Elektrische Kontrolleinrichtung für Benzinentnahme durch mehrere Personen aus demselben Behälter. Es sind Kontrolleinrichtungen für Benzin entnahme durch mehrere Personen aus dem selben Behälter bekannt, bei welchen durch einen Schlüssel ein Schalter bewegt, ein elplztrisclier Stromkreis beschlossen:, ein eine Sperre für die Abfüllvorrichtung auslösen der Elektromagnet erregt und der entspre chende Zähler eingeschaltet bezw. bleich zeitig durch einen Schalter auch ein Haupt schalter beschaltet wird.
Hierbei war jedoch für alle abzapfenden Personen nur ein Kon trollapparat vorhanden, wobei Fehler im Kontrollieren und Registrieren nicht gänz lich vermieden werden konnten und eine fertige Kontrolle der von den verschiedenen Personen abgezapften Benzinmengen in Zah len nicht möglich war.
Es sind aber auch Kontrolleinrichtungen für Benzinentnahme durch mehrere Personen aus demselben Behälter mittelst Schlüssels, bei welchen mehrere Einzelzählapparate vor gesehen sind, bekannt. Diese Vorrichtungen haben aber den Nachteil, dass sie die Summe der Einzelabgaben von Flüssigkeit nicht an zeigen und zwecks Nullstellung eines Zähl werkes bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen.
Diese Nachteile sind nun bei der elek trischen Kontrolleinrichtung gemäss der Er findung dadurch behoben; dass jeder Einzel zählapparat einen Elektromagneten zur Be- tätigung dieses Apparates und einen Schlüs selschalter besitzt, welche Schalter derart miteinander, mit den Elektromagneten der Einzelzählapparate, mit einer Stromquelle, mit einem die Sperre für die Abfüllvorrich tung ausrückenden Elektromagneten und einem in den Stromkreis der Elektromabneie der Einzelzählapparate eingeschalteten Schal ter verbunden sind,
dass bei der Drehung eines Schlüsselschalters die Verbindung die ser Schalter untereinander unterbrochen, der Stromkreis mit dem Sperrmagneten beschlos sen, die Sperre ausgerückt und bei Betätigung der freigegebenen Abfüllvorrichtung der Stromkreis der Elektromagnete der Einzel zählapparat beschlossen und der betreffende Einzelzählapparat, sowie der Hauptzähhappa- rat betätigt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des.
Fig. 1 und 2 sind ein Aufriss und -eine Seitenansicht eines Kontrollapparates mit Schnitt durch das Gehäuse; Fig. 3 ist ein Aufriss des in diesem Apparat angebrachten, vom Schlüssel betätigbaren Schalters; Fig. 4 und 5 zeigen den Hahnhebel mit seiner Sperre und einem von ihm betätigbaren Kontakt; Fig. 6 zeigt ein Schema der ganzen Ein richtung mit den elektrischen Verbindungen und Fig. 7 zeigt ein Schema des zweiten Beispiels.
An einer geeigneten Stelle, zum Beispiel an der Wand einer Grossgarage, sind eine beliebige Anzahl Kontrollapparate 1 ange bracht. Jeder Apparat besitzt ein Schloss 2, einen mittelst dessen Schlüssel betätigbaren Schalter 3, einen Elektromagneten 4, einen Zähler 5 und eine Rückzugfeder 6 für den Kern 4' des Elektromagnetes 4. Jeder Schal ter 3 besitzt zwei zur Schalterdrehaxe gleich achsige Bogenkontakte 7;. 8, zwei nebenein ander liegende, obere Kontakte 9, 70 und einen untern Einzelkontakt 11.
Im Ruhe zustande sind die Bogenkontakte 7, 8 ,jedes Apparates durch den Schalterarm mitein ander, je ein Kontakt 8 eines Apparates mit dem Kontakt 7 des nächsten Apparates und der IContükt des letzten Apparates mit der Rückleitung 13 verbunden. Der Kon takt 9 jedes Apparates ist mit dem Elektro- magneten 4 des betreffenden Apparates lind die Kontakte 10 sind untereinander und mit einem später beschriebenen. in die Rück leitung 14 eingeschalteten Auslösemagneten 15 verbunden. Die Kontakte 11 der Apparate sind mit der Zuleitung 16 und untereinander verbunden.
Der Elektromagnet 4 jedes Ap parates ist mit dem Kontakt 7 des nächst folgenden .Apparates und der Magnet des letzten Apparates mit der Rück- leitung 18 verbunden. Der Kern 4' jedes Elektromagnetes 4 ist durch eine StangE 17 mit dem das Zählwerk 5 betätigenden Hebel 18 verbunden.
In die Rückleitung 1 3 der Elektromagnete 4 ist ein Schalter 19 mit Platinkontakten 20 und 21 eingeschaltet, welche bei der an sich bekannten Betätigung des Hauptzählers 22 durch das Zugorgan 2 3 bei der Rechtsdrehung des Hahnhebels 2.1 (Fig. 4, 6) durch eine mit dem Zähler 22 hebbare Stange 25 geschlossen werden, um den Stromkreis der Elektromagnete 4 zu schliessen.
Der Kern 26 des Auslösemagnetes 15 greift im Ruhezustande (Fig. 4) in einen Randausschnitt 27 der Nabe 28 des Halm hebels 24 und bildet so eine Sperre für die sen;, so dass das Öffnen des Hahnes bewir kende Drehungen des Hebels 24 ausgeschlos sen sind. solange die Sperre im Bahnhebel sitzt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Kontrolleinrichtung ist nun folgende: Im unbenutzten Zustande der Einrichtun, liegen alle Schalterarme 12 wagrecht und ist der Stromkreis unterbrochen. Will nun ein Chauffeur Benzin abfüllen, so steckt er seinen Schlüssel in den ihm zugeteilten Kon trollapparat und dreht den Schaltarm 12 aus der wa.grechten in die lotrechte Stellung. Hierdurch kommt Kontakt 11 mit den Kon takten 9, 10 in Berührung und geht der Strom vom Kontalrt 10 zum Auslösemagne- ten 15 und zur Rückleitung 1.4.
Der Manet 15 wird dadurch erregt und löst den Halm hebel 24 durch Anziehen der Sperre 26 aus. Nun wird der Hahnhebel 24 nach recht (Fig: 4, 6) gedreht, der Schalter 19 und da mit der Stromkreis des Elektromagnetes 4. des betreffenden Apparates geschlossen, wo durch der Zähler 5 dieses Apparates be tätigt wird. Bei der Drehung des Hahn hebels 24 ist auch der Hauptzähler 22 be tätigt worden. Es wird somit die vom be treffenden Chauffeur abgefüllte, sowie auch die Gesamtmenge Benzin gezählt.
Nach Ab füllung der gewünschten Benzinmenge wird der Schalterarm 12 wieder in die wagrechte Stellung gedreht und der Stromkreis wieder geöffnet, wonach die Sperre 26 wieder in die Aussparung 27 des zurückgestellten Hahn hebels 24 fällt und ihn sperrt. Sobald ein anderer Apparat durch den Schlüssel betätigt wird., tritt wieder Zählung der Einzelmenge und Gesamtmenge ein, während bei allen an dern Apparaten der Strom unterbrochen ist, so dass ohne Zählung kein Benzin entnommen werden kann. Die Zahl der Apparate einer Einrichtung lässt sich leicht vermehren, was bei Einrichtungen, die nur für drei oder fünf- Apparate gebaut sind. nicht möglich ist.
Beim Beispiel nach Fig. 7 hat der Elektro- inagnet 15 die Sperre 20' nur aus der Rast <B>2</B>7' einer Sperrscheibe 29 auszurücken, wäh rend die Ausrückung einer zweiten Sperre 262 aus der Rast 27 der Nabe 2$ des Hahn- liebels 24 durch Drehung der die zwischen zwei Stiften 30 lose geführten Sperre 262 fragenden Sperrscheibe 29 durch einen Hand liebel 31 erfolgt, wenn die erste Sperre aus- .-erückt ist.