CH130953A - Verfahren und Maschine zum Rupfen von Fellen. - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Rupfen von Fellen.

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CH130953A
CH130953A CH130953DA CH130953A CH 130953 A CH130953 A CH 130953A CH 130953D A CH130953D A CH 130953DA CH 130953 A CH130953 A CH 130953A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hair
tools
plucking
trunk
pair
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Application number
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English (en)
Inventor
Hutstoffwerke Bloch Vereinigte
Original Assignee
Ver Hutstoffwerke Bloch & Hirs
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B15/00Mechanical treatment of furs
    • C14B15/02Shearing; Removing dead or coarse hairs or bristles by shearing or plucking

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dry Shavers And Clippers (AREA)

Description


  Verfahren und Maschine zum Rupfen von Fellen.    Die Haare der     meisten    Felle besitzen an  ihrem freien Ende     gxobe    Spitzen, sogenannte       Stutzen,    welche härter und gewöhnlich auch  andersfarbig sind als die     eigentlichen     Summ- oder Unterhaare; da diese Stamm  ba.are für bestimmte Zwecke, namentlich in  der     Hutmacherei    zu Haarfilzen Verwendung  finden, müssen sie vorher von den Stutzen  durch     Abrupfen    derselben befreit werden.  



  Dieses Abrupfen der Stutzen geschieht  bereits am Fell, teils von Hand, teils ma  schinell, und zwar derart, dass das Fell fest  gehalten wird, während die Stutzen erfasst  und einfach abgerupft werden. Im allgemei  nen geht auch dieser Arbeitsvorgang an  standslos vor sich, da die     Stutzen    nicht so  fest auf den Stammhaaren sitzen, wie diese  in der Haut.  



  Sehr häufig ist aber auch, je nach Fell  sorten, das Gegenteil der Fall: die Stamm  haare sitzen nicht so fest in der Haut, wie  die     Stutzen    auf den     Stammhaaren,    und sie  werden während des Rupfens aus dem Haar-    Boden mitsamt den Stutzen herausgerissen,  wodurch natürlich erhebliche Haarverluste  entstehen.  



  Diese Verluste spielen namentlich dann  eine grosse Rolle; wenn die     gerupften    Felle  für Schneidezwecke     (Huthaa.rfabrikation)     weiterverarbeitet werden, da das Haarpro  dukt nach Gewicht verkauft wird.  



       Gegenstand    der Erfindung ist nun ein  Verfahren, welches die vorgenannten Haar  verluste vermeidet und daher grosse wirt  schaftliche     Vorteile    bietet. Das neue Ver  fahren besteht darin, dass während des     Rupf-          prozesses        da.s    Haar am Haarstamm festge  halten wird, worauf. .die Haarstutzen erfasst  und losgerissen werden. Dadurch wird ein  Herausreissen des Stammhaares aus dem  Haarboden ganz unmöglich gemacht, dage  gen aber ein     exaktes        Entfernen    der Stutzen       ermöglicht.     



  Das Rupfen geschieht     zweckmässig     schrittweise in rascher     Aufeinanderfolge.     indem jeweils immer eine relativ schmale      Reihe von Haaren am Stamme festgehalten  wird, dann :die     Stutzen    erfasst, losgerissen  und die Haare, sowie die Stutzen schliess  lich wieder freigegeben werden, worauf das  Fell     weitertransportiert    wird. Das Fell wird  dabei zweckmässig von Hand über eine Rolle  gezogen und so oft an den Halte- und     Rupf-          werkzeugen        vorbeigeführt,    bis seine Ober  fläche gänzlich von den Stutzen befreit und  überall sauber gerupft ist.  



  Diese Art des Rupfens ermöglicht eine       individuelle    Behandlung jeden Felles,     denn     durch das maschinelle Festhalten des  Stammhaares kann der Zug, welcher wäh  rend des     R.upfmomerLtes        stattfindet,        nicht     auf den Haarboden     wirken,    und der Arbei  ter ist in der Lage, (las Fell leicht zu hand  haben.  



  Die Hauptmerkmale der zur Durchfüh  rung dieses Verfahrens dienenden Maschine       bestehen    in einem ersten zum Festhalten des  Haarstammes und einem     zweiten    zum Erfas  sen und Losreissen der     Stutzen    dienenden  Werkzeugpaar.  



  Erfindungsgemäss werden beide Werk  zeuge in rascher Aufeinanderfolge geschlos  sen und wieder geöffnet,     und    zwar derart,  dass von den Haltewerkzeugen zunächst die  Stammhaare unterhalb der Stutzen     gefa.sst     und festgehalten werden, während die Rupf  werkzeuge die     Stutzen    erfassen und von den  festgehaltenen Stammhaaren abrupfen.  



  Die Zeichnung veranschaulicht eine bei  spielsweise Ausführungsform der neuen Ma  schine im Schnitt durch die zum Verständ  nis der Erfindung in Betracht kommenden       Teile.     



  In     Fig.    7. sind die Halte- und die     Rupf-          werkzeuge    in geöffnetem, in       Fig.    2 in geschlossenem Zustande darge  stellt.  



  Die Walze 1 dient zur Führung des Fel  les, das an beiden Enden vom Arbeiter ge  halten und im gespannten Zustande von  oben nach unten langsam über die Walze  gezogen wird.     Dasi    zum Festhalten des Haar  stammes bestimmte Werkzeugpaar besteht  aus der feststehenden Leiste 2 und der be-         weglichen    Leiste 3. Letztere führt in rascher  Aufeinanderfolge eine Auf- und Abwärts  bewegung aus, setzt sich in ihrer tiefsten  Lage auf die feststehende Leiste 2 auf     uncl     klemmt infolgedessen .das dazwischen lie  gende     Haar    ein.  



  Dicht hinter dem Leistenpaar 2 und 3  liegt das     Rupfwerkzeugpaar,    bestehend aus  einer Gummiwalze 4 und einem Messer 5,  dessen Schneide sich     nach    einer Ellipse mit  krummer Hauptachse     bewegt.    In     Fig.    1 und       \?    ist diese Ellipse     punktiert    eingezeichnet.  Das Messer senkt sich zunächst bis auf die  Walze 4,     beweg;    sich dann     konzentrisch    zur  .Achse dieser Walze, wobei es die Walze  mitnimmt, und danach hebt es sich von ihr  ab, um seine elliptische Bahn zu beschreiben  und in seine Anfangslage zurückzukehren.  



  Die     Bewegungen    der beiden Werkzeug  paare sind voneinander abhängig und     finden     in     folgender    Weise statt: Erst schliessen sich  beide Werkzeugpaare zu gleicher Zeit, wo  bei der Haarstamm von dem einen, die     Ilaar-          stutzen    von dem andern Werkzeugpaar er  fasst werden, dann führt das Ende des Mes  sers 5 zusammen mit der     Walze    4 eine Be  wegung um die Achse letzterer aus, wobei  die Haarstutzen vom Haar     loszerissen    wer  .den. Schliesslich öffnen sich beide Werkzeug  paare und kehren in ihre Anfangslage zu  rück. Dadurch werden Haar und Stutzen  freigegeben.  



  An die Gummiwalze 4 schliesst sich eine       Saugluftleitung    6 an. Der durch dieselbe  strömende     Luftstrom    zieht das Haar im ge  öffneten Zustand der Werkzeuge zwischen  dieselben und streicht es     glatt,    so dass es  von ihnen leicht     erfasst    werden kann. Der  Luftstrom sorgt auch für das Absaugen der  losgerissen     Haarstutzen.     



  Selbstverständlich können an Stelle der  beschriebenen Werkzeuge andere     gleichwer-          ti-e        Mittel        treten,    ohne dass     deswegen.    der  Erfindungsrahmen verlassen wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> I Verfahren zum Rupfen von Fellen, da durch gekennzeichnet, dass Idas Haar ain Ha-arstamme festgehalten wird, worauf die Haarstutzen erfasst und losgerissen werden. UNTERANSPgUCH 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Rupfen schrittweise in rascher Aufeinanderfolge geschieht, indem jeweils immer eine relativ schmale Reihe von Haaren am Stamm festgehalten wird, dann die Stutzen -erfasst, losgerissen und die Haare, sowie die Stutzen schliess lich wieder freigegeben werden, worauf das Fell weiter transportiert wird, wobei das Fell von Hand über eine Rolle ge zogen und so oft an den Halte- und Rupf- werkzeugen vorbeigeführt wird, bis seine Oberfläche gänzlich von den Stutzen be freit und überall sauber gerupft ist.
    PATENTANSPRUCH II: Maschin.c zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein erstes zum Festhalten des Haar stammes und ein zweites zum Erfassen und Losreissen der Stutzen dienendes Werkzeug paar. UNTERANSPRüCHE Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das zum Fest halten .des Haarstammes dienende Werk zeugpaar aus zwei Leisten und das zum Rupfen dienende Werkzeugpaar aus einem Messer und einer Gummiwalze be steht. 3.
    Maschine nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass sich beide Werkzeugpaare gleich zeitig schliessen, dann sich das Messer des Rupfwerkzeugpaares von dem zum Fest halten des Haarstammes dienenden Werk zeugpaar entfernt, worauf beide Werk- zeugTaare sich öffnen und in ihre An fangslage zurückkehren.
    Maschine nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schneide des Mes sers die Bahn einer Ellipse mit krummer Hauptachse beschreibt, jedoch während es die Gummiwalze berührt, sich konzen- trisch zu deren Achse bewegt und dabei die Gummiwalze selbst mitnimmt. 5. Maschine nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das Haar durch einen Luftstrom zwischen die geöffneten Werk zeuge gebracht wird.
CH130953D 1928-02-09 1928-02-09 Verfahren und Maschine zum Rupfen von Fellen. CH130953A (de)

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