CH131054A - Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern.

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CH131054A
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  Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern.    Der Gegenstand der Erfindung ist ein  Verfahren und eine Vorrichtung zur mecha  nischer. Herstellung von Glashohlkörpern;  wie zum     Beispiel    Kolben für elektrische  Glühlampen und ähnliche Gegenstände.

   Die  Erfindung bezieht sich auf diejenigen Ver  fahren, bei denen ähnlich dem     Verfahren     nach dem deutschen Patent Nr.     ?69949    ge  schmolzenes     (xlas        aus    dem Ofen oder Glas  hafen in die Form     eine.    Entnahmekopfes  eingesaugt, das überschüssige Glas der Form  durch ein Messer abgeschnitten und das er  zeugte     Külbel    durch Abfallen an die Blas  pfeife abgegeben wird.

   Bei diesem bekann  ten Herstellungsverfahren erhielt     dass        Kül-          bel    am untern Teil einen etwas     verengten     Hals, der nach oben hin in einen seitlich  vortretenden, herumlaufenden Flansch über  ging. Bei der Abgabe des     Külbels    an die  Glaspfeife trat .der verengte     Külbelhalsteil     in die Mündung der Pfeife ein,      #ährend    der  vortretende Flansch über die Pfeifenmün  dung     hinwegfasste    und an letzterer durch    die beweglichen Haltebacken der Pfeife  festgehalten     wunde.     



  Der aus dem bekannten     Külbel    mittelst  .der abwärts geschwenkten     Blaspfeife    und  der Fertigform hergestellte Kolben hat zu  folge des am     Külbel    vorhandenen, nicht. zur       Verblasung    kommenden Halsansatzes einen  dicken :Glasansatz, dessen Öffnung nur einen  verhältnismässig geringen Durchmesser be  sitzt. Dieser Ansatz muss entfernt werden,  um zum Beispiel in den Kolben den Glüh  fadenträger oder sonstige Einbauteile ein  setzen und befestigen zu können. Hierdurch  wird naturgemäss das Herstellungsverfahren  umständlich und     seine    Wirtschaftlichkeit  verringert.  



  Diese Nachteile werden durch die Erfin  dung vermieden, und zwar dadurch, dass in  der Saugform ein     Külbel    mit an .der     Schnitt-          fläclie    grösster Ausdehnung erzeugt und die  ses anders wie bisher beschaffene     Külbel     dann mit der Schnittfläche, also mit der  Fläche, von der das überschüssige Glas ab-      getrennt ist, auf den Rand der Pfeife be  ziehungsweise auf deren     Stirnfläche    aufge  setzt und festgelegt wird.  



  Um ein besonders wirksames Festhalten  des     Külbels    zu erreichen,     kann    dieser eben  falls mit einem seitlich vortretenden, herum  laufenden Flansch versehen sein. Letzterer  wird dabei im Gegensatz zu den bisherigen  Verfahren jedoch nicht beim Einsaugen der  Glasmasse in die Form, sondern erst nach  dem Aufsetzen des     Külbels    auf die     Blas-          pfeife        erzeugt,    und zwar     zweckmässigerweise     dadurch, dass beim Abwärtsgehen von an der       Blaspfeife        geführten,

      über den Pfeifen- und  auch .den     Külbelrand    greifenden Klauen die       Külbelrandma.sse    zu einem Flansch umge  bildet wird. Dieser liegt also nicht, wie bis  her, oberhalb eines verengten Halsteils, son  dern bündig mit der Schnittfläche des     Kül-          bels.     



  Die neue Ausgestaltung und     Festklem-          mung    des     Külbels    gestattet es, die Gestalt  der Saugform und damit auch des die Saug  form. in sich     aufnehmenden    Entnahmekopfes  zu vereinfachen, sowie die     ;Saugform    leich  ter auswechselbar zu gestalten.

   Die     Saug-          form,    braucht nicht mehr zwei- oder mehr  teilig zu sein, sondern kann aus einem     .Stück     bestehen,     derart,    dass die Formaushöhlung  an der Mündung den grössten     Querschnitt          besitzt.    Die Form wird hierbei zweckmässig       stumpfkegelig    gestaltet und in einer entspre  chend ausgebildeten Aussparung des Ent  nahmekopfes gelagert.

   Ihre Befestigung am  Entnahmekopf     erfolgt    durch am Entnahme  kopf gelagerte Organe, zum Beispiel eine  leicht lösbare     Überwurfmutter,    wobei zwi  schen letzterer und der Form ein deren un  teren Rand bildender, auswechselbarer Ring  eingeschaltet sein kann. Die Lebensdauer  der Saugform wird dadurch verlängert, da  ihre der     Einwirkung    der heissen Glas  schmelze in der Wanne am     meisten    ausge  setzte Mündung nunmehr durch den leicht  auswechselbaren Ring gebildet wird.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel einer Vorrichtung zur Ausführung    des     erfindunbsgemässen.    Verfahrens veran  schaulicht, und zwar ist:       Fig.    1 ein senkrechter Schnitt .durch den  die Saugform enthaltenden Entnahmekopf  und den obern Teil des dazugehörigen Pfei  f     enmundstückes,          Fig.    2 ein senkrechter Schnitt durch das  Pfeifenmundstück, die Klauen in der ge  schlossenen, aber noch angehobenen Stel  lung veranschaulichend,       Fig.    3     ein        ähnlicher        Schnitt        wie    F     i'-.        ?.     



  jedoch mit gesenkten Klauen,       Fig.    4 ein senkrechter Schnitt durch das  beim Blasen     abwärts    hängende     Pfeifenmund-          stück    mit dem bereits geblasenen Kolben  und       Fig.    5 ein senkrechter Schnitt durch     -in     nach den bisherigen Verfahren     erzeugtes          Külbel.     



  In der     Fig.    1 bedeutet. 1 den in die nicht  dargestellte     Wanne    eintauchenden Ent  nahmekopf, dessen abgesetztes unteres     End!-          2    mit     Gewinde    3 versehen ist und den übli  chen     SauAuftkanal    4 besitzt.

   Im Endteil 2  des Entnahmekopfes befindet sich eine ke  gelförmige     Ausspai-ing    5, in welcher die  aus einem     .Stück    bestehende, in Gestalt     eines          abgestumpften    Kegels ausgeführte Saug  form 6 genau     passrecht    eingesetzt ist. 7 sind  Bohrungen in der Saugform 6, die über die  sieh daran schliessenden, auf der Aussen  fläche der Form befindlichen Rillen 8 den  ebenfalls kegelförmigen Hohlraum 9 der  Form. mit der Saugleitung 4 des Entnahme  kopfes verbinden. Die Form 6 wird durch  die     Überwurfmutter    10 in der Aussparung  5 des Kopfes gehalten, und zwar zweck  mässig unter Zwischenschaltung eines Rin  ges 11.

   Der Rand 12 der Formmündung,     so-          wie,der    den Ring 11 gegen die Form 6     drük-          kende    Flansch 13 der     Überwurfmutter    10  sind mit der     Konizität    des Ringes 11 ent  sprechenden     -Abschrägungen    versehen. Beim  Anziehen der     Überwurfmutter    10 übt der  Flansch 1'3 auf den Ring 11 einen Druck  aus, der von diesem auf die Form 6 über  tragen wird und letzteren in die     konische          Aussparung    5 des Kopfes 1 hineintreibt.

             Durch    Lösen der Mutter 10 können die Form  6 und der am stärksten durch die heisse  Glasschmelze der Wanne beanspruchte Ring  11 leicht und schnell ausgewechselt werden.  14 ist ein in bekannter Weise am Entnahme  kopf drehbar angeordnetes, konzentrisch zur  Formmündung bewegtes Messer und 15 die  Mündung der zu beschickenden     Blas-          pfeife    16.  



  Sobald der Entnahmekopf in die     nicht     dargestellte Wanne     hineinbewegt    ist, wird  in bekannter Weise durch     Saugluftwirkung     heisses Glas in die Aushöhlung 9 der Saug  form 6 hineingesaugt und durch Ausschwin  gen des Messers 14 das von der Form 6  unten vortretende, überschüssige Glas abge  trennt, so     da.ss        dieses    wieder in die Wanne       abfallen    kann. Der     in    der kegelförmigen  Formaushöhlung 9 durch     Saugluftwirkung     testgehaltene     Glaskülbel    besitzt an der an  nähernd ebenen Schnittfläche seine grösste  Ausdehnung.

   Da die Saugform im innern  keine seitlich zurücktretenden Teile auf  weist, wie dies bei den bisherigen, ähnlichen  Zwecken dienenden mehrteiligen Formen der  Fall ist, so ist auch an dem fertigen     Külb1-l     17 kein seitlich     vortretender,    umlaufender  Flansch *vorhanden; die Mantelfläche des       Külbels    ist vielmehr vollkommen glatt.  



  Nachdem der Entnahmekopf 1 aus der  Wanne     herausbewegt    ist, wird das     Külbel     17 in bekannter Weise durch Unterbrechung  der     Saugluftwirkung    zum Abfallen auf die       Blaspfeife    16 gebracht, wobei es sich mit  seiner Schnittfläche auf den Rand 15 der       Blaspfeife    16 beziehungsweise die Stirn  fläche derselben     aufsetzt,    wie in     Fig.    1 dar  gestellt ist. Eine sichere Auflage des     Kül-          bels    17 wird hierbei dadurch erzielt, dass die  Mündungsweite der Saugform 6 mit dem  äusseren Durchmesser der Pfeifenmündung  genau übereinstimmt.  



  Die in bekannter Weise an der     Blaspfeife     16 schwenkbar gelagerten, zum Halten des       Külbels    17 dienenden Klauen 18 sind derart  ausgebildet, dass sie im     zusammengeklappten     Zustande     (Fig.    2) mit ihren Umbiegungen  19     senkrecht    oberhalb .des Pfeifen- und auch         Külbelrandes    stehen.

   Bei der Abwärtsbewe  gung der geschlossenen     Klauen    18 pressen  die Umbiegungen 19 derselben die     Külbel-          randmasse    zwischen sich und den Pfeifen  rand 15, wodurch am     Külbel    17 bündig mit  der Schnittfläche ein Flansch 20 entsteht,  mit dem dasselbe auf der Pfeife 16 durch       Klemmwirkung    festgehalten wird. Sofort  nach der     Festklemmung    des     Külbels    17 tritt.

    Druckluft vom Innern der     Blaspfeife    auf  die Unterseite des     Kiilbels.    Die     Blaspfeife          schwenkt    dann in bekannter Weise nach  unten, so dass das eigentliche Aufblasen des       Külbels    bei hängender Pfeife stattfindet.  Bei dem aus dem     Külbel    entstehenden Kol  ben 21     (Fig.    4) fehlt der sonst durch den  verengten Glashals des     Külbels    bedingte,  einen grossen Abfall bedeutende Glasansatz.

    Die Halsöffnung des erzeugten Kolbens. 21  ist     ausserdem    genügend gross, um zum Bei  spiel den     Glühfadenträger    oder sonstige Ein  bauteile ohne     Schwierigkeit    in den Kolben  einführen und befestigen zu können.  



  Beim Vergleich des     Külbels    17 mit denn  nach den bisher angewendeten Verfahren  hergestellten, in     Fig.    5 veranschaulichten       Külbel    2.2 ist der Unterschied in der     Külbel-          form    ohne weiteres zu erkennen. Das be  kannte     Külbel    besitzt den verengten Hals  teil 23 und den sich daran nach oben     an-          schliessen.deri    Flansch 24.

Claims (1)

  1. PATENTANTSPRUCH I: Verfahren zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern, bei dem geschmolzenes Glas in die Form eines Entnahmekopfes ein- _lyesaugt, das überschüssige Glas der Form durch ein Messer abgeschnitten und (las er zeugte Külbel durch Abfallen an die Blas pfeife abgegeben wird, dadurch gekenn zeichnet, dass das Külbel in der Saugform mit an der Schnütfläche grösster Ausdeh nung erzeugt und dann mit seiner Schnitt fläche auf den Rand der Pfeife aufgesetzt und festgelegt wird. UNTERANSPRUCH: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass nach Aufset- EMI0004.0001 zen <SEP> des <SEP> Külbels <SEP> auf <SEP> den <SEP> Pfeifenrand <tb> durch <SEP> Abwärtsgehen <SEP> von <SEP> an <SEP> der <SEP> Pfeife <tb> geführten, <SEP> über <SEP> den <SEP> Pfeifen- <SEP> und <SEP> I',ü1be1 rand <SEP> greifenden <SEP> Klauen <SEP> die <SEP> Külbelrand masse <SEP> zu <SEP> einem <SEP> Flansch <SEP> umgebildet <SEP> wird. <tb> PATENTANSPRUCH <SEP> II:
    <tb> Vorrichtung <SEP> zur <SEP> Ausführung <SEP> des <SEP> Ver fahrens <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> I <SEP> und <SEP> Unter anspruch <SEP> 1, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <tb> Saugform <SEP> aus <SEP> einem <SEP> Stück <SEP> besteht <SEP> und <SEP> dass <tb> ihre <SEP> Aushöhlung <SEP> an <SEP> der <SEP> Mündung <SEP> den <SEP> gröss ten <SEP> Querschnitt <SEP> aufweist. <tb> UNTERAN <SEP> SPRüCHE <tb> 2.
    <SEP> Vorrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> II, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Saugform <tb> stumpfkegelig <SEP> gestaltet <SEP> ist <SEP> und <SEP> durch EMI0004.0002 eine <SEP> am <SEP> Entnahmekopf <SEP> gelagerte <SEP> Über wurfmutter <SEP> in <SEP> einer <SEP> entsprechend <SEP> ausge bildeten <SEP> Aussparung <SEP> des <SEP> Entnabmekop fes <SEP> gehalten <SEP> ist. <tb> 3. <SEP> Vorrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> II <SEP> und <tb> Unteransprueli <SEP> \?, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeich net, <SEP> dass <SEP> zwischen <SEP> der <SEP> Überwurfmutter <tb> und <SEP> der <SEP> Saugform <SEP> ein <SEP> auswechselbarer <tb> Ring <SEP> eingeschaltet <SEP> ist, <SEP> der <SEP> den <SEP> Mündungs rand <SEP> der <SEP> Saugform <SEP> bildet. <tb> 4.
    <SEP> Vorrichtung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> II <SEP> und <tb> Unteransprüchen <SEP> 2 <SEP> und <SEP> 3, <SEP> dadurch <SEP> ge kennzeichnet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Mündungsweite <SEP> der <tb> in <SEP> dem <SEP> Entnahmekopf <SEP> gela.geiden <SEP> Sang form <SEP> mit <SEP> dem. <SEP> äussern <SEP> Durchmesser <SEP> der <tb> Pfeifenmündung <SEP> übereinstimmt.
CH131054D 1927-03-25 1928-02-04 Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern. CH131054A (de)

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