Wassergleitschuh. Die Erfindung bezieht sich auf Wasser gleitschulie, bei denen der Fuss mit dem aus einem mit einer wasserdichten Hülle über zogenen Gerippe bestehenden Schwiminlkör- per bei der Benützung leicht lösbar verbun den ist.
Gemäss der Erfindung ist die Hülle samt dem zum Abdichten des Fusses zweckmässig bis nahe zum Knie reichenden schlauchför migen Ansatze aus einem Stücke beziehungs weise aus mehreren zu einem Stücke nicht lösbar zusammengefügten Teilen gebildet, wobei das Gerippe durch diesen Schlauchan satz eingeführt und alsdann im Innern auf gespreizt wird.
Itn Gegensatze zu andern Wasserlauf schuhen, bei denen ein aus mehreren Teilen zusammengebautes und verschraubtes Gerippe nach Art der Faltboote mit einer wasser dichten Hülle überzogen wird, zeichnet sich der gemäss der Erfindung gebaute Wasser laufschuh durch seine grosse Leichtigkeit bei grosser Stabilität aus, die dadurch bedingt ist, dass die einzelnen Teile des Gerippes, das im Innern der schlauchförmigen g@ schlos- senen Hülle zusammengebaut wird, sich ge geneinander und die Hülle absteifen,
wodurch sie in den Dimensionen sehr schwach gehal ten werden können und höchst einfacher gegenseitiger Verbindung bedürfen.
Es kann daher ein Paar solcher Wasser lauf- oder (xleitschulie, das nur ungefähr 6 kg wiegend hergestellt werden kann, be quem im Tornister mitgetragen und ohne verlierbare Hilfsmittel in einigen Minuten zusammengesetzt werden, während die bisher bekannten Wasserlaufschuhe an 20 kg wie gen und zahlreicher Verschraubungen oder dergleichen zum Zusammenbau des Gerippes bedürfen.
Das geringe Gewicht des Wassergleit- schuhes gemäss der Erfindung gestattet auch wegen der schlanken Bauart, guten Bindung und Abdichtung das Anheben und Übertre ten der Füsse ähnlich wie beim Fahren mit Schneeschuhen, wodurch auch das freie Auf stehen nach einem Sturz im Wasser ermög licht ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein gemäss der Erfindung gebauter Wassergleit- schuli in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt.
In Fig. 1 ist derselbe in Ansicht, in Fig. 2 in Draufsicht und in Fig. 3 in Vor deransicht dargestellt. Fig. 4 und 5 zeigen die beiden Hälften des Gerippes und Fig. 6 das Verbindungsstück der an jeder Spitze zusammengefassten (Ierippestäbe in schau bildlicher Darstellung. Fig. 7 stellt die Ver- spreizungsquerrahrrien und die Art der La gerung der Stäbe dar. Fig. 8 gibt die Art der Verbindung der Stäbe in grösserem Mass stabe wieder und Fig. 9, - 10 und 11 sind mehrere Einzelheiten.
Der gezeichnete Wassergleitschuh wird von einem Schwimmkörper gebildet, der den mit ihm lösbar verbundenen Fuss umschliesst und bis auf die Öffnung zum Einführen des Fusses vollständig geschlossen ist (Fig. 1 und 2). Der Schwimmkörper besteht aus einem Gerippe aus Holz- oder Metallstäben a das in die schlauchförmige geschlossene Hülle b aus wasserdichtem Stoff, zum Bei spiel imprägniertem Segelleinen eingebaut ist. Die Hülle ist bis auf die Öffnung c (Fig. 2) zum Einführen des Fusses und der Teile des Gerippes vollständig und unlösbar geschlossen.
Das Gerippe besteht aus zwei Stabgruppen A.5, Si, bei denen die Stäbe ähn lich wie die Stäbe eines Regenschirmes an geordnet -sind (Fig. 4 und 5). Zur Bildung der Spitzen der Stabgruppen S, Si dient je ein kegelförmiges Verbindungsstück 1 (Fig. 6), in dessen Umfläche Längsrillen 2 vorgesehen sind, in welche die Stabenden eingesteckt und von der Zwinge 3 festgehalten werden (Fig. 4, 5 und 6).
Die Verbindungsstücke 1 der Stabgruppen S', 8i bilden die Enden des Gleitschuhes, welche die Stäbe gegen die Spitzen der Hülle absteifen. Die Stäbe a des Gerippes werden durch Querrahmen oder Rähmenspanten 4 gestützt, auseinander ge- spreizt und gegen die Hülle gedrückt und gleichzeitig im richtigen Abstande voneinan der gehalten. Jeder Rahmen 4 hat in seinem Rande Einschnitte 5, in welchen die Stäbe a lagern (Fig. 7).
Diese haben an den betref fenden Stellen gleichfalls Halterasten bildende Einkerbungen oder Ausschnitte 6 beziehungs weise 6', die in die Einschnitte 5 zu liegen kommen (Fig. 10), so dass die Stäbe a des Gerippes an den Lagerstellen die Rahmen 4 wechselweise umgreifen und unter dem Zuge der Hülle unverrückbar lagern.
Die gegenüberliegenden Enden der Stäbe a der. beiden Stabgruppen verspreizen sich ebenfalls unter dem Zuge der Hülle gegen einander und sind miteinander durch aufge schobene Hülsen 7 verbunden. Um die nötige Längsspannung im Schwimmkörper zu er zeugen, sind die Enden 8 der Stäbe a abge schrägt und nehmen zwischen sich einen durch eine Öffnung der Hülse 7 reichenden Keil 9 auf, auf dem die Hülle- b des Gleit- schuhes anliegt und ihn in seiner Stellung sichert.
Die beiden vor beziehungsweise hinter der Öffnung c liegenden Rahmen 4 zur La gerung der Gerippestäbe a tragen eine durch drehbare Haken oder dergleichen lösbar ver bundene Platte 11 (Fig. 7), auf der die Fuss bindung 12 befestigt ist. Der vordere, die Fussspitze umschliessende Bügel oder Riemen 13 ist lösbar mit der Fussunterlage 14 verbunden. Die Unterlage trägt ferner Haken 15 (Fig. 9) und der hintere Bügel 13' ein gabelförmiges Endstück 16, zwischen dessen Gabelarmen ein Bolzen 17 sitzt; der in der Schliessstel lung des Bügels 13' in die Hakenöffnung greift.
An dem gabelförmigen Endstück 16 ist eine Schnur 18 oder dergleichen ange schlossen, die durch die Öffnung c des Schwimmkörpers nach aussen geführt ist, so dass durch Zug an der Schnur 18 die Fuss bindung von aussen rasch gelöst werden kann. Die Schnur 18 ist zweckmässig mit dem Verschlussriemen verbunden, der den schlauchförmigen Fortsatz der Hülle am Fusse abdichtet, so dass durch Lösen dieses Riemens auch der hintere Bügel oder Riemen 13' selbsttätig gelöst wird und der Fuss vollständig vom Sportgerät freikommt.
Die flossen- oder taschenförmigen An sätze<I>i</I> der Hülle<I>b</I> des Schwimmkörpers bestehen aus schwingbaren, durch Draht einlagen versteifte Klappen 19 (Fig. 11), die durch Lappen 20 aus biegsamem Stoff an den Seitenrändern an der Hülle b des Schwimmkörpers angeschlossen sind, so dass sich die Klappen 19 leicht umlegen und wieder aufrichten können und in zusammen geklapptem Zustande bei zerlegtem Schuh wenig Raum einnehmen.
Die Gleitschuhe können in zerlegtem Zu stande in einem Sack oder dergleichen ge tragen werden, da sie sehr wenig Raum einnehmen. Der Aufbau der Gleitschuhe ist ohne Schraubenverbindungen und ohne Ver wendung von Werkzeugen sehr rasch mög lich und erfolgt in folgender Weise: Die Hülle b wird auseinander gefaltet, die beiden Stabgruppen S, Si werden zusammengestellt, indem die zusammenlaufenden Staberiden in die Nuten 2 der Verbindungsstücke 1 einge steckt und mittelst der aufgeschobenen Klemmringe 3 befestigt werden.
Der in der Nähe jeder Spitze anzuordnende Querrahmen 4 wird zwischen die Stäbe eingeschoben (Fig. 4), worauf dann die Stabgruppen S, Si durch die Öffnung c in die Hülle b eingeführt wer den, und zwar die Stabgruppe S in den vor- dern, die Stabgruppe Si in den rückwärtigen Teil der Hülle. Nunmehr werden die übrigen Querrahmen 4 zwischen die Stäbe der Stab gruppen eingeschoben und spreizen dieselben gegen die Hülle b auseinander.
Die gegen überliegenden Stabenden werden durch die Hülsen 7 verbunden und durch die Keile 8 gegen die beiden Spitzen des Schuhes ver- spreizt (Fig. 7 und 8). Schliesslich wird noch die Fussbindung eingebracht und befestigt, worauf die Gleitschuhe gebrauchsfertig sind.