CH133239A - Einrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen. - Google Patents
Einrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen.Info
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Description
Einrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen. Die Erfindung bezieht sieh auf eine Einrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen.
Zweck der Erfindung ist, eine gleich mässig arbeitende Dämpfungseinrichtung zu schaffen, die eine im wesentlichen gerad linige Ansprechkenrilinie für einen weiten Frequenzbereich aufweist und durch sich in normalen Grenzen bewegende Tempera turschwankungen nicht beeinflusst wird.
Gemäss der Erfindung besitzt die Ein iichtung ein Paar voneinander getrennter, in bezug aufeinander bewegter Teile, die in einem Behälter für einen viskosen Stoff untergebracht sind, so dass sich der viskose Stoff bezüglich der genannten Teile seitlich bewegt, wenn sich deren Abstand ändert. Das viskose Material wird so gewählt und für die übrigen Teile der Vorrichtung ein solches Material verwendet, dass sieh die Wirkungen einer Temperaturschwankung, die sich innerhalb normaler Grenzen bewegt, kompensieren. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dar gestellt.
F'ig. 1 ist eine Seitenansicht der Vor richtung in Verbindung mit einem elektro magnetischen Schallwellenaufzeichner und Wiedergeber. Einige Teile der Vorrichtung sind weggelassen worden, um wichtige Teile sichtbar zu machen; Fig. 2 ist eine Vorderansicht der in Fig.1 gezeigten Teile; Fig. 3 ist ein Schnitt durch Fig. 2; Fig. 4 zeigt die einzelnen Teile der Ein richtung in perspektivischer Ansicht; Fig. 5 ist ein Schnitt durch eine ge änderte Ausführungsform der Erfindung.
In den Fig. 1 bis 4 der Zeichnung ist der Elektromagnet 10 der P'honographen- aufnahme und Wiedergabevorrichtung mit einer Erregerwicklung 11 versehen. Der Magnet ist mit Polschuhen 12 versehen, zwi schen welchen ein Anker 13 angeordnet ist. Der Anker 13 ist mit einer Einkerbung ver- sehen, welche mittelst einer Feder 15 in Eingriff mit einer Schneide 14 gehalten ist.
Koa.Yial zum Anker sind zwei Wicklungen 17 angeordnet, die mittelst der Leitungen 7.8 mit einem Stromkreis verbunden sind. - Mit dem Anker ist ein Nadelhalter 16 verbunden, dessen nach unten gerichtetes Ende mit einem hülsenförmigen Teil versehen ist, welcher zur Aufnahme einer mit einer Schall platte 20 zusammenwirkenden Nadel 19 bestimmt ist. Das andere Ende des Nadel halters ist durch eine kurze Metallstange 21 mit einer Dämpfungseinrichtung verbunden.
Die Dämpfungseinrichtung weist eine zy lindrische Kammer 22 auf, die mit dem Magneten 10 starr verbunden ist. In der Mitte der Kammer ist ein Zapfen 23 an geordnet, dessen Endfläche dicht gegenüber einer biegsamen Membran 24 liegt. Diese Membran schliesst die Kammer ab und ist mit der Stange 21 starr verbunden, so dass sie durch die Schwingungen des Ankers 13 und der Nadelstange 16 in Bewegung ge setzt wird. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind Dichtungsringe 2'5, 26 und 27, sowie ein Klemmring 28 vorgesehen, welche zusam men mit der Membran am Gehäuse befestigt werden, so dass die Membran die Kammer vollständig dicht abschliesst.
Bevor die Kammer verschlossen wird" wird sie mit einer viskosen Flüssigkeit 29, die vorzugs weise aus einer Mischung von 75 % paly- merisiertem Castoröl und 25 % Nitrobenzol besteht, gefüllt. Diese Mischung hat einen Viskositätskoeffizienten von zwei D:yn- Sekunden pro cm'. Wenn die Membran schwingt, so wird die Flüssigkeit zwischen der Membran und dem Zapfen 23 bewegt. Die Membran besitzt daher über einen wei ten Frequenzbereich eine konstante, mecha nische Bewegungsimpedanz und einen im wesentlichen reinen Widerstand'.
Es könn ten aber auch mehrere Zapfen innerhalb der Kammer angeordnet sein, deren Enden zu der Membran parallelliegende Flächen auf weisen. Der Zapfen 23 ist aus einem Ma terial hergestellt, welches einen verhältnis mässig hohen linearen Ausdehnungskoeffi- zienten besitzt, während das Material der Kammer 22 einen niedrigen Koeffizienten aufweist. Ferner ist die Länge des Zapfens so bemessen, dass bei Temperaturschwankun gen die Länge des dosenförmigen Zwischen raumes zwischen Membran- und Zapfenende derart verändert wird, dass die Dämpfungs- wirkung der Einrichtung trotz der gleich zeitigen Veränderung der Viskosität der Flüssigkeit beim Temperaturwechsel dieselbe bleibt.
Fig. 5 zeigt eine Detailvariante der Dämpfungseinrichtung mit einer Metall platte 30, welche auf der Innenseite der i Membran so ia,ngeo:rdnet ist, dass die den dosenförmigen Zwischenraum zwischen Mem bran und Zapfenende bildenden Flächen beim Schwingen; der Membran immer pa rallel zueinander stehen. In der Regel ge nügt die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Einrichtung, da. bei derselben die Abwei chung von der parallelen Lage so gering ist, dass eine merkbare Beeinflussung der Im pedanzkennlinie nicht stattfindet.
In vielen Systemen sind die Werte von Masse und Steifheit bekannt, und entspre chend der verlangten Dämpfung kann der erforderliche Widerstand ermittelt werden. Es wurde gefunden, da.ss der zusätzliche mechanische Widerstand, der durch die Ver wendung der beschriebenen, Einrichtung entsteht, durch die folgende Gleichung aus gedrückt werden kann:
EMI0002.0031
Hier ist<I>a</I> der Halbmesser und<I>'A</I> der Querschnitt des dosenförmigen Raumes zwi schen Membran und Zapfenendfläche. d ist der Abstand der Flächen bezw. die Dicke des dosenförmigen Raumes und ,u ist die Viskosität der viskosen Flüssigkeit.
Dieser Ausdruck ist gültig für einen kreisförmigen Querschnitt, mit dem Halbmesser a. Für andere Querschnittsformen bedeutet a einen zu bestimmenden Effektivwert.
Damit die mechanische Impedanz itler Einheit im wesentlichen ein reiner Wider- stand bleibt, müssen die Abmessungen un ter Berücksichtigung folgender Grenze ge wählt werden:
EMI0003.0002
Hier ist E der Mengenmodulus des vis kosen Materials und f die obere Grenz- frequenz, wenn die Einrichtung für ein ganzes Frequenzband verwendet wird. Für Werte von d, die unterhalb dieses Wertes liegen, wird eine Steifheitsreaktion ein- geführt.
Selbst wenn die Länge des dosenförmi- gen Zwischenraumes grösser ist als
EMI0003.0012
wo 2 die Dichte des Materials ist, ist die Hassenreaktanz wenigstens annähernd mit dem Widerstand vergleichbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen mit einem Paar voneinander getrennter, in bezug aufeinander bewegter Teile, die in einem Behälter für einen vis kosen .Stoff untergebracht sind, dadurch ge kennzeichnet, dass sich der viskose Stoff (29) im Behälter (22) seitlich bezüglich dieser Teile (23, 24) bewegt, wenn; diese ihren Abstand voneinander jndern, wobei das vikose Material so gewählt wird und iür die übrigen Teile der Vorrichtung ein solches Material verwendet, dass sich die Wirkungen einer Temperaturschwankung, die sich innerhalb normaler Grenzen bewegt, kompensieren.UNTERANSPRÜCHE: .Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Behälter (22) ein fester, an seinem Ende durch einen ebenen Schnitt begrenzter Teil (23) angeordnet ist und in Abstand von und parallel mit diesem Schnitt ein beweg licher Teil angeordnet ist, der eine ebene Fläche aufweist. 2.. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Behälter (22) einen festen Zapfen (23), der durch einen ebenen Schnitt begrenzt ist, auf weist und dass eine den Behälter (22) abschliessende bewegliche Membran (24) eine mit einer ebenen Fläche ausgestat tete Scheibe (30) trägt, die im Abstand von und parallel zum Schnitt des Zapfens liegt.3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass' der Behälter (22) und der feste Teil (23) aus Materialien her gestellt sind, die solch verschiedene Aus dehnungskoeffizienten haben,, dass Ver änderungen in der Viskosität des Stoffes (29) durch die Ausdehnung von Behäl ter und festem Teil kompensiert werden. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der viskose Stoff (29) im Behälter 22 eine Flüssigkeit ist, deren Viskositätskoeffizient etwa zwei D'yn-Se- kunden pro cm' beträgt. 5.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der Behälter (22) aus einem Material mit verhältnismässig nie drigem linearen Ausdehnungskoeffizien ten und der feste Teil (23) aus einem Ma terial mit verhältnismässig hohem linearen Ausdehungskoeffizienten besteht.
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| CH133239D CH133239A (de) | 1927-05-14 | 1928-01-11 | Einrichtung zur Dämpfung mechanischer Schwingungen. |
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