CH133304A - Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung an Kommutatormaschinen, insbesondere an Wechselstromkommutatormaschinen. - Google Patents
Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung an Kommutatormaschinen, insbesondere an Wechselstromkommutatormaschinen.Info
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Description
Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung an Kommutatormaschinen, insbesondere an Wechselstromkommutatormaschinen. Es ist bekannt, zur Beseitigung von durch den erzeugenden Generator oder durch stark gesättigte Transformatoren hervorge rufenen Oberschwingungen in Wechselstrom netzen zu diesem Netz einen leerlaufenden Asynchronmotor mit Käfiganker parallel zu schalten. Dieser Käfigankermotor stellt für die Betriebsfrequenz eine hohe Induktivität dar: die Oberwellen des Netzes sind hinge gen durch die Käfigwicklung kurzgesehlossen, so dass sie sich im Netze nicht mehr störend bemerkbar machen können.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Ver wendung eines mit Kurzschlussanker, beispiels weise mit Käfiganker ausgerüsteten Induktions motors für die Verbesserung der Kommutierung an Kommutatormaschinen, insbesondere an Wechselstromkommutatormaschinen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass infolge der begrenzten Lamellenzahl und der Nutung der Kommu tatormaschine an dieser Oberfelder und damit Oberschwingungen auftreten, die zwar nach aussen hin, also im Netze, wenig in Erschei nung treten, die jedoch in der Läufer- oder der Ständerwicklung für sich betrachtet grosse Stärke annehmen. Diese Oberschwing ungen sind namentlich bei Wechselstromkom mutatormaschinen infolge des geringen Luft spaltes und des lamellierten Blechkörpers dieser Maschinengattung sehr stark und wirken auf die Kommutierung der Maschine in sehr ungünstiger Weise ein.
Gemäss der Erfindung ist der mit Kurz schlussanker ausgerüstete Asynchronmotor unmittelbar (also ohne Zwischenschaltung eines Transformators) zu der Kommutator wicklung der Kommutatormaschine parallel geschaltet. Wie die Versuche gezeigt ha ben, wird dadurch die Kommutierung der Maschine sehr verbessert. Es werden nicht nur die den Luftspalt durchsetzenden Ober felder durch den Kurzschlussankermotor weg- gedämpft, sondern auch die nur um die Kom mutatorwicklung sich schliessenden Streufelder mit Oberwellenfrequenz.
In der Zeichnung ist die neue Anordnung an zwei Beispielen veranschaulicht. Abb. 1 zeigt einen Drehstromreihenschlusskommuta- tormotor mit Zwischentransformator, dessen Kommutatorwicklung noch an Hilfsschleifrin ge 1 angeschlossen ist. Mit den Hilfsschleif ringen ist die Ständerwicklung des zur Weg dämpfung der Oberfelder dienenden leerlau fenden Kurzschlussankermotors 2 verbunden. Der Motor läuft mit in der Läuferwicklung des Reihenschlussmotors herrschenden Schlupffre quenz. Bei der Anordnung nach Abb. 2 ist die Verbesserung der Kommutierung an einem Reihenschlusskommutatormotor noch erhöht. Der Kurzschlussankermotor 2 ist mit seiner Läuferwicklung zur Läuferwicklung des Reihenschlussmotors parallel geschaltet. Ausserdem sind beide Motoren miteinander mechanisch gekuppelt.
Damit der Kurzschluss ankermotor für die im Läufer herrschende Betriebsfrequenz eine hohe Induktivität und für die Oberwellen einen Kurzschluss darstellt, ist der mit der Kurzschlusswicklung 3 aus gerüstete Ständer des Motors drehbar gelagert. Der Ständer läuft daher mit der Netzfrequenz entsprechender, annähernd synchroner Dreh zahl. Die Anordnung nach Abb. 2 hat den Vorteil, dass man infolge der unmittelbaren Kupplung des Reihenschlussmotors mit dem Kurzschlussankermotor die Läuferwicklung des Kommutatormotors an beliebig vielen Stel len mit der Läuferwicklung des Kurzschluss ankermotors verbinden kann, beispielsweise derart, dass die Kommutatorwicklung des Rei henschlussmotors ebensoviel Verbindungen mit dem eigenen Kommutator wie mit der Läufer wicklung des Kurzschlussankermotors besitzt.
Es sind daher die kommutierenden Spulen des Reihenschlussmotors unmittelbar über den Kurzschlussankermotor kurzgeschlossen, so dass die Kommutierung bezüglich der in den kommutierenden Spulen erzeugten Stromwen despannung sehr verbessert wird. Die dreh bare Lagerung des Ständers des Kurzschluss ankermotors kann in beliebiger Weise, bei- spielsweise durch Anbringung von Rollen lagern am äussern Umfange des _ Ständers herbeigeführt werden.
Selbstverständlich kann der Anschluss des Kurzschlussankermotors an die Kommutätor- wicklung auch bei beliebigen andern Kom mutatormaschinen Anwendung finden, insbe sondere bei einphasigen Reihenschlusskommu tatormaschinen, wie Repulsionsmotoren, oder bei ständergespeisten Drehstromnebenschluss- kommutatormotoren oder auch bei Kommu tatormaschinen beliebiger Bauart, die zwecks Drehzahlregelung oder Phasenkompensierung in den Sekundärstromkreis von Asynchron maschinen eingeschaltet sind. Bei einphasig gespeisten Kommutatormaschinen, zum Bei spiel Repulsionsmotoren, ergibt sich der wei tere Vorteil, dass durch den Kurzschlussan kermotor das an sich etwas unsymmetrische Drehfeld vergleichmässigt wird.
Bei Einan kerumformern wird man den Kurzschlussan kermotor unmittelbar an seine Hauptschleif ringe anschliessen.
Statt den Kurzschlussankermotor an die Kommutatorwicklung anzuschliessen, kann. man auch eine mit der Kommutatorwicklung magnetisch eng verkettete Hilfswicklung am Läufer der Maschine vorsehen und diese mit dem Kurzschlussankermotor verbinden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Verbesserung der Kommu tierung an Kommutatormaschinen, insbeson dere an Wechselstromkommutatormaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kommuta torwicklung der Maschine ein mit Kurz schlussanker ausgerüsteter Asynchronmotor unmittelbar parallel geschaltet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Asynchronmotor über Hilfsschleifringe an die Kommutator- wicklung angeschlossen ist.2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Asynchronmotor mit der Kommutatormaschine mechanisch gekuppelt ist und die Läuferwicklungen bei- der Maschinen zueinander parallel geschal tet sind, während der mit der Kurzschluss wicklung ausgerüstete Ständer des Asyn chronmotors drehbar gelagert ist. 3. Anordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Läuferwicklung der Kommutatormaschine ebensoviel oder annähernd ebensoviel Anschlüsse an die Läuferwicklung des Asynchronmotors, wie an den Kommutator besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE133304X | 1927-06-28 |
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| CH133304A true CH133304A (de) | 1929-05-31 |
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| CH133304D CH133304A (de) | 1927-06-28 | 1928-06-14 | Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung an Kommutatormaschinen, insbesondere an Wechselstromkommutatormaschinen. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH133304A (de) |
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1928
- 1928-06-14 CH CH133304D patent/CH133304A/de unknown
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