CH132627A - Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Harzes.

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CH132627A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Harzes.    Es wurde gefunden, dass man aus     Roh-          solventnaphta    durch     Polymerisation    mit Eisen  chlorid zu     standöllöslichen    Harzen gelangt,  wenn man der     Rohsolventnaphta        Phenole     aller Art zusetzt. Die so erhältlichen Harze  sind in den üblichen in der Lacktechnik aus  trocknenden Ölen, wie Leinöl, Holzöl,     Perilla-          öl    und dergleichen hergestellten Standölen  löslich.

   Die erforderliche     Menge    der     Phenole     ist von der Menge der in der     Rohsolvent-          naphta    vorhandenen     verharzbaren    Substanzen       (Cumaron    und     Inden)    abhängig, und zwar  derart, dass bei Anwesenheit von etwa 10 %       Phenolen,    auf die     verharzbare    Substanzmenge  berechnet, hochschmelzende, völlig     standöl-          lösliche    Harze erhalten werden, deren Schmelz  punkt jedoch mit der weiteren Zunahme der  angewendeten     Phenolmenge    sinkt.

   Als     Phe-          nole    können beispielsweise     Phenole,        Kresole,          Naphtole,    sowie ihre Homologen verwendet  werden. Man kann auch in der Weise ver  fahren, dass man eine     Rohsolvecitnaphtafrak-          tion    von     höhern    Siedegrenzen (bis etwa 200 0)    verwendet, in der erheblich grössere Mengen  von     phenolartigen    Körpern als in der üblicher  weise angewendeten     Rohsolventnaphta    von  den Siedegrenzen 160=180 o enthalten sind.

    Das vorliegende Verfahren bietet weiter den  Vorteil, dass man zu Harzen gelangen kann,  die zu Öllacken verarbeitet, den Lackanstrich  bei hohen Temperaturen nicht verfärben, in  dem man von     phenolfreier        Rohsolventnaphta     ausgeht und dieser geeignete     Phenolhomologe     zusetzt.  



  Die Reaktion wird zweckmässig in der  Weise durchgeführt, dass die hasenfreie     Roh-          solventnaphta-Phenolmischung    bei einer Tem  peratur von 20-25 o mit Eisenchlorid oder       Eisenchloridlösung    energisch gerührt wird.  Die Harzbildung verläuft unter Wärmeent  wicklung. Durch geeignete Kühlung vermei  det man gegebenenfalls, dass die Reaktions  temperatur über etwa 50 o steigt.  



  Vorliegendes Verfahren betrifft die Her  stellung eines in     Leinölstandöl    und holzöl  haltigem Standöl restlos löslichen, hellen, bei      140 o schmelzenden Harzes, dadurch gekenn  zeichnet, dass man     Rohkresol    und     verharz-          bare    Substanzen enthaltende     Rohsolvent-          naphta    unter Verwendung von Eisenchlorid  als Katalysator polymerisiert und das ent  standene Harz nach der Trennung vom Eisen  chlorid durch geeignete Destillation aus der  erhaltenen Harzlösung isoliert.  



       Beispiel:     In 450 Gewichtsteilen einer Phenol- und  hasenfrei gemachten, von 164-185 o sieden  den     Rohsolventnaphta,    mit einem Gehalt von  51,9      %        verbarzbaren    Anteilen werden 26 Ge  wichtsteile     Rohkresol    gelöst.  



  Unter intensivem Rühren lässt man zu  dieser Mischung bei einer Anfangstemperatur  von 25 o etwa 30-45 Gewichtsteile geschmol  zenes kristallisiertes Eisenchlorid fliessen. Un  ter kräftiger Temperatursteigerung setzt als  bald die Reaktion ein. Man rührt 6-8 Stun  den lang weiter, wobei man gegebenenfalls  durch geeignete Kühlung dafür sorgt, dass  die Reaktionstemperatur 52 o nicht übersteigt.

    Nach beendeter Reaktion wird mit 200-300  Gewichtsteilen gereinigtem Lösungsbenzol ver  dünnt und die vom Eisenchlorid durch Be  handlung mit gebranntem Kalk, vorteilhaft  unter Zusatz von     aktivierter    oder nicht akti  vierter Bleichsoda getrennte Lösung aufge  arbeitet, indem man die flüchtigen Bestand  teile unter Vakuum     abdestilliert.    Man erhält    ein helles, bei 140 o schmelzendes Harz, das  in     Leinölstandöl,    sowie in holzölhaltigem  Standöl restlos löslich ist.  



  Zu dem gleichen Produkt gelangt man,  wenn man das in diesem Beispiel verwen  dete kristallisierte Eisenchlorid durch 4 Ge  wichtsteile wasserfreies Eisenchlorid ersetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines in Lein- ölstandöl und holzölhaltigem Standöl restlos löslichen, hellen, bei 140 o schmelzenden, in der Lackindustrie verwendbaren Harzes, da durch gekennzeichnet, dass man Rohkresol und verharzbare Substanzen enthaltende Roh- solventnaphta mit Eisenchlorid behandelt und das entstandene Harz nach Entfernung des Eisenchlorids aas der erhaltenen Harzlösung isoliert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man wasserfreies Eisenchlorid verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man kristallisiertes Eisenchlorid verwendet. "
CH132627D 1926-11-30 1927-10-29 Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Harzes. CH132627A (de)

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