CH132697A - Verfahren zur Erzeugung von Dampf, insbesondere Hochdruckdampf, und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Dampf, insbesondere Hochdruckdampf, und Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens.

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CH132697A
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Boveri & Cie. Aktiengesellschaft Brown
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

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  Verfahren zur Erzeugung von Dampf, insbesondere     Hochdruchdampf,     und Einrichtung zur     Ausführung    des Verfahrens.    Es ist bereits vorgeschlagen worden,  Dampf dadurch zu erzeugen, dass man Dampf  hocherhitzt und diesen hocherhitzten Dampf  durch eine Wasserschicht leitet oder fein ver  teiltes Wasser in diesen einspritzt. Durch  die Abgabe der Überhitzungswärme wird  dann neuer Dampf     erzeugt.    Man hat weiter  vorgeschlagen, überhitzten Dampf mehrmals  durch Wasser hindurch zu leiten und den  jedesmal neu erzeugten und den durch das       I3indurühleiten    durch die Wasserschicht ab  gekühlten, vorher erzeugten Dampf zu über  hitzen, bis schliesslich die verlangte Betriebs  dampfmenge gebildet ist.

   Um den Wider  stand der     Überhitzer    und den der Wasser  schicht zu überwinden und den Dampf in  Umlauf zu bringen, sind verschiedene Mass  nahmen erforderlich, die mit Nachteilen ver  bunden sind. Erfolgt nämlich die Dampf  erzeugung in einem einzigen Wärmeaus  tausehkörper, so ist zur Umwälzung des  Dampfes, der als Wärmeträger dient und aus    bestimmten Gründen ein Vielfaches der       Nutzdampfmenge    sein muss, eine besondere  Pumpe nötig, die verhältnismässig viel Ener  gie beansprucht und besonders bei hohen  Drücken durch die unvermeidbaren     Undich-          tigkeitsverluste    den Anlagewirkungsgrad  wesentlich verschlechtert.

   Wird dagegen die  Bewegung des Dampfes in der Weise be  werkstelligt, dass man in einem besonderen  Kessel     sogenannten    Erregerdampf von höhe  rem Druck erzeugt und diesen mit dem eige  nen Druckgefälle nacheinander durch meh  rere     Überhitzer    und Wasserräume strömen  lässt, wobei in jedem Wasserraum durch die  Überhitzungswärme neuer Dampf erzeugt  wird, so wird wohl die     Umwälzpumpe    er  spart, man benötigt aber eine grössere Anzahl  von Druckbehältern, die eine Verteuerung  der Anlage, eine Erhöhung des Platzbedar  fes und gewisse     Betriebserschwerungen    ver  ursachen.  



  Vorliegende     Erfindung    betrifft nun ein      Verfahren zur Erzeugung von Dampf, ins  besondere Hochdruckdampf (über 50     Atm.)     durch mittelbare Heizung mittelst überhitz  ten Dampfes als Wärmeträger, bei welchem  die geschilderten Nachteile vermieden sind.

    Das Verfahren besteht darin, dass eine ver  hältnismässig kleine, weniger als die Hälfte  der     Betriebsdampfmenge    betragende Menge  Dampf erzeugt wird, welche Dampfmengen  durch eigenes Druckgefälle eine grössere An  zahl hintereinander geschalteter     Überhitzer     oder     Überhitzergruppendurchströmt,    die an  beliebig vielen, aber mindestens zwei Stel  len mit Verdampfern.     verbunden    sind, in wel  che Wasser in feiner Verteilung eingeführt  wird, das verdampft, selbst wieder überhitzt  und zu neuer Dampfbildung verwendet wird,  bis die gewünschte     Betriebsdampfmenge    er  reicht ist.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungs  beispiele der     Einrichtung    zur Ausführung  des beanspruchten Verfahrens dargestellt.  



       Fig.    1 stellt schematisch einen Dampf  erzeugen von oben gesehen dar, und       Fig.    2 den     Verdampferteil    dieses Dampf  erzeugers von .der Seite gesehen, teilweise im  Schnitt und teilweise in Ansicht;       Fig.    3 und 4 zeigen besondere     Verdamp-          ferarten    im Schnitt;       Fig.    5 zeigt halbschematisch eine Anord  nung für eine kombinierte Betriebsweise- der  Verdampfer, und       Fig.    6 zeigt schematisch einen Dampf  erzeuger mit Wärmepumpe.  



  In     Fig.    1 ist 1 der Feuerraum. In diesem  befindet sich die     Erregerkesselanlage    2, 3, in  welcher die kleine     Erregerdampfmenge    er  zeugt und gegebenenfalls auch das übrige  Speisewasser vorgewärmt wird.

   Der Erreger  dampf strömt nun durch eigenen Überdruck  durch Leitung 6 über eine Drosselstelle 29  und Absperrventil 83 zum ersten     Überhitzer     7, wird dort stark überhitzt und gelangt zum       ersten    Verdampfer 13, wo ihm durch einge  spritztes und fast auf     Verdampftemperatuit     vorgewärmtes Wasser die Überhitzungs  wärme entzogen     wird.    Durch diese Überhit-         zungswärme    wird aus dem eingespritzten  Wasser neuer Dampf entwickelt, der nun ge  meinsam mit dem auf ungefähr Sättigungs  temperatur     abgekühlten    Erregerdampf zum  nächsten     Überhitzer    8 strömt.

   Hier wird  neue Überhitzungswärme zugeführt, die es  ermöglicht, im nachfolgenden Verdampfer  14 ein vermehrtes     Quantum    Dampf aus dem  hier     eingespritzten    Wasser zu erzeugen. Der  Vorgang wird so oft wiederholt, bis schliess  lich die verlangte     Betriebsdampfmenge    erhal  ten ist.  



  Das einzuspritzende Wasser kann, wie  oben bereits erwähnt, aus der im     Feuerraum     liegenden     Erregerkesselanlage    2, 3, der in  diesem Falle also auch als     Wasservorwärmer     dient, durch Leitung 5 über ein Absperrven  til 32 entnommen werden. Das     Frischwassor     selbst wird durch die Leitung 4     zugeführt.     Der gesamte erzeugte Dampf verlässt     überVen-          til    3.1 den letzten Verdampfer 18 und geht  nun zu einem     Schlussüberhitzer    28, wo ihm  die für den Betrieb verlangte Überhitzungs  temperatur gegeben wird, zur Verbrauchs  stelle.

   Von den übrigen, in     Fig.    1 gezeigten  und bisher     nicht    beschriebenen Teilen wird  später die Rede sein.  



  Während     Fig.    1 in schematischer- Form  den Dampferzeuger von oben gesehen dar  stellt, bringt     Fig.    2 den     Verdampferteil    mit  dem Behälter in einem schematischen     Schnitt     und in Ansicht von der Seite gesehen. Es  sind 13 bis 18 die Verdampfer, die ihr     Ein-          spritzwasser    über die Leitung 5 zum Beispiel  vom     Wasservorwärmerteil    der (nicht sicht  baren)     Erregerkesselanlage    erhalten.

   Das       Wasser    wird durch Düsen 40 in feinster Ver  teilung eingespritzt, so dass es dem bei 41 ein  tretenden überhitzten Dampf eine grosse  Oberfläche darbietet. 42 sind Drahtsiebe,  die grosse Tropfen     aufhalten    und zur Auf  teilung und Verdampfung bringen sollen. Der  abgekühlte und neu entwickelte Dampf ver  lässt bei 43 die Verdampfer, um seinem zu  geordneten     überhitzer    zuzuströmen. Vor dem  Austritt können     Pr        allbleche    44 angebracht  sein, an welchen sich etwa mitgerissenes  Wasser abscheidet.      Zweck der Einspritzung in feinster Ver  teilung ist, wie erwähnt, die Darbietung  grosser Oberflächen, um eine rasche Wärme  aufnahme zu ermöglichen.

   Statt mittelst  Einspritzens in feiner Verteilung durch Dü  sen kann die Ausbreitung des zu verdamp  fenden Wassers auf grosse Oberfläche, zum  Beispiel auch durch geeignete Füllstücke er  reicht werden, die man in die Verdampfer  körper einbaut. Diese Massnahme hat den  Vorteil, dass man an Stelle einer     engbohrigen     Düse gewöhnliche Brausen     verwenden    kann,  die weniger leicht verstopfen, und dass auch  da; Mitreissen von Tropfen leichter verhütet  wird. Diese Füllstücke können aus kleinen  Zylindern bestehen (sogenannten     Raschig-          ringen)    und werden aus Wärme möglichst  gut leitendem Material hergestellt. In     Fig.    3  und 4 sind derartige Verdampfer im .Schnitt  gezeigt.

   Es ist 50 der     Verdampferkörper,    51  sind die Füllstücke. Sie ruhen auf dem Rost  52, unterhalb welchem der überhitzte Dampf  bei 53 eingelassen wird. Das Wasser tritt  durch Brause 54 ein und verteilt sich über  die Füllstücke, wodurch es dem im Gegen  strom     entgegenfliessenden    Dampf eine grosse  Oberfläche bietet. Der abgekühlte und neu  gebildete Dampf fliesst bei 55 ab, während  überschüssiges Wasser bei 56 abgelassen wer  den kann.  



  Gegenüber     Fig.    3 unterscheidet sich die  Ausführung der     Fig.    4 dadurch, dass die Fül  lung zwei Lagen bildet, 51 und 57, die zwi  schen sich einen Raum freilassen, in welchen  die Brause 54 einmündet. Es wird also nur  der untere Teil berieselt, der obere Teil dient  als     Wa.sserabscheider.    Er kann noch durch  Zuführung von überhitztem Dampf aus Lei  tung 53     bezw.    5,8 geheizt werden, so dass auch  die hier hängenbleibenden Tropfen noch ver  dampft werden.  



  Es ist wichtig, dass der vorliegende  Dampferzeuger stets so betrieben wird, dass  die Endtemperatur der Überhitzung in jedem  einzelnen     Überhitzer    und die     Einspritzwas-          sermenge    in einem bestimmten Verhältnis zu  einander stehen. Ein Zuwenig des Wassers  hat zur Folge, dass der eingeführte Dampf    zu wenig abgekühlt und dann im nächsten       Überhitzer    zu stark überhitzt wird. Ein  Zuviel des Wassers hat umgekehrt den Nach  teil, dass leicht Wasser mitgerissen wird und  sich etwaige Unreinheiten in den     Überhitzer-          rohren    niederschlagen und diese verschmut  zen.

   Oder es wird     unnötige        Pumparbeit    ge  leistet. Eine Möglichkeit der Regelung bie  tet nun die Temperatur des überhitzten  Dampfes selbst.     Man    kann zum Beispiel  einen Thermostaten vorsehen, der von der  Temperatur des Dampfes an einer beliebigen  Stelle, insbesondere der Temperatur am Ende  des einer Einspritzdüse oder -Düsengruppe  nachfolgenden     Überhitzers    beeinflusst wird.  In     Fig.    1 ist die Anordnung einer solchen       Thermostatregelung    gezeigt.

   Es sollen dort  19 bis 23 Thermostaten irgend einer bekann  ten Bauart vorstellen, die auf irgendwelche  Absperrvorrichtungen der     Wasserzuflusslei-          tungen    der Verdampfer 13 bis 18 einwirken.  Ist die Temperatur am Ende eines     Überhit-          zers    zu hoch, so betätigt der Thermostat das       Einlassventil    derart, dass nun mehr Wasser  einströmt, und umgekehrt. Man wird, wie  oben bereits angedeutet, mit Vorteil die Re  gelvorrichtung so einstellen, dass stets nur so  viel Wasser eingespritzt wird, dass der  Dampf beim Verlassen der Verdampfer noch  überhitzt ist, um Wasserausscheidungen  möglichst zu verhüten.  



  Wird die     Wasserabscheidung    aber durch  Mittel, wie sie besonders in     Fig.    4 gezeigt  sind und weiter oben beschrieben wurden,  mit Sicherheit verhütet, so kann auch bis zu  einem     bestimmten    Betrag Wasser in Über  schuss eingeführt werden.

   Es kann zum Bei  spiel die     Thermostatregelung    nur auf einen  Teil der Wasserzuführung Anwendung fin  den, indem man zwei Einspritzdüsen oder  -Brausen     bezw.    zwei Gruppen solcher für  jeden Verdampfer vorsieht, von denen die  eine das zu verdampfende Einspritzwasser  in normalem Betriebe     liefert,    während die  andere, durch einen Thermostaten oder der  gleichen betätigt, nur in aussergewöhnlichen       Fällen    in Tätigkeit tritt.

   Solche ausser  gewöhnliche Fälle     können        sowohl    über eine      bestimmte     Belastung    hinausgehende Be  lastungen oder auch Betriebsstörungen sein,  wie zum Beispiel Verschmutzung oder     Brucb     der     urgesteuerten        Einspritzvorrichtungen.          Fig.    5 zeigt halbschematisch die Anordnung  für die kombinierte Betriebsweise. Es sind  wieder 50 die     Verdampferkörper,    und 51 die  Füllungen, 54 sind Brausen, .durch die das  Wasser     eintritt.    Dasselbe verteilt sich über  die Füllstücke und entzieht dem bei 53 ein  tretenden hochüberhitzten Dampf die Über  hitzungswärme.

   Der     Zufluss    zu diesen Brau  sen ist hier aber so geregelt, dass eine be  stimmte, über weite Leistungsbereiche gleich  bleibende Wassermenge zufliesst. Das Was  ser, das nicht verdampft, fliesst bei 56 ab. Ist  das durch die Brausen 54 eingeführte     'v#Ta!@-          ser    .aus irgendeinem Grunde nicht genügend,       so,dass    in den nachfolgenden     Überhitzern    60  oder 61 die     Überhitzung    über ein zulässiges  Mass ansteigt, so spricht der Thermostat bei  62 oder 63 an und öffnet selbsttätig das Ven  til 64     resp.    65, das nun weiteres Wasser ein  strömen     lässt,

      bis die Überhitzungstempera  tur wieder auf das festgesetzte Höchstmass       gesunken    ist.  



  Gelingt es nicht, alles eingespritzte Was  ser sofort zu verdampfen, oder wird das  Wasser absichtlich im Überschuss einge  spritzt, so wird sich am Boden des Verdamp  fers eine kleinere oder grössere Menge von  Wasser ansammeln. Dieses Wasser enthält  ansehnliche Beträge von Energie in Form  von Wärme und Druck. Seine verlustlose  Abführung und Sammlung ist daher von be  sonderer Wichtigkeit. Zu diesem Zwecke  können die     Verdampferkörper    in ihrem un  tern Teil mit einem kleinen Sammelraum  versehen werden, der mit einem grösseren, für  alle Verdampfer gemeinsamen Sammelgefäss       verbunden    ist. Die Verbindung erfolgt über  ein Schwimmerventil oder auch durch eine  Blende.

   Letztere ist so zu bemessen, dass  wohl genügend Wasser     äbfliessen    kann, das  Überströmen grösserer Mengen Dampf, zum  Beispiel von einem zum     nächstfolgenden    Ver  dampfer, aber verhütet ist. Das als Behälter  ausgebildete gemeinsame Sammelgefäss ist in         Fig.    1 mit 25 bezeichnet und die gemeinsame       Abflussleitung    durch 24 dargestellt.     In        Fig.    2  sind 45 die Blenden, die nach der     Sammel-          leitung    46 öffnen, welche Sammelleitung in  ,das gemeinsame Sammelgefäss 47 mündet, das  im Schnitt wiedergegeben ist.

   In     Fig.    5 sind  die Abläufe durch 56, nicht aber die     Sam-          melleitung    und das Sammelgefäss dargestellt.  



  Das Sammelgefäss, in dem das überschüs  sige     .Einspritzwasser    gesammelt wird, kann  noch einem weiteren Zwecke dienen. Er kann  auch als Dampfsammler, oder Puffergefäss  zum Ausgleich der     Dampfverbrauchsschwan-          kungen    gebraucht werden. Entsprachen die       Überhitzer    und die Verdampfer beim vorlie  genden Dampferzeuger in ihrer Wirkung  den Siederohren gewöhnlicher Dampferzeu  ger, so vertritt hier der Sammler die Stelle  der Ober- und Untertrommeln gewöhnlicher  Kessel, also der Teile, durch die das zu ver  dampfende Wasser und bereits erzeugter  Dampf gespeichert werden kann.

   Dadurch  dass, wie auf     Fig.    1 dargestellt, der letzte  Verdampfer 18 durch Rohr 34 mit dem Ver  teilerrohr 26, anderseits aber auch der       Schlussüberhitzer    2,8 mit dem Dampfdom 27  verbunden ist, kann bei     monmentanem          Dampfüberschuss    Dampf in den Wasserraum  des Sammelgefässes 25 übergeführt und un  ter Druckanstieg niedergeschlagen' werden.  Umgekehrt lässt sich bei momentanem Dampf  mangel, Dampf bei 27 aus dem     Sammel-          gefäss    entnehmen, wobei der Druck im     Sam-          melgefäss    abnimmt.

   Es lässt sich ferner das  Wasser, das im Überschuss in die Verdamp  fer eingespritzt wurde und zum     Sammel-          gefäss    ablief, ganz oder teilweise wieder  zum Einspritzen verwenden. Hierfür ist es  durch eine Pumpe auf den erforderlichen  Einspritzdruck zu bringen. Diese Betriebs  weise ist aus dem Schema der     Fig.    2 ersicht  lich, wo 46 die Sammelleitung für das Über  scliusswasser und 47 das Sammelgefäss dar  stellt, während die erwähnte Pumpe durch  48, ihr     Antriebsmotor    (z. B. Elektromotor)  durch 49 wiedergegeben sind.

   Die Sauglei  tung der Pumpe ist .am Sammelgefäss ange  schlossen, die Druckleitung führt zu den Ver-           dampfern    13 bis 18, die auch von der Lei  tung 5 aus der     Erregerkesselanlage    gespeist  werden können. Erfolgt die Lieferung des  Einspritzwassers ausschliesslich durch Was  ser, das die Pumpe 48 aus dem     .Sammelgefäss          entnoirimeii    hat, so wird Ventil 70 geschlos  sen und das in der     Erregerkesselanlage    vor  gewärmte Speisewasser oder auch frisches  Speisewasser durch Leitung 71 direkt in das  Sammelgefäss geliefert. In diesem Falle ist  ein Schwimmerventil 72 erforderlich, das den  Wasserspiegel im Sammelgefäss 47 regelt.  



  Die Pumpe 48 kann mit Vorteil auch von  einer Dampfturbine 73 angetrieben werden.  Zur Sicherheit kann neben der Dampfturbine  noch ein Elektromotor angekuppelt sein, der  leer mitläuft und erst Strom erhält, sobald  die Drehzahl der Pumpe unter ein zulässiges  Mass gesunken ist.  



  Zur Betriebssicherheit und zum richtigen  Funktionieren des vorliegenden Dampferzeu  gers werden die     Verdampferköper    zweck  mässig mit     Schlammabscheidern    versehen. Es  kann ferner, besonders bei Einführung des  Wassers in feiner Verteilung, mittelst Ein  spritzdüsen, erforderlich sein, dass das     Ein-          spritzwasser    einen wesentlich höheren Druck  besitzt als der Dampf.

   Wird der Erreger  dampf und das Einspritzwasser aus der     glei-          ehen    Kesselanlage geliefert, wie zum Bei  spiel in     Fig.    1 bei 2 und 3 gezeigt ist, hat  also das Wasser und der Dampf den gleichen  Druck, so ist der Druck des Dampfes für die  Verdampfer künstlich zu erniedrigen. Dies  kann durch ein     Reduzierventil    geschehen, das  in dem Beispiel der     Fig.    1 bei 29 angedeu  tet ist.  



  Um beim Anlassen nicht die Erzeugung  von Erregerdampf aus der Erregerkessel  anlage abwarten zu müssen, kann der Er  regerdampf in manchen Fällen auch aus an  dern Quellen, zum Beispiel in Betrieb be  findlichen Kesseln gleichen Betriebsdruckes,  entnommen werden. Ein weiteres, sehr nütz  liches Verfahren ist die Verwendung einer  sogenannten Wärmepumpe. Es ermöglicht  eine solche Wärmepumpe, besonders wenn sie  als Kolbenpumpe ausgeführt ist, auch bei    starker     Abkühlung    des Inhaltes des     Sammel-          gefässes    durch eine entsprechende Drucksen  kung Dampf aus dem Sammlerwasser zu bil  den und diesen auf den in den     Überhitzern     benötigten Druck zu verdichten.

   Es kann  also durch die Wärmepumpe die     Erregerkes-          selanlage    entbehrlich werden, und zwar  nicht nur beim Anlassen, sondern auch wäh  rend des normalen Betriebes.  



  In     Fig.    6 ist nochmals das Schema eines  Dampferzeugers dargestellt. Die Bezeich  nungen sind für gleiche Teile die gleichen  wie in     Fig.    1. Diese Figur zeigt auch den  Anschluss der Pumpe 48 für das     Einspritz-          wasser,    das dem Sammelgefäss 25 entnommen  wird und den zugehörigen Antriebsmotor 49.  Es ist     ferner-7.5    die Saugleitung der Wärme  pumpe 76.

   Ihr Antriebsmotor ist 77. 78 ist  ein Verbindungsrohr, das durch Ventil 79  absperrbar ist und gestattet,     Überschussdampf     oder den noch nach dem Abstellen erzeugten  Dampf durch sämtliche     TUberhitzer    zu     leiten     und im Wasserraum des     ,Sammelgefässes    nie  derzuschlagen. Da dieses     Sammelgefäss    zum  Unterschied gegenüber der Obertrommel nor  maler Kessel mit stark veränderlichem Was  serstande arbeiten darf, so kann zum Bei  spiel, im Falle viel Dampf im Sammelgefäss  aufzunehmen ist, durch kaltes Speisen ein  übermässiger Druckanstieg verhindert wer  den.  



  Das Sammelgefäss liesse sich statt mit  Wasser auch mit einer hochsiedenden Flüs  sigkeit füllen, um grosse Temperaturen bei  geringem Druck im Sammelgefäss zu errei  chen. Der überhitzte Wasserdampf ist in die  sem Falle im Innern von Rohrschlangen zu  führen, wo er kondensiert und seine Wärme  an die hochsiedende Flüssigkeit abgibt. Zur  Erzeugung von zusätzlichem Wasserdampf  oder zur     Vorwärmung    des Einspritzwassers  wird Wasser durch diese Rohrschlangen ge  drückt und die aufgespeicherte Wärme der  hochsiedenden Flüssigkeit auf diese Weise  wieder entzogen.  



  Eine     fabrikatorischeErleichterung    bietet  es, wenn sämtliche verwendeten Teile gleiche      Abmessungen besitzen. Es kann dies erreicht  werden, indem man die sämtlichen Überhit  zerteilstü.cke mit gleicher Oberfläche aus  führt und sie um die Feuerung und in die       Rauchgaszüge    gleichartig anordnet.

   Man  wird ferner sämtliche     Überhitzer    oder     Über-          hitzergruppen    so hintereinander schalten  und ihre Oberfläche und     Dampfdurchtritts-          querschnitte,    zum Beispiel durch Parallel  schaltung mehrerer     Überhitzerteilstücke    so  bemessen, dass für jeden     Überhitzer    oder       Überhitzergruppe    die     Verdampferkörper    und  die Einspritzdüsen die gleiche Grösse und  Bauart erbalten.

      Einen besonderen Vorteil bieten die be  schriebenen Dampferzeuger noch dadurch,  dass die grössere Wasser- und Dampfmengen  enthaltenden Kesselteile, wie zum Beispiel  die     Erregerkesselanlage    und die     Sammel-          gefässe    von den     Überhitzerrohren,    also den  eigentlichen, zur Dampferzeugung dienenden  und in -den     Feuergaszügen    liegenden Teilen  getrennt sind.

   Dies ermöglicht es, einzelne  Teile ganz auszuschalten ohne den Betrieb  unterbrechen zu müssen und die     Überhitzer-          rohre    durch     Rückschlagventile    oder Rohr  bruchventile auszurüsten, die im Falle des  Bruches eines     Überhitzerrohres    dieses auto  matisch vom übrigen Dampferzeuger ab  schalten.    Aus dem gleichen Grunde lassen sich  die beschriebenen Dampferzeuger auch als  Schnellverdampfer und Spitzenkessel betrei  ben. Die der eigentlichen Dampferzeugung  dienenden     Überhitzerrohre    können zum Un  terschied gegenüber den Siederohren gewöhn  licher Dampfkessel kleine Durchmesser er  halten. Die Wandstärke dieser Rohre wird  daher auch bei hohen Dampfdrücken gering.

    Das Gewicht der Heizflächen ist aus diesem  Grunde     gegenüber    einem     Siederohrkessel     gleicher     Heizflächengrösse    äusserst klein. Fer  ner entfällt der Wasserraum und entfallen  die Massen der Behälter, die beim gewöhn  lichen Kessel zur Aufnahme dieser Wasser  mengen erforderlich sind. Bei entsprechen  der Feuerung, zum Beispiel Kohlenstaub,         vermögen    die beschriebenen     Dampferzeuger     sofort die Dampferzeugung zu beginnen, da  nur die geringen Rohrmassen der     Überhitzer     auf Betriebstemperatur zu bringen sind, die  Dampferzeugung aber unmittelbar mit dem  Einspritzen des Wassers in den überhitzten  Dampf einsetzt.

   Bei sofortigem Dampf  bedarf wird man im allgemeinen den Dampf  unmittelbar     aus    den. Verdampfern und     Über-          hitzern    entnehmen; ist jedoch das     Sammel-          gefäss    auf Druck, oder genügend Zeit vor  handen, dieses auf Druck zu bringen, so  kann die Dampfentnahme auch über dieses  Sammelgefäss erfolgen. Es können die be  schriebenen Dampferzeuger also nach Belie  ben als reine Röhrenkessel, oder durch Zu  schalten eines Sammelgefässes als     Grosswas-          serraumkessel    betrieben werden.  



  Um die geschilderte Betriebsweise zu er  leichtern, wird man zusehen., dass das     Sam-          melgefäss    stets auf Druck ist, das heisst, dass  sein     Wasserinhalt    eine Temperatur besitzt  und behält, die ungefähr dem Betriebsdampf  druck entspricht. Zu diesem     Zweck    wird  man zum Beispiel beim Abstellen des Kes  sels den Restdampf in den Wasserraum  schicken und auch während des Betriebes  stets einen Teil des Dampfes durch den Was  serraum des Sammelgefässes gehen lassen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Erzeugung von Dampf, insbesondere Hochdruckdampf, durch mittelbare Heizung mittelst überhitzten Dampfes als Wärmeträger und Einsprit zen von fein verteiltem Wasser in diesen, dadurch gekennzeichnet, dass eine ver hältnismässig kleine, weniger als die Hälfte der Betriebsdampfmenge betra gende Menge Dampf erzeugt wird, wel che Dampfmenge durch eigenes Druck gefälle eine grössere Anzahl hintereinan der geschalteter Überhitzer oder fTber- hitzergruppen durchströmt, die an belie big vielen, aber mindestens zwei Stellen mit Verdampfern verbunden sind, in wel che Wasser in feiner Verteilung einge führt wird, das verdampft,
    selbst wieder überhitzt und zu neuer Dampfbildung verwendet wird, bis die gewünschte Be- triebsdampfmenge erreicht ist. %I. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Verdampfer, die ganz oder teilweise mit Füllstücken grosse Oberfläche aus gut wärmeleitenden Bau stoffen ausgefüllt sind, über die zu ver dampfende Wasser und der überhitzte Dampf im Gegenstrom geleitet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Erzeugung von Dampf nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass das Wasser derart in die Verdampfer eingeführt wird, dass es nur einen Teil der Füllung berieselt, wäh rend der Rest der Füllung als Wasser abscheider verwendet wird. 2.
    Verfahren zur Erzeugung von Dampf nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der als Wasserabscheider dienende Teil der Füllung durch überhitzten Dampf geheizt wird, so dass auch noch die hier ausgeschiedenen Wassertropfen verdampft werden. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Einspritz- wassermenge einer Düse oder Düsen gruppe durch eine Regelvorrichtung ge regelt wird, die von der Temperatur des Dampfes einer beliebigen Stelle, insbe sondere der Temperatur am Ende des dieser Düse oder Düsengruppe nachfol genden Überhitzers beeinflusst wird. 4.
    Verfahren. nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass nur so viel Wasser eingespritzt wird, dass der Dampf beim Verlassen der Verdampfer noch überhitzt ist, um Was serausscheidungen zu vermeiden. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass jedesmal mehr Wasser in den überhitzten Dampf eingespritzt wird, als zur vollständigen Wegnahme der Über- hitzungswärme dieses Heizdampfes nötig wäre. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das überschüssige Wasser aus den Verdampfern über ein Schwimmerventil in ein. gemeinsames Sammelgefäss abläuft. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, da-ss das überschüssige Wasser aus den Verdampfern durch eine Blende in ein gemeinsames Sammel gefäss abläuft. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das überschüssige Wasser in ein gemeinsames Sammelgefäss geleitet wird, welches Sammelgefäss an die Verdampfer zum Ausgleich der Dampfverbrauchsschwankungen ange gliedert ist. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das Wasser, das im Überschuss in die Verdampfer einge spritzt wird, ganz oder teilweise dem Sammelgefäss für das rücklaufende Uberschusswasser entnommen und durch eine Pumpe auf den erforderlichen Ein- spritzüberdruck gebracht wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Erregerdampf von einer Wärmepumpe geliefert wird, die unter Druckabsenkung Dampf aus einem Sammelgefäss bildet und auf den in den Überhitzern benötigten Druck ver dichtet. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass zur Füllung des Sammelgefässes eine hochsiedende Flüssigkeit verwendet wird. 12. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch zwei Einspritzdüsen oder zwei Gruppen von Einspritzdüsen für jeden Verdampfer, von denen die eine das zu verdampfende Einspritzwasser im normalen Betriebe ,liefert, während die andere durch eine auf Temperaturände rungen ansprechende Vorrichtung be tätigt, nur in aussergewöhnlichen Fällen in Tätigkeit tritt. 13. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass mindestens die Verdampfer mit Schlammabscheidern versehen .sind.
    1I. Einrichtung nach Patentanspruch II mit einer Erregerkesselanlage, dadurch ge kennzeichnet, dass die Erregerkessel anlage am Dampfaustritt mit einer Drosselstelle versehen ist, durch welche bewirkt wird, dass der Dampf in den Überhitzern stets einen geringeren Druck aufweist, als das zu den Einspritzdüsen gelieferte und in der Erregerkesselanlage vorgewärmte Einspritzwasser. 15.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 13 bis 15, dadurch ge kennzeichnet, dass sämtliche Überhitzer oder überhitzergruppen hintereinander geschaltet und Oberfläche und Quer schnitt derselben so bemessen sind, dass für jeden Überhitzer oder jede Überhit zergruppe Einspritzdüsen gleicher Grösse und Bauart verwendet werden können. 16.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 13 bis 16, dadurch ge kennzeichnet, dass die grössere Wasser- und Dampfmenge enthaltenden Kessel teile von den in den Feuerga,szügen lie genden Überhitzerrohren durch Rück schlagventile und Rohrbruchventile ge trennt sind.
    1.7. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass dieselbe der art ausgebildet ist, da.ss sie nach Belieben als reiner Röhrenkessel oder durch Zu schalten eines Sammelgefässes als Gross wasserraumkessel betrieben werden kann.
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