Verfahren zum Instandsetzen abgenutzter oder entformter Laschen für Eisenbahn schienenstösse und Gesenk zur Ausführung des Verfahrens. Es ist bekannt, dass die zur Verbindung der Eisenbahnschienen an der Stossstelle dienenden Laschen sich unter der Einwirkung der darüberrollenden Fahrzeuge mit der Zeit sehr stark abnutzen. Das gilt besonders von den gegen den Schienenkopf und Schienen fuss anliegenden Laschenkanten. Auch die Widerlagaflächen der Schienen selbst unter liegen der Abnutzung.
Die Erfindung bezweckt, die abgenutzten bezw. entforrnten Laschen so wieder instand zu setzen, dass sie an der Stossstelle am Schienenkopf und -Fuss möglichst genau und einwandfrei passen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Instandsetzungsverfahren, bei welchem ein mit mindestens einem Verdrängungswulst versehenes Pressgesenk in eigenartiger Weise Anwendung findet. Gemäss dem Verfahren werden die Laschen der Einwirkung des Wulstes derart unterworfen, dass während des Pressvorganges eine Verdrängung des Laschenwerkstoffes stattfindet, in der Weise, dass ein Teil des Laschenwerkstoffes in eine Gesenkaussparung fliesst, während der andere Teil nach der entgegengesetzten Seite ab wandert, wobei aber die Laschenlöcher un verändert bleiben oder nur unwesentlich de formiert werden.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel des zur Ausübung des Verfahrens dienenden Press- gesenkes.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer instand gesetzten Schienenlasche; Fig.2-5 zeigen im Querschnitt durch das Gesenk verschiedene Phasen des Vor ganges der Instandsetzung einer abgenutzten Lasche.
a ist das Pressgesenk mit den Seiten flächen<I>f</I> und g und<I>b</I> ist der Pressstempel. In der Regel steht das Pressgesenk a fest, während der Pressstempel b unter starkem Druck niederbewegt wird. Selbstverständlich kann auch das Gesenk gegen den Stempel, oder es können beide zugleich gegeneinander bewegt werden.
Am Oxesenk a ist ein Wulst d derart angeordnet, dass er nach dem Einlegen einer Lasche in der Nähe der Laschenlöcher<I>6t.</I> liegt. Wie die Zeichnung zeigt, fällt der Wulst d gegen die Geserikseitenfläche g steiler ab als gegen die Fläche f. Zwischen Wulst<I>d</I> und Fläche<I>f</I> ist im Gesenk eine Aussparung i vorgesehen. Im übrigen ist das Gesenk so geformt, wie es der gewünschten wiederherzustellenden Aussenform der Lasche entspricht.
Die abgenutzte oder entformte Lasche wird, zweckmässig auf Rot- bis Weissglut erhitzt in das Gesenk eingelegt (Fig. 2), in der Weise, dass die Lasche mit ihrer einen Längskante an der dem Wulst d benach barten Gesenkseitenfläche f anliegt, während an der entgegengesetzten Gesenkseitenfläche g ein gewisser Spielraum verbleibt. Fig. 3 zeigt den Beginn des Niederganges des Pressstem- pels b. Die Lasche führt unter dem Einfluss dieses Pressatempels zunächst eine Schwing bewegung um den Wulst d aus.
Bei fort- µchreitendem Pressdruck vollzieht sich unter dem Einfluss der schrägen Gesenkfläche f eine allmähliche seitliche Verlagerung der Lasche. Ein Teil des Laschenwerkstoffes fliesst in die Gesenkaussparung i (Fig.4), während der. übrige Teil der Lasche sich immer mehr der Seitenfläche g nähert und sich zuletzt an diese anlegt. Der gesamte Gesenkhohlraum ist dann durch die Lasche ausgefüllt. Den beendeten Pressvorgang zeigt Fig. 5.
Gerade durch die Einwirkung des Wulstes d, seine besondere Anordnung und einseitig steilere Form, sowie die Aussparung i des Pressgesenkes tritt die Ausfüllung des gesamten Gesenkhohlraurnes in der gewünsch ten vollkommenen Weise, und zwar unter möglichster Schonung der Laschenlöcher h ein. Diese Laschenlöcher braucht m_ an also nicht mit Dornen zu versehen oder nachzu arbeiten. Jedoch ist die Anwendung von Dornen oder besonderen Locherweiterungs- mitteln nicht ausgeschlossen.
Im allgemeinen genügt die Anbringung eines Wulstes--d an der angegebenen Stelle. Jedoch kann man auch an andern Stellen, wenn erforderlich, noch weitere Verdrängungs- wulste vorsehen, nötigenfalls auch an den - Flächen des Pressstempels, die mit dem Werk stück in Berührung treten.
Der Wulst d besteht beim gezeichneten Ausführungsbeispiel mit dem Gesenk a aus einem Stück. Jedoch kann man auch be sonders eingesetzte oder angesetzte bezw. beigefügte wulstartige Erhöhungen verwenden, die aus besonderem geeigneten Werkstoff bestehen.
In der Regel wird ein langdurchlaufender Wulst d verwendet, dessen Querschnitt überall gleich oder an verschiedenen Stellen ver schieden sein kann. Auch kann man die Länge des Wulstes selbst nach Bedarf ver schieden wählen. Wesentlich ist nur, dass er infolge seiner Anordnung und Form die Ver drängung des Laschenwerkstoffes in der ge wünschten Richtung unter mögliehster Scho nung der Laschenlöcher bewirkt.
Der Vorteil des beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass man mit einem sehr ein fachen Gesenk auskommt, dass die Wieder instandsetzung der Laschen schnell und sicher vonstatten geht, und dass eine billige 1llassen- wiederherstellung möglich ist. \ Gemäss dem Verfahren können die Laschen so behandelt werden, dass sie genau zu den obern und untern Anlageflächen passen, also beispielsweise selbst gegen abgenutzte Flächen des Schienenkopfes und Fusses genau anliegen. Hierzu kommt noch der Vorteil, dass der Werkstoff der Laschen, der sonst als Abfall betrachtet wurde, nicht verloren geht.
Method for repairing worn or demolded tabs for railroad rail joints and dies for carrying out the method. It is known that the tabs used to connect the railroad tracks at the joint wear out very heavily over time under the influence of the vehicles rolling over them. This is particularly true of the bracket edges that rest against the rail head and rail base. The abutment surfaces of the rails themselves are also subject to wear.
The invention aims to replace the worn or. to repair the deformed tabs so that they fit as precisely and flawlessly as possible at the joint on the rail head and foot.
The present invention relates to a repair method in which a press die provided with at least one displacement bead is used in a peculiar way. According to the method, the tabs are subjected to the action of the bead in such a way that the tab material is displaced during the pressing process in such a way that part of the tab material flows into a die recess, while the other part migrates to the opposite side, but the tab holes remain unchanged or are only slightly deformed.
The accompanying drawing schematically illustrates an exemplary embodiment of the press die used for carrying out the method.
Fig. 1 is a side view of a repaired rail bracket; Fig. 2-5 show, in cross section through the die, different phases of the process of repairing a worn tab.
a is the press die with the side surfaces <I> f </I> and g and <I> b </I> is the press ram. As a rule, the press die a is stationary, while the press ram b is moved down under strong pressure. Of course, the die can also be moved against the punch, or both can be moved against one another at the same time.
A bead d is arranged on the Oxesenk a in such a way that, after a tab has been inserted, it lies near the tab holes <I> 6t. </I>. As the drawing shows, the bead d drops more steeply towards the Geserik side surface g than towards the surface f. A recess i is provided in the die between the bead <I> d </I> and the surface <I> f </I>. In addition, the die is shaped in such a way that it corresponds to the desired external shape of the tab to be restored.
The worn or demolded flap is placed in the die, suitably heated to red to white heat (Fig. 2), in such a way that the flap rests with its one longitudinal edge on the die side surface f adjacent to the bead d, while on the opposite Die side face g a certain margin remains. 3 shows the beginning of the decline of the press ram b. Under the influence of this press stamp, the flap initially performs a vibratory movement around the bead d.
As the pressing pressure increases, a gradual lateral displacement of the tab takes place under the influence of the inclined die surface f. Part of the tab material flows into the die recess i (Fig. 4), during the. The remaining part of the flap comes closer and closer to the side surface g and finally comes into contact with it. The entire die cavity is then filled by the tab. The completed pressing process is shown in FIG. 5.
Just by the action of the bead d, its special arrangement and one-sided steeper shape, as well as the recess i of the press die, the filling of the entire die cavity occurs in the desired th perfect way, with the greatest possible protection of the tab holes h. These tab holes do not need to be provided with thorns or reworked. However, the use of thorns or special hole wideners is not excluded.
In general, it is sufficient to attach a bead - d at the specified location. However, if necessary, further displacement beads can also be provided at other points, if necessary also on the surfaces of the press ram that come into contact with the workpiece.
In the illustrated embodiment, the bead d consists of one piece with the die a. However, you can also be especially used or attached bezw. Use the attached bulge-like elevations made of a particularly suitable material.
As a rule, a long continuous bead d is used, the cross-section of which can be the same everywhere or in different places ver. The length of the bead can also be chosen differently as required. It is only essential that, due to its arrangement and shape, it causes the plate material to be displaced in the desired direction with the greatest possible care for the plate holes.
The advantage of the method described is that you can get by with a very simple die, that the repair of the tabs is quick and safe, and that a cheap repair is possible. According to the method, the tabs can be treated in such a way that they fit exactly with the upper and lower contact surfaces, i.e., for example, that they fit exactly against worn surfaces of the rail head and foot. There is also the advantage that the material of the tabs, which would otherwise be considered waste, is not lost.