CH131006A - Schaltungsanordnung zur Signalübertragung bei Fernsprechanlagen. - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Signalübertragung bei Fernsprechanlagen.Info
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Description
Schaltungsanordnung zur Signalübertragung bei Fernsprechanlagen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für hernsprechanla@gen, bei denen zur Übertragung von Signalen über die Sprechleitungen Wechselstrom mit Sprechfrequenz benutzt wird und bezweckt, eine falsche Betätigung der Signalempfangs vorrichtungen durch Sprechstrbme zu ver hindern.
Die Erfindung besteht darin, .dass :an .der Empfangsstelle der Signalströme Einrichtun gen angeordnet sind, welche beim Eintreffen anderer Frequenzen die Signalempfangsvor- richtung unwirksam machen.
In der Zeichnung ist die Erfindung in drei Ausführungsbeispielen dargestellt. Zur Vereinfachung der Beschreibung sind die entsprechenden Teile in den verschiedenen Abbildungen mit denselben Bezugszeichen versehen.
Von der Sprechleitung A werden die Sig nal- und 'Sprechströme über den parallel zur Leitung A liegenden Übertrager Uel auf den Verstärker Trl übertragen. In den dargestell ten Ausführungsbeispielen ist das Gitter des Verstärkers V1 über einen Übertrager mit hohem Eingangswiderstand an die Leitung A angeschlossen. 1tIan kann jedoch auch dass Gitter unmittelbar mit der Leitung A ver binden.
Von der Ausgangsseite des Verstär kers V1 gelangen die verstärkten Ströme zu dem Übertrager Ue2. Von der sekundären Wicklung ,des Übertragers sind der aus dem Filter F1, dem Übertrager Ue3 und der Röhre I bestehende Sperrkreis und- der durch das Filter F2, den Übertrager Ue4 und,die Röhre [I gebildete Arbeitslkreis abgezweigt.
Die Wechselstromdämpfung der Filter ist abhängig von der Frequenz der ankommen den Ströme, und zwa.r erreicht bei Strömen von Signalfrequenz die Dämpfung des Fil ters F1 des Sperrkreises seinen höchsten Wert, während der des Filters F2 des Ar beitskreises seinen kleinsten Wert erreicht.
Die Filter sind genau auf die 'Signalfrequenz, welche eine bestimmte Frequenz, zum Bei spiel 500, innerhalb des Bereiches der Sprech frequenzen aufweisen, abgestimmt, das heisst wird die Frequenz grösser oder kleiner als 500, so nimmt die Dämpfung des Filters P1 sehr schnell ab und die Dämpfung des Fil ters F'2 sehr schnell zu.
Da die an der sekun dären Wicklung des Übertrages Ue2 abge nommene Spannung unabhängig von der Frequenz, ;demuoch also konstant anzunehmen ist, bedeutet dies, dass die den Übertrager Ue4 übermittelte Spannung für die Signalfre quenz ihren Höchstwert erreicht und für die andern Frequenzen- sehr klein ist, währenc' die zum Übertrager Uess gelangende Span nung nur bei der Signalfrequenz sehr klein ist und für alle andern Frequenzen des Sprechbereiches einen hohen Wert erhält.
Die Röhren I und M arbeiten als Gleich richter, und zwar wird die Gleichrichte -ir- lring bei den Röhren I in Abb. 1 un..l 2 'tureli Kurzschliessen von Anode und Gittererzielt. Bei den andern Röhren, welche wie gewöhn liche -#rerstärker geschaltet sind, ist d., "lit- ter so weit negativ vorgespannt, da.ss die Röh ren .im untern Knick der Kennlinie, das heisst als Gleichrichter arbeiten.
Die Arbeitsröhre II arbeitet nur, wenn eine reine Signalfrequenz ankommt, bei der die Dämpfung des Filters F'2 ihren klein sten Wert hat. Der positive Teil der dem bertrager Ue4 zugeführten Wechselspan- nungen verlagert das Gitter der Röhre II so weit ins Positive,
dass ein Anodenstrom flie ssen kann. Die untere Halbwelle der Wechsel spannung verlagert die negative Vorspannung des Gitters der Röhre II noch weiter ins Ne gative, so dass hierbei kein Anodenstrom zu standekommen kann. Durch -den so entstehen den, unterbrochenen Gleichstrom wird das Relais M erregt. Das Relais 31 leitet mit sei nem Kontakt m lokale Schaltvorgänge ein, durch welche das empfangene Signal weiter geleitet wird.
Wird über die Zeitung 11 gesprochen, so wird vom gesamten Frequenzbereich der Sprache nur die zeit der Signalfrequenz über- ein:stimmenide Frequenz eine Spannung am Gitter der Röhre II hervorrufen. Durch diese Spannung kann aber das Relais M im Anodenkreis dieser Röhre nicht erregt wer den, da durch die gleichzeitig auftretenden andern Frequenzen Spannung am Gitter der Röhre II hervorgerufen und dadurch die Ar beitsschaltung mit dem Relais M unwirksam gemacht wird.
Es sei nun die Art der Sperrung in den verschiedenen Ausführungsbeispielen näher betrachtet.
Durch die dem Übertrager Ue3 in Abb. 1. übermittelte Wechselspannung wird das Git ter und .die Anode der Röhre I abwechselnd positiv und negativ aufgeladen. Es kommt also ein unterbrochener Anodengleichstrom zustande, welcher von der positiv aufge ladenen Anode zur Kathode über den Wider stand Wi, die sekundäre Wicklung des Über tragers Ue3 zur Anode zurück verläuft.
Durch idie Gleichstromkomponente dieses un terbrochenen Anodenstromes wird am Wider stand Wi. ein Spannungsabfall hervorgerufen, wodurch das Gitter der Röhre II eine zusätz liche negative Vorsp:annung erhält, so dass die dem Gitter II zugeführte Spannung von Signalfrequenz das Gitter nicht mehr soweit ins Positive verlagern kann, dass über das Relais M ein Anodenstrom fliessen kann.
DerSperrkreis in Abb. 2 arbeitet in dersel ben Weise wie der in Abb. 1. Zur Erhöhung der .Sperrwirkung ist bei dieser Anordnung ein Verstärker V2 zwischen das Gitter F1 und den Übertrager Ue3 geschaltet.
Nach dem Ausführungsbeispiel in Abb. 3 wird die Sperrung der Arbeitsschaltung nicht elektrisch, sondern mechanisch herbei geführt. Im Anoldenkreis der Röhre I liegt ein Relais N, welches beim Eintreffen von Sprechfrequenzen erregt wird und seinen Kontakt n umgelegt. Der Ruhekontakt r2 be reitet den Stromkreis eines Relais U vor, wel- eher beim Empfang -von Signalstrom durch einen Kontakt 7n -des Relais M geschlossen wird.
Das Relais U gibt durch seinen Kontakt ac das iSign:al weiter. Wenn nun das Relais N erregt wird, kann der Stromkreis für Relais U nicht zustandekommen. Der Kontakt des Relais N kann auch im Anodenkreis :der Röhre II angeordnet sein, so dass beim Empfang von Sprechfrequenzen der Stromkreis für das im Anodenkreis lie gende Relais ltl unterbrochen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung für Fernsprechan lagen, bei denen zur Signalgabe über die Sprechleitungen Wechselströme einer be stimmten Frequenz innerhalb des Sprechbe reiches verwendet werden, dadurch gekenn zeichnet, dass an,der Empfangsstelle,der S.ig- nalstöme Einrichtungen angeordnet sind, wel che beim Eintreffen anderer Frequenzen die Signalempfangsvorrichtung unwirksam ma chen. UNTERANSPRüCHE 1.Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsstelle der Signalströme ein für die Signalfrequenz unempfindliches elek trisches System enthält, durch dessen Er regung die Signalempfangsvorrichtung ge sperrt wird. 2. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das elek trische System aus einem Filter und einem über dieses Filter erreichbaren Sperrglied besteht. 3. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch ?,dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erhöhung der Sperrwirkung zwischen,das Filter und das Sperrglied ein Verstärker beschaltet ist.d. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch ?, dadurch gekennzeichnet, dass als Sperr glied ein Gleichrichter vorgesehen ist, welcher beim. Empfang von Sprechströmen durch Verlagerung,der Gittervorspannung eines der Signalempfarigsvorrichtung zu geordneten Gleichrichters #d#iesen zur Sig nalübermittlung unwirksam macht.5. Schaltunganordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Sperr glied ein im Anodenkreis eines,dem Filter nachgeordneten Gleichrichters liegendes Relais angeordnet ist, welches beim Emp fang von Sprechströmen durch Unterbre chung es Stromkreises eines der @Sibanal- empf.angsvorrichtung zugeordneten Relais dieses zur Signalübertragung unwirksam macht.6. Schaltungs.anordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass der Emp fangsstelle der Signalströme ein Verstär ker vorgeschaltet ist, :dessen Gitter un mittelbar oder über einen Übertrager mit hohem Eingangswiderstand an die Fern sprechleitung .angeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE131006X | 1927-10-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH131006A true CH131006A (de) | 1929-01-15 |
Family
ID=5663897
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH131006D CH131006A (de) | 1927-10-22 | 1928-02-13 | Schaltungsanordnung zur Signalübertragung bei Fernsprechanlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH131006A (de) |
-
1928
- 1928-02-13 CH CH131006D patent/CH131006A/de unknown
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