CH132175A - Zugheizungsanlage mit Elektrokesseln. - Google Patents

Zugheizungsanlage mit Elektrokesseln.

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CH132175A
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A G J A Maffei
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A G J A Maffei
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  Zugheizungsanlage mit Elektrokesseln.    Durch die Einführung des     elektrischen     Betriebes im Eisenbahnverkehr musste man  auch auf die Frage der     Zugheizung    ein be  sonderes Augenmerk richten. Zum     Betrieb     derselben sind bereits verschiedene Wege ein  geschlagen worden.  



  Es sind     Zugheizeinrichtungen    be  kannt, bei     welchen    man     .die    einzelnen Wagen  mit der     alten        Dampfheizanlage    beibehalten  hat. Diese Möglichkeit wurde dadurch ge  geben, dass man auf :der     elektrischen    Loko  motive einen besonderen Dampferzeuger vor  gesehen hat.

   Die     Beheizung    von mehreren  zusammengekuppelten Wagen erfordert bei  kalten     Jahreszeiten    die Aufbringung grosser  Dampf-     bezw.    Heisswassermengen, was     be-          dingt,    dass ein grosser Dampferzeuger zur  Verwendung kommen muss, wodurch sich  aber in, der Unterbringung betriebliche       Schwierigkeiten    und Nachteile ergeben. Man  hat daher vorgeschlagen, den Dampferzeuger  auf einem besonderen Fahrzeug mitzuführen.

    Solche Kesselwagen, welche im übrigen noch    einen grossen Teil des Jahres unbenützt ste  hen     bleiben,    setzen die     Wirtschaftlichkeit    des  Betriebes     wesentlich    herab.  



  Dieser Weg, auf der Maschine bei elek  trischer Traktion einen Elektrokessel aufzu  stellen oder denselben auf einem gesonderten  Kesselfahrzeug mitzuführen und die Heiz  körper in der üblichen Weise mit Dampf  oder Heisswasser zu versorgen, ist mit vielen       Nachteilen    behaftet.  



  Die bekannten Mängel einer solchen       Dampfzugheizung    bestehen in der Verringe  rung der Dampf     zuströmung    nach den ein  zelnen Wagen infolge der Dampfdruck  abnahme. Die den Heizkörpern zugeführte  Dampfmenge wird geringer, so     däss    die letz  ten Wagen gar nicht oder nur wenig mit  Wärme beschickt werden. Bei kalten Jahres  zeiten frieren die Dampfzuleitungen ferner  hin sehr oft ein.

   Der Verbrauch durch die  Hauptleitung und Kupplung ist erfahrungs  gemäss     derart        gross,    dass der hierfür aufge  wendete Betrag in     kWh    einen wesentlichen      Prozentsatz, bis zu 60 % normal, auf Ge  fällen,     naturgemäss    ein Vielfaches von der  aufzubringenden     Traktionsleistung    ausmacht.  



  Um diesen wirtschaftlichen Nachteil zu  beseitigen     und    die Wirtschaftlichkeit des  Betriebes zu erhöhen,     ist    man .dazu über  gegangen, auf die Anordnung eines Dampf  kessels zu     verzichten    und     statt    der Dampf  heizung eine elektrische Heizung einzu  bauen. Als Heizkörper hat man elektrische       Heizwiderstände        eingebaut,    die .mit einer be  sonderen Verschalung ausgerüstet sind.

   Hier  durch hat man zwar die der     Dampfheizung          anhaStenden        Übelstände        beseitigt,    aber den  noch besitzt die Widerstandsheizung als sol  che ebenfalls wieder besondere Nachteile.  



  Aus Gründen der Montage und     @ler     Billigkeit sind die Ausmasse der üblichen       Widerstandsheizkörper    .derart gering, dass sie  mit Temperaturen arbeiten, die über der       S:chwelungstemperatur    :des     iStaubes    liegen, so  dass man in .derart eingerichteten Wagen  leicht ;das Gefühl von verbrannter Luft hat:

    anderseits aber     liegt    der Heizbedarf durch  die Ausmasse der Wagen fest, der     zwischen     5     und    12     kW    pro Stunde und     Wagen          echwankt.    Hierdurch wäre an und für sich  zusammen mit der     einmal,    gegebenen Span  nung, kreisförmiger     Heizdrahtquerschnitt     vorausgesetzt, sowohl die Oberfläche des  Heizdrahtes, wie auch seine     Länge    bei ein  mal angegebenem Durchmesser und bei gege  benem Widerstandsmaterial festgelegt.  



  Durch .die     vorerwähnten    Gründe, wobei  die Billigkeit die Hauptrolle spielt, wird  aber die Oberfläche -des Drahtes und damit  des Heizkörpers in einer Weise belastet, dass  von einer - hygienischen Arbeitsweise nicht  mehr gesprochen werden kann.  



  Eine     Ermässigung    der Oberflächentempe  ratur ist jedoch bei gleichbleibender Quer  schnittsform des Drahtes nur durch Verlän  gerung des     Wärmeabgebers    oder durch Ver  änderung der     .Spannung    oder Umschaltung  möglich, was jedoch den ganzen Betrieb  höchst     unwirtschaftlich        gestalten    würde.  



  Diese     Einrichtung    mit reiner     elektrischer     Heizung ist fernerhin beim Übergang von         elektrisch    betriebenen auf dampfbetriebene       Strecken    ungeeignet, insbesondere auch dort,  wo internationale Wagen eingereiht werden,  die bekanntlich mit Dampfheizkörpern aus  gestattet sind.  



  Die     vorliegende        Erfindung    bezweckt, die       Vorteile    der Dampf-     bezw.        Hei.sswasser-          heizung    in hygienischer, mit den Vorteilen  der elektrischen     Beheizung    in wirtschaft  licher Hinsicht zu verknüpfen.  



  Auf der     Zeichnung"ist    ein Ausführungs  beispiel gemäss der vorliegenden     Erfindung     dargestellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 einen mit Dampfheizkörpern üb  licher Art ausgestatteten Eisenbahnwagen  mit einem unter demselben angeordneten  Elektrokessel,       Fig.    2 eine schematische Darstellung der  Heizanlage     .gemäss    vorliegender Erfindung.  In der Zeichnung ist a der     Elektrokessel,     welcher unterhalb des Eisenbahnwagens b  angebracht ist. Der in dem Elektrokessel a  erzeugte Dampf wird mit Hilfe der     Zulei-          tung    c den Heizkörpern d zugeführt.

   Der in  den     .Heizkörpern    d verbrauchte Dampf     bezw.     das Heisswasser wird durch die     Leitung    e       und    den     Kondensatortopf    f dem Elektro  kessel a wieder zugeleitet. Die Temperatur  regelung in .den einzelnen Wagenabteilungen  erfolgt     durch    das     Einstellventil    g in der üb  lichen Weise.  



  Der Elektrokessel     a    kann so     eingerichtet     sein, dass seine Leistungsaufnahme automa  tisch zurückgeht, sobald in den Heizkörpern  d infolge     Abschaltens    derselben kein Wärme  verbrauch mehr stattfindet. Die selbsttätige  Regelung des Elektrokessels kann dabei bei       spielsweise    derart erfolgen, dass in die  Dampfleitung zu ,den Heizkörpern ein Ther  mostat eingeschaltet wird, welcher dergestalt  arbeitet, dass bei Kontakt durch den Ther  mostat ein Relais betätigt wird, wobei ein  vorgesehener Hebelschalter durch Stromlos  machen     des,Schaltersolenoids    herausfällt und  dadurch den Heizstrom ausschaltet.  



  Der Elektrokessel a kann .derart     dimen-          sloniert    sein,     dass    seine Leistung auch für  eine Reihe     von    Wagen im Zuge .ausreicht,      was insbesondere bei     Enreihung    von inter  nationalen Wagen von besonderem Vorteil  ist.  



       Beim        Übergang    von elektrisch betrie  benen auf     dampfbetriebene        Fahrstrecken     bietet die     erfindungsgemässe        Heizungsanlage     keine     .Schwierigkeiten.    In diesem Falle wird  der Elektrokessel     @ausgeschaltet,    und die  Heizstellen     können    in der üblichen Weise mit  Dampf oder Heisswasser von der Dampfloko  motive aus     versorgt    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zugheizungsanlage mit Elektrokesseln und mit. Dampf oder erhitzter Flüssigkeit als Wärmeträger, dadurch gekennzeichnet, dass Eisenbahnwagen (b) .des -Zuges .mit je einem Elektrokessel (a) ausgerüstet sind, von dem die einzelnen, Heizstellen (d) im Wagen innern mit Wärme besahiakt werden.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Zugheizungsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der am Eisenbahnwagen (b) angeordnete Elektro kessel (a) neben den im gleichen Wagen befindlichen Heizkörpern (d) noch Heiz körper mindestens eines weiteren Wagens des Zuges speist. 2.
    Zugheizungsanlage nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass bei ab nehmendem Wärmebedarf der Heizanlage und der sich hierdurch ergebenden Steige rung der Dampfspannung im Elektro kessel (a) seine Leistungsaufnahme selbst tätig verringert wird.
CH132175D 1927-10-06 1928-03-31 Zugheizungsanlage mit Elektrokesseln. CH132175A (de)

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