DE475140C - Verfahren zur mechanischen Herstellung von Glashohlkoerpern - Google Patents

Verfahren zur mechanischen Herstellung von Glashohlkoerpern

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DE475140C
DE475140C DEP55636D DEP0055636D DE475140C DE 475140 C DE475140 C DE 475140C DE P55636 D DEP55636 D DE P55636D DE P0055636 D DEP0055636 D DE P0055636D DE 475140 C DE475140 C DE 475140C
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Osram GmbH
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Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/20Blowing glass; Production of hollow glass articles in "vacuum blowing" or in "vacuum-and-blow" machines
    • C03B9/24Construction of the blank mould

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern Der Gegenstand der Erfindung ist ein V erfahren und eine Vorrichtung zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern, wie Kolben für elektrische Glühlampen und ähnliche Gegenstände. DieErfindungbeziehtsichinsbesondere auf diejenigen Verfahren, bei denen ähnlich dem Verfahren nach Patentschrift a69 949 geschmolzenes Glas aus dem Ofen oder Glashafen in eine an einem Träger mit Saugvorrichtung (Saugkopf oder Entnahmekopf) befestigte Form eingesaugt, das überschüssige Glas durch ein unter der Form hergehendes Messer abgeschnitten und das erzeugte Külbel mit dem durch das Abschneiden entstandenen Ende auf die Mündung einer Blaspfeife aufgesetzt und mit dem Rande daran festgehalten wird. Bei diesem bekannten Herstellungsverfahren erhielt das Külbel am unteren Teil einen etwas verengten Hals und darüber einen seitlich vortretenden, herumlaufendenFlansch. Bei der Abgabe des Külbels an die Blaspfeife trat der verengte Külbelhalsteil in die Mündung der Pfeife ein, während der vortretende Flansch über die Pfeifenmündung hinwegfaßte und darauf an letzterer durch die beweglichen Haltebacken der Pfeife festgeklemmt wurde.
  • Der aus dem bekannten Külbel mittels der abwärts geschwenkten Blaspfeife und der Fertigform hergestellte Kolben hat zufolge des am Külbel vorhandenen, nicht zur Verblasung kommenden Halsansatzes einen dicken Glasansatz, dessen öffnung nur einen verhältnismäßig geringen Durchmesser besitzt. Dieser Ansatz muß entfernt werden, um in den Kolben den Glühfadenträger oder sonstige Einbauteile einsetzen und befestigen zu können. Hierdurch wird naturgemäß das Herstellungsverfahren umständlich und seine Wirtschaftlichkeit verringert.
  • Diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden, und zwar vornehmlich dadurch, daß in der Saugform ein Külbel mit an der Schnittfläche größter Ausdehnung erzeugt und dieses anders beschaffene Külbel dann mit der Schnittfläche, also mit der Fläche, von der das überschüssige Glas abgetrennt ist, auf die Stirnfläche der Pfeifenmündung aufgesetzt und daran festgelegt wird.
  • Um ein besonders wirksames Festhalten des Külbels auf der Pfeifenmündung zu erreichen, wird dieser ebenfalls mit einem seitlich vortretenden herumlaufenden Flansch versehen und in bekannter Weise mittels umgreifender Klauen an der Pfeife festgehalten. Der Külbelflansch wird jedoch im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren nicht beim Einsaugen der Glasmasse in die Form, sondern erst nach dem Aufsetzen des Külbels auf die Blaspfeife erzeugt, und zwar dadurch, daB beim Abwärtsgehen von an der Blaspfeife geführten, über den Pfeifen- und auch den Külbelrand greifenden Klauen die Külbelrandmasse zu einem Flansch umgebildet wird. Dieser liegt also nicht, wie bisher, oberhalb eines verengten Halsteiles, sondern bündig mit der Schnittfläche des Külbels.
  • Die neue Ausgestaltung und Festkleminung des Külbels gestattet es, auch bei diesem Verfahren zur Herstellung von Glashohlkör" pern Saugformen zu benutzen, die nur, aus einem Stück bestehen und deren Formaushöhlung an der Mündung den größten Querschnitt besitzt. Um die Saugform bei Oledrängter Bauart nicht nur leicht auswechselbar zu gestalten, sondern auch sicher und genau zentrisch in Stellung zu halten, hat man ihr bereits die Gestalt eines abgestumpften Kegels gegeben, der in einer entsprechend ausgebildeten Aussparung des Saugkopfes leicht lösbar festgehalten wird. Dies geschieht nach der Erfindung in besonders zweckmäßiger Weise durch eine auf den Hals des Entnahmekopfes aufgeschraubte Überwurfmutter. Zweckmäßig ist hierbei zwischen der Überwurfmutter und der Saugform ein deren unteren Rand bildender, auswechselbarer Ring eingeschaltet. Die Lebensdauer der Saugform wird dadurch verlängert, da ihre der Einwirkung der heißen Glasschmelze in der Wanne am meisten ausgesetzte Mündung nunmehr durch den leicht auswechselbaren Ring gebildet wird.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens veranschaulicht, und zwar ist: Abb. i ein senkrechter Schnitt durch die Saugform und den Saug- oder Entnahmekopf und den oberen Teil des dazugehörigen Pfeifenmundstückes, Abb.2 ein senkrechter Schnitt durch das Pfeifenmundstück, dieKlauen in der geschlossenen, aber noch angehobenen Stellung veranschaulichend, Abb. 3 ein ähnlicher Schnitt wie Abb. 2, jedoch mit gesenkten Klauen, Abb. q. ein senkrechter Schnitt durch das beim Blasen abwärts hängende Pfeifenmundstück mit dem bereits geblasenen Kolben und Abb. 5 ein senkrechter Schnitt durch ein nach den bisherigen Verfahren erzeugtes Külbel.
  • In der Abb. i bedeutet i den in die nicht dargestellte Wanne eintauchenden Entnahmekopf, der einen abgesetzten Halsteil 2 mit Gewinde 3 und den üblichen Saugluftkanal ¢ besitzt. Im Halsteil 2 des Entnahmekopfes befindet sich eine kegelförmige Aussparung 5, in welcher die aus einem Stück bestehende, in Gestalt eines abgestumpften Kegels ausgeführte Saugform 6 genau paßrecht eingesetzt ist. 7 sind Bohrungen in der Saugform 6, die über die sich daran schließenden, auf der Außenfläche der Form befindlichen Rillen 8 den ebenfalls kegelförmigen Hohlraum 9 der Form mit der Saugleitung q. des Entnahmekopfes verbinden. Die Form 6 wird durch die Überwurfmutter io gestützt und genau zentrisch in der Aussparung 5 des Kopfes gehalten, und zwar zweckmäßig unter Zwischenschaltung eines Ringes i i. Der Rand 12 der Formmündung sowie der den Ring i i gegen die Form 6 drückende Flansch 13 der überwurfmutter io sind mit der Konizität des Ringes ii entsprechendenAbschrägungen versehen. Beim Anziehen der Überwurfmutter io übt der Flansch 13 auf den Ring i i einen Druck aus, der von diesem auf die Form 6 übertragen wird und letztere in die konische Aussparung 5 des Kopfes i hineintreibt. Durch Lösen der Mutter io können die Form 6 und der am stärksten durch die heiße Glasschmelze der Wanne beanspruchte Ring i 1 leicht und schnell ausgewechselt werden. i¢ ist ein in bekannter Weise am Entnahmekopf drehbar angeordnetes, konzentrisch zur Formmündung bewegtes Messer und 15 die Mündung der zu beschickenden Blaspfeife 16.
  • Sobald der Entnahmekopf in die nicht dargestellte Wanne hineinbewegt ist, wird in bekannter Weise durch Saugluftwirkung heißes Glas in die Aushöhlung 9 der Saugform 6 hineingesaugt und durch Ausschwingen des Messers rq. das von der Form 6 unten vortretende, überschüssige Glas abgetrennt, so daß dieses wieder in die Wanne abfallen kann. Der in der kegelförmigen Formaushöhlung 9 durch Saugluftwirkung festgehaltene Glaskülbel besitzt an der annähernd ebenen -Schnittfläche seine größte Ausdehnung. Da die Saugform im Innern keine seitlich zurücktretenden Teile aufweist, wie dies bei den bisherigen, ähnlichen Zwecken dienenden mehrteiligen Formen der Fall ist, so ist auch an dem fertigen Külbel 17 kein seitlich vortretender umlaufender Flansch vorhanden; die Mantelfläche des Külbels ist vielmehr vollkommen glatt.
  • Nachdem der Entnahmekopf i aus der Wanne herausbewegt ist, wird das Külbel 17 in bekannter Weise durch Unterbrechung der Saugluftwirkung zum Abfallen auf die Blaspfeife 16 gebracht, wobei es sich mit seiner Schnittfläche auf die Stirnfläche der Pfeifenmündung 15 aufsetzt, wie in Abb. i dargestellt ist. Eine sichere Auflage des Külbels 17 wird hierbei noch besonders dadurch erzielt, daß die Mündungsweite der Saugform 6 und damit der Durchmesser der Külbelschnittfläche mit dem äußeren Durchmesser der Pfeifenmündung genau übereinstimmt.
  • Die in bekannter Weise an der Blaspfeife 16 schwenkbar gelagerten, züm Halten des Külbels 17 dienenden Klauen 18 sind derart ausgebildet, daß sie im zusammengeklappten Zustande (Abb. 2) mit ihren Umbiegungen i9 senkrecht oberhalb des Pfeifen- und auch Külbelrandes stehen. Bei der Abwärtsbewegung der geschlossenen Klauen 18 pressen die Umbiegungen i9 derselben die Külbelrandmasse zwischen sich und dem Pfeifenrand 15, wodurch am Külbel 17 bündig mit der Schnittfläche ein Flansch 2o entsteht, mit dem dasselbe auf der Pfeife 16 durch Klemmwirkung festgehalten wird. Sofort nach der Festklemmung des Külbels 17 tritt Druckluft vom Innern der Blaspfeife auf die Unterseite des Külbels. Die Blaspfeife schwenkt dann in bekannter Weise nach unten, so daß das eigentliche Aufblasen des Külbels bei hängender Pfeife stattfindet. Bei dem aus dem Külbel entstehenden Kolben 21 (Abb. 4) fehlt der sonst durch den verengten Glashals des Külbels bedingte, einen großen Abfall bedeutende Glasansatz. Die Halsöffnung des erzeugten Kolbens 21 ist außerdem genügend groß, um den Glühfadenträger oder sonstige Einbauteile ohne Schwierigkeiten in den Kolben einführen und befestigen zu können.
  • Beim Vergleich des Külbels 17 mit dem nach den bisher angewendeten Verfahren hergestellten, in Abb. 5 veranschaulichten Külbel 22 ist der Unterschied in der Külbelform ohne weiteres zu erkennen. Das bekannte Külbel besitzt den verengten Halsteil 23 und den sich daran nach oben anschließenden Flansch 24:

Claims (5)

1'.% -i- y.- ", -r :% zN s i, ie ic i t i? i. Verfahren zur mechanischen Herstellung von Glashohlkörpern, wie Kolben für elektrische Glühlampen, bei dem geschmolzenes Glas in die Form eines Entnahmekopfes eingesaugt, das überschüssige Glas durch ein unter der Form hergehendes Messer abgeschnitten und das erzeugte Külbel mit dem durch das Abschneiden entstandenen Ende auf die Blaspfeifenmündung aufgesetzt und mit dem Rande daran festgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Külbel (17) in der Saugform (6) mit an der Schnittfläche größter Ausdehnung erzeugt und dann mit seiner Schnittfläche auf die Stirnfläche der Pfeifenmündung (15) aufgesetzt und daran festgehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, bei dem das auf die Pfeifenmündung aufgesetzte Külbel durch umgreifende Klauen an der Pfeife festgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufsetzen des Külbels (17) auf die Pfeifenstirnfläche (15) durch Abwärtsgehen von an der Pfeife (16) geführten, über den Pfeifen- und Külbelrand greifenden Klauen (18, i9) die Külbelrandmasse zu einem Flansch (2o) umgebildet und gegen die Pfeifenstirnfläche festgeklemmt wird.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, unter Benutzung einer Saugform in Gestalt eines abgestumpften und in einer entsprechend ausgebildetenAussparung des Saugkopfes in Stellung gehaltenen Kegels, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugform (6) durch eine=Überwurfmutter (io) am Saugkopf (i) befestigt ist. :
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Überwurfmutter (io) und der Saugform (6) ein auswechselbarer Ring (i i) eingeschaltet ist, der den Mündungsrand der Saugform (6) bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungsweite der in dem Saugkopf (i) gelagerten Saugform (6) mit dem äußeren Durchmesser der Pfeifenmündung (15) übereinstimmt.
DEP55636D 1927-03-25 1927-07-17 Verfahren zur mechanischen Herstellung von Glashohlkoerpern Expired DE475140C (de)

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