenkonstruktion mit Auskleidungen von Granit oder andern geeigneten Steinmaterialien ausführen.
Die Förderung des Quecksilbers vom Ama.lga.rnzersetzungs- zum Amalgambildungs- raum bei Gegenwart einer Deckflüssigkeit. wie Nasser etc. ist völlig stossfrei auszu führen. Diese stossfreie Förderung das Queck silbers wird mit einer Fördervorrichtung er zielt, die aus einer Schnecke oder Flügel schraube mit einem oberhalb derselben an geordneten, gegebenenfalls an der Rotation teilnehmenden. horizontalen. kurvenförmig profilierten Teller besteht.
Diese Fördervorrichtung gestattet es nun mehr, im Verein mit der besonders gleich mässigen Ausführung der Flächen des Amalgambildungsraumes, den Elektroden abstand auf ein Mindestmass herunterzu- setzen. Man kann zum Beispiel mit platten förmigen Kohlenanoden auf einen Abstand zwischen 10 und 5 mm herabgehen, ohne Störungen befürchten zu müssen. Die so er zielte Verringerung des Elektrodenabstande.@ gestattet, die bekannten Vorteile dieser Mass nahme voll auszunützen.
Man kann also, ohne dass die Spannung über das. sonst übliche Mass erheblich hinausgeht, mit grösseren Strombelastungen arbeiten und damit die Produktion der Zelle in der Zeiteinheit we sentlich vergrössern.
Die Fig. 1 bis. 5 der Zeichnung geben beispielsweise Ausführungsformen der Er findung wieder, und zwar F'ig. 1 und 4 den Querschnitt und die Aufsicht auf eine Zwei trogzelle, Fig. 2, 3 und 5 Querschnitt, Längs- schnitt-, und Aufsicht einer Eintrogzelle.
In Fig. 1 und 4 bedeutet A den aus einem eisernen Kasten angefertigten Amal- gambildungsraum, B den Amalga.mzerset- zungsraum, die beide ein Betonfutter G\ be sitzen. Der Amalgambildungsraum ist mit der geschliffenen Granitauskleidung L ver sehen. Die Konstruktion des Amalga.m- bildungsraiunes ist ohne weiteres aus der Zeichnung ersichtlich.
Es bedeutet E die von oben durch Steinzeugdeckel eingeführte Anode aus Graphitplatten, F die von unten erfolgende Stromzuführung zur von dem Quecksilber gebildeten Kathode in Form eines kupfernen Tellers, G einen Rohrstutzen zur Ableitung des Chlors, J die zur Queck silberförderung dienende Vorrichtung, die aus einer senkrecht oder geneigt angeordne ten Voll- oder unterteilten Schnecke (Flügel schraube) mit einem oberhalb dieses Förder- elementes vorgesehenen, gegebenenfalls an der Rotation teilnehmenden horizontalen, kurvenförmig profilierten Teller besteht, der das geförderte Metall unter der Oberfläche der Deckflüssigkeit verteilt;
N' und N" sind die Umlauftröge für das zirkulierende Queck silber. Die Amalgamzersetzungszelle ist in üblicher Weise ausgestaltet. Zur Gewinnung des Wasserstoffes besitzt sie eine Abschluss- gloche ill aus Blech, die einen umgebogenen Rand besitzt, der in einen Flüssigkeitsver- schluss eintaucht; die Ableitung des Wasser stoffes erfolgt durch den Rohrstutzen H. Die Zersetzung des Amalgams kann auf bekannte Weise durch Eintauchen von Rosten aus Eisen, Graphit oder Legierungen von Va nadin, ilfolybclän etc. beschleunigt werden.
Die Eintrogzelle nach Fig. 2, 3 und besteht aus einem länglichen, rechteckigen, eisernen Kasten A mit einer Längstrennungs- wand K, welche die Zelle in einen Amalgam- bildungs- und Amalgamzersetzungsraum teilt. Beide besitzen das Betonfutter C, der Bildungsraum ausserdem eine Auskleidung L aus geschliffenem und poliertem Granit.
Die Zirkulation des Quecksilbers erfolgt wieder mittelst der Quecksilberfördervor- richtung J, die im Verein mit der vollkom men ebenen Ausführung der Flächen des Amalga.mbildungsra.umes gestattet, den Elek- trodena.bstand (Fig. 1) besonders gering zu halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜGH: Elek1-rolytische Zelle mit Quecksilber kathode für die Chloralkalizersetzung mit einem Amalgamzersetzungsraum und einem im Niveau höher gelegenen Amalgambildungs- raum, bei welcher der Elektrodenabstand im Amalgambildungsraum ohne Kurzschluss- gefahr sehr niedrig gehalten ist, dadurch gekennzeichnet;dass der AmaIgambildungs- raum mit geschliffenem Steinmaterial derart ausgekleidet ist, dass seins Bodenfläche, auf welcher die Quecksilberkathode fliesst, eine vollkommene Ebene von gleichmässiger Be schaffenheit bildet,und dass die Förderung des Quecksilbers von dem Amalgamzerset- zungs- zum Amalgambildungsraum bei Ge genwart einer das Quecksilber gegen die Einflüsse des Sauerstoffes der Atmosphäre schützenden Deckflüssigkeit in stossfreier Weise mittelst einer aus einer Schnecke oder Flügelschraube mit einem oberhalb der selben angeordneten, horizontalen, kurven förmig profilierten Teller bestehenden För- dervorrichtung vorgenommen wird.
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