CH132614A - Verfahren zur Darstellung eines Pigment- und Lackfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Pigment- und Lackfarbstoffes.

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CH132614A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines Pigment- und     Eaekfarbstoffes.       Es wurde gefunden, dass sich Farbstoffe,  welche eine oder mehrere saure Gruppen  enthalten, in wasserunlösliche     bezw.    -schwer  lösliche Farbkörper, die aber anderseits in  organischen Lösungsmitteln löslich sind,  überführen lassen, wenn man sie in die Salze  organischer Basen verwandelt. Erhalten  werden solche Salze, indem man entweder  die freien     Farbstoffsäuren    mit den freien  Basen in Reaktion bringt, oder aber indem  man die Salze der Farbstoffe mit den Sal  zen der organischen Basen zur doppelten  Umsetzung bringt, am besten in wässeriger  Lösung. Die Umsetzung tritt bei gewöhn  licher oder mässig erhöhter Temperatur ein.  



  Als Farbstoffe können Vertreter aller       Farbstoffklassen    verwendet werden, sofern  sie eine oder mehrere saure Gruppen, wie  die     Sulfo-    oder     Carboxylgruppe    oder auch  gleichzeitig     Sulfo-    und     Carboxylgruppen    ent  halten,     wie    zum Beispiel     Echtsäureviolett    B  (Schulz, 6.     Aufl.,    Nr. 580), Methyla.Ikali-    blau     MLB        (Schulz,    6.     Aufl.,    Nr.

   585), die  sauren Farbstoffe der     Anthrachinonreihe,     wie     1-Amino-4-anilidoanthrachinon-2-sulfo-          säure,        1-Amino-4-p-aeetamidoanilido-Z-an-          trachinonsulfosäure,        1.4-Dioxy-5.8-di-p-          toluido-anthrachinon-disulfosäure,        1.5-Di-          oxy-4    .

       8-di-p-toluidoanthrachinondisulfosäure,          1.4-Diaminoanthrachinon-2-sulfosäure,        1-          Oxy-4-p-toluidoanthrachinonsulfosäure,        1.5-          Di-p-toluidoanthrachinondisulfosäure,        An-          thrapyrimidin-4-p-toluidosulfosäure,        Methyl-          anthrapyridon-4-arylsulfosäuren,   <B>1'.</B>     4-Di-          aminoanthrachinon-2-phenoxysulfosäure    und  andere mehr, solche der     Azoreihe,

      wie     Oxy-          dianilgelb    G     (Schulz,    6.     Aufl.,    Nr. 6l7),  Harnstoff aus     phenylazo-2-amino-5-oxy-          naphtalin-7-sulfosaurem    Natrium, Dianil  blau B extra     (Schulz,    6.     Aufl.,    Nr. 380),  chlor     phenyl        azo        methyl        phenyl        pyrazolon        sulf        o-          saures    Natrium usw.  



  Als organische Basen kommen solche in  Betracht, welche eine zur Bildung eines      stabilen, nicht mehr oder schwer     hydrolysier-          baren        :Salzes    hinreichende     Basicität    besitzen,  so zum Beispiel     Cyclohexylamin,        Dicyclo-          hexylamin,        Diäthyl-ss-naphtylamin,    Tetra  methylphenylendiamine,     Äthylen-o-phenylen-          diamin,        Äthenyl-o-phenylendiamin,    hydrier  tes     Methyläthylchinolin    usw. und deren  Derivate.

   Auf eine saure Gruppe wird ein  Molekül der Base oder nur ein geringes mehr  verwendet.  



  Die erhaltenen Pigmente sind schwer  löslich oder unlöslich in Wasser, lösen sich  aber in vielen organischen Lösungsmitteln,  besonders in solchen, die als Lacklösungs  mittel Verwendung     finden,    und sind als  Pigmentfarbstoffe und auch als Lackfarben  verwendbar.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     Pigment-          und    Lackfarbstoffes, dadurch gekennzeichnet,  dass man den     Azofarbstoff    aus     diazotiertem          p-Amidoazotoluol    und     1-Naphtol-3.6-di-          sulfosäure    der folgenden Formel:  
EMI0002.0021     
    oder eines seiner Salze mit     Dicyclohexylamin     oder einem seiner Salze umsetzt.  



  <I>Beispiel:</I>  250 Gewichtsteile des     Natriumsalzes    des       A.zofarbstoffes    aus     diazotiertem        p-Amido-          azotoluol    und     1-Naphtol-3.6-disulfosäurP     der folgenden Formel:  
EMI0002.0029     
    werden, in etwa 900 Gewichtsteilen Wasser  gelöst, bei gewöhnlicher Temperatur, besser  noch bei 7   C bis 1,0   C, mit einer neutralen    Lösung von 192 Gewichtsteilen     Dicyclohexyl-          amin    in verdünnter Schwefelsäure gefällt.  Der Niederschlag wird abgesaugt, gewaschen  -und bei 30   C getrocknet.  



  Der Farbkörper bildet ein rotes Pulver,  welches sich in     l#.anzentrierter    Schwefel  säure     dichroitisch    blauviolett löst;, beim  Verdünnen mit Wasser wird die Lösung  zuerst blau und scheidet bei weiterem Ver  dünnen einen braunen Niederschlag ab  Der Farbkörper löst sich in Alkohol,     Methyl.     und     Athylglykol    und     Butanol    mit roter  Farbe; etwas schwerer löst er sich in     Butyl-          cetat    und Benzol. Er ist gut löslich in  a<B>a</B>  Sprit-,     Cellon-    und     Zapon-Lacken.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Pigment- und Lackfarbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man den Azofarbstoff aus diazotiertem 1i-Amidoazotoluol und 1-Naphtol-3.6-di- sulfosäure der folgenden Formel: EMI0002.0048 oder eines seiner Salze mit Dicyclohexylamin oder einem seiner Salze umsetzt.
    Der isolierte Farbkörper bildet ein rotes Pulver, welches sich in konzentrierter Schwe felsäure dichroitisch blauviolett löst; beim Verdünnen mit Wasser wird die Lösung zuerst blau und scheidet bei weiterem Ver dünnen einen braunen Niederschlag ab. Der Farbkörper löst sich in Alkohol, Methyl- land Äthylglykol und Butanol mit roter Farbe; etwas schwerer löst er sich in Butyl- a.cetat und Benzol. Er ist gut löslich in Sprit-, Cellon- und Zaponlacken.
CH132614D 1926-09-11 1927-09-07 Verfahren zur Darstellung eines Pigment- und Lackfarbstoffes. CH132614A (de)

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