CH155659A - Zugbeeinflussungseinrichtung. - Google Patents

Zugbeeinflussungseinrichtung.

Info

Publication number
CH155659A
CH155659A CH155659DA CH155659A CH 155659 A CH155659 A CH 155659A CH 155659D A CH155659D A CH 155659DA CH 155659 A CH155659 A CH 155659A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
magnet
valve
contact
shut
pulse
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Vereinigte Eisenbahn-S Haftung
Original Assignee
Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh filed Critical Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh
Publication of CH155659A publication Critical patent/CH155659A/de

Links

Landscapes

  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description


      Zugbeeinflussungseinrichtung.       Bei     Zugbeeinflussungseinrichtungen,    wel  che das Überfahren von Signalen in Halte  stellung durch Zwangsbremsung verhindern,  werden auch     Massnahmen    getroffen, um in  gewissen Fällen, zum Beispiel bei Fahrten  auf     Strecken    .ohne Beeinflussungspunkte, bei       Rangierbewegungen,    bei Beendigung einer  Fahrt oder dergleichen, die     Zugbeeinflus-          sungseinrichtung    auszuschalten.

   Dies kann  durch Anordnung eines Absperrhahnes in  der vom Bremsventil gesteuerten Brems  leitung geschehen, der in der     Abschluss-          stellung    die Druckluft der Bremsleitung  des Zuges absperrt und dadurch das Ein  treten einer Zwangsbremsung verhindert,  Dabei kann es erwünscht sein, gleichzeitig  die elektrischen Stromkreise der     Zugbeein-          flussungseinrichtung    abzuschalten, was da  durch erreicht werden kann, dass .der Ab  sperrhahn mit Kontakten versehen     wind,    wel  che die Stromzuführung zu den     Zugbeein-          flussungsapparaten    steuern.

      Derartige Ausführungen sind so durch  gebildet worden, dass mit der Inbetriebnahme  der     Zugbeeinflussungseinrichtung    eine Prü  fung der Bremsvorrichtung verbunden ist.  und zwar in der Weise,     Üass    beim Umlegen  des Absperrhahnes aus der Abschluss- in die  Betriebsstellung eine Probebremsung und  ihre Registrierung stattfindet. Hieraus ist  zu erkennen, ob das Bremsventil im Ernst  falle ansprechen wird. Die mit dem Ab  sperrhahn verbundenen Kontakte sind zur  weiteren Vervollkommnung dieser Prüfung  derart angeordnet worden, dass nicht nur  das Ansprechen des Bremsventils mit seinem  Ventilmagneten, sondern auch die Arbeits  fähigkeit des Impulsrelais überprüft werden  kann.  



  Die bisher bekannten Ausführungen ha  ben aber den Nachteil, dass die Überprüfung  der Arbeitsfähigkeit des Impulsrelais der  willkürlichen Beachtung des bedienenden  :Personals anheimgestellt ist. Hierbei erfolgt      die     Zwangsprobebremsung    dadurch,     da13     beim Öffnendes     Absperrhahnes    ein Kontakt  im Stromkreis des Ventilmagnetes unter  bro-chen     wird,    wodurch der Ventilmagnet  zum Abfallen kommt und damit die Brem  sen in Tätigkeit setzt. Hierbei ist aber keine  Sicherheit dafür gegeben, dass im Ernstfalle  auch das Impulsrelais wirken würde.

   Das  Abfallen des     Impulsrelaisankers    kann zwar  an dem Aufleuchten oder Nichterscheinen  der meist vorhandenen     Führerstandsmelde-          lampen    und an der     Registriervorrichtung    er  kannt werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass  bei dieser Bremsprobe die Anzeige der Lam  pen und der     Registriervorrichtung    meist  nicht beachtet wird, zumal da die Bedienung  des Absperrhahnes an einer Stelle der Loko  motive erfolgt, von der diese Anzeigevorrich  tungen nicht zu     erkennen    sind. Überdies  sind solche     Meldelampen    bei manchen Ein  richtungen überhaupt nicht vorhanden.

   Es  ist daher erwünscht, das rechtzeitige An  sprechen des Impulsrelais bei der Brems  probe nach Möglichkeit so sinnfällig zu  machen, dass sein Versagen beachtet wird.\  Eine solche Möglichkeit ist in der vor  liegenden Erfindung .dadurch gegeben, dass  im Stromkreis des     Abzugsmagnetes    ein     Kon-          trollrelais    vorgesehen ist, das einen Kon  takt steuert, der sich im Stromkreis des       Ventilmagnetes    befindet.  



  Eine     Ausführungsform    des Gegenstandes  der Erfindung ist in der Abbildung dar  gestellt.  



  Hierin ist J der Anker des Impulsrelais.  .der .durch den Impulsmagneten J' und den  Abzugsmagneten Ja gesteuert wird und  durch seinen Kontakt     i'IJ    den Stromkreis  des Ventilmagnetes V steuert. C ist ein       Kontrollrelais,    welches in dem Stromkreis  des Abzugsmagnetes Ja liegt und durch die  Kontakte     e'    und     c2    seinen eigenen Stromkreis  und den des     Ventilmagnetes    steuert. Der  Ventilmagnet schliesst in erregtem Zustande  das     Bremsventil    B ab und öffnet in ab  geschaltetem Zustande die Bremsleitung zum  Austritt der Druckluft ins Freie F.

   Die    Lösetaste     T    mit dem in der Grundstellung  geschlossenen Kontakt     h    und dem offenen  Kontakt     l2    .dient zur Aufhebung einer auf  irgendeine Weise bewirkten Zwangsbrem  sung. Der Hebel     TI    des     Absperrhahnes,    des  sen pneumatischer Teil A in die Brems  leitung L des Zuges eingeschaltet ist, besitzt  einen Kontaktsatz     K    mit drei Kontakt  segmenten<I>h',</I>     h2,        h3,    über welche unter an  dern mittelst des Kontakthebels     h4    die ge  nannten Stromkreise gesteuert werden.  



  Die Abbildung zeigt die     Abschlussstel-          lung    des Hebels H, wobei die Bremsleitung  L abgesperrt ist. Hierbei ist der Kontakt       h3;ih'    geschlossen. Die Wirkungsweise der  Einrichtung bei Inbetriebnahme der Loko  motive ist folgende:  Sobald der zur Lieferung der Gleich  stromspannung vorgesehene Generator Span  nung liefert, fliesst noch in der     Abschluss-          stellung    des Hahnes im Stromkreis über den  Abzugsmagneten Ja, das Kontrollrelais C  und das Kontaktsegment     h3    Strom. Alle  übrigen Stromkreise sind infolge der offenen  Kontakte     h'Ida'    und     h2!h'    stromlos.

   Der  Abzugsmagnet Ja hält den Anker J des Im  pulsrelais in der abgefallenen Lage fest, wo  bei Kontakt     i'!J    offen ist. Wird nun der  Hebel     II    des     Absperrhahnes    in die Betriebs  stellung umgelegt, so werden zunächst die  Kontakte     h'Ih'    und     h2/h'    geschlossen und  dann der Kontakt     h3!h'    geöffnet. Über den  Kontakt     h'Ih'    werden alle übrigen elek  trischen Stromkreise an Spannung     gelegt.     Der Abzugsmagnet und das Kontrollrelais  bleiben aber über die Kontakt     dz'lh'    und c'  erregt.

   Der Anker J des Impulsrelais ver  bleibt in abgefallener Lage trotz Erregung  des Impulsmagnetes. Der Ventilmagnet wird  infolge des offenen Kontaktes     i'jJ    nicht er  regt. Gleichzeitig mit ,dem Schalten der  Kontakte     h'lh'    und     da@jda@    wird der Absperr  hahn<I>A</I> geöffnet. Da das Ventil<I>B</I> noch offen  ist, entweicht die Druckluft aus der Brems  leitung L und verursacht das Anziehen der  Bremsen.  



  Die Aufhebung dieser Probebremsung  geschieht mittelst der     Bremslösetaste    T, bei      deren Betätigung der Abzugsmagnet Ja kurz  geschlossen wird, so dass der Impulsmagnet  J' den Anker J wieder anzieht. Hierdurch  ist die     Ansprechfähigkeit    des Impulsrelais  wieder hergestellt, und sobald die Taste wie  der losgelassen ist, wird der Ventilmagnet     T%     erregt. Hierdurch wird das Bremsventil B  geschlossen, und die Bremsleitung L kann  mit Druckluft gefüllt werden.  



  Diese Probebremsung tritt also nur "in  folge des abgefallenen     Impulsrelaisankers     ein. Eine Störung in der Arbeitsweise des  Impulsrelais macht sich sofort durch Aus  bleiben der Probebremsung oder dadurch  bemerkbar, dass die Probebremsung nicht  aufgehoben werden kann.  



  Würde zum Beispiel der Anker des Im  pulsrelais in der Ruhestellung verbleiben  (zum Beispiel durch Festklemmen), so würde  der Ventilmagnet über die geschlossenen  Kontakte     ii!J,        c2,   <I>l'</I> sofort Strom erhalten  und das Bremsventil B schliessen, ohne dass  die Bremsung zustande kommt. Da die  Bremsung jedoch     erwartet    wird, so muss ihr  Ausbleiben beachtet werden.  



  Würde ferner der Stromkreis des Ab  zugsmagnetes aus irgendeinem Grunde (zum  Beispiel Drahtbruch) unterbrochen sein, so  würde auch das Kontrollrelais keinen Strom  erhalten, die Probebremsung würde infolge  des offenen Kontaktes     c2    zwar eintreten, sie  kann aber nicht aufgehoben werden.  



  Eine weitere Verbesserung der Kontakt  einrichtung des Absperrhahnes kann dadurch  erzielt werden, dass der Kontakt     hg,1h4    in der  Endlage der     Abschlussstellung    des Hahnes  offen ist. Hierdurch wird ein unnötiger  Stromverbrauch bei abgeschalteter     Zugbeein-          flussungseinrichtung    vermieden, wenn der  Generator Spannung gibt.

   Der Kontakt     h'/h'     wird dann so ausgebildet, dass er beim Um  legen des Absperrhahnes aus der     Abschluss-          stellung,    in der er offen ist, während der  ersten     Drehbewegung    geschlossen wird und  nach Schliessen der Kontakte     h'/h4    und     h\lh4     in der Betriebsstellung     wieder    geöffnet ist.

    Bei der üblichen Verwendung eines Kontroll  relais C, welches bei Erregung seinen Kon-         takt    c' schnell schliesst, besteht praktisch  keine Gefahr, dass der Kontakt     hslh'    beim  Umlegen des Absperrhahnes früher geöffnet  wird, bevor Kontakt c' des Kontrollrelais ge  schlossen ist; denn der Absperrhahn lässt  sich bei den üblichen Bauformen nur ver  hältnismässig schwer und daher langsam um  legen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: . Zugbeeinflussungseinrichtung mit Sehalt- Mitteln zu ihrer Ausserbetriebsetzung, wobei ausser der Impulswicklung des Impulsrelais noch eine Abzugswicklung vorgesehen ist, die den Anker des Impulsrelais in die ab gefallene Lage zieht, dadurch gekennzeich net, dass im Stromkreis des Abzugsmagnetes ein Kontrollrelais (C) vorgesehen ist, das einen Kontakt (e2) steuert, der sich iin Stromkreis des Ventilmagnetes befindet.
    UNTERANSPR ü CFIE 1. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ansprechfähigkeit des Impuls relais die Zwangsprobebremsung nur dann eintritt, wenn der 4nker des Impulsrelais abgefallen ist. 2. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass bei gestörter Ansprechfähigkeit des Impulsrelais die Zwangsprobebremsung ausbleibt.
    3. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erre gung des Ventilmagnetes nur bei gleich zeitig geschlossenen Kontakten (i'I'J, c2) der in Ruhestellung befindlichen Impuls relais und Kontrollrelais (C) möglich ist. 4. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ab zugsmagnet (Ja) über einen Kontakt (h'Ih4) des Absperrhahnes Strom erhält, bevor der Impulsmagnet (J') erregt wird.
    5. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die er zwungene Erregung des Abzugsmagnetes (Ja) über einen in der Abschlussstellung des Absperrhahnes geschlossenen Kontakt (h3/h4) erfolgt. 6. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die er zwungene Erregung des Abzugsmagnetes (Ja) über einen in der Abschlussstellung des Absperrhahnes offenen Kontakt (h3Ih4) erfolgt, der während der Schalt bewegung aus der Abschluss- in die Be triebsstellung vorübergehend geschlossen wird.
    7. Zugbeeinflussungseinrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in einer bestimmten Stellung der Einrich tung geschlossene Kontakt (hsIh4) des Absperrhahnes bei seiner Umlegung in die Betriebsstellung erst nach Schliessen des die Betriebserregung des Abzugsmagnetes bewirkenden Kontaktes (h 11h4) wieder ge öffnet wird.
CH155659D 1930-03-18 1931-02-23 Zugbeeinflussungseinrichtung. CH155659A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE155659X 1930-03-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH155659A true CH155659A (de) 1932-06-30

Family

ID=5677195

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH155659D CH155659A (de) 1930-03-18 1931-02-23 Zugbeeinflussungseinrichtung.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH155659A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH155659A (de) Zugbeeinflussungseinrichtung.
DE2613663A1 (de) Druckluft-bremsanlage
AT131721B (de) Einrichtung zur Überwachung einer Mehrzahl verstellbarer Organe.
DE917905C (de) Einrichtung zum Loeschen von gluehendem Koks in einem Koksloeschturm
DE507432C (de) Elektrische Fernueberwachungsanlage
DE872797C (de) Warnsignalanlage fuer Kreuzungen zwischen Strassen und Eisenbahnen
DE583005C (de) Schaltanordnung fuer Zugbeeinflussungseinrichtungen
CH133364A (de) Vorrichtung zur Verhütung von Eisenbahnunfällen infolge Überfahrens von auf &#34;Halt&#34; gestellten Signalen.
DE651680C (de) Streckenblockschaltung fuer zwei- oder mehrbegriffige Signale
DE490577C (de) Schrankensicherung fuer Eisenbahnuebergaenge
DE1480212C3 (de) Lichtanlage für Kraftfahrzeuge
DE476547C (de) Schalteranordnung, insbesondere fuer Bremsprobe- und Bremsmeldeanlagen
DE651394C (de) Schaltung fuer die Abhaengigkeit der Rueckblockung von der Zugfahrt
DE546062C (de) Elektrische Zugsicherungseinrichtung
DE394931C (de) Kontrollapparat fuer Eisenbahnzuege
DE349972C (de) Schaltung fuer elektrische Eisenbahnstreckenueberwachung
DE617077C (de) Induktive Zugsicherung
DE442660C (de) Optisch-akustische Signaleinrichtung fuer Eisenbahn- und Strassenbahnzuege
DE606665C (de) Schaltung fuer Blockanlagen
DE553927C (de) Mit Druckluft betriebene Schallsendeanlage
DE615393C (de) Einrichtung, um eine bediente Nebenstelle von einer Hauptstelle aus zu leiten
DE711908C (de) Schaltung fuer handbetaetigte Blockeinrichtungen
DE295326C (de)
AT271566B (de) Steuereinrichtung für elektrisch betriebene Bahnen od.dgl.
DE323537C (de) Zugkontrollsystem