CH132847A - Verfahren und Einrichtung zur Verwertung der Abwärme der Blasegase beim Wassergasverfahren. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Verwertung der Abwärme der Blasegase beim Wassergasverfahren.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Verwertung der Abwärme der Blasegase beim Wassergasverfabren. Bei den bekannten, an Wassergasanlagen angeschlossenenAbwärmeverwertungsanlagen werden nach einem System die Heissblasegase und das Wassergas zwecks Nutzbarmachung ihres Abwärmegehaltes nacheinander durch den gleichen Abwärmeverwerter, im allge meinen durch einen Dampfkessel geführt.
Die Wärmemengen, welche während der Blasedauer von anderthalb Minuten und der Gasungsdauer von vier bis fünf Minuten in den Abgasen enthalten sind und nutzbar ge macht werden können, sind bei einem Blase gasvolumen von 450 m' auf etwa 127000 WE und bei entsprechendem Wassergasvolumen von 160 m3 Wassergas auf etwa 13000 WE anzusetzen. Es werden also während der Blasedauer und der Gasungsdauer sehr ver schiedene Wärmemengen dem Kessel zu geführt, wobei die Blasegase auch noch etwa <B>100'</B> wärmer sind als das Wassergas.
Es bestehen daher grosse Temperaturschwankun gen im Dampfkessel, welche eine so grosse Materialbeanspruchung desselben bewirken, dass diese ein wesentliches Hindernis für das Verfahren ist.
Zum Ausgleich der Temperaturunter schiede ist vorgeschlagen worden, die Gase durch einen Cowper zu führen; das aber ver grössert einen weiteren Nachteil dieses Ver fahrens, der darin besteht, dass bei der Um schaltung der Steuerorgane auf Wassergas und Blasegas eine Mischung der beiden Gase in den Leitungen unvermeidlich ist und wertvolles Wassergas durch den Kamin ver loren geht.
Um den letzteren Übelstand zu vermei den, ist vorgeschlagen worden, das Wasser gas getrennt von dem Blasegas zu verwenden, etwa zur Überhitzung des für die Wasser gasherstellung notwendigen Dampfes. Dann aber werden die Temperaturschwankungen im Dampfkessel noch grösser und das Ma terial desselben leidet noch mehr.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, durch eine Zusatzfeuerung diese Schwankungen zu beseitigen, wobei auch gleichzeitig eine noch höhere Dampferzeu gung mit den in jeder Gasfabrik zur Ver fügung stehenden billigen Heizmitteln er zielt werden kann. Diese Zusatzfeuerung kann so eingerichtet sein, dass auch die etwa 10 % Kohlenoxyd, die in den Blasegasen vorhanden sind, noch nutzbar gemacht wer den.
Diese Zusatzfeuerung kann entweder eine Gasfeuerung sein, bei welcher zum Bei spiel billige Generatorgase, wie sie auch zur Beheizung der Gasretorten gebraucht wer den, benutzt werden können, oder sie kann eine Kohlenstaubfeuerung oder eine Öl feuerung für Öle sein, wie sie sich auch in einer Gasfabrik ergeben oder leicht erhält lich sind.
Es ist zwar schon bekannt, einer Ab wärmeverwertung dadurch eine gesteigerte Heizwirkung zu verleihen, dass in den ge nügend Luft enthaltenden Abwärmestrom Kohlenstaub eingestreut wird. Hierbei ist jedoch nur an einen Gasstrom von gleich bleibendem Wärmeinhalt gedacht und die Möglichkeit von Schwankungen dieses Wärmeinhaltes nicht berücksichtigt.
Gemäss der Erfindung wird der Betrieb so gestaltet, dass die Zuführung eines Zusatz- brenngemisches, das zum Beispiel ein Brenn stoffluftgemisch sein kann, auch während des Blasens stattfindet, während dieser Zeit aber gedrosselt wird. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Verbrennung des ungedrossel- ten Zusatzgemisches während der Gasungszeit ungefähr dieselbe Wärmemenge in der Zeit einheit liefert wie die Blasegase zusätzlich der Wärme des gedrosselten Zusatzgemisches.
Es ist zweckmässig, auch während der Blase zeit dieses Zusatzgemisch zuzuführen, weil sonst die sofortige Zündung nach Beendigung der Blaseperiode auf Schwierigkeiten stossen würde. Ausserdem kann auf diesem Wege eine Zusatzluftmenge zugeführt werden, wel che zur Verbrennung des Kohlenoxyds der Blasegase dient.
Eine Einrichtung zur Ausführung des beanspruchten Verfahrens ist dadurch ge kennzeichnet, dass ein Überleitungsrohr zwi schen dem Generator und dem Dampfkessel angeordnet ist, in welches in der Nähe des Generators eine Zuführungsleitung mündet.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsbeispiele der Einrichtung dargestellt. In Fig. 1 ist A der Generator, dessen Blasegase durch den Stutzen M und das Überleitungsrohr B zu dem Dampfkessel C geführt werden. In dieses Rohr mündet eine Zuführungsleitung D für den Zusatzbrenn stoff und Luft. Die Leitung B ist so ge räumig gestaltet und wärmeisoliert, dass in ihr die vollständige Verbrennung bis zur Mündung nach dem Dampfkessel C statt finden kann. Durch das Ventil E kann die Drosselung während der Blasezeit statt finden.
Das Wassergas durchläuft den Kessel C nicht, wird vielmehr beim Gasen stets durch den am Generator<I>A</I> befindlichen Stutzen<I>N</I> abgeführt. An beiden Stutzen<I>M, N</I> sind nicht dargestellte Abschlussorgane vorge sehen, die so gesteuert werden, dass stets die Blasegase nur durch den .Stutzen IN und das Wassergas nur durch den Stutzen N aus- tritt.
Gemäss Fig. 2 ist eine besondere Ver brennungskammer F für den Zusatzbrenn stoff vorgesehen. G ist eine Kohlenstaub- zuführung und H eine Luftzuführung zur Kammer F. An der Mündung K nach dem Dampfkessel mündet auch das Überleitungs rohr<I>B,</I> in das die Zuführungsleitung<I>L</I> mündet, welche bei dieser Ausführungsform nur zur Zuführung von Sekundärluft dient. An der Verbrennungskammer F ist eine nicht dargestellte Vorrichtung angeordnet, mittelst deren es möglich ist, das Zusatzbrenngemisch während der Blasedauer dem Dampfkessel C gedrosselt zuzuführen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Verwertung der Abwärme der Blasegase beim Wassergasverfahren unter Zuführung eines Zusatzbrennstof fes zur Beheizung von Abwärmekesseln und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzbrenngemisch dauernd, aber während der Blasedauer gedrosselt, zugeführt wird. II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ein Überleitungsrohr zwi schen dem Generator und dem Dampf kessel, in welches in der Nähe des Ge- nerators eine Zuführungsleitung mündet.UNTERANSPRt1 CHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass' das Über leitungsrohr als Brennkammer ausgebil det ist und die Zuführungsleitung an eine Brenngemischquelle angeschlossen ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufüh rungsleitung ein Luftleitungsrohr ist und dass zur Verbrennung des Zusatz- brenngemisches eine Kammer angeord net ist, in welche das Überleitungsrohr kurz vor der Mündung zu dem Dampf kessel mündet.
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