Laufendes Pferd. Gegenstand der Erfindung ist ein laufen des Pferd, bei welchem durch das Herunter drücken der Steigbügel mittelst eines Hebel- iverkes eine Schwenkung der Hinterbeine um ihre Achse nach vorn bewirkt wird, an welche sich ein Vorschnellen des Rumpfes mit den Vorderbeinen infolge -Freigabe einer die Re iativrückdrehung der Hinterbeine bewirken den Antriebsvorrichtung anschliesst.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt nach A-ss durch den Rumpf des Pferdes; Fig. 2 ist ein Schnitt nach C-D; Fig. 3 ist ein Schnitt nach E-F; Fig.4: ist ein Längsschnitt nach A-B; Fig. 5 und 6 stellen Einzelheiten dar. Das Pferd besitzt den Rumpf 1, den Kopf 2 und die Vorderbeine 3, welche aus dünnwandigem Blech hergestellt sind. Die Hinterbeine 4, welche ebenfalls aus Blech sind, sind um die Achse 5 dreh bar auf Kugellagern 6 gelagert.
Zur Auf- nahme der Hinterbeine sind im Rumpf zwei runde Vertiefungen 7, in welche die Hinterbeine 4, die entsprechende runde Er höhungen 8 haben, hineingesteckt sind. Die Achse 5 geht durch beide Hinterbeine 4 und den Rumpf 1 hindurch und hat an ihrem Ende Muttern 9, welche Beine und Rumpf zusammen halten.
In den Hinterbeinen 4 sind noch die Rohrhülsen<B>10</B> eingeschweisst, in die ein Bolzen 11 durch die Schlitze 13 in den Ver tiefungen 7 hineingesteckt ist, welcher auf einem Zahnraidsegment 12 sitzt, das auf der Achse 5 gelagert und mit derselben fest ver bunden ist. Das Zahnradsegment 12 hat einen winklig abgebogenen Arm 14, auf dem eine Öse 15 befestigt ist, in welcher eine Zug feder 16 angehängt ist.
Das andere Ende der Zugfeder 16 ist an einem Fla.cheisezi- gerüst 17 befestigt, welches mit dem Rumpf 1 vernietet ist. Mit. dem Zahnrad segment 12 im Eingriff ist ein zweites Zahnradsegment 18, das auf dem Bolzen 19 drehbar gelagert ist, welcher wiederum in dem Flacheisengerüst 17 ruht. Zu beiden Seiten des Zahnradsegmentes 18 sind, eben falls um den Bolzen 19 drehbar gelagert, zwei Streben 20 angebracht, die je einen winkligen Arm 21 haben, an dem die Zug federn 22 aufgehängt sind.
Das andere Ende der Zugfedern 22 ist an dem Flacheisen gerüst 17 befestigt. Die Streben 20 sind mit einander durch Stege 20a verbunden und bilden zusammen einen starren Körper. Das Zahnradsegment 18 fasst mit seiner Ver längerung 23 in eine Kerbe 24a der Klinke 24, welche zwischen den Streben 20 liegt und um den Bolzen 25 drehbar ist, der an den Streben 20 befestigt ist. Der über der Kerbe - liegende Kopf 24b der Klinke ist rund ausgebildet, während das andere Ende der Klinke in eine Schräge 24e ausläuft. Zwischen den Streben 20 ist noch eine Hülse 26 befestigt, die zur Aufnahme der Druck feder 2 7 und des Bolzens 28 dient.
An den Streben ist noch :ein Anschlag 29 für die Klinke 24 und ein Arm. 30 als Anschlag für die Streben 20 angebracht. An den Ha ken 31, welche an den Streben 20 sitzen, hängt die Zugvorrichtung, welche aus den Riemen 32 mit den Steigbügeln 33 besteht. Die Riemen gehen durch die Löcher 34 im Rumpf 1. hindurch. Am Flacheisengerüst 17 ist noch eine Hülse 51 befestigt, in der ein Gummipfropfen 52 sitzt, welcher als An schlag für das Zahnradsegment 12 dient. Fer ner trägt das Flaeheisengerüst 17 noch einen Bolzen 53.
Vorn im Rumpf zwischen Vor derbeinen 3 und Halsauslauf ist ein Rohr 35 eingeschweisst, in welches -ein anderes Rohr 36 geschoben ist, das oben. den Handgriff 37 hat und unten in einer Gabel 38 endet, in welcher das Vorderrad 39 ruht. Die Füsse der beiden Hinterbeine 4 ruhen auf den Hülsen 40 und 41, welche auf der Welle 42 lose sitzen, auf der die Hinterräder 42a auf gekeilt sind. Die Hülse 41. eventuell auch 40 hat. auf ihrer innern Stirnseite einen Kranz von schrägen Zähnen 43, welche mit den Zähnen 44 des Ringes 45 im Eingriff' stehen (Fig: 5, 6).
Die :Schraube 46,. die in dem Ring 45 sitzt, fasst mit ihrer Spitze in einen Schlitz 47 der Hülse 48, welche durch den Stift 49 mit der Welle vernietet ist. Der Ring 45 sitzt verschiebbar auf der Hülse 48, welche noch eine Druckfeder 50 trägt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Das Kind, welches auf dem Pferd < : sitzt, tritt die an dem Riemen 32 hängenden Steig bügel 33 herunter. Hierdurch werden die Streben 20, an welchen die Riemen aufge- hängt sind, heruntergezogen und gleichzeitig die zwischen den Streben 20 liegende Klinke 24, welche wiederum das Zahnradsegment 18 mitnimmt. Streben, 20 und Zahnradsegment 18 drehen sich um den Bolzen 19. Zahnrad segment 18 bewegt dadurch das Zahnrad segment 12 um die Achse 5 und der in dem Zahnradsegment 12 sitzende Bolzen 11 be wegt sich in den Schlitzen 13 nach oben und .nimmt die Hinterbeine 4 dadurch, däss er in die Rohrhülsen 10 hineingesteckt ist, mit.
Die Hinterbeine 4 drehen sich mit. ihren Erhöhungen 8 in den Vertiefungen 7 des Rumpfes 1 um die Achse 5. Die Strebe 20 und das Zahnradsegment 18 bewegen sich, bis der als Anschlag dienende Arm 30 den Rumpf 1 des Pferdes berührt (Fig.4). Die Zugfedern 16 und 22 werden dadurch ge spannt.
Bein- Heruntergehen der Strebe 20 gleitet die Klinke 24 mit ihrer Schräge 2413 über den Bolzen 53 und bewirkt, da.ss die Klinke 24 sich um den Bolzen 25 dreht, die Verlängerung 23 des, Zahnradsegmentes 18 freigibt und den Bolzen 28 gegen die Druck feder 27 in die Hülse 26 di-iickt. Ist die Ver längerung 2,3 frei, so werden die Zahnrad segmente 18 und 12 von der Zugfeder 16 in ihre ursprüngliche Lage zurückgezogen. Der Bolzen 11 bewegt sich dadurch in den Schlitzen 13 nach unten und wirft, da die Hinterbeine nicht zurückrollen können, den Rumpf des Pferdes nach vorn.
Je stärker die Zugfeder 16 ist, desto grösser ist die Strecke, welche das Pferd vorschnellt. Das Zahnradsegment 12 bewegt sich dabei soweit, bis es gegen den Gummipfropfen 52 stösst, Zvelcher als Anschlag dient. Die .Streben 20 werden durch die Zug federn 22 hochgezogen, aber erst dann, wenn das Kind die Füsse anzieht. Der Kopf 24b der Klinke 24 stösst beim Hochgehen der Streben 20 unter die Schräge 2f3a der Ver längerung 23, rutscht auf derselben ab gegen den Kopf des Bolzens 28, soweit, bis die Klinke von der Verlängerung abrutscht und die Spitze der Verlängerung 23 in die Kerbe 24a eingreift.
Die beiden Zugfedern 22 ar beiten hierbei gegen die Druckfeder 27, wel che die Klinke gegen die Verlängerung 23 drückt. Jetzt ist die Ursprungstellung wieder erreicht, und das Kind hätte erneut wieder die Steigbügel herunter zu treten.
In Fig. 5 und 6 ist .die Vorrichtung dar gestellt, welche es ermöglicht, dass die Hin terbeine nur vorwärts aber nicht zurück laufen können. Die Welle 42, auf der die Hinterräder 42a aufgekeilt sind, dreht sich beim Anziehen der Hinterbeine nach vorn und nimmt die Hülse 48 und den Ring 45 mit. Hierbei gleiten die Zähne 44 über .die Zähne 43 der Hülse 41, auf welcher die Beine befestigt sind und die deshalb fest steht. Die Zähne sind so ausgebildet, dass sie nur ein Vorwärtslaufen und niemals ein Zurücklaufen gestatten.
Mittelst einer Lenkvorrichtung 35 bis 38 ist es möglich, das Vorderrad 39 zu steuern.