CH132120A - Verfahren und Einrichtung zum Selbsterregen synchroner Wechselstrommaschinen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Selbsterregen synchroner Wechselstrommaschinen.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Selbsterreben synchroner Weetiseistrommaschinen. Ein grosser Nachteil aller synchronen Wechselstrommaschinen liegt darin, dass sie sich nicht selbst erregen, sondern zur Spei sung ihrer Feldwicklung einer Gleichstrom duelle bedürfen. Dadurch werden nämlich die Kosten der Einrichtung beträchtlich erhöht, da nur in ganz wenigen Fällen ein Gleich stromnetz geeigneter Spannung zur Verfü gung stehen wird.
Meistens muss der Erre gerstrom durch eine Sa.mml.erbatterie oder eine besondere, für Gruppen- oder Einzel erregung eingerichtete Erregermaschine ge liefert werden. Vielfach hat man auch als Erreberstrom(luelle besondere Umformer oder Quercksilberdampfgleichrichter auf.gestellt. Auch ist vorgeschlagen worden, die Syn chronmaschine mit einem Kommutator aus zurüsten, und den zur Erregung erforder lichen Gleichstrom den Kommutatorbürsten zu entnehmen.
Alle diese Lösungen . sind letzten Endes unbefriedigend, weil sie um ständlich und kostspielige Einrichtungen er- fordern und zum Teil sorgfältiger Wartung bedürfen, da Betriebsstörungen unbedingt vermieden werden müssen.
Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zur Erregung synchroner Wechselstrom- miaschinen zu schaffen, das sich durch seine grosse Einfachheit .auszeichnet und wegen der beringen Kosten der zu seiner Ausübung er forderlichen Mittel bei jeder synchronen Wechselstrommaschine angewandt werden kann.
Das Verfahren beruht auf dem Ge danken, (las Prinzip der Selbsterregung, das seit Werner Siemens bei allen. Gleichstrom- erzeugern Anwendung gefunden hat, auch für normale synchrone Wechselstrommaschi- nen, das heisst, solche ohne Kommutator, nutzbar zu machen.
Gemäss .der Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, dass die durch die Maschine erzeugte Wechselspan nung, nötigenfalls nach Herabsetzung durch einen Transformator, in einem Gleichrichter, der bereits die anfängliche Remanenzspan- nung gleichzurichten vermag, in Gleichspan nung umgewandelt und in dieser Form zur Speisung .der Feldwicklung der Wechsel- strommaschine benutzt wird. Der .zur Aus übung des Verfahrens verwendete Gleich richter könnte ein Glühkathodengleichrichter sein. Ein solcher Gleichrichter braucht aber bereits fremden Gleichstrom zur Heizung.
Noch zweckmässiger ist ,daher die Verwen dung eines aus Zellen zusammengesetzten, ruhenden, trockenen Metallgleichrichters, das heisst, eines Gleichrichters, dessen einzelne Zellen aus wechselnden Schichten eines Me- ta.lles und einer Verbindung dieses Metalles, beispielsweise aus Kupfer und Kupferoxyd, bestehen; denn: diese Gleichrichter besitzen keine in Betracht kommende Gegenspannung und bedürfen keiner fremden Stromquelle ausser der speisenden Wechselstromquelle.
Ein Ausführungsbeispiel der zur Aus übung des Verfahrens gemäss der Erfindung dienenden Einrichtung ist in der Zeichnung schematisch verausch.aulicht.
a ist ein synchroner Drehstromerzeuger, b seine Drehstromankerwicklung, c seine CHeichstromfeldwicklung. Die Feldwicklung c steht mit der Gleichstromseite eines Gleichrichters d in Verbindung, der aus ru henden, trockenen Metallgleichrichterzellen an sich bekannter Art (zum Beispiel aus Kupfer-Kupferoxydzellen) zusammengesetzt ist und wechselstromseitig über einen Trans formator e an .die Klemmen der Ankerwick lung b angeschlossen ist.
Die Gleichrichter zellen sind in der aus der Zeichnung ersicht lichen Weise zwischen den freien Enden der Sekundärwicklung des Transformators e einerseits und deren Sternpunkt anderseits angeschlossen.
-Sobald die Drehstrom-Synchronmaschinc: a mit .der vorgeschriebenen Drehzahl läuft, entsteht an ihren Ankerklemmen eine kleine durch die Remauenz der Feldmagnete her vorgerufene Wechselspannung, die im Gleich richter d in Gleichspannung umgeformt wird. Die Gleichspannung ruft im Stromkreise der Erregerwicklung c einen Gleichstrom von geringer .Stärke hervor, der seinerseits das Magnetfeld der Sy nchronm.aschine erregt und dadurch ein Anwachsen der Ankerspannung bewirkt.
Der Vorgang wiederholt sich so lange, bis schliesslich ein Gleichgewichtszu stand erreicht ist, bei welchem die durch den Gleichrichter gelieferte Gleichstromspan nung gerade zur Erzeugung derjenigen Er regerstromstärke ausreicht, die erforderlich ist, um die vorgeschriebene Klemmenspan nung .der Synchronmaschine aufrecht zu er halten.
Die Möglichkeit, eine normale Synchron maschine in der angegebenen Weise sich selbst erregen zu lassen, beruht auf der Er kenntnis, da.ss es ganz bestimmte Gleichrich ter gibt, die wegen des Fehlens einer elek- tromotoriscUen Gegenkraft schon bei von Mull nur ganz wenig verschiedenen Span nungen mit der Gleichrichtung beginnen. Diese D4igenseha,ft der betreffenden Gleich richter aber ist es, die sie in Stand setzt, bereits bei der verhältnismässig sehr niedri gen anfänglichen Remanenzspannung der zu erregenden Maschine wirksam zu werden.
Der Hauptvorteil des beschriebenen Ver fahrens im Vergleich zu den bisher üblichen Methoden der Erregung besteht in der ausser ordentlichen Einfachheit, Billigkeit und Be triebssicherheit ,der zu seiner Ausübung er forderlichen Mittel. Dies gilt insbesondere für aus Metallzellen zusammengesetzte Gleichriohter, die eine fast unbegrenzte Le bensdauer haben und überhaupt keiner War tung bedürfen. Da überdies ihr Raumbedarf äusserst gering ist, können sie im Maschinen gehäuse selbst bequem untergebracht werden', ohne da.ss dadurch dessen Abmessungen ir gendwie vergrössert zu werden brauchen. Der Ort des Einbaues eines solchen Gleichrichters kann sogar ohne Nachteil an einer wenig zugänglichen -Stelle der Maschine liegen.
Für die Wirkung des beschriebenen Ver fahrens ist es natürlich gleichgültig, ob die zu erregende Synchronmaschine ein- oder mehrphasig ist und ob sie als Generator oder als Motor betrieben wird. In jedem Falle ermöglicht der zwischen die Anker wicklung und die Feldwicklung geschaltete bereits auf die anfängliche Remanenzspan- nung ansprechende Gleichrichter das Zu standekommen einer Selbsterregung der Syn- ehronmaschine.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum ,Selbsterregers synchroner Wechselstromma.schinen, dadurch ge kennzeichnet, dass ein von der Maschine gespeister Gleichrichter, der bereits die anfängliche Remanenzspannung gleich zurichten vermag, zur Speisung der Feldwicklung der Maschine benutzt wird. 1I. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen Gleichrichter, der zu seiner Inbetriebsetzung keiner frem- denStromquelle bedarf.UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Gleich richter aus Zellen zusammengesetzt ist, deren jede aus wechselnden iSchichten eines Metalles und einer Verbindung dieses Metalles besteht. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Gleich richter im Gehäuse der zu erregenden Synchronmaschine untergebracht ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE132120X | 1927-03-15 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH132120A true CH132120A (de) | 1929-03-31 |
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|---|---|---|---|
| CH132120D CH132120A (de) | 1927-03-15 | 1928-03-02 | Verfahren und Einrichtung zum Selbsterregen synchroner Wechselstrommaschinen. |
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| CH (1) | CH132120A (de) |
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1928
- 1928-03-02 CH CH132120D patent/CH132120A/de unknown
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