CH132724A - Quecksilberdampf-Gleichrichter. - Google Patents

Quecksilberdampf-Gleichrichter.

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CH132724A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      Queeksilberdampf-Gleichrichter.       Es ist eine bekannte     Eimensehaft    der       Quecksilberdampf-Gleichrichter,    dass sie zu  Rückzündungen neigen, wenn bei ihrer Her  stellung und ihrem Betrieb nicht mit grösster  Sorgfalt auf die Vermeidung der verschie  denen     Störungsursachen    Bedacht     genommen     wird, und man hat aus diesem Grunde theo  retisch und praktisch die für die Rückzün  dungen in Betracht kommenden Momente zu  ermitteln gesucht.

   Hierbei hat sich gezeigt,  dass es vorteilhaft ist, die Anoden so anzu  ordnen,     dass    sie sich möglichst im gasfreien  Raum befinden und hat daher Einrich  tungen getroffen, welche den von der Ka  thode aufsteigenden Quecksilberdampf, wel  cher stets gewisse Gasmengen fördert, von  den Anoden ablenken, so dass an ihnen keine       Verdichtung    von Gasen stattfindet. Diese  Einrichtung genügt aber nicht zum vollen  Erfolg, weil es nicht nur auf eine geringe  Gasdichte im Anodenraum, sondern, wie  sich praktisch gezeigt hat, auch auf eine  geringe Quecksilberdampfdichte in den die    Anoden unmittelbar umgebenden Räumen  ankommt.

   Um eine genügend geringe  Dampfdichte zu erzielen, ist die blosse Ab  lenkung des aufsteigenden Quecksilber  dampfes nicht ausreichend, weil der den  ganzen Kessel erfüllende expandierende  Quecksilberdampf schliesslich doch in die  Anodenräume gelangt. Erfindungsgemäss  lässt sich. aber die Dampfdichte in jenen  Räumen dadurch vermindern, dass man die  Raumtemperatur in der Nähe der Anoden  auf eine die Siedetemperatur des Queck  silbers bei Atmosphärendruck übersteigend  Temperatur erhöht. Als     Anodenraum     kommt hierbei jeweils der von der Anoden  hülse umfasste Raum in Betracht und die  Erhöhung der Temperatur dieses Raumes  kann durch zweckentsprechend angeordnete  Heizeinrichtungen erzielt werden, welche  von Fremdstrom oder dem Eigenstrom des  Gleichrichters (beziehungsweise dem Licht  bogen selbst) gespeist werden.

   Die Heiz  einrichtung kann hierbei aus Heizdrähten      oder äquivalenten Einrichtungen bestehen,  welche sich innerhalb oder     ausserhalb    der  Hülsen befinden und diese auf eine genü  <U>gend</U> hohe     Temperatur        (500-800')    bringen,  und zwar sollte diese Heizung sowohl vor,  als auch nach Inbetriebsetzung des Gleich  richters erfolgen. Der Heizstrom wird in  diesem Falle am besten einem besonderen       Heiztransformator    entnommen, der abge  schaltet werden kann, falls der Lichtbogen  strom selbst genügend     Heizenergie    liefert.

    Um dies zu ermöglichen, können Einbauten  im Hülsenraum vorgesehen sein, die durch  den Lichtbogen so hoch erhitzt werden, dass  sich auch während 'der     Sperrzeit    der Anode  die Temperatur des Hülsenraumes auf ge  nügender Höhe hält. Im allgemeinen     wird     dieser Energieentzug des Lichtbogens durch  einen grösseren Spannungsabfall erkauft. Bei  der Konstruktion der Einbauten soll auf  diesen Punkt Rücksicht genommen und ein  wirtschaftlich unzulässiger Spannungsabfall  vermieden werden. Einbauten aus Metall,  die durch den Vorwärtsstrom allein erwärmt  werden sollen,     müssen    in kürzester Zeit auf  mindestens dunkle Rotglut gebracht werden  und dürfen bei den höchsten vorkommenden  Überlasten unter keinen Umständen schmel  zen.

   Eine Anordnung in Form     eines    Käfigs  aus dünnen     Wolframstäben    ist aus diesem  Grunde sehr geeignet, wie überhaupt Me  talle mit hohem     jSchmelzpunkt    für diesen  Zweck vorteilhaft verwendet werden können.  In     vielen    Fällen genügen aber auch     Heizele-          mente    aus weichem Eisen oder Chromnickel.  



  Die Erfindung sei anhand der Ausfüh  rungsbeispiele der     Fig.    1 bis 4 näher er  läutert  In diesen Figuren bedeutet g einen       Quecksilberdampfgleichrichter,        a,        a,,        a."    die  Anoden des Gleichrichters, dessen     Anoden-          und    Phasenzahl aber beliebig sein kann,     k     die Kathode des Gleichrichters,<I>b,</I>     b,,        b2,        b,',          b2'    Anodenhülsen,     1a,        h,,

          h2        Heizeinrich-          tungen,    t einen Heiztransformator,     c    eine       Verbindungsleitung        zwischen    Heizkörpern  verschiedener Anoden,     e,,        e2    Einführungen  für die     Stromzuleitungen    der Heizkörper,    s einen Schalter für die Einschaltung des  Heizstromes,<I>d</I> und     q    Heizkörperteile.  



  In     Fig.    1 befinden sich die Heizeinrich  tungen     la,        L    innerhalb der Anodenhülsen b,  und     b2.    Sie sind durch die Leitung c in  Reihe geschaltet und über den Schalter s  an den Heiztransformator     t    angeschlossen.  Ihre Form ist zylinderspiralig. Wird durch  diese Heizeinrichtungen die Temperatur des  Hülsenraumes auf 500 bis<B>800'</B> gebracht,  dann wird die Gas- und Dampfdichte der  art     erniedrigt,        dass        P"ückzündungen    nicht  mehr zustande kommen.

      In     Fig.    2 sind die Heizspiralen     h,    und     lt_     ausserhalb der Anodenhülsen     b,    und     b2    ange  ordnet. Sie sind aber gegen den übrigen  Vakuumraum durch die Hülsen     b,'    und     b.'     abgeschirmt. Die Heizung des Hülsen  raumes erfolgt hier also indirekt durch  Erwärmung der Hülsen. In den beiden  bisher dargestellten Fällen waren die  Heizkörper von den Hülsen     isoliert    ange  bracht, weil sie von Fremdstrom gespeist  werden.

   Wird der Lichtbogen selbst zur Er  hitzung des Hülsenraumes verwendet, dann  sind Heizeinrichtungen im Innern der  Hülsen erforderlich, welche dem Lichtbogen  die Heizenergie entziehen. Diese Einbauten  brauchen aber dann nicht von den Anoden  hülsen galvanisch isoliert angebracht sein.  Ein solcher Fall ist durch     Fig.    3a und     3b     veranschaulicht.     Fig.        3a    zeigt eine in die  Anodenhülse     gesteckte    Einbaute     h,    welche  aus einem starken mittleren Stab besteht,  welcher in Richtung der Anodenachse ange  ordnet ist, damit er das     Zentrum    der Anode  abschirmt.

   Zwischen diesem vertikalen Stab  und der Hülse befinden sich einige (3) ver  tikale Wände     q,    welche den verbliebenen  Ringraum in Kanäle unterteilen. Der Licht  bogen, welcher diese Kanäle durchsetzen  muss, gibt an diese Wände und an den mitt  leren Stab Wärmeenergie ab     und    heizt so  den Hülsenraum.     Fig.        3b    zeigt einen     Quer-          schnitt    durch Hülse b und Einbaute     h.          Fig.    4a,     4b,        4c    veranschaulichen zwei weitere  Ausführungsformen dieser Art.

   Die Anode      auf der linken Seite des Gleichrichters dieser       Figuren    besitzt eine Einbaute, welche aus  einer Anzahl paralleler und vertikal stehen  der Metallstäbe d besteht (siehe auch     Quer-          schnittzeichnung        rder        Fig.    4b), welche     "dazu     dienen, dem Lichtbogen die Heizenergie zu  entziehen. Auch hier ist der     mittlere    Stab  stärker ausgeführt als die andern, weil ihm  zugleich die Abschirmung des Anodenzen  trums obliegt.

   Die Anode auf der rechten  Seite des Gleichrichters der     Fig.    4a hat da  gegen eine     mä.anderförmige    Einbaute h, wel  che ein vertikal gestelltes Rohrsystem dar  stellt (siehe     Fig.        '4c),    und deren Zweck der  gleiche ist, wie in den vorgeschriebenen Fäl  len. Die vom     Lichtbogenstrom    geheizten  Einbauten können natürlich von der Ano  denhülse auch galvanisch isoliert angeordnet  sein und geben dann die Möglichkeit, sie in  an sich bekannter Weise als Stromgitter zu  verwenden.  



  Die beschriebenen Heizeinrichtungen sind  nur Ausführungsbeispiele und es sind noch  viele Variationen ihrer Ausführung mög  lich. Sie werden zweckmässig aus hitzebe  ständigen, nicht zerstäubenden Metallen, wie  Wolfram,     Tantal,        Molybdän,    Iridium aus  geführt, aber vorteilhaft sind auch Eisen  oder     Chromnickel,    Metalle, welche vom  Quecksilber nicht angegriffen werden.  



  Man kann auch den gleichen Zweck da  durch erreichen, dass man die Anodenhülse  unter Fortfall der Einbauten selbst dazu  benutzt, um in bekannter Weise zufolge der  direkten     Beheizung    durch den Vorwärts  lichtbogen die Dampfdichte in dem von der  Hülse eingeschlossenen Raum: durch Erhö  hung der Temperatur zu verringern. Zur  Verringerung der Wärmeabfuhr durch  Strahlung wird die Hülse auf der Aussen  fläche poliert. auf der Innenfläche dagegen       aufgerauht,    damit sie die Heizenergie aus  dem Lichtbogen gut aufnimmt. Die nach  der     Lichtbogenseite    offene Anodenhülse aus  Metall ist gegenüber dem Gleichrichter  gehäuse gut wärmeisoliert anzubringen; je  besser die Hülse wärmeisoliert ist, je höher  wird ihre Temperatur.

   Diese Anordnung    hat dazu noch den Vorteil, dass eine Er  höhung des Spannungsabfalles im Vorwärts  lichtbogen vermindert wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Quecksilberdampf-Gleichrichter, dadurch gekennzeichnet, dass durch Heizeinrich- tungen die Temperatur der die Anoden un mittelbar umgebenden Räume dauernd der art hochgehalten wird, dass der Quecksilber dampf in der Nähe der Anoden auf eine die Siedetemperatur des Quecksilbers bei At mosphärendruck erheblich übersteigende Temperatur gebracht wird, zum Zweck, durch Überhitzung des Quecksilberdampfes seine Dichte, sowie die Dichte der Restgase in der Nähe der Anoden stark zu verringern.
    UNTERANSPRüCHE 1. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen vorgesehen sind, wel che die Anodenhülsen heizen. 2. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtungen von einem besonderen Transformator aus gespeist werden. 3. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass .die Heizeinrichtungen vom Gleich richterstrom gespeist werden. 4. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizenergie dem Quecksilber dampflichtbogen entnommen wird.
    5. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Anodenhülsen Einbauten. aus schwer schmelzbaren Metallen gemacht sind, welche dem Quecksilberdampf- Lichtbogen Heizenergie entziehen und so bemessen sind, dass sie auch während der .Sperrzeit der Anode die Raum temperatur auf einer genügenden Höhe halten. 6. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Einbauten mit der Hülse gal vanisch verbunden sind.
    7. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von Fremdstrom gespeiste Heiz körper vorgesehen sind, welche von der Hülse isoliert angeordnet sind. B. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Un teranspruch. 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine ausserhalb der Hülse angeord nete, fremdgespeiste ' Heizeinrichtung vorgesehen ist, welche durch eine Schutz hülse gegen den Vakuumraum abge schirmt ist. 9. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Un teranspruch 5, 'dadurch gekennzeichnet, dass als Einbaute ein Käfig aus dünnen Metallstäben dient, die parallel zur Hülsenaxe verlaufen und gleichmässig über den Hülsenquerschnitt verteilt sind.
    10. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Un teranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der käfigartige Einbau in der Hül- senaxe einen dickeren Stab besitzt, wel cher den Rückstrom vom Zentrum der Anode fernhä,lt. Il.. Quecksilberdampf-Gleichrichter nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche der vom Vorwärts lichtbogen unmittelbar beheizten, me tallischen Anodenhülse poliert, die Innenfläche dagegen aufgerauht ist, zum Zwecke die Anodenhülse selbst als Heizeinrichtung für den Anodenraum wirken zu lassen.
CH132724D 1927-05-13 1928-05-04 Quecksilberdampf-Gleichrichter. CH132724A (de)

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