CH132968A - Verfahren zum Instandsetzen abgenutzter oder entformter Laschen für Eisenbahnschienenstösse und Gesenk zur Ausführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Instandsetzen abgenutzter oder entformter Laschen für Eisenbahnschienenstösse und Gesenk zur Ausführung des Verfahrens.Info
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D3/00—Straightening or restoring form of metal rods, metal tubes, metal profiles, or specific articles made therefrom, whether or not in combination with sheet metal parts
- B21D3/14—Recontouring
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Description
Verfahren zum Instandsetzen abgenutzter oder entformter Laschen für Eisenbahn schienenstösse und Gesenk zur Ausführung des Verfahrens. Es ist bekannt, dass die zur Verbindung der Eisenbahnschienen an der Stossstelle dienenden Laschen sich unter der Einwirkung der darüberrollenden Fahrzeuge mit der Zeit sehr stark abnutzen. Das gilt besonders von den gegen den Schienenkopf und Schienen fuss anliegenden Laschenkanten. Auch die Widerlagaflächen der Schienen selbst unter liegen der Abnutzung.
Die Erfindung bezweckt, die abgenutzten bezw. entforrnten Laschen so wieder instand zu setzen, dass sie an der Stossstelle am Schienenkopf und -Fuss möglichst genau und einwandfrei passen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Instandsetzungsverfahren, bei welchem ein mit mindestens einem Verdrängungswulst versehenes Pressgesenk in eigenartiger Weise Anwendung findet. Gemäss dem Verfahren werden die Laschen der Einwirkung des Wulstes derart unterworfen, dass während des Pressvorganges eine Verdrängung des Laschenwerkstoffes stattfindet, in der Weise, dass ein Teil des Laschenwerkstoffes in eine Gesenkaussparung fliesst, während der andere Teil nach der entgegengesetzten Seite ab wandert, wobei aber die Laschenlöcher un verändert bleiben oder nur unwesentlich de formiert werden.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel des zur Ausübung des Verfahrens dienenden Press- gesenkes.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer instand gesetzten Schienenlasche; Fig.2-5 zeigen im Querschnitt durch das Gesenk verschiedene Phasen des Vor ganges der Instandsetzung einer abgenutzten Lasche.
a ist das Pressgesenk mit den Seiten flächen<I>f</I> und g und<I>b</I> ist der Pressstempel. In der Regel steht das Pressgesenk a fest, während der Pressstempel b unter starkem Druck niederbewegt wird. Selbstverständlich kann auch das Gesenk gegen den Stempel, oder es können beide zugleich gegeneinander bewegt werden.
Am Oxesenk a ist ein Wulst d derart angeordnet, dass er nach dem Einlegen einer Lasche in der Nähe der Laschenlöcher<I>6t.</I> liegt. Wie die Zeichnung zeigt, fällt der Wulst d gegen die Geserikseitenfläche g steiler ab als gegen die Fläche f. Zwischen Wulst<I>d</I> und Fläche<I>f</I> ist im Gesenk eine Aussparung i vorgesehen. Im übrigen ist das Gesenk so geformt, wie es der gewünschten wiederherzustellenden Aussenform der Lasche entspricht.
Die abgenutzte oder entformte Lasche wird, zweckmässig auf Rot- bis Weissglut erhitzt in das Gesenk eingelegt (Fig. 2), in der Weise, dass die Lasche mit ihrer einen Längskante an der dem Wulst d benach barten Gesenkseitenfläche f anliegt, während an der entgegengesetzten Gesenkseitenfläche g ein gewisser Spielraum verbleibt. Fig. 3 zeigt den Beginn des Niederganges des Pressstem- pels b. Die Lasche führt unter dem Einfluss dieses Pressatempels zunächst eine Schwing bewegung um den Wulst d aus.
Bei fort- µchreitendem Pressdruck vollzieht sich unter dem Einfluss der schrägen Gesenkfläche f eine allmähliche seitliche Verlagerung der Lasche. Ein Teil des Laschenwerkstoffes fliesst in die Gesenkaussparung i (Fig.4), während der. übrige Teil der Lasche sich immer mehr der Seitenfläche g nähert und sich zuletzt an diese anlegt. Der gesamte Gesenkhohlraum ist dann durch die Lasche ausgefüllt. Den beendeten Pressvorgang zeigt Fig. 5.
Gerade durch die Einwirkung des Wulstes d, seine besondere Anordnung und einseitig steilere Form, sowie die Aussparung i des Pressgesenkes tritt die Ausfüllung des gesamten Gesenkhohlraurnes in der gewünsch ten vollkommenen Weise, und zwar unter möglichster Schonung der Laschenlöcher h ein. Diese Laschenlöcher braucht m_ an also nicht mit Dornen zu versehen oder nachzu arbeiten. Jedoch ist die Anwendung von Dornen oder besonderen Locherweiterungs- mitteln nicht ausgeschlossen.
Im allgemeinen genügt die Anbringung eines Wulstes--d an der angegebenen Stelle. Jedoch kann man auch an andern Stellen, wenn erforderlich, noch weitere Verdrängungs- wulste vorsehen, nötigenfalls auch an den - Flächen des Pressstempels, die mit dem Werk stück in Berührung treten.
Der Wulst d besteht beim gezeichneten Ausführungsbeispiel mit dem Gesenk a aus einem Stück. Jedoch kann man auch be sonders eingesetzte oder angesetzte bezw. beigefügte wulstartige Erhöhungen verwenden, die aus besonderem geeigneten Werkstoff bestehen.
In der Regel wird ein langdurchlaufender Wulst d verwendet, dessen Querschnitt überall gleich oder an verschiedenen Stellen ver schieden sein kann. Auch kann man die Länge des Wulstes selbst nach Bedarf ver schieden wählen. Wesentlich ist nur, dass er infolge seiner Anordnung und Form die Ver drängung des Laschenwerkstoffes in der ge wünschten Richtung unter mögliehster Scho nung der Laschenlöcher bewirkt.
Der Vorteil des beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass man mit einem sehr ein fachen Gesenk auskommt, dass die Wieder instandsetzung der Laschen schnell und sicher vonstatten geht, und dass eine billige 1llassen- wiederherstellung möglich ist. \ Gemäss dem Verfahren können die Laschen so behandelt werden, dass sie genau zu den obern und untern Anlageflächen passen, also beispielsweise selbst gegen abgenutzte Flächen des Schienenkopfes und Fusses genau anliegen. Hierzu kommt noch der Vorteil, dass der Werkstoff der Laschen, der sonst als Abfall betrachtet wurde, nicht verloren geht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Instandsetzen abgenutzter oder entformterLaschen fürEisenbahn schienen- stösse, unter Benutzung eines mit mindestens einem Verdrängewulst versehenen Pressge- senkes, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen der Einwirkung des Wulstes derart unterworfen werden, dass während des Press- vorganges eine Verdrängung des Laschen- werkstoffes stattfindet in der Weise,dass ein Teil des Laschenwerkstoffes in eine Gesenk- aussparung fliesst, während der andere Teil bei unversehrt bleibenden oder nur unwesent lich deformierten Löchern nach der entgegen gesetzten Seite des Gesenkes abwandert.UNTERANSPRUCH: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche zunächst schräg in das mit dem Wulst versehene Gesenk so eingelegt wird, dass die Lasche mit ihrer einen Längskante an einer Ge- senkseitenfläche anliegt, während an der entgegengesetzten Gesenkseitenfläche ein gewisser Spielraum verbleibt, worauf durch den Niedergang des Pressstempels eine allmähliche seitliche Verlagerung der Lasche unter lochschonender Werkstoffverdrängung durch den Wulst stattfindet.PATENTANSPRUCH II: Gesenk zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch mindestens einen einseitig steil, auf der andern Seite weniger steil abfallenden keilförmigen Wulst an der Unterfläche des Gesenkes in der Nähe der Stelle, wo sich nach dem Ein legen einer Lasche die Laschenlöcher be finden <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 2. Gesenk nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst mit dem Gesenk ein Stück bildet und über minde stens einen Teil der Länge des Gesenkes durchläuft.3. Gesenk nach Patentanspruch II und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst über die ganze Länge des Gesenkes mit gleichem Querschnitt ver läuft. 4. Gesenk nach Patentanspruch II und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst über die ganze Länge des Gesenkes verläuft und verschiedenen Quer schnitt aufweist.PATENTANSPRUCH III: Lasche, die nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I instand gesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie einem abgenutzten Sehienenprofil angepasst und in den Schrau benlöchern nicht oder nur unwesentlich de formiert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH132968T | 1927-05-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH132968A true CH132968A (de) | 1929-05-15 |
Family
ID=4391159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH132968D CH132968A (de) | 1927-05-24 | 1927-05-24 | Verfahren zum Instandsetzen abgenutzter oder entformter Laschen für Eisenbahnschienenstösse und Gesenk zur Ausführung des Verfahrens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH132968A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953400C (de) * | 1952-07-22 | 1956-11-29 | Bahnbedarf Rodberg Ges Mit Bes | Verfahren und Gesenk zum Aufpressen abgenutzter Unterlagplatten des Eisenbahn-Oberbaues, wie Rippenplatten |
-
1927
- 1927-05-24 CH CH132968D patent/CH132968A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953400C (de) * | 1952-07-22 | 1956-11-29 | Bahnbedarf Rodberg Ges Mit Bes | Verfahren und Gesenk zum Aufpressen abgenutzter Unterlagplatten des Eisenbahn-Oberbaues, wie Rippenplatten |
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