CH132272A - Verfahren und Vorrichtung zum Umspulen von Kunstseidefäden. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Umspulen von Kunstseidefäden.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Umspulen von Nunstseidefäden. Die Aufarbeitung der in Zentrifugen ge sponnenen Kunstseide begegnet nach dem bis her üblichen Verfahren namentlieh bei feine ren Titern gewissen Schwierigkeiten, welche in der Feinheit des Einzelfadens begründet sind und dadurch in Erscheinung treten, dass die einzelnen Lagen des in üblicher Weise nach dem Entleeren des Topfes von aussen nach innen abgehaspelten Fadenkuchens öfters in einander geraten. Es wurde gefunden, dass diese Schwierig keit umgangen wird, wenn man die Fäden auf einen Wickelkörper umspult, der zentrisch in den Hohlraum des Spinntopfes eingeführt wird. Da bei diesem neuen Verfahren der Fa den, ohne Fadenführerösen oder dergleichen zu berühren, vollständig frei durch die Luft umgespult wird, können mit Leichtigkeit Um spulgeschwindigkeiten von 1000-2000 Me tern pro Minute erreicht werden. Das neue Verfahren wird zum Beispiel folgendermassen ausgeführt: Der Fadenanfang (innerste Lage im Topf) wird herausgezogen, einige Male um den Wik- kelzylinder geschlungen und dieser in den Hohl raum des Topfes eingeführt. Hierauf wird der Topf in Umdrehungen versetzt und sich selbst überlassen. Die Wickelspule füllt sich in kür zester Zeit mit der umgespulten Seide, wobei der Fadenwechsel und damit die Wicklung auf der Spule ein genaues Abbild der im Spinntopf vorhandenen ist. Für gewöhnlich er hält die in den Topf gesponnene Seide ein fache Zylinderwicklung. Dies hätte zur Folge, dass beim Umspulen auf den zylindrischen Spu- lenkörper die Wicklungsränder leicht abrut schen. Man kann diese Schwierigkeit dadurch umgehen, dass der Spule während des Um spulens eine Zusatzbewegung in Richtung ihrer Achse erteilt wird, entweder hin- und herge hend, wodurch eine ballige Wicklung, oder in einer Richtung fortschreitend, wodurch eine Kopswicklung entsteht. Nach Beendigung des Umspulens wird der Spulenkörper aus dem Topf herausgezogen und dem nächsten Ar beitsprozess, sei es Wässern, Trocknen, Zwirnen, Färben usw. zugeführt. .Es werden zweck mässig Spulenkörper angewendet, die für die Wasch- und Nachbehandlungsflüssigkeiten durchlässig sind, beispielsweise gelochte oder aus porösem Material hergestellte Körper. Das Verfahren gestattet auch eine Um kehrung. Will man zum Beispiel zu irgend einem Zwecke Spulenseide in eine Zentrifuge überführen, so steckt man die volle Spule ins Innere des noch leeren Topfes, lässt anlaufen und schleudert den Fadenanfang gegen den Umfang des Topfes. Durch die Fliehkraft fest gehalten, spult sich die Seide bei richtigem Drehsinne ohne weiteres Zutun vollständig und störungsfrei in den Topf um. Die Abbildungen 1 und 2 veranschaulichen eine Vorrichtung zur Ausübung des neuen Ver fahrens. Der Spinnkuchen b ist bereits etwa zur Hälfte vom Rande des Topfes a auf die Oberfläche der Wickelspule c umgespult. Die Wicklung d entspricht hierbei der ursprüng lich in b vorhandenen, beispielsweise einer Kopswicklung. Um den Wickelkörper in das Innere des Topfes einführen und ihn gleich wohl später leicht abnehmen und in den wei teren Arbeitsgängen verwenden zu können, ist er auf einen Dorn e aufgesteckt, dessen Stiel von einer geeigneten Vorrichtung f ge halten wird. Diese Vorrichtung f dient auch dazu, um auf die Wickelspule c bei der oben beschriebenen Abänderung des Verfahrens die zusätzliche Bewegung in Richtung ihrer Achse zu übertraten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Umspulen von Kunstseide fäden, dadurch gekennzeichnet, dass in den Innenraum eines umlaufenden Spinntopfes ein Wickelkörper eingeführt wird, auf welchen sich bei Drehung des Spinntopfes die Fäden aufwinden, beziehungsweise bei entgegenge setzter Drehung abwinden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein für Flüssigkeiten durchlässiger Wickelkörper verwendt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wickelkörper während des Umspulens der Fäden eine Fortbewegung in Richtung der Achse er teilt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wickelkörper während des Umspulens der Fäden eine hin- und hergehende Fort bewegung in Richtung der Achse erteilt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wickelkörper während des Umspulens derFäden eine stetige Fortbewegung in Rich tung der Achse erteilt wird. PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch einen zylindrischen Wickelkörper (c) für das auf- und abzuwickelnde Garn, eine Auf steckvorrichtung (e) für den Wickelkörper und eine Haltevorrichtung (f) für den Aufsteck dorn. UNTERANSPRUCH: 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Wickelkör per für Flüssigkeiten durchlässig ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE132272X | 1927-10-26 |
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| CH132272A true CH132272A (de) | 1929-04-15 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH132272D CH132272A (de) | 1927-10-26 | 1928-04-20 | Verfahren und Vorrichtung zum Umspulen von Kunstseidefäden. |
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| CH (1) | CH132272A (de) |
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1928
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