CH133364A - Vorrichtung zur Verhütung von Eisenbahnunfällen infolge Überfahrens von auf "Halt" gestellten Signalen. - Google Patents

Vorrichtung zur Verhütung von Eisenbahnunfällen infolge Überfahrens von auf "Halt" gestellten Signalen.

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CH133364A
CH133364A CH133364DA CH133364A CH 133364 A CH133364 A CH 133364A CH 133364D A CH133364D A CH 133364DA CH 133364 A CH133364 A CH 133364A
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CH
Switzerland
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braking
armature
relay
rail
dependent
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Inventor
Gruenhut Friedrich
Original Assignee
Gruenhut Friedrich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/04Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling mechanically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description


  



  Vorrichtung zur Verhütung von Eisenbahnunfällen infolge   Überfahrens    von auf    "Halt"gestellten    Signalen.



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verhütung von Eisen  bahnunfällen infolge Uberfahrens    von auf   "Harlt"gestellten    Signalen, welche darin besteht, dass auf dem Führerstand der   Iaokomo-    tive ein doppelpoliges   Zfwischenrelais    angeordnet ist, dessen Anker bei eintretendem   Stromschluss,    welcher mit Hilfe eines über eine Auflaufschiene der Geleiseanlage gleitenden Aufnehmers erfolgt, den Erregerstromkreis   einest verstellbaren    Zeitrelais schliesst.

     Ilierbei    werden optische und aku  stische    Signale in Tätigkeit gesetzt und durch den Anker des Zeitrelais ein weiterer Stromkreis geschlossen, in welchem ein Re  lais gesehaltet ist,    das durch ein   Gestähge    mit der Bremseinrichtung in Verbindung steht. Gleichzeitig werden durch Anker   Kontrolluhren    gestochen, so dass bei unachtsamem Überfahren von auf, Halt" stehenden Signalen die Bremsung des Zuges selbsttätig herbeigeführt wird.

   Hierbei kann die Einrichtung so getroffen sein, dass die Zeit innerhalb welcher die Bremsung des Zuges beim Überfahren eines Signals einsetzt, vom Führer nicht verändert werden kann, sondern durch den Fahrdienstleiter, zum Beispiel vermittelst eines unter Siegel oder Verschluss befindlichen Zeitrelais, beliebig eingestellt wird. Durch die Vorrichtung g wird sowohl das Überfahren eines   auf"Halt"gestellten    Signals, wie auch das selbsttätige Einsetzen der Bremsung jeweils auf einer   Kontrolluhr    gestochen, was zwangsläufig erfolgt.



   Die   beiliegende    Zeichnung lässt die   Vor-    richtung gemäss der Erfindung in einer bei  spielsweisenAllsführungsform    erkennen, und zwar zeigt Fig.   1    in schematischer Darstellung die Gesamtamordnung, während Fig. 2 bis 5 die Einzelapparate veranschaulichen.



   Die Vorrichtung kann zum Teil auf einem   Schaltbrett    a. uf der Lokomotive angebracht werden und sämtliche Apparate   kön-    nen unter Verschluss und Siegel gehalten werden, so dass sie vom   Lokomotivführer    in ihrer Einstellung nicht verändert wer den können.   1    ist ein Aufnehmer,   wel-    cher an der untern Rahmenkonstruktion der Lokomotive befestigt ist und von der an der   Geleiseanlage    2 (Fig. 2) vorgesehenen Aufla.   ufschiene    3 beeinflusst wird, die wiederum durch ein   Gestänge 3a    mit des Streckensignal verbunden ist.

   Hierbei ist es für die vorliegende Vorrichtung gleichgültig, ob diese   Auflaufschiene    3 fest oder verschiebbar an der Geleiseanlage angebracht ist, in weleh letzterem Falle sie jeweils von der   Bloek-    station betätigt werden muss. Der Aufnehmer 1   (Fig.    2) ist mit einem Kontaktstück 4 ausgesta. ttet, welches beim Überfahren einer   Auflaufschiene    3 nach oben gedrückt wird und dadurch ein Stromkreis für ein   Zwischenrelais    5   (Fig.    3) geschlossen wird. Dieses Relais 5 ist   doppelpolig ausge-    bildet und weist beiderseits Anker 6 und 7 auf, welche durch den durch den Aufnehmer 1 herbeigeführten   Stromschluss    angezogen werden.

   Damit wird die bisher innegehabte Verbindung des Ankers 6 mit Kontakten 8 und 9, an welche eine Stromleitung angeschlossen ist, in deren Stromkreis ein grünes Kontrollicht 10 mit Voltmeter 11 liegt, ge  lost.    Dieses grüne Licht 10 und Voltmeter   ll    werden jeweils durch einen a. uf dem   Schaltbrett    der Lokomotive befindlichen   Um-      schalter 11a    eingeschaltet, und zeigen diese die   Ansprechfähigkeit    der Einrichtung nebst der eventuellen Entladung der Batterie an.



  Mit dem unter dem Einfluss des Aufnehmers   1    stehenden Anker 6 ist mittelst eines Ge  stänges 13    eine Verbindung zu einem dreh  ba, ren Znfferblatt einer Kontrolluhr 12    ge  scha. ffen, wodurch    bei Unterbrechung des Stromkreises durch Betätigung des Aufnehmers 1 die Zeit gestochen wird, wä. hrend welcher der Zug die   Auflaufschiene    3   über-    fahren hat. Durch die Betätigung des Ankers 7 wird gleichzeitig der Stromkreis einer zu einem Zeitrelais 16 (Fig. 4) führenden Leitung geschlossen, in welcher ein rotes Licht 14, sowie eine   (} locke    15 als optisches respektiv   a. kustisehes. Warnungszeiehen    lie .

   Das Zeitrelais   1'6 (Fig.    4) weist eine Magnetspule 17 auf, in welcher ein Anker 18 freibeweglich geführt ist, der durch die erfolgte   Stromerregung    mit einem Kontakt 20 in Verbindung kommt und dort den Schluss eines weiteren Stromkreises herbei  fuhrt,    welcher zur'Vorrichtung zum Einsetzen der Bremsung führt. Das Zeitrelais 16 ist in bezug auf die Dauer des Hochgehens des Ankers 18 beliebig einstellbar, zu welchem ein verstellba. res Zifferblatt vorgesehen ist.

   Mit dem Anker 18 ist wiederum ein Gestänge 22 zu einer mit drehbarem   Zifferlblatt    versehenen   Kontrolluhr      23    verbunden und wird durch dessen Bewegung auf dem   Zifferblatt der Uhr    die Zeit gestochen, in welcher die Bremsvorrichtung betätigt wurde, das heisst in welchem Augenblick die Bremsung des Zuges einsetzte. Das Relais 21 (Fig. 5) zur Herbeiführung der Bremsung besitzt eine   Ma. gnetspule 24, welche durch    den durch den Anker 18 herbeigeführten   Stromschluss    erregt wird, wodurch ein in der    Spule 24 freibeweglicher Anker 2'6 angezo-    gen wird.

   In der beispielsweise gewählten Ausführungsform ist dieser Anker   2,    mittelst einer Stange 25 mit einem Hebel 27 verbunden, welcher auf einem in dem Zylinder 29 drehbaren Kolben 28 wirkt. Dieser Zylinder   2i9    steht mit der Hauptleitung der Bremseinrichtung in Verbindung und ist am Gehäuse desselben eine Feder 30 befestigt, welche den Hebel 27 sofort nach Ausschaltung in seine   Anfa. ngsstellung zurückführt.   



  Naeh Drehung des Kolbens   28    um ein gewisses Ma. B in dem Zylinder 29 werden die beiden vorgesehenen Aussparungen 31 miteinander in Übereinstimmung gebracht und dadurch die Luft a. us der Hauptleitung zum Entweichen gebracht,   was das sofortize Ein-    setzen der Bremsung des Zuges zur Folge hat. Beim   Hochgehen    des Ankers   26    wird auch durch   Stromschluss    eine Sirene 32 in   Tä. tizkeit    gesetzt, welche den Moment des Einsetzens der Bremsung anzeigt.



   Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Der Lokomotivführer schaltet bei Inbe  triebnahme    der Machine den Hebel   1-la    derart in die aus Fig.   1    ersichtliche Stallung, dass die Leitung mit der   Kontrollampe    10 (grünes Licht) und das Voltmeter 11 unter
Strom gesetzt wird, wodurch die Ansprechfähigkeit der Signaleinrichtung erwiesen wird. Durch die mit dem Streckensignal durch Gestänge in Verbindung stehende Auf laufschiene 3 wird der Aufnehmer 1 hochge drückt, wodurch der Stromkreis für das Zwischenrelais 5 eingeschaltet wird. Durch den in den Spulen auftretenden Magnetismus des Relais 5 werden die beiden Anker 6 und
7 angezogen.

   Dabei werden die Kontakte 8 und 9, für die bisher der Anker 6 die Verbindung herstellte, unterbrochen, das grüne Licht 10 mit Voltmeter 11 ausgeschaltet und gleichzeitig die   Signalkontrolluhr    12 durch das mit dem Anker 6 in Verbindung stehende Gestänge gestochen und damit angezeigt, wann eine Signalübertragung durch die Auflaufsehiene   2    sta. ttgefunden hat. Der Anker 7 schlieBt zu gleicher Zeit die Leitung   g ftir    das akustische und optische Zeichen 14 und 15 kurz, was auch die Stromzuführung zur Magnetspule 17 des beliebig einstellbaren Zeitrelais 16 bewerkstelligt.

   Der in der Magnetspule 17 freibewegliehe Anker 18 wird nun hochgezogen, wobei durch den erfolgten tromschluss bei Kontakt 20 der Stromkreis zur Bremsspule   24    geschlossen wird und zu   gleieher Zeit    durch das Gestänge 22 die   Bremskontrolluhr    23 gestochen wird, was anzeigt, wann die Bremsung eingesetzt hat. Bei Einsetzen der Bremsung gibt die Sirene 32 akustisches Zeichen. Die Bremsung erfolgt durch den Magnet 24, d'er den freibewegli  ehen    Anker 2 ; 6 anzieht.

   Dadurch wird mittelst der Verbindungsstange 2. 5 der Hebel 27 gedreht, wodurch der Kolben 28 im   Zlylinder      29    mitgenommen wird und die Verbindung des an der   Ha. uptbremsleitung    der Machine angeschlossenen Zvlinders 29 mit der Aussenluft hergestellt, was die Bremsung zur Folge hat. Nach Ausschalten der Einrichtung wird der   Lebel      27    durch eine Feder 30 in seine   Anfangsstellung zurückgezogen.   



   Im Falle die a. uf den Aufnehmer einwir  leende      Auflaufsehiene    3 mit der   Schienenan-    lage fest verbunden ist, was bei nicht sicherer Funktion der Streckensignale in Frage kommt, ist es selbstverständlich, dass der   Lokomotivführer    nach Überfahren einer solchen   Auflaufschiene    nach   Ertönen    der Sig  nalglocke    15 und Aufleuchtender Lampe 14 durch Betätigung eines in den   Erregerstrom-    kreis zum Zeitrelais eingebauten Umschalters 11b die Bremswirkung verhindert. Bei richtiger Beobachtung des Vorsignals und der damit verlangten erhöhten Aufmerksamkeit des Führers kann auch diese einleitende Wirkung bei rechtzeitiger Ausschaltung der Vorrichtung verhütet werden.



   Die beschriebene Vorrichtung ist auch bei elektrisch betriebenen Bahnen, und zwar ohne Batterien verwendbar. Die bei der vorliegenden Einrichtung zur Verwendung   kommen-    den Apparate können selbstverständlich auch anders ausgebildet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zur Verhütung von Eisenbahnunfällen infolge Uberfahrens von auf "Halt"gestellten Signalen, dadurch gekenn zeichnet, da. ss auf dem Führerstand derloko- motive ein doppelpoliges Zwischenrelais (5) angeordnet ist, dessen Anker bei mit llilfe eines über eine IAuflaufsehiene der Geleiseanla.
    ge gleitenden Aufnehmers (1) eintretendem Stromschluss den Erregerstromkreis eines einstellbaren Zeitrelais (16) schliesst, wobei akustische und optische Signale in Tätigkeit gesetzt werden und durch den Anker (18) des Zeitrelais (16) ein weiterer Stromkreis geschlossen wird, in welchem ein Relais (21) geschaltet ist, das durch ein Gestänge mit der Bremseinrichtung in Verbindung steht, wäh rend gleichzeitig durch die Anker (6) und (18) Kontrolluhren (12), (23) gestochen werden. so da ss bei unaehtsla. men tSberfahren von auf"Halt,, gestellten (Signalen, die Bremsung des Zuges selbsttätig herbeigeführt wird.
    FNTERANSPRUCHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass das Zeitrelais (16) zum Einstellen der 2eit, innerhalb welcher beim Überfahren der Schiene (3) die Bremsung einsetzt, unter Siegel oder Verschluss gehalten werden kann.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadureh gekennzeichnet, da. der an der Lokomotive angeordnete Aufnehmer (1) das Zwischenrelais (5) in Tätigkeit setzt, dessen Anker (7) den Stromschluss für das einstellbare Zeitre- lais (16) herbeiführt, wobei der in dem letzteren vorgesehene Anker (18) gehoben und dadurch eine Spule (24) unter. Strom gesetzt wird, welche den die Auslösung der Bremse bewirkenden Anker (26) in Tätigkeit setzt, durch welchen die Brem sung durch Öffnen der Bremshauptleitung herbeigeführt wird.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und t2, dadureh ge kennzeichnet, dass auf den Kontrolluhren (12), (23) der Zeitpunkt des Überfahrens einer Auflaufschiene, respektiv das Ein setzen der Bremsung selbsttätig gestochen wird.' 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Untera. nsprüchen en dadurch gekenn zeichnet, dass As Einsetzen der Bremsung nach'Auftreten der akustischen und opti schen Warnungszeichen (14), (15) durch Betätigung eines Schalters (11b) verhin dert werden kann.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekenn zeichnet,'dass in dem Stromkreis Idler Sig nallampe (10) ein Messinstrument zwi schengeschaltet ist, welches die Ansprech- fähigkeit der Batterie anzeigt.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-5, dadurch gekenn zeichnet, dass mit dem Einsetzen der Bremsung eine Sirene (32) zum Ertönen gebracht wird.
CH133364D 1928-03-19 1928-03-19 Vorrichtung zur Verhütung von Eisenbahnunfällen infolge Überfahrens von auf "Halt" gestellten Signalen. CH133364A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059019B (de) * 1955-07-19 1959-06-11 Ver Westdeutsche Waggonfabrike Vorrichtung zur Anzeige von Entgleisungen bei Schienenfahrzeugen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1059019B (de) * 1955-07-19 1959-06-11 Ver Westdeutsche Waggonfabrike Vorrichtung zur Anzeige von Entgleisungen bei Schienenfahrzeugen

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