CH131949A - Wachsamkeitsvorrichtung an Zugsicherungsanlagen. - Google Patents

Wachsamkeitsvorrichtung an Zugsicherungsanlagen.

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CH131949A
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CH
Switzerland
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Inventor
Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
Original Assignee
Knorr Bremse Ag
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  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
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Description


      Wachsamkeitsvorrichtung    an     Zngsieherungsanlagen.       Bei den     Zugsicherungsanlagen,    bei denen  zwei einer Signalgruppe (Vor- und Haupt  signal) zugeordnete, auf der Strecke ange  ordnete     Beeinflussungspunkte    bei in     Haltstel-          lung    befindlichen Signalen eine     Zwangsbrem-          sungdes    Zuges veranlassen,     sindVorriehtungen     vorgesehen, die es dem Lokomotivführer er  möglichen, die     Zwangsbremsung    zu verhindern,  wenn er erkannt hat, dass das     Vorsignal,

      dem  der erste     Beeinflussungspunkt    zugeordnet ist,  sich in     Haltstellung    befindet und wenn er  dadurch dargetan hat, dass seine Aufmerk  samkeit den Signalen zugewendet ist. Man  bezeichnet diese Vorrichtungen als Wach  samkeitsvorrichtungen.  



  Vorliegende Erfindung betrifft nun eine  Wachsamkeitsvorrichtung, die so ausgebildet  ist, dass sie in der Gebrauchslage gesperrt  gehalten wird und dass die Sperrung aufge  hoben wird, bevor das Fahrzeug oder der  Zug am zweiten Beeinflussungspunkte ange  langt ist. Dabei erfolgt die Aufhebung der  Sperrung, die die selbsttätige Rückkehr der    Wachsamkeitsvorrichtung in die Normallage  ermöglicht, durch den ersten     Beeinflussungs-          punkt;    wenn dieser wirkungsbereit ist, das  heisst wenn zum Beispiel ein     Voreignal    noch  in dem Augenblick in Warnstellung steht,  wenn das Fahrzeug den ersten Beeinflussungs  punkt erreicht;

   ist der Beeinflussungspunkt  nicht mehr wirkungsbereit, das obengenannte       Vorsignal    also aus der Warnstellung in die  Stellung für freie Fahrt gebracht, so erfolgt  die Aufhebung der Sperrung der Wachsam  keitsvorrichtung durch ein Wegventil, und  zwar nach Zurücklegen eines Weges, der so       bemessenist,        dassdieZugsicherungsvorrichtung     wieder wirkungsbereit ist, bevor noch das  Fahrzeug am zweiten     Beeinflussungspunkt     angelangt ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel einer solchen  Wachsamkeitsvorrichtung ist in beiliegender  Zeichnung schematisch dargestellt.  



  Die mit der Wachsamkeitsvorrichtung  zusammenwirkenden Teile sind der Vollstän  digkeit halber und um ein klares Bild von      der Wirkungsweise der Vorrichtung zu .ge  winnen, auf der Zeichnung angedeutet.  



  Die Wachsamkeitsvorrichtung besteht aus  einem Absperrorgan 1, das auf der Zeichnung  als Hahn angedeutet ist, jedoch auch in an  derer Weise ausgebildet sein kann, und aus  einem Steuerventil 2. Eine     Druckmittelquelle     3, als die der     Hauptluftbehälter    der Druck  luftbremsanlage der Lokomotive dienen kann,  ist über das     Abschlussorgan    1 mit einem zy  lindrischen Raum verbunden, in dem sich  der Steuerkolben 4 befindet, der mit einem  kleinen Kolben 5 in loser oder fester Verbin  dung steht. Beide Kolben bilden einen       Differentialkolben.    Der Raum zwischen ihnen  ist entlüftet. Der Kolben 5 ist mit dem  Steuerschieber 6 starr verbunden.

   Auf der  dem Schieber zugewendeten Seite steht er  ständig unter dem Druck des     Hauptluftbe-          hälters    3. Das Absperrorgan 1 ist mit einer  Vorrichtung ausgerüstet, die es selbsttätig  in die     Verschlusslage,    die zugleich Normal  lage ist, zurückzustellen sucht. Auf der  Zeichnung ist diese Vorrichtung als Feder 7,  also in einfachster Ausführungsform, ange  deutet. Im untern Teil der Abbildung ist  der Hahn 1 nochmals dargestellt, um zu  zeigen, dass er unter dem Einfluss der Sperr  vorrichtung steht, die ihn in der Gebrauchs  lage festhält. Diese Sperrvorrichtung besitzt  einen Zylinder 8, in dem sich der federbe  lastete Kolben 9 befindet.

   Wird der Hahn  1 verlegt, so drückt die Belastungsfeder des  Kolbens 9 die riegelartig wirkende Kolben  stange     9"    hinter den     sperrnasenartigen    An  satz 10 am Auge des     Hahnschlüssels    1 und  hält diesen fest. 11 und 12 sind die Druck  zylinder von     Registriervorrichtungen,    die auf  der Zeichnung wiedergegeben sind,<B>um zu</B>  zeigen, welchen     Einfluss    die Stellung des  Steuerschiebers 6 auf ihre     Beaufschlagung     ausübt. 13 und 14 stellen die Schreibstifte  der     Registrierwerke    dar. 16 ist das Über  tragungsventil, das beim Wirksamwerden  eines Beeinflussungspunktes geöffnet wird.

    Die Einwirkung des Beeinflussungspunktes  der Strecke auf das Ventil 16 kann mecha  nischer oder elektrischer Art sein. Im darge-    stellten Ausführungsbeispiel ist die letztere  Art angedeutet und demgemäss als Steuer  organ für das Übertragungsventil 16 ein  Elektromagnet 15 dargestellt. 17 ist ein       Wegventil,    das durch die Verlegung des  Schiebers in die Gebrauchslage geöffnet wird,  wenn das Triebfahrzeug einen bestimmten  Weg von dem Punkte aus zurückgelegt hat,  an dem die Betätigung der Wachsamkeits  vorrichtung erfolgte.  



  Bemerkt der Lokomotivführer bei Annä  herung des Zuges an ein     Vorsignal,    dass sich  dieses in Warnstellung befindet, so verlegt  er - wenn das Triebfahrzeug am     Vorsignal     angelangt ist oder sich kurz hinter diesem  befindet - den Handgriff des     Wachsamkeits-          hahnens    so, dass das Absperrorgan 1 die Ver  bindung zwischen der     Druckmittelquelle    3  und dem Zylinder herstellt, in dem sich der  Kolben 4 befindet. Dieser wird so verschoben,  dass der Schieber 6 die über der Normallage  angedeutete Lage einnimmt.

   Dadurch, dass  die Kolbenstange 93     sperriegelartig    über die  Nase 10 des     Halmgriffes    des     Absperrorganes     1     hinwegschnappt,    wird der Hahn 1 in der  Gebrauchslage festgehalten und der Steuer  schieber verbleibt in der besonders     herausge-          zeichneten    Stellung. Durch den bei dieser       Schieberlage    freigelegten Kanal     a    gelangt  Druckluft in den     Zählwerkzylinder    11. Dieser  Teil des Zählwerkes vermerkt also jede Be  tätigung der Wachsamkeitsvorrichtung.

   Der  Kanal b, der zu einem an sich bekannten,  daher auf der Zeichnung nicht dargestellten       Notbremsventil    führt, wird durch den Schie  ber 6 gesperrt; eine Zwangsbremsung kann  bei dieser     Schieberstellung    nicht zustande  kommen. Die Kanäle c und     d    werden mit  einander verbunden. Gelangt nun das Trieb  fahrzeug mit in Gebrauchslage befindlicher  Wachsamkeitsvorrichtung an den ersten Be  einflussungspunkt, der in einiger Entfernung  hinter dem     Vorsignal,    also zwischen diesem  und dem Hauptsignal, angeordnet ist, und  ist dieser wirkungsbereit, weil das     Vorsignal     sich noch in Warnstellung befindet, so wird  durch den Elektromagneten 15 das Übertra  gungsventil 16 geöffnet.

   Dadurch wird der      Teil 12 des Zählwerkes     beaufschlagt.    Dieser  Teil verzeichnet also jedes Einwirken jedes  Beeinflussungspunktes auf die     Zugsicherungs-          anlage.    Gleichzeitig gelangt Druckluft über  Ventil 16, Anschluss c,     Schiebermuschel    e und  Anschluss d in den Zylinder der Sperrvor  richtung 8 und schiebt den Kolben 9 gegen  die Wirkung seiner Belastungsfeder zurück.  Die Kolbenstange     9.,    gibt die Nase 10 frei  und das     Verschlussorgan    1 kehrt unter dem  Einfluss der Rückstellvorrichtung 7 in die  Normallage zurück.

   Die vor dem Kolben 4  befindliche, zwischen ihm und dem nunmehr  geschlossenen Absperrorgan 1 eingeschlossene  Druckluft entweicht schnell infolge der     Un-          dichtigkeit    des Kolbens oder durch einen     be-          sondern,    nicht     angedeuteten.        Auslass,    und der  auf den Kolben 5 wirksame     Luftdruck    bringt  die Kolben 4 und 5 und den Steuerschieber  6 in die Normallage, in der die Schieber  muschel e die Kanäle b und c verbindet und  bei Wirksamwerden eines Beeinflussungs  punktes eine Zwangsbremsung     eintritt.    Auch  der Raum vor dem Sperrkolben 9 entlüftet  sich selbsttätig,

   nachdem der Steuerschieber  6 in seine Grundstellung zurückgegangen ist.  



  Hat der Führer des Triebfahrzeuges in  der oben angedeuteten Weise die Wachsam  keitsvorrichtung beim Überfahren eines in  Warnstellung befindlichen     Vorsignals    bedient  und ist das Signal in Fahrtstellung gebracht  worden, bevor das Triebfahrzeug den ersten       Beeinflussungspunkt    erreicht hat, so erfolgt  die Rückstellung der Wachsamkeitsvorrich  tung in die Normallage durch das Wegventil  17.

   Dieses besitzt eine Öffnungsvorrichtung,  die durch die Bedienung der Wachsamkeits  vorrichtung in bekannter Weise mit einer  Fahrzeugachse     gekuppel    wird und nach einer       bestimmten    Anzahl von Drehungen das Ven  til 17 öffnet, wodurch Druckluft über das ge  öffnete Ventil 17 hinter den Kolben 9 tritt und  die Sperrung des     Abschlussorganes    1 aufhebt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wachsamkeitsvorrichtung an Zusicherungs anlagen, durch deren Bedienung eine Zwangs bremsung beim Überfahren eines bei in Warn oder. Haltstellung befindlichem Signal wirk samen Beeinflussungspunktes verhütet wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absperr organ, das ein unter dem Einfluss einer Rück stellvorrichtung (7) und einer es in der Ge brauchslage festhaltenden Sperrvorrichtung (8, 9, 9a, 10) steht je nach seiner Stellung, die Verbindung zwischen einer Druckmittel quelle (3) und der grossen Aussenfläche eines Differentialkolbens (4 bis 5) hergestellt oder unterbricht, bei dem die Aussenfläche des kleinen Kolbens ständig unter dem Druck der Druckmittelquelle (3)
    steht und der Raum zwischen den beiden Kolben entlüftet ist, und der einen Steuerschieber (6) steuert, der in der Normallage eine durch ein Übertragungs ventil (16) beherrschte Verbindung zwischen der Druckmittelquelle und einem Notbreins- ventil vermittelt und bei Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung diese Verbindung unterbricht und damit die Zwangsbremsung unmöglich macht und zwei Verbindungen zwischen der Druckmittelquelle und der Sperrvorrichtung (8, 9, 9 " 10) herstellt, deren eine durch Einwirken. des Beeinflussungs punktes auf das diese Verbindung geschlossen haltende Übertragungsventil (16)
    bei wirkungs- bereitemBeeinflussungspunktfreigegeben wird, während die andere bei nicht wirkungsberei tem Beeinflussungspunkte durch ein Wegventil (17) freigegeben wird, nachdem seit Bedie nung der Wachsamkeitsvorrichtung ein be stimmter Weg zurückgelegt ist, zu dem Zweck, die Sperrung der Wachsamkeitsvor richtung durch die Sperrvorrichtung (8, 9, 9a, 10) aufzuheben und sie unter dem Einfluss der Rückstellvorrichtung (7) in die Normal lage zurückkehren zu lassen, bevor der nächste Beeinflussungspunkt erreicht ist.
CH131949D 1927-05-14 1928-05-05 Wachsamkeitsvorrichtung an Zugsicherungsanlagen. CH131949A (de)

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