Saugmundstück für Staubsauger. Die bekannten Staubsaugmundstücke sind in der Regel an der Unter- oder Innenseite mit einer vorstehenden Kante oder Rippe versehen, die bei der Benutzung des Staub saugers gegen den zu reinigenden Stoff an liegt. Diese Kante oder Rippe, welche als Saugkante bezeichnet werden kann, ist für die erstrebte Reinigungswirkung von beson derer Bedeutung, da zwischen ihr und der Stoffschicht infolge des verengten Strömungs querschnittes für die eingesaugte Luft eine so grosse Luftgeschwindigkeit auftritt, dass die in dem Stoff befindlichen Staubteile durch den Luftstrom mitgerissen und entfernt werden.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, die Reinigungswirkung des Saugmund stückes dadurch zu erhöhen, dass ausser der bisher üblichen äussern Saugkante an dem Mundstück zwischen dieser und dem Saugkanal desselben noch mindestens eine zusätzliche, ebenfalls als Saugkante wirkende Kante vorge sehen ist, welche zu jener eine solche Laze hat, dass während des Saugens die zu reini gende Stoffschicht gegen die zusätzliche Saug kante anzuliegen kommt, so dass die einge saugte Luft mit erhöhter Geschwindigkeit zwischen den Saugkanten und der Stoffschicht hindurchgesaugt wird.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sind mehrere zu sätzliche Saugkanten vorgesehen und so an geordnet, dass sie in geschlossener Bahn um die Mündung des Saugrohres verlaufen, je doch innerhalb der äussern Saugkante liegen, wobei sie gegebenenfalls an einer oder meh reren Stellen mit dieser oder untereinander zusammenfallen können. Die zusätzlichen Saugkanten können hierbei entweder sämt liche in der gleichen Ebene liegen wie die äussere Saugkante, oder sie können auch so angeordnet sein, dass sie oberhalb der Ebene der äussern Saugkante in einer gemeinsamen oder in verschiedenen parallelen Ebenen liegen.
In diesem Falle kommen die zusätz lichen Saugkanten dadurch zur Wirkung als Saugkanten, dass die zu reinigende Stoffschicht durch die Wirkung der angesaugten Luft angehoben und mit den Kanten in Berührung gebracht wird. , Die Zeichnung stellt beispielsweise mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes dar, und zwar sind die Fig. 1-6 und 8 schematische Schnitte durch verschiedene Ausführungsformen des Mundstückes, während Fig. 7 eine Ansicht der Ausführungsform gemäss Fig. 6 von unten her darstellt; - Fig. 9 zeigt eine Vorderansicht der Aus führungsform nach Fig. B.
Iii Fig. 1 bezeichnet 1 den Körper eines Staubsaugmundstückes, dessen Austrittsteil mit 2 und dessen Eintrittsteil mit 3 bezeich net ist. Die Bezeichnungen ,;Austritt" und "Eintritt" beziehen sich auf die Bewegungs richtung der Luft. Bei 3 befindet sich die unten flache äussere Saugkante. 4 bezeichnet Rippen, die als zusätzliche Saugkanten aus gebildet sind. 5 ist die zu reinigende Stoff fläche, zum Beispiel ein Teppich, und 6 die Unterlage des Teppichs.
Das Mundstück besitzt somit ausser der äussern Saugkante 3, die die Eintrittsöffnung des Mundstückes bildet, noch die zwei zu sätzlichen Saugkanten 4, die - in der Bewegungsrichtung der Luft betrachtet -dem Austrittsteil 2 des Saugmundstückes näher liegen und rings um die Mündung des Saug kanals 7 im Austrittsteil 2 des Saugmund stückes verlaufen.
In der Figur ist durch Pfeile angedeutet, wie die eingesaugte Luft sich durch die Fasern des Teppichs 5 um die Saugkanten 3 und 4 herum ihren Weg bahnen muss. Das Mündstück kann auch ausser der äussern Saugkante 3 nur eine zusätzliche Saugkante 4 oder eine grössere Anzahl solcher besitzen, so dass dann die Unterfläche des Saugmund stückes eine mehr oder weniger regelmässig gewellte Form erhält.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform des Mundstückes, bei welcher die als Saug kanten 4 ausgebildeten Rippen nicht in der Ebene der Saugkante 3, sondern ausserhalb derselben in einer nicht ebenen Fläche liegen, und zwar auf derjenigen Seite dieser Ebene, wo der Saugkanal 7 des Mundstückes liegt, wobei die genannte Fläche von der äussern Saugkante 3 sich gegen den Saugkanal 7 des Mundstückes wölbt.
Die Fig. 2 zeigt, wie der zu reinigende Teppich von der Unterlage 6 gehoben und dadurch zum Anliegen gegen die Rippen 4 gebracht wird, welche dadurch wie Saugkanten zur Wirkung kommen, obwohl sie oberhalb der Ebene der äussern Saugkante 3 liegen. Wie durch die Pfeile angedeutet, geht ein Teil der eingesaugten Luft ganz durch den Teppich hindurch und reinigt ihn dadurch in seiner ganzen Dicke.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform des Mundstückes, bei welcher ausser der zu erst von der eingesaugten Luft passierten äussern Saugkante 3 nur noch eine einzige zusätzliche, als Saugkante 4 ausgebildete Rippe vorgesehen ist.
Es hat sich als besonders zweckmässig erwiesen, wenn die zusätzlichen Saugkanten beziehungsweise eine oder mehrere derselben eine solche Form haben, dass ihr Quer schnittsprofil einen Winkel bildet, dessen einer Schenkel zu der Ebene der zuerst von der Luft passierten äussern Saugkante 3 an nähernd parallel ist, und der vorzugsweise selbst nicht sehr von einem rechten Winkel abweicht.
Eine Ausführungsform eines Mundstückes mit einer solchen zusätzlichen Saugkante ist in Fig. 4 dargestellt. Das Quersohnittsprofil der erwähnten Kante 4 bildet einen nicht stark von einem rechten Winkel abweichen den Winkel, dessen einer Schenkel der Ebene der Kante 3 annähernd parallel ist. Dies bedeutet mit andern Worten, dass eine der die Saugkante 4 bildenden Flächen die Unterfläche des Mundstückes ist, was teils dem Mundstück eine sehr einfache Form gibt, teils eine geringe Abnutzung der zu reini genden Fläche verursacht, weil eine solche Kante sich nicht erheblich in die Tuchflocke des Stoffes eindrückt, obwohl sie sich dicht an die Stofffläche anlegt.
In Fig.5 hat das Mundstück mehrere hintereinanderliegende zusätzliche Saugkanten 4 derselben Profilform wie in Fig. 4, wobei diese Saugkanten je in einer zur Ebene der äussern Saugkante 3 parallelen Ebene liegen.
Die die Saugkanten bildenden Teile können, statt, wie dargestellt, mit dem Mund stückkörper aus einem Stück zu bestehen, auch durch eingesetzte Teile gebildet werden, die auch aus einem nachgiebigen Stoff, wie zum Beispiel Leder, Kautschuck etc. herge stellt werden können.
Es hat sich gezeigt, dass es in manchen Fällen schwierig ist, das Mundstück über den Teppich zu führen, weil die Saugwirkung zu stark ist. Aus diesem Grunde ist es bei länglichen Mundstücken zweckmässig, die als Saugkante wirkenden äussern Längskanten derselben durch Rollen zu bilden. Ebenso können auch die zusätzlichen Saugkanten in dieser Weise ausgebildet werden.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine solche Aus führungsform, bei welcher die äussern als Saugkante wirkenden Längskanten des Mund stückes durch Rollen 8 gebildet sind. Die äussere Saugkante ist hier auf' die beiden Längskanten des Mundstückes beschränkt, also an den Enden desselben unterbrochen. Auch bei den übrigen Ausführungsformen kann man die die Saugkanten bildenden \.Geile, statt in sich geschlossen, mit einigen oder vielen Unterbrechungen ausführen, so dass sie mehr oder weniger sägeähnlich werden.
In den Fig. 8 und 9 ist eine Ausführungs form dargestellt, bei welcher der Austritts kanal 7 durch ein Hohlzylindergelenk 9 mit dem Saugrohr 2a beweglich verbunden ist, das zugleich zur Führung des Mundstückes dienen kann, wobei der Unterteil des Mund stückes infolge der Beweglichkeit im Gelenk immer der zu reinigenden Fläche entlang läuft.